Kredit öffentlicher Dienst

Kredite für Beamte

Angestellte im öffentlichen Dienst haben bei der Kreditvergabe gute Karten: Sie erhalten spezielle Angebote mit besseren Konditionen und sogar einem niedrigen Zinssatz für langfristige Finanzierungen. Normale Arbeitgeber profitieren davon nicht. Warum das so ist und wie man einen solchen Beamtenkredit bekommt, das erfahren Sie hier.

Sonderkonditionen: Wer bezieht sie und weshalb?

Kredit

Für sogenannte Beamtenkredite kommen nicht nur Beamte in Frage, sondern alle unkündbaren Angestellten im öffentlichen Dienst. Auch Richter, Staatsanwälte und Berufssoldaten profitieren von günstigen Konditionen. Zudem werden manche Berufsgruppen den Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst gleichgestellt und können die Vorteile vom Beamtenkredit nutzen. Das betrifft zum Beispiel das Personal in Krankenhäusern oder bei der deutschen Bahn, wenn es einen unkündbaren Status innehat.

Angestellte im öffentlichen Dienst verfügen über einige entscheidende Pluspunkte gegenüber normalen Arbeitnehmern. Sie beziehen ein sicheres Gehalt, weil der Staat nicht im Verdacht steht, Löhne zu spät oder gar nicht zu zahlen. Sie sind fast unkündbar und werden auch bei Streichungen von Arbeitsplätzen höchstens an eine andere Stelle versetzt. Ihre Anstellung bleibt auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten sicher. Der Kreditgeber kann daher erwarten, dass die fälligen Raten pünktlich und vollständig getilgt werden. Das Kreditausfallrisiko ist für die Bank deshalb gering. Das macht Beamte und Co. zu den idealen Kreditnehmern.

Woher einen Kredit öffentlicher Dienst bekommen?

Spezielle Kredite beantragen Berechtigte bei fast allen Kreditanbietern. Die Anbieter bemühen sich, solche Kreditnehmer für ihr Unternehmen zu gewinnen und bieten besonders attraktive Konditionen für das geliehene Geld. Besser als bei einer allgemeinen Bank sind unter Umständen sogar noch die Angebote von Direktbanken, die ausschließlich Beamtenkredite vergeben und deshalb mit wenig Ausfallrisiko kalkulieren. Ein schneller Online-Vergleich schafft den ersten Überblick über die besten Zinsen.

Vorsicht ist geboten bei Beamtendarlehen, die mit Lebensversicherungen kombiniert werden sollen: Hier wird sowohl ein Kredit aufgenommen als auch eine Lebensversicherung abgeschlossen. Am Ende der Laufzeit wird das Darlehen mit der Versicherung getilgt. Da die Begriffe Beamtendarlehen und Beamtenkredit nicht geschützt sind, wird diese Form oftmals mit einem normalen Beamtenkredit verwechselt. Die Kombination aus Sparen und Kapitalleihe bietet heute aber keine Vorteile mehr, deshalb ist davon abzuraten. Zusätzliche Kosten verstecken sich hinter hohen Vermittlungsgebühren und teuren Lebensversicherungen. In jedem Fall sollten die Bedingungen vor Vertragsabschluss genau geprüft werden.

Fazit

Als Angestellter im öffentlichen Dienst sollten Sie vor den normalen Kreditangeboten die speziellen Angebote vergleichen. Dafür nutzen Sie beispielsweise einschlägige Vergleichsplattformen im Internet. Die Konditionen für einen Kredit öffentlicher Dienst sind meist viel besser als für Darlehensangebote, die sich an nicht verbeamtete Arbeitnehmer richten. Niedrige Zinssätze selbst über lange Laufzeiten erweitern den persönlichen Handlungsspielraum: So lassen sich langfristige Investitionen tätigen und Altkredite günstig umschulden.

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