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Vision und Investition: Kredite für Unternehmer

Ein Selbstständiger, der einen Kredit für sein Unternehmen aufnehmen will, hat gute Chancen auf Bewilligung, wenn er sich bereits am Markt etabliert hat und entsprechende Umsätze vorweisen kann. Auch Neugründer oder junge Firmen, die seit weniger als drei Jahren bestehen, können sich um einen Gründerkredit bewerben, sollten hierfür aber einen gut ausgearbeiteten Businessplan vorlegen. Außerdem gibt es eine wachsende Anzahl an Crowdfundingplattformen, die sich auf die Finanzierung von Start-ups oder die Investition in mittelständische Unternehmen spezialisiert haben.

Bankdarlehen für Gründer und Mittelständler

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Bevor sie ihre Geschäftsidee in die Tat umsetzen können, müssen viele Jungunternehmer die entsprechende Ausstattung anschaffen. Beispielsweise Computer und Büromöbel, die Werkstatteinrichtung und teure Maschinen. Mit beeindruckenden Umsatzzahlen können sie ihre potenziellen Kreditgeber daher nicht überzeugen. Sie müssen mit ihrer Idee punkten und diese in Form eines Businessplans so präzise und vollständig wie möglich ausarbeiten. Als erste Anlaufstelle für Neugründer eignen sich sowohl Förderbanken als auch normale Kreditinstitute, die spezielle Gründerkredite im Programm haben. Diese zeichnen sich durch besonders günstige Verzinsung und eine tilgungsfreie Phase zu Beginn der Laufzeit aus.

Auch etablierte Unternehmen müssen immer wieder investieren, um dauerhaft erfolgreich zu bleiben. Sie haben es erfahrungsgemäß leichter an einen Investitionskredit zu kommen, zumindest wenn ihre Geschäftszahlen stimmen und das Darlehen über das Anschaffungsobjekt, vorhandene Geschäftsimmobilien oder andere Sachwerte abgesichert werden kann. Zum Bankgespräch sollten Unternehmer daher die Betriebswirtschaftliche Auswertungen der vergangenen drei Geschäftsjahre mitbringen. Dabei gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto schwieriger wird es, einen günstigen Kredit zu erhalten und desto kritischer prüfen die Banken die Finanzsituation der Firma.

Crowdfunding für jeden Bedarf

Viele kleine Betriebe bleiben bei der Kreditvergabe daher unberücksichtigt. Ein Missstand, den sogenannte Crowdfundingplattformen beheben können. Dabei handelt es sich um Onlineplattformen, die zwischen Kreditsuchenden und potenziellen Investoren vermitteln. Die Geldgeber sind für gewöhnlich private Anleger, die ihr Geld in regionale Projekte investieren wollen oder sich höhere Rendite wünschen, als das Spardepot bei der Bank einbringt. Erfahrungsgemäß unterstützen sie daher auch Geschäftsideen und Unternehmen, die von einem klassischen Kreditinstitut als zu riskant eingestuft wurden.

Wer noch gar keine Zahlen vorweisen kann und einen Kredit für sein Unternehmen braucht, bewirbt sich auf einer der Kreditbörsen, auf denen sowohl private als auch gewerbliche Kredite vergeben werden. Hier sind die Anforderungen an den Bewerber geringer als auf Plattformen, die ausschließlich Investitionskredite vermitteln. Letztere sind eher für Mittelständler in guter wirtschaftlicher Ausgangsposition interessant. Eigenkapital in Höhe von mindestens 5 Prozent gehört hier beispielsweise zu den Grundvoraussetzungen für das Kreditgesuch.

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