Schulden machen

Was machen bei Schulden?

Schulden zu machen, ist im Wirtschaftsleben ein völlig normaler Vorgang. Unternehmen sind zu großen Teilen mit Fremdkapital finanziert. Privatleute, die sich bislang in soliden finanziellen Verhältnissen glaubten, haben aber oft ein Problem, wenn sie einen Kredit aufnehmen wollen oder müssen. Dabei sind Darlehensverbindlichkeiten keineswegs ehrenrührig und auch kein Weg in die Schuldenfalle, immer vorausgesetzt, dass die Kreditaufnahme verantwortungsbewusst erfolgt und eine solide Planung zugrunde liegt.

Fall 1: Überraschende Ausgaben

Schuldnerberatung

Am besten ist es natürlich, für ungeplante Kosten ein wenig Geld beiseite zu legen. Auszubildende, Studenten, Berufseinsteiger und junge Familien haben aber (noch) nicht die Möglichkeit, große Rücklagen zu bilden. Es hat auch keinen Sinn, die Altersversorgung zu kündigen oder Wertpapiere zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen, wenn die Waschmaschine vorzeitig ihren Geist aufgibt. Für solche Fälle ist der Dispokredit die schnellste Lösung. Mit der Einrichtung eines Girokontos räumt die Bank im Allgemeinen die Möglichkeit ein, mit dem Konto auch ins Minus zu gehen. Bei regelmäßigem Geldeingang sind ein bis drei Monatsgehälter üblich. Konten für Studenten und Azubis haben meist niedrigere Limits, zum Beispiel 300 oder 500 Euro. Der Vorteil des Dispokredits ist seine flexible Nutzbarkeit. Das Geld steht als Barkredit am Geldautomaten zur Verfügung, kann aber auch per Überweisung ausgegeben werden. Lastschriften werden trotz fehlender Deckung des Kontos eingelöst, das spart teure Rückläufer und Mahnkosten. Die Kehrseite: Der Dispo ist teuer. Knapp 10 % Zinsen verlangen die Banken im Schnitt. Wer sein Konto bei einer Direktbank führt, kommt mit rund 6 bis 7 % etwas billiger weg. Dispo-Schulden sollten deshalb nur für kurze Zeit gemacht werden. Ist das Konto im Folgemonat nicht wieder ausgeglichen, ist ein Ratenkredit die bessere Lösung. Ein Vergleich der Konditionen der Hausbank mit anderen Angeboten über einschlägige Portale im Internet zeigt den Weg zum besten Preis.

Fall 2: Große Wünsche

Angesichts historisch niedriger Zinsen für Immobiliendarlehen steht der Wunsch nach den eigenen vier Wänden für viele Menschen jetzt im Vordergrund. Richtig berechnet ist die monatliche Belastung kaum höher als die aktuelle Miete. Am Beispiel des Eigenheims oder der Eigentumswohnung wird deutlich, dass Schulden machen ein ganz normaler Vorgang ist. Ein wenig anders ist die Situation bei Konsumausgaben. Hier gilt es abzuwägen, ob man mit der Erfüllung der Wünsche nicht lieber warten sollte, bis der Betrag zusammengespart ist. 0-%-Finanzierungen verleiten dazu, sich ein Großbild-TV zu kaufen, das man sich eigentlich nicht leisten kann. Bei Urlaubsreisen auf Pump steht den Schulden kein bleibender Wert gegenüber.

Umschulden schafft Übersicht

Was aber machen bei Schulden, die man bereits leichtfertig aufgehäuft hat? Um den Überblick zu behalten, ist die Umschuldung auf einen Ratenkredit die beste Lösung. Rechnen Sie alle Verpflichtungen zusammen, nehmen Sie über diese Summe einen günstigen Ratenkredit auf und zahlen Sie daraus die anderen Schulden zurück. Die Laufzeit des Ratenkredits legen sie so fest, dass die monatlichen Raten zum verfügbaren Einkommen passen und Sie auch in Monaten mit hohen anderen Ausgaben nicht überfordern.

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