Kredit für Pensionäre

Darlehen für Pensionäre

Ein Kredit für Pensionäre und Rentner ist nicht ganz so einfach zu bekommen wie wenn der Interessent in einem normalen Arbeitsverhältnis steht. Dabei geht es weniger um Fragen der Sicherheit oder der Höhe des Einkommens, sondern ganz schlicht um das Alter des Antragstellers. Und dabei spielt es auch keine Rolle, ob er Pensionär oder doch einfach nur ein Rentner ist.

Mindestversorgung deutlich jenseits von Pfändungsfreigrenzen

Kredit

Pensionär klingt nicht nur besser als Rentner, es bedeutet oft auch mehr Geld. Pension bekommen nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst nur Staatsbedienstete bzw. Beschäftigte im öffentlichen Dienst, also Beamte, Richter, Soldaten oder auch ein Pfarrer. Der Staat hat eine Fürsorgepflicht, und das bedeutet auch im Ruhestand eine attraktive Mindestversorgung. Die Rente kann dagegen extrem niedrig ausfallen, sodass Rentner auf zusätzliche Grundsicherung angewiesen sind. Sowohl Pension als auch Rente sind deutlich sicherer als ein Arbeitseinkommen. Die Bezüge im Ruhestand sind weder durch Arbeitslosigkeit noch durch länger andauernde Krankheit bis hin zur Erwerbsunfähigkeit gefährdet. Ein wesentlicher Teil der Bonitätsprüfung fällt beim Kredit für Pensionäre also schon einmal positiv aus. Als nächstes schauen die Banken auf die Höhe des Einkommens. 1.000 Euro netto im Monat sollten es schon sein, denn sonst bestehen ernste Zweifel, woher das Geld für Tilgung und Zinsen kommen soll. Fallen die Zahlungen aus, kann der Kreditgeber bei einer geringen Rente nicht einmal per Pfändung etwas holen. Der Pensionär besteht auch diesen Teil der Kreditwürdigkeitsprüfung problemlos, denn die Mindestversorgung liegt weit jenseits der 1.000 Euro und damit auch über den Pfändungsfreigrenzen.

Restschuldversicherungen helfen nur begrenzt

Vor einer letzten Hürde stehen Pensionär und Rentner aber gemeinsam: ihr Alter. Pension und Rente sind nur so lange sicher, wie der Empfänger lebt. Nun gibt es Versicherungen, die solche Risiken abdecken. Eine Ratenschutzversicherung ist beim Kredit für Pensionäre nicht mehr erforderlich, denn Arbeitslosigkeit und Krankheit bedrohen die Pensionsansprüche wie erwähnt nicht. Eine Restschuldversicherung ist dagegen sinnvoll. Sie funktioniert im Prinzip wie eine Risikolebensversicherung, erbringt ihre Leistung also beim Tod der versicherten Person. Während gewöhnliche Verträge aber eine konstante Versicherungssumme über die gesamte Laufzeit haben, fällt die Summe bei der Restschuldversicherung kontinuierlich und passt sich damit dem noch nicht getilgten Teil des Kredits an. Das spart zwar Beitrag, aber im Alter verursacht eine Restschuldversicherung dennoch erhebliche Kosten. Außerdem ist das Höchstalter begrenzt auf üblicherweise 75, maximal 80 Jahre. Wer also mit siebzig noch einen Kreditvertrag abschließt, muss die Laufzeit auf fünf oder höchstens zehn Jahre begrenzen und hat dadurch zu den Versicherungsbeiträgen hohe Monatsraten zu verkraften. Das Problem wäre gelöst, wenn ein jüngerer Bürge, also Kinder oder erwachsene Enkel mit eigenem Einkommen, dem Vertrag beitreten würde. Die Bank hat dann einen zweiten Schuldner, der auch haftet, falls die Erben einen überschuldeten Nachlass ausschlagen.

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