Kredit für Zähne

Einen Kredit für schöne Zähne aufnehmen

Zahnersatz wird von den gesetzlichen Krankenkassen nur noch unzureichend bezuschusst. Wer keine private Zusatzversicherung hat, wird ohne Rücklagen angesichts oft vier- bis fünfstelliger Rechnungen um einen Kredit für seine Zähne kaum herumkommen, wenn er einen Zahnersatz benötigt. Seit der Gesundheitsreform 2005 zahlen die Kassen nur noch den sogenannten befundorientierten Festzuschuss. Der beläuft sich auf 50 % der Kosten einer medizinisch notwendigen Versorgung. Mit einer solchen Prothese kann man zwar problemlos essen, aber Ästhetik und Tragekomfort bleiben auf der Strecke.

Angenommen, die Regelversorgung mit einer Brücke würde 1.000 Euro kosten. Dann beteiligt sich die Kasse daran mit 500 Euro. Wünschen Sie beispielsweise höherwertige Metall-Keramik und kostet diese Variante 1.400 Euro, bleibt es beim Festzuschuss von 500 Euro, Ihr Eigenanteil steigt also auf 900 Euro. Waren Sie regelmäßig beim Zahnarzt und haben die Stempel im Bonusheft? Glückwunsch, dann bekommen Sie bis zu 30 % mehr Festzuschuss. Aber Achtung – die 30 % beziehen sich auf den ursprünglichen hälftigen Zuschuss. Aus 50 % werden in der höchsten Stufe nicht etwa 80 %, sondern es kommen 30 % von 50 % dazu, das sind 15 %. Im genannten Beispiel bekommen Sie nur 150 Euro extra, insgesamt also 650 Euro. Nur für Geringverdiener, die den Eigenanteil nicht aufbringen können, gibt es eine Härtefallregelung, die mindestens die Regelversorgung abdeckt.

Zahnersatz aus dem Ausland mit umstrittenem Ruf

Kredit

Natürlich besteht die Chance, die Kosten für den Zahnersatz zu drücken und damit eine Finanzierung doch noch aus Eigenmitteln zu stemmen. Bei kompletten Zahnbehandlungen im europäischen Ausland stellten Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Rheinland-Pfalz erhebliche Mängel fest. Mehr als 70 % der untersuchten Brücken waren so schlecht, dass sie eine Erneuerung empfahlen, bei fast allen Kronen bezweifelten die Mediziner, dass sie überhaupt nötig gewesen seien. Ohne Wechsel des Zahnarztes in Deutschland funktioniert die Versorgung mit Zahnersatz aus China, vorausgesetzt, der Zahnarzt arbeitet mit einem Dentallabor zusammen, das mit ungelernten Arbeitskräften in Fließbandarbeit rund achthundert „dritte Zähne“ täglich fertigt – die Jahresleistung eines durchschnittlichen deutschen Anbieters. Der Heil- und Kostenplan nennt zwar den Herstellungsort, aber da nach dem Medizinproduktegesetz der deutsche Importeur Hersteller ist, ist nirgends zu ersehen, dass der Zahnersatz ein Importschlager aus Fernost ist. Die Zähne aus China müssen nicht zwingend schlechter sein, es gibt sogar mehrjährige Garantien. Aber spätestens bei einer größeren Nachbesserung müssen die Zähne erst wieder nach China.

Wohnortnahe Versorgung hat ihren Preis

Wer auf die Zähne aus dem lokalen Labor setzt, findet in den Vergleichsportalen im Internet günstige Ratenkredite. Rentner, naturgemäß häufige Kunden für Zahnersatz, sind nicht grundsätzlich außen vor, denn ihr Einkommen ist besonders sicher. Nur bei geringer Rentenhöhe sollten sich Interessenten nach einer Alternative beim Kredit für die dritten Zähne umschauen. Eine gute Chance bieten die Finanzierung über die Zahnarztpraxis oder Darlehen privater Anbieter, die über spezialisierte Plattformen im Internet erhältlich sind. Die Zinsen sind zwar wegen des größeren Ausfallrisikos recht hoch, aber die Vergabeentscheidung ist weit weniger kritisch als bei den klassischen Banken.

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