Privatkredite Ohne Schufa

Kreditbörsen: Regeln, Zinsen, Schufa

Seriöse Privatkredite ohne Schufa, bei denen sich Kreditgeber und Kreditnehmer keine Sorgen um die Abwicklung machen müssen, werden über Kreditbörsen vergeben. Dabei vermittelt die jeweilige Onlineplattform lediglich zwischen privaten Anlegern und Kreditsuchenden. Die Darlehen selbst werden aber weder vom Seitenbetreiber noch von den einzelnen Anlegern ausgezahlt, sondern von der Bank, mit der die Börse zusammenarbeitet. Investoren können mit ihrer Geldanlage höhere Zinsen erzielen als auf dem Festgeldkonto. Kreditnehmer hingegen haben auf der P2P-Plattform auch dann eine Chance auf ihren Wunschbetrag, wenn eine problematische Schufa-Bewertung die Kreditaufnahme auf klassischem Weg bisher verhindert hat.

Besonderheiten beim Kredit von der Onlinebörse

Kredit ohne Schufa

An einer Kreditbörse bewerben sich aber nicht nur Personen mit schlechter Schufa um ein Darlehen. Auch Verbraucher mit geringem Einkommen oder Selbstständige gehören zum Empfängerkreis. Dabei ist es üblich, dass stets ein ganze Gruppe an Anlegern ein Kreditprojekt finanziert. Die Mindestanlage beträgt je nach Plattform 50 Euro oder mehr. Damit ein Projekt die Chance hat, ausreichend Investoren von sich zu begeistern, bleibt es für etwa vier Wochen geschaltet, in denen die Anleger die Summe ihrer Wahl beitragen können.

Ist die anvisierte Summe erreicht, wird das Darlehen ausbezahlt. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt wie beim normalen Ratenkredit in monatlich gleichbleibend hohen Beträgen, die der Kreditnehmer an die Partnerbank der Börse überweist. Diese teilt die Raten dann anteilig unter den Investoren auf. Privatkredite ohne Schufa müssen nicht zusätzlich besichert werden. Eine Bürgschaft oder ein hinterlegter Kfz-Schein können die Bonitätsbewertung des Projektstarters allerdings verbessern und das Vertrauen der Anleger in seiner Seriösität stärken.

Gängige Zinsen und Ausschlusskriterien

Auch bei P2P-Krediten orientiert sich die Zinshöhe an der Bonität des Kreditnehmers. Wer den Anlegern weniger Sicherheit, beispielsweise in Form eines guten Einkommens oder einer guten Schufa-Bewertung bieten kann, muss für seinen Wunschkredit verhältnismäßig hohe Gebühren bezahlen. Dabei kann der effektive Jahreszins durchaus an der 10 %-Marke kratzen. Für Bewerber mit guter Bonität sind jedoch auch weitaus günstigere Zinssätze drin. Die Schufadaten des jeweiligen Bewerbers werden also durchaus abgefragt. Allerdings spielen sie, anders als bei klassischen Bankdarlehen, nicht die ausschlaggebende Rolle.

Der Bewerber muss lediglich einer Veröffentlichung seiner Bewertung zustimmen, sodass die Anleger selbst entscheiden können, ob sie das Risiko einer Investition auf sich nehmen wollen. Privatkredite ohne Schufa sind daher nicht gänzlich Schufa-frei, sondern werden lediglich trotz negativem Schufaeintrag vergeben. Vorausgesetzt, es handelt sich nicht um ein hartes Negativmerkmal. Wer bereits einen Verbraucherinsolvenzantrag stellen musste oder Vollstreckungsbescheide kassiert hat, wird auch an der Kreditbörse abgewiesen. Die finale Entscheidung über Vergabe oder Ablehnung des Kredits trifft nämlich die Partnerbank des Onlinevermittlers.

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