Fortbildung Schuldnerberatung

Fortbildung für Schuldnerberater

Die Berater in Schuldnerberatungsstellen haben es mit den unterschiedlichsten Themen und Menschen zu tun, deshalb ist Fortbildung für Schuldnerberatung ein ganz wichtiger Punkt. Da es keine festgeschriebene Ausbildung für Schuldnerberater gibt, müssen sie sich auf andere Wegen weiterbilden, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Ein Schuldenberater muss sowohl über kaufmännische Fähigkeiten als auch über Verhandlungsgeschick und vor allem über Einfühlungsvermögen verfügen. Bei seiner Ausbildung im Studium hat er sich meist nur mit einer dieser Voraussetzungen befasst. Eine Fortbildung für Schuldnerberatung deckt die fehlenden Punkte ab.

Schuldenberater haben viele Aufgaben

Schuldnerberatung

Schulden kommen auf sehr unterschiedliche Weise zusammen. Der eine hat sich mit einem Hauskauf übernommen, der andere leidet an Kaufsucht und bestellt alles Mögliche auf Raten. Ein anderer hat seine Schulden durch exzessive Handynutzung aufgebaut und der nächste ist völlig unverschuldet durch eine Scheidung, Arbeitslosigkeit oder andere Gründe in Not geraten. Ein Schuldnerberater ist Ansprechpartner für alle diese Probleme und muss darauf entsprechend reagieren können. Um den Schuldenberg abzubauen, kann es notwendig werden, Immobilien zu veräußern. Eine Fortbildung für Schuldnerberatung schult die Teilnehmer im Immobilienrecht und klärt über die Tücken bei Hausverkäufen auf.

Um mit Gläubigern verhandeln zu können, brauchen Schuldnerberater eine gute Taktik. Schließlich wollen sie zugunsten ihrer Mandanten erreichen, dass diese zu Kompromissen bereit sind. Sie sollen Schulden stunden, niedrigeren Ratenzahlungen zustimmen oder auf einen Teil oder sogar die ganze Forderung verzichten. Nur Berater, die hier ein gutes Verhandlungsgeschick beweisen, erreichen, dass die Gläubiger einlenken und so möglicherweise dem Schuldner das Insolvenzverfahren erspart bleibt. Deshalb sollten alle Mitarbeiter der Schuldnerberatung an einer Fortbildung zu diesem Thema teilnehmen.

Einfühlungsvermögen gefragt

Einer der wichtigsten Punkte ist das Einfühlungsvermögen. Für Menschen mit hohen Schulden ist diese Situation fast immer sehr unangenehm. Sie sperren sich gegen Vorschläge, legen nur einen Teil ihrer Schulden offen oder leiden an einer Sucht. Manche Schuldner braucht Mitgefühl, für andere wieder ist eine konsequente Haltung wichtiger. Der Schuldnerberater muss auf all diese unterschiedlichen Menschen mit ihren individuellen Problemen eingehen können. Eine Fortbildung auf sozialpädagogischer oder psychologischer Ebene ist deshalb eine sehr sinnvolle Maßnahme. Dort lernen die Berater, wie sie auf die Ratsuchenden zugehen und wie sie mit ihnen sprechen sollten.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Schuldnerberater bietet in allen Bundesländern regelmäßig Ausbildungsgänge an, um die Berater auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Durch Fortbildung der Schuldnerberatung wird gewährleistet, dass die Ratsuchenden fachlich korrekt und einfühlsam betreut werden, sodass sie Vertrauen zu ihrem Schuldenberater aufbauen. Nur auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Beratung zum Erfolg führt.

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