Kredit für Unternehmenskauf

Unternehmen kaufen mit einem Kredit

Mit einem Kredit für einen Unternehmenskauf begibt sich der neue Inhaber über einen meist langen Zeitraum in eine erhebliche Verschuldung. Ein solcher Schritt will gut überlegt sein – je nach Rechtsform des Unternehmens haftet er nämlich mit seinem gesamten Privatvermögen für den Kredit, selbst wenn der Laden nicht wie geplant läuft. Auch ein zinsgünstiger Förderkredit muss zurückgezahlt werden, egal, ob das gekaufte Unternehmen Gewinne abwirft oder nicht.

Unternehmenswert bestimmen

Kredit

Liegt Ihnen bereits ein Angebot vor – persönlich oder aus einer der Unternehmensnachfolge-Börsen im Internet –, sollten Sie prüfen, ob der geforderte Preis realistisch ist. Vor allem bei scheinbaren Schnäppchen, einem großen Missverhältnis zwischen dem angeblich höheren Unternehmenswert und dem niedrigeren Kaufpreis, sind gesunde Zweifel angebracht. Ziehen Sie im Zweifel einen Experten hinzu, fragen Sie bei der Handels- oder Handwerkskammer. Lassen Sie die Buchführung des angebotenen Unternehmens von einem Steuerberater einsehen. Über das Ertragswert-Verfahren lässt sich aus dem Gewinn zumindest näherungsweise ein Unternehmenswert errechnen.

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Eigenkapital und Fremdkapital im richtigen Verhältnis

Ganz ohne Eigenkapital ist ein Kredit für den Unternehmenskauf schwierig. Die Darlehenssumme muss recht hoch ausfallen, und ohne Sicherheiten werden die Kreditkosten eine erhebliche Belastung darstellen. Das Unternehmen muss mehr abwerfen, damit nach Abzug dieser und weiterer Kosten noch genug übrig bleibt, das für Sie zum Leben reicht. Bedenken Sie, dass sie als Unternehmer für Ihre Sozialabgaben selbst aufkommen und Ihre Altersversorgung allein aufbauen müssen. Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung gibt es für Sie nicht. Experten empfehlen eine Eigenkapitalquote von mindestens 15 bis 20 %. Den Rest können Sie sich entweder durch Beteiligungskapital oder eben als Kredit für einen Unternehmenskauf besorgen.

Gesellschafter ins Boot holen

Beteiligungskapital kann einerseits durch eine offene Beteiligung anderer Gesellschafter erfolgen. Wie genau die Rechte und Pflichten geregelt sind, hängt von der jeweiligen Rechtsform ab. Grundsätzlich partizipieren Gesellschafter sowohl am Geschäftsergebnis als auch an der Wertentwicklung des Unternehmens. Eine andere Form ist die stille Beteiligung. Hier gibt der Gesellschafter eine Einlage, ohne dafür Unternehmensanteile zu erhalten. Er bekommt zwar Gewinnausschüttungen, ist aber nicht an der Entwicklung des Vermögens beteiligt. Kapitalgeber bei offenen oder stillen Beteiligungen sind nicht nur Privatpersonen, sondern auch spezialisierte Beteiligungsgesellschaften, sogenannte Private Equity Unternehmen. Auskunft dazu gibt es zum Beispiel beim Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e. V. (VDB), in dem auch die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften der Bundesländer organisiert sind.

Förderkredite mit besonderen Voraussetzungen

Förderbanken, insbesondere die KfW, vergeben vergünstigte Kredite und Zuschüsse. Zugang zu diesen Darlehen erhält man über die Hausbank. Vor der Zusage eines Kredits zum Unternehmenskauf wird die persönliche und fachliche Eignung des Kreditnehmers für die angestrebte Tätigkeit geprüft, ebenso seine Bonität und Solidität. Eine Analyse des Business-Plans stellt die wirtschaftliche Tragfähigkeit des zu kaufenden Unternehmens sicher. Ist der Verkäufer von der Zukunftsfähigkeit seiner Firma überzeugt? Fragen Sie ihn, ob er einen Teil des Kaufpreises in ein Verkäufer-Darlehen umwandelt. Glaubt er an seine Geschäftsidee, ist sein Risiko dabei gering.

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