Kredit für Schulden

Kredit um Schulden zu Bezahlen

Einen Kredit für Schulden aufnehmen? Heißt das nicht, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben? Nein, denn die Umschuldung ist eine sinnvolle Sache, zu der auch Schuldnerberater regelmäßig raten. Das gilt vor allem dann, wenn man wegen vieler Zahlungsverpflichtungen mit unterschiedlichen Fälligkeitsterminen den Überblick verloren hat und überhaupt nicht mehr weiß, wann welche Rate fällig ist.

Schuldnerberatung

Zuerst fällige Rechnungen bezahlen, dann das Girokonto ins Haben bringen

Ist eine Zahlung fällig, das heißt entweder zu einem zurückliegenden festen Datum zu bezahlen oder bereits angemahnt, gehen die Mahnkosten zu Ihren Lasten. Das wird nicht nur teuer, sondern führt letztendlich zur Zwangsvollstreckung oder Lohnpfändung, wenn Sie nicht bezahlen. Der Besuch des Gerichtsvollziehers ist sicher ebenso unangenehm, wie wenn der Arbeitgeber durch die Pfändung von den Schulden erfährt. Ihre erste Sorge sollte deshalb den aktuellen Zahlungsverpflichtungen gelten. Ist das Girokonto bereits so weit überzogen, dass der Dispokredit ausgereizt ist, brauchen Sie zwingend einen weiteren Kredit, um Schulden zu bezahlen. Muss es sehr schnell gehen, helfen Mikro- oder Blitzkredite, die es auch bei negativen Schufa-Einträgen noch gibt. Besser wäre es aber, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und neben dem Begleichen der aktuellen Rechnungen auch das Girokonto wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Dafür gibt es zwei wichtige Gründe: Erstens ist der Dispozins viel höher als bei einem Ratenkredit – bei vielen Filialbanken deutlich über 10 %. Zweitens ist das Dispo-Limit für Notfälle gedacht. Ist Ihr Konto ständig im Minus, haben Sie diese Sicherheitsreserve nicht mehr, und jede unvorhergesehene Ausgabe bringt sie in neue Schwierigkeiten.

Der Blick auf die Laufzeit

Den Kredit für Schulden bezeichnet man in der Fachsprache als Umschuldung. Bestehende Verpflichtungen werden bezahlt, das Geld dafür kommt aus einem einzigen neuen Kredit, dessen Rahmenbedingungen zu Ihren finanziellen Verhältnissen passen. Der wichtigste Punkt ist dabei die Höhe der Rate für Zinsen und Tilgung, die Sie sich auch unter ungünstigen Umständen leisten können. Denn davon – und natürlich von der Darlehenssumme – hängt die zu vereinbarende Laufzeit ab. Tendenziell bedeutet eine kurze Laufzeit auch niedrige Kosten, weil Zinsen nicht so lange gezahlt werden müssen. Aber eine kurze Laufzeit hat keinen Sinn, wenn dadurch die Raten zu hoch werden und der Teufelskreis der Schulden von neuem beginnt. Ein Beispiel: Sie benötigen 2.000 Euro, um Ihr Girokonto auszugleichen, fällige Rechnungen zu bezahlen und wieder genug Geld auf dem Konto zu haben, um den nächsten Monat zu überstehen. Wenn nichts Außergewöhnliches ansteht, können Sie 100 Euro im Monat beiseite legen, um den Kredit abzubezahlen. Vereinbaren Sie eine Laufzeit von 24 Monaten (zwei Jahren). Die monatlichen Raten betragen dann rund 83 Euro zuzüglich Zinsen. Bei einem Zinssatz von 5 % kommen Sie auf insgesamt knapp 88 Euro monatlich. Das passt gut zu Ihrem Budget von 100 Euro, lässt sogar noch etwas Luft, um ein wenig Geld zu sparen.

Mehr zum Thema