Kredit für Neubau

Darlehen für einen Neubau

Der Kredit für einen Neubau ist in einer Phase niedriger Zinsen besonders günstig. Der Traum vom eigenen Haus rückt damit auch für Menschen in greifbare Nähe, die sich bisher eine Baufinanzierung nicht leisten konnten. Damit aus dem Traum kein Albtraum wird, sind ein paar Dinge zu beachten.

Angemessenes Eigenkapital vorhalten

Kredit

Der Zins für Immobiliendarlehen ist trotz hoher Summen besonders günstig. Das liegt daran, dass der Kreditgeber über ein Grundpfandrecht – Grundschuld oder Hypothek – besondere Rechte genießt. Er kann nämlich bei Zahlungsausfällen das Grundstück mit den Aufbauten zwangsversteigern lassen und den Erlös zur Deckung seiner Forderungen verwenden. Allerdings liegt der Preis bei einer Zwangsversteigerung regelmäßig deutlich unter dem Verkehrswert der Immobilie. Damit die Sicherung funktioniert, legt die Bank Beleihungsgrenzen fest, zum Beispiel 60 oder 80 % des geschätzten Werts. Eine 100-%-Finanzierung ist möglich, wird aber teurer. Deshalb sollte Eigenkapital vorhanden sein, das außer den Nebenkosten wie Notargebühren, Grundbucheintrag und Grunderwerbsteuer auch einen Teil der Baukosten abdeckt.

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Niedrige Restschuld anstreben

Ein Kredit für einen Neubau muss oft über viele Jahrzehnte abbezahlt werden. Wollen Sie beispielsweise 300.000 Euro zu 3 % finanzieren und können sich 1.000 Euro im Monat für Tilgung und Zinsen leisten, würden Sie dafür mehr als 46 Jahre lang zahlen – ungefähr die Spanne eines gesamten Berufslebens. Keine Bank wird Ihnen über beinahe fünf Jahrzehnte eine Zinsgarantie geben. Selbst bei einer Zinsbindung von dreißig Jahren ist aber bei Vertragsende mehr als die Hälfte der ursprünglichen Schuld offen, genau 154.000 Euro. Und dreißig Jahre sind eine absolute Ausnahme, die nur wenige Banken anbieten. Zum Ende der Zinsbindung müssen Sie einen neuen Kreditvertrag abschließen. Angenommen, der marktübliche Zins hätte sich auf 6 % erhöht, was nach drei Jahrzehnten eher noch vorsichtig gerechnet ist, müssten Sie bei unveränderter Rate für die Tilgung der Restschuld weitere 25 Jahre einplanen, also bis weit ins Rentenalter hinein. Ganz grundsätzlich stellt sich bei solchen Zahlen die Frage, ob das Bauprojekt und seine Finanzierung überhaupt sinnvoll sind. Entweder ist die finanzierte Summe zu hoch oder die monatliche Rate zu niedrig. Würden Sie beispielsweise statt 1.000 Euro im Monat 1.300 Euro zahlen, reduziert sich die Laufzeit bei konstantem Zins von 46 auf 29 Jahre. Bei Ablauf einer dreißigjährigen Zinsbindung wären Sie also bereits komplett schuldenfrei und müssten sich um eine Anschlussfinanzierung keine Sorgen mehr machen.

Sondertilgungen vereinbaren

Ein Risiko gehen Sie übrigens durch die lange Bindung nicht ein. Nach zehn Jahren ist jede Immobilienfinanzierung mit einer Sechsmonatsfrist kündbar, ohne dass die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen dürfte. Für den unwahrscheinlichen Fall weiter fallender Zinsen könnten Sie also umschulden, ohne extra zu zahlen. Achten Sie auf die Möglichkeit kostenfreier Sondertilgungen. Durch den Einsatz von Weihnachtsgeld, Bonuszahlungen oder eines Erbes können Sie die Restschuld schnell vermindern, auch wenn Sie sich nicht auf eine höhere Monatsrate festlegen möchten.

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