Dispo Einrichten

Dispo beantragen: Unterschiedliche Konditionen

Wenn Besitzer eines Girokontos einen Dispo einrichten lassen, können sie fortan bis zu einer bestimmten Höhe ihr Konto überziehen. Ob die Bank einen Dispo gewährt, hängt von der Bonität der Verbraucher und den Kriterien des Instituts ab. Zwischen den Banken zeigen sich große Differenzen. Zudem sollten sich Interessierte bei der Bankwahl fragen, welchen Dispozinssatz sie stemmen müssen.

Dispo: Welche Voraussetzungen müssen Kunden erfüllen?

Kontokorrent- & Dispositionskredit

Wie bei anderen Krediten sichern sich Banken auch bei einem Überziehungsrahmen ab, indem sie die Bonität prüfen. Sie wollen das Risiko minimieren, dass Kunden einen in Anspruch genommen Dispo nicht mehr zurückzahlen können. Deswegen müssen Interessierte meist einen Einkommensnachweis vorlegen, wenn sie einen Dispo einrichten wollen. Die Bankmitarbeiter begutachten die Höhe des Einkommens und prüfen, ob die Einkünfte aus einer sicheren oder einer prekären Beschäftigung resultieren. Die besten Chancen haben Antragssteller, die ein Gehalt aus einer unbefristeten Beschäftigung vorweisen können. Diese können bei fast allen Banken einen Dispo einrichten, der gewöhnlich das Zweifache oder das Dreifache des monatlichen Einkommens beträgt. Selbstständige mit überschaubaren Einkünften, prekär Beschäftigte und Erwerbslose müssen dagegen bei einigen Instituten mit einer Ablehnung rechnen.

Sie brauchen aber dennoch nicht auf die Vorteile eines Dispos verzichten. Manche Banken zeigen sich gegenüber Kunden liberal. Sie gewähren auch ohne Einkommensnachweis einen Überziehungsrahmen, zumindest von einigen Hundert Euro. Davon profitieren zum Beispiel Studierende und Selbstständige. Sie können vorübergehenden Finanzbedarf bei diesen Banken problemlos über einen Dispo decken. Das setzt bei diesen Anbietern nur voraus, dass Kunden bisher keine negativen Schufa-Einträge verzeichneten. Wer in der Vergangenheit durch Zahlungsverfehlungen auffiel und die Gläubiger dies in der Schufa-Datei eintragen ließen, hat auch bei liberal agierenden Banken kaum Chancen auf einen Dispo.

Die preiswerteste Bank wählen

Menschen mit prekärem, geringem oder keinem Einkommen sollten bei der Bankwahl die Voraussetzungen für einen Dispokredit betrachten. Verbraucher mit guter Bonität muss dieser Aspekt nicht interessieren. Zwei Punkte sollten dagegen alle Kunden ernst nehmen: Erstens sollten sie fragen, welche Dispozinsen Banken fordern. Am Markt finden sich erhebliche Differenzen, der Unterschied zwischen günstigen und teuren Instituten beträgt fünf Prozentpunkte und mehr. Bei der Nutzung des Dispos macht das einen erheblichen Kostenunterschied aus. Zweitens sollten sich Verbraucher die Konditionen für das Girokonto ansehen. Bei einigen Banken zahlen Kunden eine hohe monatliche Gebühr, andere Geldhäuser stellen das Konto kostenlos zur Verfügung. Bei der gebührenfreien Variante kommt es zudem darauf an, ob Banken grundsätzlich keine Gebühren verlangen oder ob sie nur bei einem monatlichen Mindestgeldeingang darauf verzichten.

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