Schufa Basisscore

Bonitätsprüfung: Schufa-Basisscore wichtig

Der Schufa Basisscore nimmt bei Bonitätsprüfungen eine bedeutende Rolle an. Er gibt Unternehmen an, mit welcher statistischen Wahrscheinlichkeit Kunden Rechnungen oder Raten bezahlen. Viele Firmen greifen auf diesen Wert zurück, als Ergänzung zur gewöhnlichen Schufa-Auskunft. Bei der normalen Schufa-Auskunft teilt der Dienstleister ausschließlich mit, ob in der jüngeren Vergangenheit Zahlungsverfehlungen vorlagen und ob Kreditverträge laufen.

Schufa Basisscore: Wie er sich errechnet

Schufa

Die Schufa Basisscore Tabelle basiert auf einem komplexen Berechnungsverfahren, in den zahlreiche Faktoren einfließen. Daraus ergibt sich ein Wert zwischen 0 und 100 %. Dieser sagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit Kunden Zahlungsverpflichtungen leisten können. Als Faktoren dienen unter anderem Kreditaktivitäten aller Art, Zahlungsstörungen und die Wohnadresse. Hierbei zieht die Schufa auch bloße Kreditanfragen heran. Bei einer Vielzahl von Anfragen geht sie davon aus, dass Kunden über eine schlechte Bonität verfügen. Hinsichtlich der Wohnadresse kann sich negativ auswirken, wenn Verbraucher in einem sozial problematischen Stadtteil wohnen oder überdurchschnittlich oft umziehen. Diese Beispiele machen deutlich, warum viele Verbraucherschützer den Schufa Basisscore kritisieren. Einige Faktoren lassen nicht unbedingt auf die Kreditwürdigkeit schließen, entsprechend können die Schufa-Werte zu einer fehlerhaften Einschätzung führen.

Ebenfalls wissenswert: Die Schufa berechnet die Basisscores für unterschiedliche Bereiche. Dazu zählen Branchenscores für Banken sowie Telekommunikationsunternehmen. Das liegt an den differierenden Ansprüchen der Unternehmen. Eine kreditvergebende Bank stellt an die Bonität andere Ansprüche als ein Handyprovider oder ein Einzelhändler. Zudem errechnet die Schufa für Kleingewerbetreibende und Selbstständige extra Basisscores.

Selbstauskunft beantragen

Seit dem Jahr 2010 haben Verbraucher das Recht, ihren aktuellen Basisscore zu sehen. Dies erhöht die Transparenz, Verbraucher können die Auskünfte der Schufa nachvollziehen. Diese Abfrage kostet nichts, den entsprechenden Antrag finden Interessierte auf der Homepage der Schufa. Auf dem Mitteilungsblatt lesen sie nach, welche Basisscores und Branchenscores die Auskunftei momentan führt und welche Daten sie in der Dauer der letzten zwölf Monate übermittelt hat. Sollten Verbraucher fehlerhafte Berechnungsfaktoren entdecken, können sie das Löschen dieser Irrtümer beantragen. Dadurch verbessern sie ihre Werte. Da solche Fehler immer wieder auftreten, empfehlen sich die regelmäßige Selbstauskunft und das gründliche Überprüfen dringend.

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