Kredit für Ferienhaus

Ferienhaus per Kredit finanzieren

Ein Kredit für ein Ferienhaus im Inland ist ebenso einfach zu haben wie für die ständig bewohnte Immobilie. Der Grund ist die extrem gute Absicherung aus Sicht des Kreditgebers durch einen Grundbucheintrag. Andere Länder, andere Sitten – ein ausländisches Ferienhaus wird sich möglicherweise besser durch eine Bank vor Ort finanzieren lassen.

Das Grundstück selbst haftet für die Schuld

Kredit

Bei Immobilienfinanzierungen ist in Deutschland die Bestellung eines sogenannten Grundpfandrechts oder Realrechts üblich. Die gängigen Formen, die ins Grundbuch eingetragen werden, sind die Hypothek und die Grundschuld. Der Jurist sagt, mit diesem Eintrag haftet das Grundstück für die Darlehensverbindlichkeit praktisch wie eine Person. Die persönliche Haftung des Kreditnehmers wird also weniger bedeutsam. Nach deutschem Recht gehören zum Grundstück auch automatisch alle Aufbauten – Grundstück und Haus lassen sich also rechtlich nur in wenigen Ausnahmefällen trennen, zum Beispiel bei Eigentumswohnungen. Die Bank kann ihr Realrecht beim Gebäudeversicherer anmelden und hat dann besondere Rechte auch am Versicherungsvertrag. Zum Beispiel darf der Vertrag ohne ihre Zustimmung nicht gekündigt werden, und eine Entschädigung wird an die Bank gezahlt, wenn sie nicht ausdrücklich die Zahlung an den Versicherungsnehmer erlaubt. Alle diese Sicherungsmechanismen sind beim Kredit für ein Ferienhaus in Deutschland umsetzbar. Die Bank wird eine Beleihungsgrenze festlegen, die nicht höher sein darf als der erwartete Erlös in einer Zwangsversteigerung. Das ist meist erheblich weniger als der Verkehrswert. Eine Vollfinanzierung zu 100 % ist theoretisch möglich, wird dann aber teurer. Außerdem wird die Bank sich über Ihre Einkommenssituation sehr viel genauer informieren, zum Beispiel über eine geplante Vermietung des Ferienhauses und daraus erwartete Erträge.

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Abweichende Sicherungspraxis im Ausland

Die Kreditsicherung bei Auslandsimmobilien ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Der Interessent hat die Qual der Wahl zwischen seiner deutschen Hausbank, die die Auslandsimmobilie als Sicherheit kaum akzeptieren wird, und einer lokalen Bank, die einen Kreditvertrag basierend auf einer fremden Rechtsordnung und wahrscheinlich in einer fremden Sprache vorlegen wird. Ein Königsweg tut sich auf, wenn Ihre Bank Kooperationspartner in dem Land hat, in dem Sie das Ferienhaus finanzieren möchten. Den Kreditvertrag können Sie mit Ihrer vertrauten Bank in Euro schließen, aber auch mit dem Kooperationspartner in Landeswährung. Die Bank vor Ort kümmert sich um die erforderlichen Formalien. Innerhalb der Europäischen Union funktioniert das recht gut, zumal die Gesetze vielfach harmonisiert sind. Vorsicht ist geboten bei sehr exotischen Ländern. Erkundigen Sie sich vorher genau, ob Ausländer dort überhaupt Grund und Boden erwerben dürfen. Denken Sie auch an steuerliche Aspekte, falls Sie einen Kredit für ein Ferienhaus als Renditeobjekt suchen. Verluste, etwa wegen der anfänglich hohen Kreditzinsen, können Sie in der Regel nicht gegen Einnahmen in Deutschland aufrechnen.

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