Privatdarlehen Vertrag

Kredit von einer Privatperson: Vertrag

Ein Privatdarlehen Vertrag sollte die Grundlage jeder privaten Geldleihe bilden. Das gilt selbst dann, wenn sich Kreditgeber und Kreditnehmer als Verwandte, Geschäftspartner oder Freunde persönlich kennen. Beim Geld kann es stets zu Streitigkeiten kommen, auch zwischen sich vertrauenden Privatpersonen. Im Streitfall ist es dann wichtig, dass beide Seiten alle Details geregelt haben.

Der Kreditvertrag: Wichtige Inhalte

Kredit von Privat

Grundsätzlich unterscheidet sich ein privater Kreditvertrag nicht vom Vertrag über ein gewöhnliches Annuitätendarlehen oder eine andere Finanzierung. So gehört in das Dokument die genaue Benennung der Vertragsparteien inklusive Anschrift. Zudem sollten darin die Kreditsumme und die detaillierten Regeln der Verzinsung und der Tilgung nachzulesen sein. Neben dem Zinssatz interessieren die Höhe der zu zahlenden Raten und die Fälligkeit. Beide Seiten verfügen bei diesen Aspekten über große Freiheiten, es ist alles eine Frage der Verhandlung. Sie können beispielsweise vereinbaren, dass der Kreditnehmer ab Vertragsschluss jeden Monat eine bestimmte, gleichbleibende Summe überweist. Der Zinsanteil sinkt dann während der Laufzeit, der Tilgungsanteil steigt. Sie können sich aber auch auf eine durchgehend gleich hohe Tilgungsrate einigen. In diesem Fall nimmt die finanzielle Belastung nach und nach ab, da sich mit den Restschulden die Zinsen reduzieren. Weitere Möglichkeiten: Die Tilgung beginnt erst nach ein oder zwei Jahren oder der Kredit ist endfällig. Bei der zweiten Variante zahlen Kreditnehmer die gesamte Darlehenssumme am Ende zurück, während der Laufzeit fallen nur die Zinsen an.

In einem Privatdarlehen Vertrag können sich weitere Regelungen finden. Dazu zählt die Option, dass der Kreditnehmer Sondertilgungen vornehmen kann. Diese Option lässt sich auf bestimmte Anteile begrenzen, zum Beispiel auf 5 % der Kreditsumme oder Restschulden im Jahr. Ein Kreditgeber kann aber auch das Recht einräumen, dass die Privatperson jederzeit unbegrenzt Teile des Betrags zurückzahlen kann. Zusätzlich können beide Seiten unterschreiben, dass der Kreditnehmer das Darlehen zu jedem Zeitpunkt komplett tilgen darf. Bei beiden diesen Punkten lässt sich zudem festhalten, ob diese Möglichkeiten dem Kreditnehmer gebührenfrei oder gegen einen fixen Gebührensatz zur Verfügung stehen.

Sonderfall: Privatdarlehen über ein Vermittlungsportal

Mittlerweile haben sich im Internet einige Portale etabliert, die privaten Anlegern und Kreditnehmern eine Plattform bieten. Interessierte können dort ihren Kreditwunsch äußern, Geldgeber können Teile des Betrags oder die komplette Summe zur Verfügung stellen. Es entsteht aber kein Direktvertrag zwischen beiden Seiten. Stattdessen schließen Kreditnehmer mit dem Portal einen Privatdarlehen Vertrag ab, der Dienstleister sorgt meist in Kooperation mit der Bank für die Abwicklung. Dabei verdienen die gleichen Aspekte wie bei allen anderen Darlehen Beachtung, zum Beispiel der Zinssatz. Zusätzlich sollten Interessierte die im Vertrag genannten Vermittlungsgebühren berücksichtigen. Während Banken bei Ratenkrediten mittlerweile keine extra Gebühren mehr berechnen dürfen, sieht das bei Portalen für Privatkredite anders aus. Sie erbringen mit der Vermittlung und der Abwicklung Leistungen, für welche sie laut Gesetzgeber und Justiz einen bestimmten Betrag in Rechnung stellen dürfen. Es kann sich um einen gewissen Prozentsatz der Darlehenssumme oder um eine Pauschalgebühr handeln.

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