Kfw Kredit Studenten

Geld für die Ausbildung: KfW-Studienkredit

Für Studierende, die kein BAföG bekommen oder denen das zinslose Darlehen vom Staat nicht ausreicht, kann der KfW-Kredit für Studenten eine zinsgünstige Möglichkeit sein, die akademische Ausbildung zu finanzieren. Er wird unabhängig davon vergeben, ob der Bewerber bereits anderweitig finanzielle Unterstützung erhält. Auch das Einkommen spielt keine Rolle. Das Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist jedoch kein festverzinsliches Darlehen, sondern geht mit einem variablen Zins einher. Auch die Rückzahlungsbedingungen unterscheiden sich von denen eines normalen Ratenkredits.

Für Studenten ist das vorteilhaft.

Rahmenbedingungen des Studienkredits

Studium & Ausbildung finanzieren

Der KfW-Kredit für Studenten wird monatlich in Teilbeträgen zwischen 100 und etwas mehr als 600 Euro vergeben. Er ist daher nur bedingt dazu geeignet, sämtliche Lebenshaltungskosten von der Miete über Versicherungsbeiträge, Lebensmitteleinkäufe und Lernmaterialien bis hin zum Semesterticket zu decken. Anders als das BAföG ist er jedoch unabhängig vom Einkommen und weiteren Einnahmequellen des Studierenden, auch das elterliche Gehalt wird nicht überprüft. Förderfähig sind Erst- und Zweitstudiengänge bis zu einer Dauer von 7 Jahren sowie postgraduale Studiengänge und Promotionen bis zu einer Dauer von 3 Jahren.

Die Zinsen beim staatlich geförderten Ratenkredit für Studenten sind variabel. Das heißt, sie werden halbjährlich neu festgelegt und sind somit geringen Schwankungen unterworfen. Im Vergleich zu privaten Ratenkrediten sind Förderdarlehen besonders günstig. Umso mehr, da der Studierende nach Auszahlung des letzten Teilbetrags bis zu zwei Jahre Zeit hat, bevor er die erste Rückzahlungsrate überweisen muss. Für die Tilgung seines Darlehens sind maximal 25 Jahre vorgesehen, eine frühere Ablöse ist aber jederzeit möglich.

Studenten sollten sich jedoch trotz der vorteilhaften Konditionen der KfW sorgfältig überlegen, ob Sie tatsächlich einen Studienkredit aufnehmen wollen oder ob sie das Studium eventuell doch über Nebenjobs finanzieren könnten. Möglicherweise ist so zumindest eine geringere Kredithöhe machbar. Denn auch wenn das Geld erst in einigen Jahren zurückbezahlt werden muss - viele ehemalige Studenten zahlen später noch jahrelang Monat für Monat Ihren Studienkredit samt auf Grund der langen Laufzeit nicht unerheblicher Zinsen zurück und bereuen manchmal, zu Studienzeiten leichtfertig einen KfW-Kredit aufgenommen zu haben.

Voraussetzungen für Studierende

Auch in puncto Bonitätsprüfung ist die Förderbank kulanter als die meisten Privatbanken. Bewerber müssen kein Einkommen in vorgegebener Höhe und keine banküblichen Sicherheiten mitbringen. Der KfW-Kredit für Studenten wird also ohne elterliche Bürgschaft vergeben. Der Schufa-Klausel müssen Antragsteller dennoch zustimmen. Sie erlaubt es der Bank, die über den Bewerber gespeicherten Daten bei den großen Auskunfteien abzufragen. Dabei führt nicht jeder Schufa-Eintrag zur Kreditablehnung. Lediglich die sogenannten harten Negativmerkmale gelten als Ausschlusskriterien. Dazu gehören Privatinsolvenz, eidesstattliche Versicherung und Haftandrohung zur Erzwingung derselben.

Eine Einmalauszahlung ist beim Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau aber nicht vorgesehen. Unvorhergesehene Mehrausgaben müssen Studenten also mit anderen Mitteln bewältigen. Beispielsweise per Dispo auf dem Girokonto, der als laufender Kredit jedoch stets mit einem erhöhten Verschuldungsrisiko einhergeht. Zu fixen Rahmenbedingungen werden P2P-Kredite von der Crowdfundingplattform vergeben. Kleine Beträge lassen sich auch über einen Mikrokreditanbieter finanzieren. Bei allen drei Varianten sind die Zinsen jedoch ungleich höher als beim Studienkredit. Studierende sollten sich also gut überlegen, ob und wie sie das Geld in der vorgegebenen Zeit wieder zurückzahlen können.

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