Ratenkreditrechner

Geld sparen: Rechner für den Ratenkredit

Verbraucher mit Finanzierungsbedarf sollten stets einen Ratenkreditrechner nutzen, bevor sie ein Darlehen abschließen. Viele gehen den bequemen Weg und wenden sich ausschließlich an die Hausbank, das kommt ihnen aber meist teuer zu stehen. Oftmals finden sich bei anderen Instituten wesentlich günstigere Angebote.

Kreditvergleich: wenig Aufwand, hohes Einsparpotenzial

Ratenkredite

Ratenkredite lassen sich einfach vergleichen, da die Kosten allein vom Zinssatz abhängen. Früher erhoben viele Banken zusätzlich eine Abschlussgebühr, diese haben sie aber mittlerweile abgeschafft. Deshalb sind die nominalen Zinssätze und die effektiven Zinsen, welche die tatsächlich anfallenden Kreditkosten darstellen, inzwischen fast identisch. Anders verhält es sich bei Privatkrediten über Kreditplattformen sowie Darlehen von Kreditvermittlern: Diese Dienstleister verlangen Gebühren, sodass der Effektivzins meist deutlich über dem Nominalzinssatz liegt.

Mithilfe eines Ratenkreditrechners nimmt ein Zinsvergleich für Bankkredite nur wenig Zeit in Anspruch. Im ersten Schritt müssen Verbraucher ein Vergleichsportal finden, das möglichst viele attraktive Anbieter listet. Anschließend geben sie die drei relevanten Eckdaten ein: Kreditsumme, Laufzeit und Verwendungszweck. Da Banken zum Beispiel für einen Kfz-Kredit bessere Konditionen als bei einem Ratendarlehen zur freien Verwendung offerieren, sollten Nutzer auch den dritten Punkt ernst nehmen. Danach zeigen Kreditrechner die aktuellen Zinssätze verschiedener Banken an und berechnen die monatlichen Raten.

Verbraucher sollten berücksichtigen, dass zwei Arten an Ratenkrediten existieren: Zum einen bieten Banken Darlehen mit einem Zinssatz für alle an. Bestehen Interessierte die Bonitätsprüfung, können sie zu dem angegebenen Pauschalzinssatz finanzieren. Zum anderen setzen viele Institute auf bonitätsabhängige Zinssätze. Wer eine gute Bonität aufweist, erhält günstige Zinsen. Bei einem schlechteren Einkommen verlangt die Bank einen höheren Zinssatz. Bei diesen Angeboten veröffentlichen Ratenkreditrechner Zinsspannen, die über den niedrigsten Zinssatz und den höchsten Zinssatz informieren. Zudem treffen Verbraucher auf ein Zins-Beispiel, für das es eine klare Regelung gibt: Mindestens 2/3 der Kunden müssen zu diesem Beispiel-Zinssatz oder günstiger finanzieren können. Diese Regelung sorgt für Transparenz. User können damit gut einschätzen, ob die Bank grundsätzlich mit preiswerten Konditionen überzeugt. Um den genauen individuellen Zinssatz zu erfahren, müssen sie jedoch eine konkrete Kreditanfrage stellen. Bestenfalls fragen sie zwei oder drei gut platzierte Institute an, um die Angebote gründlich vergleichen und das Einsparpotenzial optimal ausschöpfen zu können.

Auf flexible Rückzahlung achten

In der Tilgungsphase kann es vorkommen, dass sich Kreditnehmern überraschend finanzielle Möglichkeiten eröffnen. Vielleicht verbuchen sie eine Gehaltserhöhung, sie erben oder sie haben aufgrund einer Kostensenkung mehr Geld zur Verfügung. In allen diesen Fällen erweist es sich als wichtig, dass Verbraucher ihre Schulden schneller als ursprünglich geplant reduzieren können. Damit können sie die Zinskosten massiv reduzieren. Deshalb sollten Verbraucher beim Ratenkreditrechner nicht nur auf den Zinssatz schauen, sondern auch die Details nachlesen.

Erstens geht es um die Kosten für eine vorzeitige Kündigung. Dieses Recht steht allen Verbrauchern zu, die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Der Gesetzgeber hat auch Höchstgrenzen für die Kündigungsgebühr, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, festgelegt: Sie beträgt 1 % der Restschuld, bei einer verbleibenden Laufzeit von weniger als 12 Monaten nur 0,5 %. Top-Banken unterschreiten diese Höchstgebühren oder verzichten sogar auf Gebühren. Zweitens verdienen mögliche Sondertilgungen Beachtung. Hier gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, Banken müssen diese Option nicht gewähren. Die besten Institute erlauben sie ein oder zwei Mal im Jahr in ansprechender Höhe und kostenlos.

Restschuldversicherung meist unnötig

Einige Banken vertreiben Ratenkredite mit einer optionalen Restschuldversicherung. Der Versicherungsschutz greift meist, wenn Kreditnehmer ihre Arbeitsstelle verlieren, ihre Arbeitsfähigkeit verlieren oder sterben. Das hört sich nach einem sinnvollen Schutz an, Verbraucherschützer raten von diesen Policen insbesondere bei überschaubaren Kreditsummen aber ab. Die Kosten liegen hoch und verteuern ein Darlehen erheblich. Oftmals ist diese Versicherung auch weitgehend überflüssig, weil Verbraucher beispielsweise bereits Risikolebensversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen besitzen. Bei geringen Darlehensbeträgen können Verbraucher die Raten auch häufig stemmen, obwohl sie zum Beispiel arbeitslos werden.

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