Insolvenzberatung

Verbraucherinsolvenz: Lassen Sie sich beraten

Droht die private Zahlungsunfähigkeit, sollten Verbraucher unbedingt eine Insolvenzberatung in Anspruch nehmen. Eine solche Dienstleistung bieten zahlreiche Schuldnerberatungsstellen, viele Sozialverbände betreiben solche Einrichtungen. Auch selbstständig arbeitende Schuldenberater können wertvolle Dienste leisten.

Insolvenzberatung: Warum?

Privatinsolvenz

Bei erheblichen finanziellen Problemen empfiehlt sich eine professionelle Beratung. Experten analysieren und erörtern zusammen mit den Betroffenen ihre monetäre Situation. Sie überblicken den aktuellen Schuldenstand und das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben. Auf dieser Basis geben Beratungsstellen Tipps, wie sich die Problematik überwinden lässt. Eventuell lassen sich mit Gläubigern Ratenzahlungen vereinbaren, mit denen Schuldner fällige Forderungen nach und nach reduzieren. Dieser Weg stellt die beste Lösung dar. Eine Insolvenzberatung macht aber auch deutlich, wenn sie nur in einem Verbraucherinsolvenzverfahren einen Ausweg sieht.

Schuldnerberatungen informieren ausführlich über das konkrete Verfahren. Sie erklären die Formalien, zum Beispiel, unter welchen Voraussetzungen und wie Betroffene einen Antrag stellen können. Sie erklären zudem, was Antragssteller bei einer Verbraucherinsolvenz erwartet. Betroffene dürfen bis zu sechs Jahre lang nur über einen gewissen Anteil ihrer Einkünfte verfügen, die Freibeträge regelt die Pfändungstabelle. Darüber hinausgehende Beträge fließen in den Schuldendienst. Unter bestimmten Umständen verkürzt sich diese Zeit auf drei Jahre, Genaueres erfahren Betroffene bei der Schuldenberatungsstelle. Diese klärt auch über die Kosten des Verfahrens auf.

Wichtige Rolle im Insolvenzverfahren

Die Leistungen einer Insolvenzberatung gehen aber noch deutlich weiter. Sie hilft konkret bei einer Privatinsolvenz. Dieses Verfahren sieht im ersten Schritt den Versuch vor, dass sich Betroffene außergerichtlich mit den Gläubigern einigen. Dazu müssen Verbraucher zum einen die aktuellen Forderungsaufstellungen bei den Gläubigern einholen. Zum anderen müssen sie einen überzeugenden Schuldenbereinigungsplan entwerfen. Eine Schuldenberatung unterstützt bei dessen Formulierung, viele Verbraucher wären alleine damit überfordert.

Anschließend kommt es darauf an, ob die Gläubiger diesem Schuldenbereinigungsplan zustimmen. Falls nicht, bedarf es einer weiteren konkreten Dienstleistung von anerkannten Beratungsstellen: Sie stellen eine Bescheinigung über das Scheitern der außergerichtlichen Einigung aus. Nur mit dieser Bescheinigung können sich Verbraucher an ein Gericht wenden, um die zweite Phase des Verfahrens einzuleiten. Das Gericht setzt ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren in Gang. Bleibt auch dieser Versuch erfolglos, beginnt die Wohlverhaltensphase mit Pfändung und anschließender Restschuldbefreiung. Auch in dieser Phase können manche Fragen auftauchen, etwa zu den konkreten Regeln des Wohlverhaltens und der Pfändungshöhe. Insolvenzberatungen stehen für solche Fragen ebenfalls als Ansprechpartner zur Verfügung.

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