Günstige Kredite

Angebote vergleichen: Günstiger Kredit aus dem Internet

Von günstigen Krediten profitieren Verbraucher im Idealfall gleich zweifach. Sie können sich nicht nur Anschaffungen leisten, die ihr monatliches Budget eigentlich übersteigen, sondern zahlen dank niedriger Zinsen auch nur wenig Mehrkosten. Ein Vergleich mit einem Online-Kreditrechner ist jedoch nur der erste Schritt auf dem Weg zum günstigsten Kredit. Die aufgelisteten Zinssätze bilden stets die bestmögliche Variante eines Darlehens ab, die Kunden mit sehr guter Bonität vorbehalten ist. Verbindlich ist nur das auf eine konkrete Anfrage folgende, auf die finanzielle Situation des Einzelnen abgestimmte Angebot.

Angebote vergleichen

Günstige Kredite

Potenziell günstige Kredite gibt es viele, die erste Herausforderung für den Verbraucher besteht also darin sich einen Überblick über die aktuelle Marktlage zu verschaffen. Am schnellsten gelingt das mittels der zahlreichen Vergleichsportale im Internet. Dabei sind die Kreditangebote der größten Filial- und Direktbanken auf nahezu allen Vergleichsseiten gelistet. Anders sieht es bei Volksbanken und Genossenschaftsbanken aus, die regional meist stark verwurzelt sind und ein anderes Selbstverständnis in puncto persönlicher Kundenbeziehung mitbringen als beispielsweise Online-Kreditinstitute. Ihre Produktpalette wird von den großen Vergleichsportalen nicht vollständig erfasst und muss gegebenenfalls bei der Filiale vor Ort angefragt werden.

Für Anbieter Schufa-freier Kredite gibt es wiederum spezielle Vergleichsseiten, die ausschließlich Kreditinstitute oder Online-Plattformen listen, bei denen eine negative Bonitätsauskunft kein Grund für eine Kreditablehnung ist. Die meisten Kreditvergleichsrechner funktionieren nach demselben Prinzip. Der Nutzer gibt die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit oder die monatliche Wunschrate ein und der Rechner ermittelt die dazu passenden Angebote. Sie werden übersichtlich in Form einer Liste dargestellt, wobei an erster Stelle das Darlehen mit dem niedrigsten Zins erscheint. Mit einem Mausklick kann der Nutzer dann nähere Informationen zu dem gewählten Produkt einsehen oder wird auf die Seite des Anbieters weitergeleitet.

Individuelles Angebot erstellen lassen

Auch günstige Kredite sind bonitätsabhängig. Der endgültig erhobene Zins orientiert sich also an der persönlichen und wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit des Antragstellers. Grundsätzlich aber darf jedes Darlehen vom Anbieter mit dem bestmöglichen Zinssatz beworben werden, solange die Werbung zusätzlich ein Rechenbeispiel enthält, das für zwei Drittel der Verbraucher repräsentativ ist. In der Praxis wird diese Vorgabe häufig so umgesetzt, dass der mögliche Tiefstzins an prominenter Stelle platziert ist, während das repräsentative Beispiel im Kleingedruckten darunter steht. Gewissheit darüber, wie teuer oder günstig das ausgewählte Darlehen im Endeffekt ausfällt, haben Verbraucher erst, wenn sie sich ein individuelles Angebot erstellen lassen.

Damit die Bank eine individuelle Offerte vorlegen kann, muss der Antragsteller sein regelmäßiges Einkommen anhand von Lohnabrechnungen oder Einkommenssteuerbescheiden nachweisen. Außerdem holt das Geldinstitut eine Schufa-Auskunft ein. Die meisten Banken fragen übrigens gleich mehrere der großen Wirtschaftsauskunfteien ab. Erst danach wird ein vorläufiger Kreditvertrag erstellt und dem Kunden zur Prüfung und Unterzeichnung vorgelegt. Im zugehörigen Schreiben bzw. den angehängten AGBs geben viele Banken auch an, bis zu welchem Stichtag das Angebot gültig ist.

Schufa-Selbstauskunft einholen

Ein wesentlicher Aspekt jeder Bonitätsprüfung ist die Abfrage der Schufa oder einer anderen Wirtschaftsauskunftei. Schließlich sammelt diese sämtliche Informationen, die sie von Banken, Versandhäusern oder Telefonanbietern über das Zahlungsverhalten des Verbrauchers erhält. Auf Grundlage der gesammelten Daten wird ein Bonitätsscore ermittelt, der die Kreditwürdigkeit der betreffenden Person meist in einer Prozentangabe darstellt. Niedrige Scorewerte führen bei fast allen Anbietern zu einer sofortigen Ablehnung des Kreditantrags. Bei akzeptablen, aber nicht idealen Werten bietet die Bank das gewünschte Darlehen zu höheren Gebühren an. Verbraucher sollten daher frühzeitig eine sogenannte Schufa-Selbstauskunft einholen und sich einen Überblick über die gespeicherten Vermerke verschaffen.

Wer fehlerhafte oder bereits veraltete Vermerke in der Selbstauskunft findet, sollte unverzüglich einen Antrag auf Korrektur dieser Daten stellen. Dazu genügt ein formloses Schreiben. Wer mag, kann sich jedoch auch entsprechende Vordrucke aus dem Internet herunterladen. Sobald die Löschung oder Korrektur eines Vermerks beantragt wurde, muss die Schufa diesen sperren. Bevor die strittigen Vermerke geklärt sind, dürfen sie nicht an Banken weitergeleitet werden. Verbraucher müssen daher nicht bis zur endgültigen Klärung der Streitpunkte warten, eine begründete Beschwerde reicht oft schon aus, um strittige Vermerke zumindest für eine gewisse Zeit unwirksam zu machen und dadurch den eigenen Bonitätsscore zu erhöhen.

Werbung richtig deuten

Eine Null-Prozent-Finanzierung ist ein zinsfreies Darlehen. Ein Kredit also, auf den der Verbraucher keine Gebühren zahlt. Einzig die vereinbarten monatlichen Raten muss er überweisen, bis die Kaufsumme vollständig getilgt ist. Ein Modell, das zunächst verführerisch klingt und von Elektronikmärkten und anderen Händlern stark beworben wird. In der Praxis allerdings können vermeintlich günstige Null-Prozent-Finanzierungen schnell zur Kostenfalle werden. Verbraucher sollten die vorgelegten Verträge daher gründlich lesen. Vor allem zusätzlich abgeschlossene Restschuldversicherungen treiben die Gesamtkosten in die Höhe, werden den Kunden aber von nahezu allen Händlern empfohlen.

Eine Restschuldversicherung soll Kreditnehmer und Geldgeber vor den Folgen etwaiger Zahlungsausfälle schützen. Kann der Käufer die offenen Forderungen nicht mehr begleichen, werden die ausstehenden Raten vom Versicherer übernommen. Bei umfangreichen Finanzierungen mag sich eine solche Absicherung lohnen, bei kleinen Beträgen in Höhe von wenigen Hundert Euro geht die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgrund der hohen Versicherungsprämien meist nicht auf. Wer hingegen auf die Restschuldversicherung verzichtet und auch sonst keine Gebühren für die Null-Prozent-Finanzierung bezahlt, verliert sein Widerrufsrecht. Der Käufer kann einen fehlerhaften Artikel zwar an den Händler zurückgeben, der Kreditvertrag, den er mit der Partnerbank des Händlers abgeschlossen hat, bleibt davon jedoch unberührt und muss vollständig erfüllt werden.

Was Sie über ab-Preise wissen müssen

Kredite gehören zu den wichtigsten Einnahmequellen der Banken und wie auch in anderen Branchen üblich, verspricht die Werbung oft mehr, als das tatsächliche Produkt halten kann. Die Preise bzw. Zinsen, mit denen ein Geldinstitut für bonitätsabhängige Kredite wirbt, werden nicht garantiert und sind daher stets als ab-Preise zu verstehen. Dementsprechend gelten sie nur im Idealfall. Dann nämlich, wenn die Kreditwürdigkeit des Antragstellers sowohl im persönlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich keine Wünsche offen lässt. Zusätzliche Verträge wie Kreditausfallversicherungen können günstige Kredite weiter verteuern.

Manche Verbraucher sind daher enttäuscht, wenn sie aufgrund besonders günstiger Zinsen einen bestimmten Kredit angefragt haben, dann aber ein konkretes Angebot erhalten, bei dem der Zinssatz plötzlich viel höher liegt. Eventuell verdienen sie zu wenig, sind noch nicht lange genug bei ihrem Arbeitgeber angestellt oder wurden von der Schufa oder einer anderen Auskunftei nicht optimal bewertet. Allerdings sind sie damit in guter Gesellschaft, denn Verbraucherschützer geben an, dass nur etwa 5 Prozent aller Kreditnehmer den beworbenen Zins auch tatsächlich erhalten.

Konditionen bei Ratenkrediten

Bei Ratenkrediten gibt die Bank für gewöhnlich einen gewissen Spielraum vor, was mögliche Laufzeiten, die Höhe der Kreditsumme oder den veranschlagten Zins betrifft. Darüber hinaus kann der Kunde entscheiden, ob er etwaige Zahlungsausfälle gleich mitversichern oder neben der monatlichen Rate sogenannte Sonderzahlungen leisten will. Nur bei der Zinsgestaltung hat der Kreditnehmer kein Mitspracherecht. Diese bestimmt die Bank und orientiert sich dabei an der Bonität des jeweiligen Kunden. Vom Ergebnis der Bonitätsprüfung und dem Umfang sowie der Art des Darlehens hängt auch ab, ob der Kreditnehmer weitere Sicherheiten einbringen muss. Wichtige Vertragskonditionen finden sich außerdem in den Klauseln zur vorzeitigen Ablösung des Kredites und der eventuell anfallenden Vorfälligkeitsentschädigung.

Darlehenssumme

Je nach Verwendungszweck gibt es günstige Kredite in nahezu jeder Größenordnung. Für Privatpersonen liegt die Mindestsumme bei den meisten Filialbanken und Direktanbietern bei etwa 2000 Euro, selten auch darunter. Für kleinere Summen müssen sich Verbraucher an spezielle Kreditgeber wenden, die Minidarlehen zwischen 200 und rund 3000 Euro vergeben. Per Null-Prozent-Finanzierung oder Ratenkauf beim Händler lassen sich diese vergleichsweise geringen Beträge ebenfalls finanzieren. Regelmäßige Einkünfte und eine positive Zahlungshistorie sind jedoch bei den meisten Anbietern Grundvoraussetzung für einen Kredit, unabhängig davon ob der Kunde 1000 oder 10.000 Euro aufnehmen möchte. Umfangreiche Darlehen wie Baufinanzierungen oder Investitionskredite bedürfen gegebenenfalls zusätzlicher Absicherungen. Bei kleinen Kreditsummen wird der Nachweis solcher Sicherheiten meist nicht verlangt.

Laufzeit

Bei Ratenkrediten gibt die Bank stets einen Zeitrahmen vor, innerhalb dessen das Darlehen frühestens zurückgezahlt werden kann und spätestens zurückgezahlt werden muss. Der vereinbarte Zinssatz bleibt während dieser Periode gleich. Innerhalb dieser Vorgaben kann der Kunde nun die tatsächliche Laufzeit für seinen Vertrag weitestgehend selbst bestimmen, abhängig von seiner finanziellen Leistungsfähigkeit. Wer sich für eine lange Vertragsbindung entscheidet, kann die Gesamtsumme auf vergleichsweise kleine Monatsraten verteilen und die zusätzliche Belastung dadurch gering halten.

Kürzere Laufzeiten gehen dementsprechend mit höheren Monatsraten einher, sind für die Gesamtkosten des Darlehens jedoch günstiger. Schließlich wird die verbleibende Restschuld des Kredites Monat für Monat verzinst. Bei einer langen Laufzeit fallen also mehr Zinsen an. Allerdings können Sondertilgungen dieses Manko wieder wettmachen. Solche zusätzlichen Zahlungen erlauben die meisten Banken jedoch erst ab einer bestimmten Darlehenssumme beispielsweise bei Baufinanzierungen oder ähnlich umfangreichen Krediten. Auch die maximale Höhe der Sonderzahlung wird im Kreditvertrag geregelt.

Nominalzinssatz und effektiver Jahreszins

Ein Ratenkredit wird in gleichbleibend hohen monatlichen Teilzahlungen abgegolten. Mit einem Teil der Monatsrate tilgt der Kreditnehmer die eigentliche Kreditsumme, mit dem anderen Teil begleicht er die anfallenden Gebühren, den sogenannten Nominalzins. Im Nominalzins sind allerdings nicht alle Kosten enthalten, die dem Kunden vom Kreditinstitut in Rechnung gestellt werden. Weitere Gebühren werden beispielsweise für Bearbeitung oder Verwaltung des Darlehens verlangt. Banken sind gesetzlich verpflichtet, diese zusätzlichen, preisbestimmenden Faktoren im effektiven Jahreszins anzugeben.

Er bildet die jährlichen Gesamtkosten ab, mit denen der Kunde rechnen muss, wenn er sich für ein bestimmtes Kreditprodukt entscheidet. Günstige Kredite mit gleicher Laufzeit und Zinsbindung lassen sich anhand des Effektivzinses leicht miteinander vergleichen. Verbraucher sollten jedoch bedenken, dass nicht zwangsläufig alle Kosten für einen Kredit im beworbenen effektiven Jahreszins enthalten sein müssen. Entscheidet sich der Kunde beispielsweise für den Abschluss einer Restschuldversicherung, kann sich die jährliche Gebühr weiter erhöhen.

Kündigung und Vorfälligkeitsentschädigung

Besonders bei umfangreichen Kreditvorhaben sollten Verbraucher die Vertragsklauseln zur Kündigung in Form vorzeitiger Rückzahlung des Darlehens, genau lesen. Die meisten Banken verlangen in diesem Fall nämlich eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Mit ihr soll der Zinsverlust, der bei der verfrühten Tilgung des Darlehens für die Bank entsteht, ausgeglichen werden. Wie hoch diese Schadensausgleichszahlung ausfällt, hängt davon ab, zu welchem Zweck und zu welchem Zeitpunkt das Darlehen aufgenommen wurde. Bei Ratenkrediten, die nach dem 10. Juni 2010 aufgenommen wurden, darf die Bank 0,5 bis 1 Prozent der Leihsumme einfordern, je nachdem ob die verbleibende Vertragslaufzeit weniger oder mehr als zwölf Monate beträgt.

Für früher datierte Kredite gibt es keine gesetzliche Regelung oder Deckelung teurer Ausgleichszahlungen.Kunden müssen also besonders genau prüfen, was vertraglich vereinbart wurde. Selbiges gilt für Baufinanzierungen, wobei sich die Berechnung der Vorfälligkeit hier meist noch komplizierter gestaltet. Die vorzeitige Rückzahlung eines Baudarlehens sollten Verbraucher daher zunächst mit einem Fachmann besprechen. Eine Ausgleichszahlung wird allerdings nicht fällig, wenn die Sollzinsbindung abgelaufen ist oder seit dem Zeitpunkt der Auszahlung mehr als zehn Jahre vergangen sind.

Versteckte Kosten

Welche Faktoren die Preisgestaltung eines einzelnen Kreditprodukts bestimmen, ist für den Verbraucher auf den ersten Blick kaum ersichtlich. Neben dem vereinbarten Zins verlangt die Bank beispielsweise zusätzliche Gebühren in Form einer Provision für die Bereitstellung des Kredits oder für die Führung des Kundenkontos. Doch längst nicht jeder preisbestimmende Faktor ist auch im effektiven Jahreszins enthalten, mit dem die Bank wirbt. Wie teuer oder günstig ein Kredit ausfällt, hängt schließlich auch von der konkreten Vertragsgestaltung ab. Mehrkosten entstehen zum Beispiel beim Abschluss einer Restschuldversicherung oder bei der Aufstockung der Leihsumme. Wer Sondertilgungen leisten will, muss bei manchen Anbietern ebenfalls mit einer zusätzlichen Gebühr rechnen.

Sicherheiten

Die Bank geht mit jeder Kreditbewilligung ein Risiko ein. Erbringt sie doch eine Leistung im Voraus, die der Kreditnehmer unter Umständen nicht vollständig zurückzahlen kann. Je größer die Darlehenssumme, desto größer ist also der mögliche Verlust des Kreditinstituts. Die umfangreichsten Sicherheiten müssen Privatpersonen typischerweise vorlegen, wenn sie ein Baudarlehen beantragen. Dazu gehören beispielsweise Bürgschaften, Sachwerte in entsprechender Höhe und die Immobilie selbst. Bleiben die Ratenzahlungen aus, kann das Kreditinstitut den Bürgen zur Zahlung heranziehen, ihren Eigentumsvorbehalt geltend machen oder die finanzierte Immobilie verwalten oder verkaufen.

Kleine Kredite in Höhe weniger Tausend Euro müssen manchmal ebenfalls abgesichert werden, wenn auch in geringerem Maße. Daher erhalten viele Kreditverträge eine Klausel zur Lohnpfändung. Bleiben die Ratenzahlungen aus, kann die Bank einen Teil des Gehalts zur Deckung der offenen Forderungen heranziehen. Dies gilt allerdings nur, wenn das monatliche Einkommen des Schuldners die Pfändungsfreigrenze übersteigt. Geringverdiener und Personen mit geminderter Bonität hingegen müssen sich im Freundes- und Verwandtenkreis um einen solventen Bürgen bemühen, auf den sich die Bank im Zweifelsfall berufen kann.

Bonitätsprüfung

Nahezu alle Banken nehmen vor der Kreditvergabe eine Bonitätsprüfung vor, um die Zuverlässigkeit und die finanzielle Gesamtsituation des Antragstellers einschätzen zu können und ihr eigenes Verlustrisiko zu ermitteln. Den Nachweis über seine regelmäßigen Einkünfte und Ausgaben muss der Antragsteller anhand geeigneter Unterlagen selbst erbringen. Dabei interessiert sich die Bank nicht nur für die Höhe des Einkommens, sondern auch für bereits bestehende Zahlungsverpflichtungen sowie die Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses. Zusätzlich holt das Geldinstitut eine Bonitätsauskunft bei der Schufa oder einer anderen Datensammelstelle ein, die die endgültige Kreditentscheidung maßgeblich beeinflusst. Negative Vermerke über Vollstreckungsbescheide oder andere Zwangsmaßnahmen können auch von einem guten Monatseinkommen nicht wettgemacht werden.

Die Anbieter Schufa-freier Kredite verzichten auf die Bonitätsprüfung mittels Abfrage einer Wirtschaftsauskunftei oder sind bereit, ein Darlehen trotz negativem Ergebnis zu bewilligen. Einkünfte aus einer beruflichen Tätigkeit gehören jedoch auch bei ihnen zu den Grundvoraussetzungen für eine Kreditvergabe. Zumindest, wenn es sich bei ihnen um seriöse Unternehmen handelt. Firmen hingegen, die günstige Kredite ohne Bonitätsprüfung, Einkommensnachweis oder Bürgschaft in Aussicht stellen, gehören zu den schwarzen Schafen der Branche, die ihre Kunden meist noch tiefer in die Schuldenfalle treiben.

Restschuldversicherung

Restschuldversicherungen sind für Verbraucher und Banken eine weitere Möglichkeit, eventuelle Zahlungsausfälle abzusichern. Derartige Kreditausfallversicherungen kommen dann zum Zug, wenn der Kreditnehmer arbeitslos wird, aufgrund eines Unfalles oder einer Erkrankung aus dem Erwerbsleben ausscheidet oder gar verstirbt. Doch entsprechende Verträge enthalten oft sehr genaue Angaben darüber, in welchen Fällen die Versicherung haftet und in welchen nicht. Vorerkrankungen können beispielsweise ein Grund dafür sein, dass der Versicherer eine Übernahme der verbleibenden Kreditschuld ablehnt, obwohl die Prämien vollständig bezahlt wurden.

Vermeintlich günstige Kredite können sich in Kombination mit einer Restschuldversicherung immens verteuern. Das geschieht vor allem dann, wenn die Gesamtkosten der Versicherungspolice zur Kreditsumme hinzugerechnet und dementsprechend verzinst werden. Daher sind separat abgeschlossene Verträge meist günstiger als kombinierte Produkte. Bei vielen Krediten, vom Baudarlehen bis zur Null-Prozent-Finanzierung, wird Verbrauchern fast immer zum Abschluss einer Restschuldversicherung geraten. Sie ist aber nur bei umfangreichen Projekten sinnvoll. Bei kleinen und mittleren Leihsummen unter 8000 Euro raten Experten von dieser teuren Zusatzversicherung eher ab.

Wer vergibt günstige Kredite?

Einen günstigen Kredit können Verbraucher nicht nur bei Banken beantragen. Unter Umständen kann ein alternativer Geldgeber sogar die bessere Variante sein. Arbeitgeberdarlehen können beispielsweise besonders unbürokratisch abgewickelt werden, während ein Privatkredit im Bekanntenkreis gerade für Personen mit herabgesetzter Kreditwürdigkeit oft die einzige Möglichkeit ist, überhaupt ein Darlehen aufzunehmen. Bei der Auswahl geeigneter Geldgeber spielt es natürlich auch eine Rolle, wofür der Kreditbetrag verwendet werden soll. Wenn das vorgegebene Zahlungsziel eingehalten wird, lassen sich kleine Summen je nach Anbieter sogar zinsfrei per Kreditkarte finanzieren. Selbstständige und Freiberufler hingegen, die ein Darlehen für ihre geschäftliche Tätigkeit benötigen können sich um staatliche Förderung bemühen oder ihr Projekt auf einer Kreditbörse vorstellen.

Darlehen von Familie und Freunden

Wohlhabende Familienmitglieder und Freunde helfen oft gern, wenn die Leihsumme überschaubar bleibt und das gegenseitige Vertrauensverhältnis stabil ist. Nichtsdestotrotz sollten die beiden Vertragspartner die Konditionen ihres privaten Darlehens unbedingt schriftlich fixieren. Der Kreditvertrag muss hierbei nicht von einem Anwalt verfasst werden. Geeignete Vordrucke und Musterverträge sind auch im Internet zahlreich vorhanden und können kopiert oder gegen eine geringe Gebühr heruntergeladen werden. Zu den wichtigsten Eckdaten, die Sie schriftlich festhalten sollten, gehören die exakte Leihsumme und die genauen Rückzahlungsmodalitäten in puncto Höhe und Fälligkeit der Raten. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, auch einen angemessenen Zinssatz zu vereinbaren. Zumindest, wenn Sie sich das Geld nicht von ihren nächsten Verwandten leihen.

Kredite innerhalb des Bekanntenkreises sind oft günstiger als entsprechende Produkte bei der Bank. Können beide Vertragspartner doch frei entscheiden, wie hoch die Zinsen ausfallen. Handelt es bei Geldgeber und Kreditnehmer beispielsweise um Vater und Sohn, ist sogar ein zinsloses Darlehen steuerrechtlich meist kein Problem. Schwieriger wird es, sobald die beiden Vertragspartner nicht miteinander verwandt sind und die Leihsumme mehr als 20.000 Euro beträgt. Für Summen oberhalb der sogenannten Schenkungsfreibeträge erwartet der Fiskus nämlich einen angemessenen, sprich marktüblichen Zins. Andernfalls kann das Finanzamt eine Schenkungssteuer nachfordern. Wer auf Nummer sicher gehen will, vereinbart daher für umfangreiche Darlehen im Freundeskreis einen Zinssatz von circa 5 Prozent.

Arbeitgeberkredite

Auch der Arbeitgeberkredit ist oft günstiger als ein Bankdarlehen, da sich die anfallenden Zinsen normalerweise nach den Zinssätzen für Hypothekenpfandbriefe richten und somit unter dem durchschnittlichen Marktzins liegen. In den meisten Fällen muss der Kreditnehmer auch keine zusätzlichen Sicherheiten vorweisen. Das persönliche Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ersetzt oft die umfangreichen Bonitätsprüfungen, die eine Bank vornimmt. Im Gegenzug kann das Unternehmen bei ausbleibenden Ratenzahlungen auf den Arbeitslohn des Mitarbeiters zurückgreifen, vorausgesetzt natürlich, dieser liegt oberhalb der Pfändungsfreigrenze. Angestellte, die ein solches Darlehen aufnehmen wollen, wenden sich hierfür an die Personalabteilung oder den Betriebsrat ihrer Firma. Lohnvorschüsse oder die Vorstreckung von Reisekosten oder anderen Auslagen zählen übrigens nicht zu den Arbeitgeberkrediten.

Zinsvorteil und Steuern

Auch günstige Kredite vom Arbeitgeber bedürfen einer vertraglichen Regelung. Fehlen schriftliche Angaben zu Zinssatz, Rückzahlung und Leihsumme, wird das Darlehen vom Finanzamt als Lohnzahlung ausgelegt und muss voll versteuert werden. Selbiges gilt, wenn der Arbeitgeber bereit ist, auf die Rückzahlung des Kredites zu verzichten. Auch umfangreiche Zinsvorteile können Steuerforderungen nach sich ziehen. Insbesondere dann, wenn die vereinbarten Gebühren weit unterhalb der gängigen Marktzinsen liegen. Dies gilt allerdings nicht, wenn die Leihsumme unterhalb von 2600 Euro liegt und der betreffende Vertrag nach dem 1.Januar 2008 datiert ist. Da Steuerfreibeträge jedoch immer wieder angepasst werden können, sollten sich Verbraucher im Zweifelsfall von einem Anwalt oder Steuerfachmann beraten lassen.

Kündigung

Reicht der Arbeitnehmer seine Kündigung ein, bevor er das Darlehen vollständig zurückgezahlt hat, muss er die verbleibende Schuld normalerweise sofort begleichen. Anders sieht es bei betriebsbedingten Kündigungen aus, hier haben deutsche Gerichte auch schon zugunsten des Kreditnehmers entschieden und sich für eine Entkoppelung zwischen Arbeitsverhältnis und Arbeitgeberkredit ausgesprochen. Wer ein Darlehen beim eigenen Chef beantragen will, sollte sich also schon im Vorfeld mit der Stabilität des Beschäftigungsverhältnisses und der eigenen Zukunftsplanung auseinandersetzen.

Staatliche Förderkredite

Der Staat fördert ganz unterschiedliche Projekte und Personengruppen. Unternehmer können ebenso einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Förderkredit beantragen wie Immobilienbesitzer, die ihr Wohneigentum altersgerecht umbauen oder energetisch sanieren wollen. Für Studenten, die keine Unterstützung von ihrer Familie erhalten, kommt außer dem BAföG ein Studienkredit der KfW-Bank infrage. Staatlich subventionierte Darlehen werden von speziellen Förderbanken vergeben, aber auch von Einrichtungen des Bundes und der Länder. Hierfür können sich Existenzgründer beispielsweise direkt an die für sie zuständige Agentur für Arbeit wenden.

Allen Förderkrediten ist gemein, dass sie ungleich günstiger sind als vergleichbare Darlehen von einem klassischen Geldinstitut. Das gilt vor allem für Personengruppen, die bei ihrer Hausbank nur dann einen Kredit erhalten, wenn sie zahlreiche Sicherheiten vorweisen können und wesentlich höhere Zinsen in Kauf nehmen, so zum Beispiel Jungunternehmer oder Studierende. Bei Förderkrediten sind meist auch die Rückzahlungsmodalitäten anders geregelt als beim Bankdarlehen. Studienkredite müssen beispielsweise erst dann zurückgezahlt werden, wenn der Kreditnehmer das Studium beendet hat und ins Berufsleben gestartet ist. Auch bei Gründerkrediten beginnt die Rückzahlungsperiode häufig nicht zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, sondern um einige Monate zeitversetzt.

Banken und Sparkassen

Günstige Kredite werden natürlich auch von sämtlichen Filialbanken und Sparkassen angeboten. Dabei nehmen diese klassischen Geldinstitute tendenziell die umfangreichsten und zeitintensivsten Bonitätsprüfungen vor. Wirklich niedrige Zinsen werden jedoch nur Kunden mit unbescholtener Zahlungshistorie und stabilen Einkommensverhältnissen gewährt. Verbraucher, über die zwar keine negativen Schufa-Vermerke vorliegen, die jedoch wenig verdienen oder in einem unsicheren Arbeitsverhältnis stehen, können ihre Chancen auf ein günstigeres Angebot beispielsweise durch eine Bürgschaft verbessern. Besonders bei regional verwurzelten Geldhäusern mit langer Geschichte wie Volksbanken und Sparkassen spielt auch die persönliche Beziehung zum Kunden eine wichtige Rolle. Langjährige Kontoinhaber haben daher oft mehr Verhandlungsspielraum, was die Zinshöhe und somit die Gesamtkosten des Darlehens betrifft, als Neukunden.

Kreditkartenunternehmen

Mit einer Kreditkarte lassen sich größere und kleinere Käufe abwickeln, wobei das Kreditkartenunternehmen zunächst den Händler bezahlt. Bei manchen Karten wird der betreffende Betrag sofort vom hinterlegten Girokonto abgebucht. Viele Karten sind jedoch mit einem Zahlungsziel versehen, das erst nach zwei bis acht Wochen einen Ausgleich der bis dato angesammelten Forderungen verlangt. Innerhalb dieses Zeitraumes fallen für ihn keine Zinsen auf den Saldo an. Mit den meisten Karten können Verbraucher außerdem am EC-Automaten Bargeld abheben, wofür jedoch von viele Anbietern zusätzliche Gebühren berechnen.

Aufgrund der mehrwöchigen zinsfreien Periode ist eine Kreditkarte mit Zahlungsziel zur Finanzierung kleinerer Anschaffungen weit günstiger als ein Dispositionskredit, für den die Bank vom ersten Tag an Zinsen berechnet. Begleicht der Karteninhaber seine Sammelrechnung innerhalb der angegebenen Frist, fallen für ihn überhaupt keine Mehrkosten an. Ob eine Kreditkarte vergeben wird und wie hoch der jeweilige Verfügungsrahmen ausfällt, hängt von der Bonität des einzelnen Kunden ab. Eine oder zwei bereits ausgegebene Kreditkarten sind für entsprechende Unternehmen normalerweise kein Grund, einen weiteren Antrag abzulehnen, solange die Schufa-Auskunft positiv ausfällt.

Online-Banken

Onlinebanken können ihren Kunden oft besonders günstige Kredite anbieten. Schließlich sind sie aufgrund ihrer schlanken Strukturen flexibler in der Preisgestaltung als Filialbanken, die weitaus mehr Mitarbeiter und Niederlassungen unterhalten und diese Kosten erst erwirtschaften müssen. Über entsprechende Vergleichsrechner im Internet lassen sich die zahlreichen Angebote an Direktkrediten schnell und übersichtlich ermitteln. Auch die Bonitätsprüfung nimmt bei Onlinebanken oft weniger Zeit in Anspruch als beim Kreditinstitut vor Ort. Hierfür gibt der Verbraucher sämtliche bonitätsrelevante Informationen in das Antragsformular ein. Dieses wird online übermittelt und nach einem bankinternen Algorithmus ausgewertet, der auch etwaige Einträge im Schufa-Register oder einer anderen Auskunftei berücksichtigt.

Peer-to-Peer-Kredite im Internet

Kreditbörsen im Internet sind eine beliebte Anlaufstelle für Personen, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten haben, auf klassischem Weg ein Darlehen zu bekommen. Beispielsweise Selbstständige, die von Kreditinstituten aufgrund der unsicheren Zukunftsprognose oft abgelehnt werden, obwohl sie ein gutes Einkommen erzielen. Sogenannte Peer-to-Peer-Kredite werden nämlich nicht von Banken, sondern von Privatpersonen vergeben, die ihr eigenes Vermögen gegen Zinsen an vertrauenswürdige Bewerber verleihen. Dabei sind die Rahmenbedingungen dieser Privatdarlehen genauso präzise geregelt wie bei einem normalen Kreditvertrag.

Auch bei P2P-Krediten ist die Höhe der veranschlagten Zinsen abhängig von der Bonität der Bewerber. Kreditbörsen nehmen zu diesem Zweck Abfragen bei verschiedenen Auskunfteien wie der Schufa oder Creditreform vor. Außerdem kann der Kreditsuchende seinen potenziellen Geldgebern weitere Sicherheiten beispielsweise in Form eines Fahrzeugbriefes anbieten. Anders als beim Bankdarlehen, bei dem das Geldinstitut den geforderten Zinssatz genau bestimmt, gibt es beim P2P-Kredit einen gewissen Spielraum, was die Zinshöhe betrifft. Je nach Ergebnis der Bonitätsprüfung steht dem Kreditsuchenden ein Zinsrahmen zur Verfügung, innerhalb dessen er die Gebühren für sein Vorhaben festlegen kann.

Besonderheiten nach Zweck

Mit einem günstigen Kredit lassen sich zahlreiche Vorhaben unterschiedlicher Größenordnungen finanzieren. Privatpersonen nutzen die niedrig verzinsten Darlehen typischerweise um eine Immobilie zu erwerben, ein Auto zu kaufen oder sich den Traum von einer luxuriösen Fernreise zu erfüllen. Auch zeitlich begrenzte, außerordentliche Belastungen wie Umzüge oder finanzielle Durststrecken lassen sich mit dem geliehenen Geld leichter überwinden. Die meisten Jungunternehmer sind beim Start in die Selbstständigkeit ebenfalls auf die Unterstützung eines Geldgebers angewiesen. Je nach Umfang und Verwendungszweck des Darlehens sollten Verbraucher bei der Ausgestaltung des Kreditvertrages daher unterschiedliche Aspekte beachten.

Überbrückung von finanziellen Engpässen

Auch Personen mit gutem Einkommen erleben dann und wann eine finanzielle Durststrecke. Besonders am Jahresende, wenn Weihnachten vorbei ist und zahlreiche Versicherer ihre Jahresbeiträge per Lastschriftverfahren einziehen, herrscht bei vielen Verbrauchern Ebbe auf dem Konto. Günstige Kredite können über solche Engpässe hinweghelfen, ohne gravierende Mehrkosten zu verursachen. Außerdem lässt sich eine Monatsrate in überschaubarer Höhe leichter begleichen als umfangreiche Rechnungen, die alle innerhalb weniger Wochen fällig werden. Schwieriger wird es hingegen für Verbraucher, deren Zahlungsschwierigkeiten bereits negativ in der Wirtschaftsauskunftei vermerkt sind. Für sie sind alternative Darlehen im Familienkreis oder an einer Kreditbörse häufig günstiger und Erfolg versprechender als der Kreditantrag bei der Bank.

Umzug

Ein Umzug geht ins Geld, vor allem, wenn der Hausstand entsprechend umfangreich ist und für den Transport der Möbel eine Umzugsfirma beauftragt wird. Außerdem müssen Mieter vor dem Einzug meist eine Kautionszahlung leisten, die dem Wohnungseigentümer als Sicherheit und Rücklage für eventuelle Zahlungsausfälle oder vom Mieter verursachte Schäden dient. Sie beträgt normalerweise zwei bis drei Kaltmieten und muss, wenn nicht anders vereinbart, in einem Betrag überwiesen werden. Soll dann noch eine Einbauküche abgelöst oder neues Mobiliar gekauft werden, muss der neue Mieter eine Menge Kosten auf einmal tragen, die sich mit einem günstig verzinsten Kredit jedoch leicht auf übersichtliche Monatsraten verteilen lassen.

Avalkredit für Mietkaution

Für Mietkautionszahlungen kann außerdem ein sogenannter Avalkredit abgeschlossen werden. Dabei erhält der Vermieter nicht die Kautionssumme ausgezahlt, sondern eine Bürgschaft von einer Bank. Entsprechende Darlehen werden daher auch Eventualkredite genannt. Erst wenn der Haftungsfall eintritt und der Vermieter die Kaution tatsächlich zur Deckung von Zahlungsausfällen oder Handwerkerrechnungen benötigt, wird ihm der vereinbarte Betrag von der bürgenden Bank überwiesen. Im Gegenzug bezahlt der Mieter eine jährliche Gebühr. Je nach Dauer des Mietverhältnisses kann die Bankbürgschaft also teurer werden als die ursprünglich vereinbarte Mietkaution.

Existenzgründung

Freiberufler und Selbstständige gehören nicht unbedingt zum bevorzugten Kundenkreis der klassischen Kreditinstitute. Das gilt umso mehr, wenn sie ihr Unternehmen gerade erst gegründet haben und noch keine Gewinne erzielen konnten. Dennoch benötigen die meisten Existenzgründer ein gewisses Startkapital, um ihre Geschäftstätigkeit überhaupt aufnehmen zu können. Handwerker beispielsweise müssen die entsprechenden Werkzeuge und Maschinen anschaffen, Online-Händler ihr Warensortiment einkaufen und junge Gastronomen müssen gegebenenfalls erst professionelle Küchengeräte erwerben. Günstige Kredite erhalten sie daher bei sogenannten Förderbanken, deren Darlehen vom Staat subventioniert werden. Auch Arbeitsämter und regionale Förderprogramme unterstützen den Start in die Selbstständigkeit.

Im Gegensatz zum privaten Konsumkredit, der frei nach eigenem Belieben verwendet werden darf, sind Gründerkredite immer an einen bestimmten Zweck gebunden. Kreditnehmer und Geldgeber einigen sich hierbei darauf, wie viel Geld jeweils für etwaige Baukosten, Betriebsmittel oder Markterschließungskosten verwendet werden soll. Dank staatlicher Subventionierung sind solche Darlehen ungleich günstiger als vergleichbare Kredite auf dem freien Markt. Außerdem muss der Kredit nicht sofort zurückgezahlt werden. In den meisten Fällen können Existenzgründer zunächst einen tilgungsfreien Zeitraum in Anspruch nehmen, während dessen sie nur die anfallenden Zinsen bezahlen. Wer sich um einen Gründerkredit bewerben will, sollte viel Zeit in die Ausarbeitung seines Business-Planes investieren. Auch Bürgschaften oder ein gewisser Grundstock an Eigenkapital erhöhen die Chancen auf Kreditbewilligung.

Urlaub

Auch eine Urlaubsreise lässt sich per Darlehen finanzieren. Reiselustige können hierbei zwischen zwei Kreditgebern wählen. Beispielsweise können sie bei der Bank ihrer Wahl einen frei verfügbaren Konsumkredit aufnehmen und das geliehene Geld für den geplanten Urlaub verwenden. Verbraucher sollten hierbei jedoch bedenken, dass die Mindestsumme für ein Darlehen bei den meisten Banken bei rund 2000 Euro liegt. Alternativ dazu lassen sich mittlerweile viele Reisen, auch preisgünstige Pauschalreisen oder Kreuzfahrten, direkt über den Anbieter finanzieren.

In diesem Fall wird ein sogenannter Händlerkredit aufgenommen, der von der mit dem Reiseveranstalter kooperierenden Bank abgewickelt wird. Typisch für derartige Kleinkredite sind Laufzeiten von 6 bis 12 Monaten. Allerdings liegen die Zinsen für Urlaubskredite oft höher als die Gebühren für ein gleichwertiges Darlehen von der Bank. Für Kunden mit guter Bonität ist die erste Variante der Reisefinanzierung daher meist günstiger. Darüber hinaus liegt die Bearbeitungszeit der Händlerbanken bei etwa zwei Wochen. Eine Zeitspanne, die Sie bei Ihrer Urlaubsplanung ebenfalls berücksichtigen sollten.

Größere Anschaffungen

Neben der Baufinanzierung gehört der Autokauf zu den häufigsten Gründen für die Aufnahme eines Darlehens. Günstige Kredite ermöglichen überdies die Anschaffung teurer Einrichtungsgegenstände oder Haushaltelektronik wie beispielsweise Einbauküchen, Geschirrspüler oder Heimkinoanlagen. Verbraucher können sich hierfür an ihre Bank wenden oder sich vom Anbieter der betreffenden Waren über etwaige Finanzierungsmöglichkeiten beraten lassen. Mittlerweile bieten zahlreiche große Bau- und Elektronikmärkte, Möbelhäuser und Küchenstudios ihren Kunden den Kauf auf Raten an. Solche Händlerkredite werden übrigens nie vom Verkäufer selbst vergeben. Den eigentlichen Kreditvertrag schließt der Kunde immer mit einer Partnerbank. Sicherheiten muss der Kreditnehmer keine erbringen. Vorausgesetzt werden jedoch ein regelmäßiges Einkommen und ein positives Ergebnis der Schufa-Abfrage.

Autokredit

Barkäufern werden beim Autohändler oft beträchtliche Preisnachlässe eingeräumt, weshalb viele Verbraucher zu diesem Zweck ein Bankdarlehen aufnehmen und im Autohaus selbst bar bezahlen. Optional kann das neue Fahrzeug auch über die Partnerbank des Autohändlers finanziert werden. Anders als der frei verfügbare Konsumentenkredit kann das Darlehen in beiden Fällen über das Fahrzeug selbst abgesichert werden. Solange das Kaufobjekt nicht vollständig abbezahlt ist, bleibt der Fahrzeugbrief im Besitz der Bank. Bleiben Ratenzahlungen aus oder wird der Vertrag gar vonseiten der Bank gekündigt, muss der Kreditnehmer das Fahrzeug wieder zurückgeben.

Immobilienfinanzierungen

Privatpersonen nehmen die umfangreichsten Kredite oft im Zuge einer Baufinanzierung auf. Im Unterschied zum Kleinkredit, der nach ein oder zwei Jahren vollständig getilgt ist, sind Baudarlehen langfristige Zahlungsverpflichtungen, die einer besonders sorgfältigen Vorbereitung und Beratung bedürfen. Außerdem gibt es auch bei den Voraussetzungen einige Besonderheiten zu beachten. Bei den meisten Banken müssen Kunden beispielsweise eine gewisse Summe an Eigenkapital mitbringen, die mindestens 10 Prozent der Kreditsumme betragen sollte und die Zinsgestaltung entscheidend beeinflusst. Je mehr Eigenkapital der Bauherr einbringen kann, desto günstiger wird das Darlehen für ihn.

Der Durchschnittsverdiener ist meist nicht in der Lage eine Baufinanzierung im Wert von 300.000 Euro oder mehr innerhalb der vertraglich vereinbarten Zinsbindungsfrist abzulösen. Daher müssen sich die meisten Immobilienbesitzer früher oder später um eine Anschlussfinanzierung bemühen, je nachdem ob die Zinsen für 5, 10 oder 15 Jahre festgeschrieben wurden. Bis zur endgültigen Tilgung des Darlehens bleibt das Pfandrecht der Bank übrigens im Grundbuch vermerkt. Wird der Kreditnehmer zahlungsunfähig, wird die Immobilie von der Bank verwaltet oder im Rahmen einer Auktion verkauft.

Geschäftskredite durch Investoren

Selbst erfolgreiche Unternehmer sind oftmals auf die finanzstarke Unterstützung von Investoren angewiesen, wenn die eigene Firma langfristig konkurrenzfähig bleiben soll. Erste Anlaufstelle für Selbstständige sind daher Förderbanken und Geldinstitute, deren Produktpalette umfangreiche Investitionsdarlehen umfasst. Solche Geschäftskredite werden beispielsweise benötigt, um den firmeneigenen Fuhrpark aufzustocken, Produktionsmaschinen zu kaufen oder neue Firmengebäude zu errichten. Bei umfangreichen Darlehen wird die Einbringung von Eigenkapital meist vorausgesetzt.

Außerdem dienen Geschäftsautos, Werkstatteinrichtungen und Co. zugleich als Kreditsicherung und können von der Bank bei Zahlungsausfällen wieder eingefordert werden. Das gilt auch bei Krediten, die von privaten Investoren vergeben werden. Neben den Kreditbörsen, auf denen sich Privatpersonen um ein Darlehen bewerben können, gibt es auch Plattformen, auf denen Privatleute oder Unternehmer die Projekte anderer Unternehmer finanzieren. Hier lassen sich vor allem Firmenkredite kleinen und mittleren Umfangs realisieren, wobei die Zinssätze natürlich anders bemessen sind als bei staatlich subventionierten Förderkrediten.

Umschuldung bestehender Kredite

Darüber hinaus sind günstige Kredite besonders für solche Bankkunden von Vorteil, die bereits anderweitige, teure Darlehen abgeschlossen haben. Vor allem ältere Verträge gehen oft mit vergleichsweise hohen Gebühren einher und können mit einem Umschuldungskredit preisgünstig abgelöst werden. Das gilt zumindest dann, wenn der Vertrag schon länger als zehn Jahre läuft oder die Periode der Sollzinsbindung bereits abgelaufen ist. Andernfalls kann die Bank unter Umständen eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, von deren Höhe abhängt, ob sich eine Umschuldung lohnt oder ob es günstiger wäre, den bestehenden Vertrag einfach weiterlaufen zu lassen.

Mit einem Umschuldungskredit können außerdem mehrere kleine Verbraucherkredite mit unterschiedlichen Zinssätzen zu einer überschaubaren Zahlungsverpflichtung zusammengefasst werden. Etwaige Vorfälligkeitsentscheidungen fallen hierbei oft kaum ins Gewicht. In jedem Fall lohnt sich eine Umschuldung bei teuren Dispositionskrediten. Auch Verbraucher, die nicht den bestmöglichen Zinssatz erhalten, können hierbei viel Geld sparen. Selbiges gilt natürlich auch für den Kreditkartensaldo, wenn er nicht innerhalb des zinsfreien Zahlungsziels ausgeglichen werden kann. Schließlich gehören Überziehungskredite zu den teuersten Darlehen überhaupt.

Fazit

Wie andere Unternehmen auch investieren Banken viel Geld in die Werbung für ihre Kreditprodukte und stellen diese oft günstiger dar, als sie für den Einzelnen letztendlich sind. Zudem kann heute nahezu alles vom Auto über die nächste Fernreise bis hin zum neuen Outfit aus dem Onlineshop per Ratenzahlung finanziert werden. Kreditverträge abzuschließen, ist für viele Verbraucher daher ganz alltäglich geworden. Dennoch lohnt es sich, bei den jeweiligen Konditionen genauer hinzuschauen, Alternativen abzuwägen und sich mit grundlegenden Begriffen der Kreditwirtschaft vertraut zu machen.

Dann nämlich können sich Verbraucher selbst ausrechnen, welche Bedingungen ein Kredit erfüllen muss, um sich optimal in ihr monatliches Budget einzufügen und welche zusätzlichen Vertragsoptionen den Kredit nur unnötig verteuern würden. Wer darüber hinaus seine eigene Bonität erhöhen kann, indem er seine Scorewerte bei Schufa und Co. verbessert und seine Rechnungen vertragsgemäß begleicht, hat gute Chancen das eigene Wunschdarlehen bei Kreditinstituten, Förderbanken oder auf P2P-Börsen zu einem wirklich günstigen und fairen Zinssatz zu bekommen.

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