Kontokorrentkredit Berechnen

So viel zahlen Sie für den Dispo

Wer als Bankkunde die Kosten für den Kontokorrentkredit berechnen kann, ist klar im Vorteil. Schließlich ist er eine häufig genutzte Gelegenheit, um kleine Durststrecken zu überwinden. Selbst wenn das Konto am Ende des Monats leer ist, gibt der Bankautomat immer noch Geldscheine aus. Viele vergessen dabei jedoch, dass es sich bei dem von der Bank gewährten Verfügungsrahmen um einen Kredit handelt. Für diesen ist zwar keine langwierige Antragstellung erforderlich, dennoch fallen für ihn Kosten an.

In Form hoher Zinsen.

Der Kredit auf dem Girokonto

Kontokorrent- & Dispositionskredit

Jeder Kontoinhaber, der ein regelmäßiges Einkommen aus beruflicher Tätigkeit hat, kann sich einen Dispositionskredit einrichten lassen. Dazu genügt eine kurze Mitteilung an den Bankmitarbeiter am Schalter. Auch beim Online-Banking ist der Verfügungsrahmen mit wenigen Mausklicks aktiviert. Wie hoch der persönliche Überziehungsrahmen ausfällt, hängt vom monatlichen Einkommen ab. Für gewöhnlich gewährt die Bank einen Kredit in Höhe von ein bis drei Monatsgehältern. Bei entsprechend gutem Verdienst lässt sich also auch der neue Fernseher oder eine komplette Schlafzimmereinrichtung per Kontokorrentkredit finanzieren.

Im Unterschied zum Ratenkredit, der zu einem bestimmten Zinssatz festgeschrieben wird, handelt es sich hierbei jedoch um einen laufenden Kredit. Die anfallenden Zinsen werden also auf den Tag genau ermittelt und beinhalten somit auch die marktüblichen Zinsschwankungen. Zusätzlich werden für die Überschreitung des vereinbarten Disporahmens weitere Zinsen fällig. Bei kurzweiligen Überziehungen mögen diese nicht ins Gewicht fallen. Wer ständig im Minus lebt, läuft jedoch Gefahr in die Dispo Falle zu geraten und mehr Schulden anzuhäufen, als er mit seinem Gehalt ausgleichen kann.

Die Dispokosten selbst berechnen

Um die erwartbaren Kosten für den Kontokorrentkredit zu berechnen, genügt eine einfache Formel. Zunächst sollten Kontoinhaber den von ihrer Bank angelegten Zinssatz ermitteln. Meist ist er auf dem Kontoauszug ersichtlich. Dann werden Überziehungssumme, Zinssatz und die Anzahl der Tage, an denen das Konto überzogen wird, miteinander multipliziert. Nach der deutschen Zinsmethode wird das Ergebnis schließlich durch 360 mal 100 dividiert. Noch schneller geht es, wenn Sie einen entsprechenden Online-Rechner nutzen. Nach Eingabe der entsprechenden Daten können Sie die tatsächlichen Kosten für die unbürokratischen Kleinkredite sofort ablesen.

Für die Nutzung des Verfügungsrahmens muss der Bankkunde vom ersten Tag an bezahlen. Für geplante, kleinere Investitionen und Käufe ist es daher günstiger, auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten auszuweichen. So gibt es beispielsweise Kreditkarten, für deren Einsatz erst nach 60 Tagen Zinsen anfallen. Bei entsprechendem Gehalt kann der Saldo also ausgeglichen werden, bevor zusätzliche Kosten entstehen. Kleine Summen bis zu 2000 Euro lassen sich auch über private Kredite, die von Privatpersonen vergeben werden, finanzieren. Bei guter Bonität sind die Zinsen an Kreditbörsen noch immer günstiger als der Dispokredit.

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