Privatkredit Gebühren

Die Kosten bei Privatdarlehen

Bei einem Privatkredit sind die Gebühren neben den Zinsen als Kostenfaktor zu beachten. Das unterscheidet Privatdarlehen, die Verbraucher über eine Vermittlungsplattform abschließen, von klassischen Bankkrediten. Früher haben auch Banken Abschluss- bzw. Bearbeitungsgebühren erhoben, nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs hat sich das geändert. Das Gericht hatte moniert, dass die Institute bereits mit den Zinsen Geld verdienen und deswegen kein Grund für separate Gebühren existiere.

Bei Vermittlern von Krediten von Privatleuten für Privatpersonen sieht das anders aus: In diesem Fall kassieren die privaten Anleger die Zinsen. Die Plattformen wollen selbstverständlich auch Umsätze erzielen, da sie diesen Markt erst ermöglichen und erhebliche Summen für die technische und persönliche Betreuung investieren. Deshalb dürfen sie für jeden Privatkredit Gebühren fordern.

Privatdarlehen: Die Gebührenmodelle und die Zinssätze

Kredit von Privat

Die P2P-Plattformen berechnen die Gebühren auf unterschiedliche Weise. Eine Differenz besteht bei der Frage, ob es nur einen Kostenpunkt oder zwei separate Gebühren gibt. Kreditvermittler arbeiten mit Partnerbanken zusammen, welche unter anderem die Auszahlung des Kreditbetrags sowie das Verteilen der Raten auf die Kreditgeber übernehmen. Diese Banken wollen auch entlohnt werden. Die einen Plattformen erheben eine Pauschalgebühr und leiten einen Teil davon an die Bank weiter. Die anderen handhaben das separat, sie weisen für sich und für die Bank separat Gebühren aus. Auch die Berechnungsart der jeweiligen Gebühren differiert. Es kann sich zum Beispiel um eine Kombination aus einem festen Gebührensatz wie 10 Euro pro Kredit und einem prozentualen Anteil an der Kreditsumme handeln. Es gibt aber auch Gebührenmodelle, die sich ausschließlich prozentual am Darlehensbetrag berechnen. Speziell bei den Gebühren für die Banken kann es auch eine jährliche Kontoführungsgebühr geben. Interessierte können sich auf den Homepages ausführlich über die konkreten Privatkredit-Gebühren informieren.

Bei den Zinsen setzen fast alle Vermittler auf das gleiche Modell: Sie ordnen User einer bestimmten Bonitäts- und damit Zinsstufe zu. Mit diesem Zinssatz können Registrierte anschließend in der Community ihre Kreditanfrage stellen. Die Unterschiede sind meist riesig: Menschen mit sehr guter Bonität dürfen zu einem niedrigen einstelligen Zinssatz finanzieren, Verbraucher mit schlechter Kreditwürdigkeit müssen mit Konditionen deutlich über 10 % rechnen. Die Einstufung findet jeweils direkt mit der Anmeldung statt: Plattformen prüfen die Schufa-Datei und verlangen Einkommensnachweise, hier unterscheiden sie sich nicht von dem Vorgehen der Banken. Allerdings zeigen sie sich deutlich liberaler, auch Menschen mit geringem und sicherem Einkommen haben eine Chance auf einen Privatkredit. Insbesondere für diese Zielgruppe eignen sich die Vermittlungsportale. Alle anderen finanzieren mit Bankkrediten meist günstiger, da sie dort nicht die Doppelbelastung aus Zinsen und Privatkredit-Gebühren stemmen müssen.

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