Privatinsolvenz Anmelden

Wann kann man Privatinsolvenz anmelden?

Die eigene Privatinsolvenz anmelden ist ein tiefgreifender Schritt, dem meist eine lange Entscheidungsphase vorausgegangen ist. Nach langem Abwägen der Möglichkeiten stellt sich gegebenfalls heraus, dass es der beste Weg ist, um nach einiger Zeit wieder ein schuldenfreies Leben führen zu können, Wann ist es ratsam, Privatinsolvenz anzumelden? Wenn der Schuldenberg so groß ist, dass laufende Einkünfte die Zahlungen nicht mehr decken können, dann spricht man von Privatkonkurs. Vor allem ist es für den Schuldner wichtig zu wissen, wo er Hilfe bekommt, da die Menge an Formularen und benötigten Unterlagen kaum allein zu meistern sind.

Privatinsolvenz

Es gibt die Möglichkeit einen Anwalt zu beauftragen, sich um die Abwicklung der Privatinsolvenz zu kümmern. Jedoch arbeitet auch dieser nicht ohne Honorar und im Falle von bereits existierenden Schulden gibt es noch eine andere Alternative. Kostenfreie Schuldnerberater, die über ihre Kommunen finanziert werden, kümmern sich um den Schuldner und die Anmeldung der Privatinsolvenz beim Amtsgericht. Da die Beratungsstellen aufgrund imenser Nachfrage gut gebucht sind, muss der Schuldner eventuell Geduld aufweisen, um einen Termin zu bekommen. Es lohnt sich aber allein schon deshalb, weil keine weiteren Schulden durch entstehende Beratungskosten hinzukommen.

Privatinsolvenz - Was zu beachten ist

Um nach einer Dauer von 6 Jahren vollkommen von der Schuldenlast befreit zu sein, hat der Shuldner mit dem Privatinsolvenz anmelden einige Auflagen zu erfüllen. Die Beanttragung umfasst auch eine Abtretungserklärung. Dies bedeutet das Enverständnis zur Schuldentilgung mittels sämtlichen Einkommens, das oberhalb vom Existenzminimum liegt. Um die Restschuldbefreiung zu erlangen, gibt es noch strengere Auflagen. 50 Prozent eines Erbes können zum Beispiel genutzt werden, um Verbindlichkeiten abzubauen. Zusätzlich hat der Schuldner einer zumutbaren Arbeit nachzugehen oder er bemüht sich um einen annehmbaren Arbeitsplatz.

Innerhalb der 6 Jahre, in der die Privatinsolvenz läuft, dürfen keine neuen Schulden gemacht werden. Auch die Zahlung in Raten gilt als Schulden machen. Somit sind alle eventuellen Anschaffungen bar oder auf Rechnung zu bezahlen. Verläuft die Zeit der Insolvenz reibungslos, ist der Insolvent nach 6 Jahren von seinen Schulden befreit und es besteht die Aussicht auf erneute Kreditwürdigkeit. Das Verfahren der Privatinsolvenz erlässt dem Schuldner nach Ablauf dieser Zeit seine Restschulden, weshalb viele Privatpersonen mit hohen Schulden diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Damit der Schudnerberater eine möglichst gute Einsicht in die finanzielle Situation des Schuldners bekommt, ist es wichtig, alle Papiere, die die Schulden betreffen, geordnet vorzulegen. So kann das Verfahren ordnungsgemäß ablaufen und der Gefahr, neue Schulden zu machen, wird vorgebeugt. Um der Erfüllung der Anforderungen gerecht zu werden, helfen dem Bevollmächtigten Rechnungen, Gehaltsnachweise und Kontoauszüge.

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