Kfz Kredite

Wissenswertes über Autokredite

Wer beim Verwendungszweck eines Darlehens „Kfz-Kredite“ auswählt, darf sich in aller Regel über besonders günstige Zinsen freuen. Das hat hauptsächlich zwei Gründe: Durch Finanzierungsangebote der Hersteller und Händler ist der Wettbewerbsdruck besonders groß. Und wenn das Auto dem Kreditgeber sicherungsübereignet wird, spielt die persönliche Bonität des Schuldners keine große Rolle mehr.

Das dicke Ende kommt zum Schluss

Kredit

Die Preisschilder hinter der Windschutzscheibe der Ausstellungsfahrzeuge im Autohaus weisen meist nicht nur einen Kaufpreis aus, sondern auch eine verführerisch günstige Monatsrate – gefolgt von einer Menge Kleingedrucktem. Erst daraus wird ersichtlich, wie der niedrige Betrag zustande kommt. Abhängig vom Modell gibt es zwar niedrige Zinssätze, aber die scheinbar günstige Finanzierung lässt sich trotzdem nur mit einer Anzahlung von zum Beispiel 20 % und einer hohen Schlussrate darstellen. Nach drei oder vier Jahren Laufzeit ist das Fahrzeug nämlich keineswegs voll bezahlt, sondern vielleicht nur zur Hälfte oder zwei Dritteln. Der Rest ist als Schlusszahlung zu leisten. Die Kreditform wird wegen des dicken Endes auch als Ballonkredit bezeichnet. Wer einen solchen Vertrag unterschreibt, sollte sicher sein, dass er die letzte Rate auch zahlen kann und nicht in eine Anschlussfinanzierung hineinstolpert. Für ein Auto, das den Reiz des Neuen lange verloren hat, noch einmal zahlen zu müssen, macht schon keinen Spaß, aber sich dafür über weitere Jahre zu verschulden, noch viel weniger.

Verhandlungsspielraum als Barzahler

Kfz-Kredite von der Bank, ausgestaltet als ganz normale Ratenkredite, haben zwar nominal meist höhere Zinsen als die Angebote der Autohäuser, die über die Finanzierung auch ihren Absatz fördern wollen. Dennoch kann der Bankkredit unter dem Strich billiger sein. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens hat der Ballonkredit aufgrund der hohen Schlussrate über die gesamte Laufzeit eine recht große Restschuld. Die wird verzinst, so dass selbst bei niedrigem Zinssatz absolut gesehen hohe Zinsen anfallen. Zweitens gibt es bei einer Fahrzeugfinanzierung wenig Spielraum für Preisverhandlungen, weder für das neue Auto noch bei der Inzahlungnahme des Gebrauchtwagens. Als Barzahler hat der Käufer dagegen ein ganz anderes Standing beim Händler. Er muss sich auch nicht durch Sonderkonditionen beim Kredit zu einem bestimmten Modell drängen lassen, sondern genießt volle Entscheidungsfreiheit. Eine Vollfinanzierung ist meist nicht nötig, denn die Inzahlungnahme eines Gebrauchtwagens mindert die Kreditsumme ebenso wie die Anzahlung bei der Finanzierung über das Autohaus.

Vollkasko ist Pflicht

Um die günstigen Zinsen darstellen zu können, benötigt die Bank das Fahrzeug als Sicherheit. Der Käufer wird Besitzer, die Bank Eigentümer. Das Fahrzeug kann im vollen Umfang genutzt, aber nicht ohne Zustimmung des Kreditgebers weiterverkauft werden. Deswegen behält sie die Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief). Damit der Sicherungsgegenstand nicht durch Brand, Diebstahl oder Unfall wertlos wird, verlangt die Bank üblicherweise eine Vollkaskoversicherung. Das verteuert zwar das Darlehen, ist aber auch aus Sicht des Käufers eine sinnvolle Sache.

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