Schweizer Franken Kredit

Finanzieren mit Darlehen in Schweizer Franken

Ein Fremdwährungsdarlehen, das als Schweizer Franken Kredit aufgenommen wird, verspricht zwei Vorteile gegenüber einem Kredit in Euro: Im Vergleich mit deutschen Anbietern bieten die Banken in der benachbarten Alpenrepublik sehr günstige Zinsen für Baugeld an. Zudem gilt der Schweizer Franken als stabile Währung ohne starke Kursschwankungen. Gerade bei einem Immobilienkauf oder der Umschuldung einer Hausfinanzierung lässt sich so viel Geld sparen. Doch das Risiko bei der Aufnahme eines Kredits in ausländischer Währung ist hoch.

Chancen und Risiken eines Fremdwährungsdarlehens

Kredit

Neben schwankenden Zinsen und unterschiedlich hohen Gebühren beeinflusst vor allem die Veränderung des Wechselkurses die Kreditkonditionen. Im besten Fall spart der Kreditnehmer viel Geld, im ungünstigen Fall wird der Kredit teurer als ein Darlehen in der eigenen Währung. Der Kreditnehmer hofft daher auf einen stabilen oder sinkenden Wert der Fremdwährung im Vergleich zur Heimatwährung. Konkret bedeutet das: Wenn der Eurokurs fällt oder der Wert des Franken steigt, vermehrt sich die Kreditschuld. Bei steigendem Euro und schwachem Franken sinkt sie. Für lange Zeit blieb der Wechselkurs vorteilhaft, weswegen vor der Finanzkrise ab 2007 zahlreiche Bauherren und Immobilienkäufer einen Schweizer Franken Kredit aufnahmen. Doch in der Krise sank der Euro bis auf ein Tief von 1,14 Schweizer Franken und trotz niedriger Effektivzinsen in der Schweiz verloren die Kreditnehmer viel Geld.

Eine weitere Unwägbarkeit bei einem Kredit in Schweizer Franken besteht darin, dass bei den Anbietern der Alpenrepublik eine Zinsfestschreibung meist nur über wenige Monate besteht. Zum Risiko der schwankenden Wechselkurse kommt noch das Risiko der Zinsschwankungen hinzu. Das bedeutet, Sie sparen Geld, wenn das Zinsniveau in der Schweiz sinkt, müssen aber bei steigendem Zins einen Verlust in Kauf nehmen. Bei einem Immobilienkredit in Deutschland können die Zinsen hingegen für zehn bis fünfzehn Jahre festgeschrieben werden.

Fazit: Vergleichen und das Risiko abwägen

Für Bauherren in Deutschland lohnt es sich, die Angebote der deutschen und schweizerischen Anbieter sorgfältig zu vergleichen. Prüfen sie genau, ob die mögliche Einsparung durch ein Fremdwährungsdarlehen das Risiko von Zins- und Wechselkursschwankungen aufwiegt. Auch bei sehr niedrigeren Effektivzinsen in der Schweiz und vorteilhaften Wechselkursen ist anzuraten, den Schritt zum Schweizer Franken Kredit nur mit genügend Sicherheiten und Eigenkapital zu wagen. Bei günstigen Wechselkursen sollten Kreditnehmer die Gewinne aufsparen. So können im Notfall ungünstige Entwicklungen von Zinsen und Währungskursen abgefangen werden.

Mehr zum Thema