Insolvenzantrag Formular

Formulare für das Insolvenzverfahren

Das Insolvenzantrag Formular stellt einen amtlichen Vordruck dar, beim Eintragen ist größte Sorgfalt geboten. Ein Ausfüllen per Computer ist möglich. Einzureichen sind die Formulare beim örtlich zuständigen Amtsgericht, das das Insolvenzverfahren einleitet. Wer es sich nicht zutraut, die Vordrucke richtig auszufüllen oder keinen Überblick über seine Finanzen hat, sollte sich dabei zwingend Hilfe und Beratung von Finanzierungs- und Insolvenzexperten holen. Das sind vor allem Schuldnerberatungsstellen sowie Rechtsanwälte, vorrangig spezialisierte Fachanwälte.

Tipps zum Inhalt der Vordrucke

Privatinsolvenz

Die Verbraucherinsolvenz gilt für Privatpersonen und kleine Selbständige, deren Vermögensverhältnisse einfach und überschaubar sind. Ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens kann erst dann gestellt werden, wenn der Versuch, sich außergerichtlich mit den Gläubigern zu einigen, gescheitert ist. Deshalb ist die Bescheinigung einer anerkannten Stelle über die gescheiterte außergerichtliche Einigung zur Schuldenbereinigung beizufügen. Der Antrag enthält nicht nur eine Vermögensübersicht und ein Gläubiger- und Schuldenverzeichnis, sondern muss auch die Gründe für ein Scheitern der außergerichtlichen Einigung mit den Kreditgebern darlegen. Ebenso wichtig ist der Schuldenbereinigungsplan, dieser ist eine offizielle Vereinbarung, an die sich der Schuldner zu halten hat.

Ein Antrag auf Restschuldbefreiung ist dann notwendig, wenn die restlichen Schulden nach Ablauf der Wohlverhaltensfrist erlassen werden sollen. Er ist zwar zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht notwendig, aber für eine Privatperson zu empfehlen. Ansonsten können die Verbindlichkeiten nach Abschluss des Verfahrens erneut geltend gemacht werden. Aufgrund der Abtretungserklärung für das pfändbare Einkommen wird dieses an die Geldgeber während einer Wohlverhaltensperiode abgeführt. Danach ist der Schuldner von seinen restlichen Zahlungsrückständen befreit. Die Dauer der Wohlverhaltensfrist ist auf 6 Jahre festgeschrieben. Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Wohlverhaltensperiode kann beispielsweise auf 3 Jahre verkürzt werden, wenn die Kosten des Verfahrens getragen wurden und wenigstens 35 Prozent der offenen Forderungen der Gläubiger getilgt werden können.

Bei der Erstellung des Vermögensverzeichnisses ist zu beachten, dass der Überschuldete eine Auskunfts- und Mitwirkungspflicht kraft Gesetzes zur vollständigen Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse hat. Sind die Dokumente mangelhaft oder unvollständig ausgefüllt, besteht die Gefahr, dass die Eröffnung des Verfahrens abgelehnt wird. Kopien aller Unterlagen muss der Antragsteller bei sich zu Hause aufbewahren, um nach Anforderung des Gerichts Exemplare für die Gläubiger nachreichen zu können. Sie sollten außerdem für ein ordnungsgemäßes Verfahren keine Unterschrift auf Anlagen und dem Insolvenzantrag Formular vergessen.

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