Rückzahlung Darlehen

Rückzahlung Darlehen

Rückzahlung von Darlehen - aber richtig Für die Rückzahlung von Darlehen gibt es nur wenige Punkte, die man beachten muss. Eigentlich handelt es sich dabei lediglich um die Verpflichtung zur pünktlichen Rückzahlung gemäß Darlehensvertrag sowie um die Zahlung von Zinsen, die nach dem abgelaufenen Jahr der Entstehung zu zahlen sind, sofern der Darlehensvertrag nichts anderes vorsieht.

Kredit

Die Pflichten aus einem Darlehensvertrag ergeben sich aus § 488 BGB. Hier sind in drei wesentlichen Abschnitten die Pflichten des Darlehensgebers sowie des Darlehensnehmers aus Sicht des Gesetzgebers dargelegt.

Regelungen im Darlehensvertrag

Weitere Regelungen können natürlich im Darlehensvertrag getroffen werden. Beide Vertragsparteien können sich hier auf weitere Modalitäten einigen. Dazu zählen insbesondere Auszahlungstermin, Zahlpausen oder die Möglichkeit zur Sondertilgung oder früheren Rückzahlung des Darlehens. In den beiden letzten Fällen werden üblicherweise Entschädigungen für entgangene Zinsen verlangt, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Diese ist in solchen Fällen üblich. In vielen neueren Verträgen wird die Möglichkeit zu einer Sondertilgung ohne Gebühr vorgesehen. Eine kostenfreie frühere Ablösung des Darlehens ist ebenfalls nur mit einer Vereinbarung im Darlehensvertrag möglich. Häufig werden beide Möglichkeiten als Werbeargument der Banken benutzt, da es den Komfort für den Kreditnehmer erhöht.

Vorzeitige Kündigung

Verletzt ein Kreditnehmer die Auflagen aus dem Darlehensvertrag, kann der Kredit vom Kreditgeber - der in den meisten Fällen eine Bank oder Sparkasse ist - gekündigt werden. Diese Kündigung erfolgt üblicherweise fristlos. Der häufigste Grund hierfür ist die nicht fristgemäße Rückzahlung des Darlehensbetrags, der Zinsen oder der vereinbarten Raten. In einem solchen Fall kann der Kreditgeber das Geld vom Kreditnehmer sofort und ohne Abzug zurück verlangen. Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen und es sollte eine angemessene Frist zur Rückführung des Betrages genannt werden. Regelmäßig setzen Gerichte diese Frist mit mindestens 7 Tagen nach Zugang der Kündigung fest. Danach kann der Kreditnehmer in Verzug gesetzt werden, und das Mahnverfahren kann eingeleitet werden.

In einem solchen Fall erheben die Banken eine Gebühr, welche für die entgangenen Zinsen entschädigen soll. Diese Gebühr wird nach der gleichen Formel berechnet wie die Vorfälligkeitsentschädigung.

Die Rückzahlung von Darlehen sollte also immer pünktlich und gewissenhaft erfolgen. Damit dies auch gelingt, kann bereits vor der Aufnahme des Kredits ein genauer Vergleich von Konditionen und genaues Berechnen der möglichen Rückzahlungssumme hilfreich sein. Die Laufzeit eines Kredits sollte immer genau berechnet werden, eine zu lange Laufzeit bringt zwar einen niedrigeren effektiven Jahreszins, kostet aber im Endeffekt sehr viel Geld. Eine zu kurze Laufzeit kann bewirken, dass die Raten für eine pünktliche und regelmäßige Rückzahlung zu hoch sind, und das Kreditprojekt letztlich scheitert.

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