Darlehen Studium

Kredite für Studenten

Wer ein Darlehen für das Studium benötigt, sollte zuerst die beiden staatlichen Angebote in Betracht ziehen: das BAföG und den KfW-Studienkredit. Beide staatlichen Programmen zeichnen sich durch unschlagbar günstige Konditionen aus. Erster Ansprechpartner sollte das BAföG-Amt sein, weil Studierende die Hälfte der Zahlungen nicht zurückzahlen müssen.

BAföG: Voraussetzungen, Leistungen, Zurückzahlung

Kredit

Das BAföG existiert seit 1971, die damalige sozial-liberale Koalition wollte mit dieser Ausbildungsförderung mehr Kinder von finanzschwachen Eltern ein Studium ermöglichen. Auch heute noch stellt das BAföG eine wichtige staatliche Unterstützung dar, ohne die sich viele ein Studium nicht leisten könnten. Das WG-Zimmer, der Lebensunterhalt, teure Bücher für das Studium, teilweise Studiengebühren, das alles kostet viel Geld. Zugleich bleibt bei den strengen Anforderungen an den Unis kaum Zeit für einen Nebenjob. Können die Eltern das Studium nicht vollständig bezahlen, springt das BAföG-Amt ein.

Zuerst sollten Studierende prüfen, ob sie die Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen bei der Aufnahme des Studiums zum Beispiel jünger als 30 Jahre sein. Ob beziehungsweise in welcher Höhe Antragssteller BAföG erhalten, hängt von ihrem Einkommen sowie dem Einkommen der Eltern ab. Übertreffen die jeweiligen Einnahmen die festgelegten Grenzen, rechnet die Behörde den Überschuss an. Dieser Überschuss kann so hoch liegen, dass kein Anspruch auf staatliche Förderung besteht. Das Vermögen der Eltern bleibt außen vor, das Vermögen des Studenten wird aber ab einem Freibetrag ebenfalls angerechnet.

Der große Pluspunkt beim BAföG ist, dass der Staat die Hälfte als Zuschuss überweist. Studierende müssen nur die andere Hälfte zurückbezahlen. Auf diesen Tilgungskredit verlangt der Staat keine Zinsen. Er zeigt sich auch bei der Rückzahlung entgegenkommend. Nach dem Ende des Studiums gewährt er eine Karenzzeit, erst danach setzt die Zahlungsverpflichtung ein. Bei einem niedrigen Einkommen setzt die zuständige Behörde die Forderungen auf Antrag vorübergehend aus.

Der KfW-Studienkredit als Alternative

Die öffentlich-rechtliche KfW-Bank bietet ebenfalls ein Darlehen für das Studium. Dieses müssen Kreditnehmer vollständig tilgen, auch Zinsen fallen an. Der Zinssatz der KfW ist aber niedrig. Dieser KfW-Studienkredit kommt für alle infrage, die keinen oder einen zu geringen Anspruch auf BAföG haben. Er geht mit mehreren Vorteilen einher, es handelt sich zum Beispiel um einen einkommensunabhängigen Kredit. Zudem können ältere Studierende einen Kredit beantragen, die Förderung kann bis zum 44. Lebensjahr dauern. Die Flexibilität spricht ebenfalls für dieses Darlehen im Studium. Antragssteller dürfen eine monatliche Unterstützung zwischen 100 und 650 Euro frei wählen. Zwei Mal im Jahr können sie diesen Betrag erhöhen oder senken, so können sie die Auszahlung zeitnah an einen geänderten Bedarf anpassen.

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