Kredit für Firmenübernahme

Kredit für einen Unternehmenskauf aufnehmen

Ein Kredit für die Firmenübernahme ist nur ein Teilaspekt, bei dem die Bank wertvolle Hilfe leistet, wenn es um die Nachfolgeregelung in einem Betrieb geht. Große Banken halten Spezialisten bereit, die im Vorfeld wichtige Parameter abklopfen, die Übergabe des Unternehmens begleiten und koordinieren. Die Hilfe ist nicht nur im Sinn des Jungunternehmers, sondern mindert zugleich das Risiko eines Zahlungsausfalls für den Kreditgeber. Denn nur ein gesundes Unternehmen, das auch nach der Übernahme Gewinne abwirft, sichert die Zahlungsfähigkeit des Schuldners.

Unternehmenswert abschätzen

Kredit

Eine der wichtigsten Fragen beim Kredit für die Firmenübernahme ist die Angemessenheit des geforderten Kaufpreises. Der Unternehmenswert lässt sich vereinfacht aus dem Ertrag ableiten. Für eine ganz grobe Berechnung finden sich entsprechende Ertragswertrechner als Hilfen im Internet. Besser ist es, Bank oder Steuerberater einzubeziehen. Und der Ertragswert ist nicht alles. Kundenkreis, Lieferanten, die Finanzstruktur – all das gilt es zu untersuchen. Wie sieht es aus mit wichtigen Know-how-Trägern in der Belegschaft? Bleiben diese auch nach einem Eigentümerwechsel an Bord, oder drohen Probleme, wenn Kopfmonopole verloren gehen? Experten der Banken helfen bei einer Einschätzung der Risiken. Gemeinsam mit ihnen lässt sich der beste Übertragungsweg ermitteln und vor allem ein guter Zeitpunkt für den Übergang bestimmen.

Eigenkapital und Förderdarlehen einbeziehen

Ein Unternehmenskauf ohne Eigenkapital ist ein gewagtes Geschäft. Die Banken werden bei einer 100-%-Finanzierung an der Zinsschraube drehen, und der übernommene Betrieb muss mindestens so viel Profit abwerfen, dass neben den ohnehin anfallenden Kosten das Fremdkapital bedient werden kann. Auch der Unternehmerlohn muss entsprechend hoch ausfallen, denn Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung erhält der Selbstständige nicht. Auch seine Altersversorgung muss er aus eigener Tasche aufbauen. Auf jeden Fall ist es besser, mit Eigenkapital in die neue Selbstständigkeit zu starten. Wie viel das sein sollte, hängt vom Einzelfall ab. Der Kapitalbedarf für eine Firmenübernahme ist durchweg größer als bei einer Neugründung, denn „klein anfangen“ entfällt bei der Übernahme. Vielleicht akzeptiert der Verkäufer aber auch die Zahlung des Kaufpreises gestreckt über zwei bis drei Jahre. Glaubt er an seine Geschäftsidee und den erfolgreichen Nachfolger, sollte das kein Problem sein. Eine recht sichere und einfach zu finanzierende Variante ist auch die Übernahme einer Franchising-Filiale einer eingeführten Marke an einem guten Standort. Bei den Krediten für eine Firmenübernahme sollte stets die Verfügbarkeit von Darlehen der Förderbank KfW geprüft werden. Das StartGeld (Produkt 067) steht nicht nur Gründern zur Verfügung, sondern auch Nachfolgern. Auch die universellen Gründerkredite (073 bis 076) und das Eigenkapitalplus (058) sind gute Optionen, mit geringeren Sicherheiten an gute Zinsen zu kommen.

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