Kreditwürdigkeit Definition

Banken setzen auf Kreditwürdigkeit

Wer sich bei einer Bank oder eine Sparkasse Geld leihen will, sollte für den Begriff Kreditwürdigkeit die Definition genau kennen. Denn die Kreditinstitute vergeben Geld nur an Kunden, die sie für kreditwürdig halten. Auch wenn es in verschiedenen Publikationen Unterschiede bei der Erklärung des Begriffs gibt, läuft bei der Kreditwürdigkeit die Definition auf zwei grundlegende Aussagen hinaus. Um von den Banken als kreditwürdig und kreditfähig eingeschätzt zu werden, muss der Kunde erstens in der Lage und zweitens willens sein, das geliehene Geld innerhalb der vereinbarten Frist zurückzuzahlen.

Zwei Kriterien für Kreditwürdigkeit

Bonitätsprüfung und Kreditwürdigkeit

Ab wann ist man kreditwürdig, fragen sich viele Kunden. Die Antwort ist einfach. In der Lage, den Kredit zurückzuzahlen, ist der Kunde immer dann, wenn seine finanzielle Situation in Ordnung ist. Bei der Definition der Kreditwürdigkeit ist das die materielle Seite. Die materielle Kreditwürdigkeit des Kunden beruht auf seiner wirtschaftlichen Leistungskraft und seinen wirtschaftlichen Verhältnissen. Er muss aufgrund seiner Einkommens- und Vermögensverhältnisse in der Lage sein, die Raten für das Darlehen plus Zinsen ohne Ausfälle zurückzuzahlen. Deshalb verlangen die Banken und Sparkassen Auskunft über bereits bestehende Verpflichtungen des potenziellen Darlehensnehmers. Das können zum Beispiel Bausparverträge oder Lebensversicherungen sein. Auch bereits bestehende Kredite gehören zu den Zahlungsverpflichtungen des Kunden. Die Kreditinstitute haken deshalb auch hier detailliert nach. Außerdem stellen sie die Einnahmen des Kunden dessen Ausgaben gegenüber. Zu den Einnahmen gehören Lohn oder Gehalt, am besten aus sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit. Zu den Ausgaben zählen unter anderem die Lebenshaltungskosten. Banken und Sparkassen rechnen hier mit Pauschalbeträgen. Sie richten sich nach der Haushaltsgröße.

Die persönliche Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers ist eine weitere Größe, die von den Banken bewertet wird. Dazu beurteilen sie das Charakterbild ihres Kunden, Es zeigt sich im Beratungsgespräch. Zur persönlichen Situation gehören auch das Alter des Kreditsuchenden, sein Geschlecht und Familienstand, die Zahl seiner Kinder und bei vielen Kreditinstituten auch die Dauer eines festen Wohnsitzes. Daraus leiten sie unter anderem ab, wie solide ein Kunde ist. Seine fachlichen Qualifikationen zeigen sich in der beruflichen Tätigkeit. Ein langjähriger Angestellter hat wahrscheinlich bessere Chancen als ein Arbeitnehmer, der häufig seine Arbeitsstelle wechselt, obwohl viele Kreditinstitute hier ganz eigene Maßstäbe ansetzen. Nicht zuletzt schauen Banken auf die Sparfreude des Verbrauchers. Wer fleißig spart, der zahlt auch pünktlich, lautet hier das Credo.

Check bei Auskunfteien

Um schlechte Risiken bei der Vergabe von Darlehen auszuschließen, setzen Kreditinstitute nicht zuletzt auf Bonitätsauskünfte. Sie fragen bei Auskunfteien wie der Schufa nach dem Zahlungsverhalten ihres Kreditnehmers. Wenn es in der Vergangenheit Probleme gab, wenn der Kunde viele Mahnbescheide bekam oder auf andere Weise seine Verpflichtungen aus einem Vertrag verletzte, dann ist das bei den Auskunfteien vermerkt. Für viele Banken ist dies das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung der persönlichen Kreditwürdigkeit eines Kunden. Wer ein Darlehen braucht und Überraschungen vermeiden will, sollte vorher eine persönliche Bonitätsauskunft beantragen. Bei der Schufa kann man das sogar online prüfen.

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