Darlehen vom Staat

Förderkredite: Wann der Staat unterstützt

Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Bürger ein Darlehen vom Staat. Mit diesen Krediten, die durch eine liberale Kreditvergabe und attraktive Konditionen bestechen, unterstützt die Regierung Menschen aus unterschiedlichen Gründen des Gemeinwohls. Deutschland finanziert zum Beispiel die Ausbildung von jungen Menschen: Zum einen dienen diese Darlehen der Chancengerechtigkeit. Zum anderen erhofft sich der Staat viele gut ausgebildete Bürger, die später das Wirtschaftswachstum befördern und Steuern zahlen.

Hilfe beim Studium

Kredit

Besonders umfassend ist die Hilfe bei der Ausbildung. Hunderttausende nehmen das BAföG für Studierende in Anspruch. Studenten dürfen hierbei gewisse Einkommens- und Vermögensgrenzen nicht überschreiten, auch die Einkünfte der Eltern zieht das Studentenwerk als zuständiger Ansprechpartner heran. Überschreiten die jeweiligen Geldsummen die Werte, kürzt das Studentenwerk die Zahlung oder lehnt einen BAföG-Antrag ab. Wer Zahlungen erhält, kann sich freuen: Bei der einen Hälfte handelt es sich um einen kostenlosen Zuschuss, die andere Hälfte stellt ein zinsfreies Darlehen dar. Dieses müssen sie nach dem Studium in kleinen Raten zurückzahlen, bei zu geringem Verdienst wird die Zahlung vorübergehend ausgesetzt. Eine ähnliche Unterstützung gibt es nicht nur für Studenten, sondern unter anderem auch für Teilnehmer an Meister-Kursen.

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Erhält jemand kein BAföG oder zu wenig, kann er bei der öffentlich-rechtlichen KfW-Bank einen Bildungskredit beantragen. Dieser kann nach dem Auslaufen des BAföGs auch als Anschlussfinanzierung dienen, da der Anspruch über einen längeren Zeitraum besteht. Die ausgezahlten Summen stellen ein Darlehen vom Staat dar, Kreditnehmer müssen den Betrag komplett tilgen und Zinsen tragen. Die Zinssätze liegen aber unter dem Niveau von Studenten-Abrufdarlehen privater Banken. Im Gegensatz zum BAföG spielen Einkommen und Vermögen beim Bildungskredit keine Rolle.

Die KfW-Bank als zentrales Förderinstrument des Staats

Dieses öffentlich-rechtliche Institut spielt bei der staatlichen Kreditfinanzierung die führende Rolle. Die Förderkredit-Programme richten sich vor allem an Privatpersonen und Unternehmer. Einen Schwerpunkt bildet die Energiewende. Installieren Antragssteller zum Beispiel eine Fotovoltaikanlage auf ihrem Dach oder sanieren sie ihr Haus energieeffizient, haben sie eine gute Chance auf ein zinsgünstiges Darlehen vom Staat. Die KfW-Bank engagiert sich zudem stark in der wirtschaftlichen Förderung. Existenzgründer können ihre Geschäftsidee oftmals nur dank eines KfW-Darlehens finanzieren. Das Gleiche gilt bei etablierten Unternehmen, die ihr Geschäft erweitern oder in Forschung und Entwicklung investieren wollen.

Grundsätzlich zeichnen sich die Angebote durch eine großzügige Kreditvergabe, niedrige Zinsen und liberale Rückzahlungsbedingungen aus. Teilweise verbuchen Kreditnehmer sogar einen Tilgungszuschuss. Bevor Interessierte ein solches Darlehen vom Staat beantragen, sollten sie jeweils die Voraussetzungen und die Konditionen recherchieren. Bei einigen KfW-Krediten fungiert die Hausbank als Ansprechpartner, diese entscheidet über den Antrag und wickelt das Darlehen ab. Da die KfW Bankpartner weitgehend von den Ausfallrisiken freistellt, stimmen die Institute gerne zu. Für sie existiert kaum eine finanzielle Gefahr.

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