Dispozins

Zinsen für den Dispo: Große Einsparpotenziale

Der Dispozins bestimmt, welche Kosten für die Nutzung des eingeräumten Überziehungsrahmens anfallen. Viele Verbraucher machen sich darüber keine Gedanken. Sie wissen häufig nicht, welche Zinsen die Banken überhaupt verlangen. Dieses Desinteresse stellt einen Fehler dar: Die Konditionen unterscheiden sich zwischen den Anbietern enorm, ein entsprechend hohes Einsparpotenzial ergibt sich. Die Differenz zwischen billigster und teuerster Bank kann bis zu 10 Prozentpunkte betragen, es empfiehlt sich deshalb dringend ein Vergleich.

Beachtenswertes bei einem Vergleich

Kontokorrent- & Dispositionskredit

An erster Stelle interessiert bei einem Dispovergleich, was Banken für den Dispo an Zinsen berechnen. Diese Konditionen lassen sich leicht vergleichen, Verbraucher müssen dafür nur die aktuellen Zinssätze möglichst vieler Banken heranziehen. Auf einem Vergleichsportal lässt sich das mit minimalem Aufwand bewerkstelligen. Die günstigen Banken bei einem solchen Vergleich erweisen sich in der Regel als dauerhaft preiswert. Grundsätzlich können Institute zwar jederzeit den Dispozins erhöhen, aber aus einer billigen Bank wird nur in selten Fällen irgendwann ein kostspieliger Anbieter. Mithilfe eines Vergleichsportals können sich Verbraucher deshalb langfristig vorteilhafte Zinssätze sichern.

Um einen Dispo nutzen zu können, brauchen Kunden ein Girokonto. Aus diesem Grund sollten sie bei einem Vergleich nicht ausschließlich auf die Zinsen für den Dispo achten, sie sollten auch mögliche Kontoführungsgebühren berücksichtigen. Ein niedriger Dispozins bringt nichts, wenn eine Bank zugleich hohe Grundgebühren verlangt. Bestenfalls offerieren Institute niedrige Dispozinsen und zugleich ein kostenfreies Girokonto, insbesondere Direktbanken fallen mit solchen kundenfreundlichen Konditionen positiv auf. Hinsichtlich der Gebührenfreiheit sollten Interessierte prüfen, ob Banken grundsätzlich keine Gebühren fordern oder ob sie das von einem monatlichen Mindestgeldeingang abhängig machen. Manche Banken berechnen zum Beispiel nur dann keine Gebühren, wenn Kunden jeden Monat mindestens 1.000 Euro in einer Summe auf ihrem Konto verzeichnen. Ob es sich hierbei um eine Lohn- oder Rentenzahlung handelt, spielt keine Rolle. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllen kann, sollte ein voraussetzungslos gebührenfreies Konto wählen.

Dispozinsen grundsätzlich höher als bei anderen Kreditarten

Auch günstige Banken fordern einen Dispozins, welcher die Zinssätze von Ratenkrediten übertrifft. Das lässt sich aufgrund der flexiblen Rückzahlungsmöglichkeiten und dem erhöhten Risiko erklären. Dennoch kann sich ein Dispo im Vergleich zu Ratendarlehen als günstiger erweisen. Beim Dispo fallen Zinsen nur für die tatsächliche Nutzung an, die Berechnung der Dispozinsen erfolgt tagesaktuell. Nach dem Gehaltseingang reduziert sich die Überziehung massiv, eventuell dreht sich das Konto sogar vorübergehend ins Plus. Das reduziert die Kosten. Erst im Laufe des Monats weitet sich die Dispo-Nutzung wieder aus.

Trotzdem gilt: Kunden sollten rasch den Dispo ausgleichen, ein Konto sollte sich nicht dauerhaft immer wieder im Minus befinden. In einem solchen Fall summieren sich die Dispozinsen zu erheblichen Beträgen. Betroffene sollten entweder durch Sparmaßnahmen die Nutzung überwinden. Oder sie sollten den Dispo umschulden, indem sie einen zinsgünstigeren Ratenkredit vereinbaren.

Mehr zum Thema