Staatliche Schuldnerberatung

Kostenlose Hilfe bei hohen Schulden

Angesichts der stetig steigenden Anzahl von Haushalten, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten, bieten viele Städte und Gemeinden eine staatliche Schuldnerberatung für Betroffene an. Ziel der Beratung durch anerkannte Schuldnerberater ist es, die derzeitige Situation zu klären und beim Abbau der Schulden zu helfen. Für überschuldete Familien bietet die öffentliche Schuldnerberatung eine wirksame Hilfe, die zudem kostenlos durchgeführt wird. Allerdings ist es nicht einfach, einen Termin für ein erstes Gespräch zu bekommen. Es kann mehrere Wochen oder gar Monate dauern, bis ein Beratungstermin frei wird.

Die Aufgaben der staatlichen Schuldenberatung

Schuldnerberatung

Die staatliche Schuldnerberatung arbeitet in drei Schritten. Als erster Schritt wird mit den Betroffenen eine Aufstellung erstellt, aus der sich die aktuelle wirtschaftliche Lage ergibt. Einnahmen, Ausgaben und die Höhe der aufgelaufenen Verbindlichkeiten werden gegenübergestellt, sodass der Berater sich ein Bild davon machen kann, wie schlimm die Situation ist. Gemeinsam mit den Schuldnern erarbeitet die staatliche Schuldnerberatung einen Plan, wie sich die Kosten der Lebensführung reduzieren lassen. Der Umzug in eine preiswertere Wohnung, Tipps zum Sparen im Haushalt und die Festlegung eines wöchentlichen oder monatlichen Budgets für unumgängliche Ausgaben sind zu erwägen. Weiterhin wird darüber beraten, ob es möglich ist, die Einnahmen zu erhöhen. Durch die Annahme eines Zweitjobs oder die Arbeitsaufnahme des bisher nicht berufstätigen Ehepartners lässt sich mehr Geld in die Haushaltskasse bringen. Bei Betroffenen, die Hartz IV erhalten oder aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht arbeitsfähig sind, ist ein zusätzliches Einkommen nicht möglich.

Der nächste Schritt, denn die staatliche Schuldnerberatung unternimmt, ist die Sichtung der bestehenden Schulden. Dazu müssen die Schuldner alle Unterlagen über Kredite, Ratenverträge, Mahnungen und Konten bei der Bank vorlegen. Der Berater nimmt Kontakt mit den Gläubigern auf und versucht, eine Lösung zu erzielen. In vielen Fällen bietet er die Zahlung eines Teils der Verbindlichkeiten an, wenn der Gläubiger auf den Rest seiner Forderungen verzichtet. Diese Maßnahme ist häufig erfolgreich, weil der Gläubiger auf diese Weise wenigstens einen Teil seines Geldes erhält. Wenn der Schuldner in die Privatinsolvenz gehen muss, weil keine Einigung erzielt werden kann, ist der gesamte Schuldenbetrag verloren.

Der Weg in die Privatinsolvenz

Wenn der Schuldenberg so hoch ist, dass Verhandlungen mit Gläubigern daran scheitern, dass der Schuldner auch kleine Beträge nicht zahlen kann, bleibt nur der Weg in die Privatinsolvenz. Die staatliche Schuldnerberatung leitet das Verfahren ein und unterstützt den Ratsuchenden auf diesem Weg. Um schuldenfrei zu werden, muss der Schuldner sich sieben Jahre lang in finanziellen Fragen vorbildlich verhalten. Ihm steht während dieser Zeit nur der Mindestbetrag zu. Alle diesen Betrag übersteigenden Einnahmen müssen an die Gläubiger weitergeleitet werden. Neue Kredite oder Verbindlichkeiten dürfen auf keinen Fall aufgenommen werden. Nach sieben Jahren werden dem Schuldner alle Forderungen erlassen und er kann noch einmal von vorne anfangen.

Ein weiterer Arbeitsbereich der staatlichen Schuldnerberatung ist die Prävention. Damit nicht immer mehr Familien oder Einzelpersonen in die Schuldenfalle tappen, bieten die Mitarbeiter Kurse an, in denen der Umgang mit Geld erlernt werden kann. Sie geben Tipps, wie sich im Haushalt und in der Freizeit Geld sparen lässt. Außerdem helfen sie dabei, Budgets für die Haushaltsführung und andere Ausgaben zu erstellen. Dabei setzt der Betroffene Beträge fest, die er zum Beispiel für Lebensmittel ausgeben darf. Gezahlt wird dann nicht mehr mit Karte, sondern nur mit Bargeld, sodass die festgesetzten Summen nicht überschritten werden.

Kostenlose Hilfe durch die Schuldnerberatung

Eine der größten Kostenfallen ist das Internet. Mit Knopfdruck lassen sich viele Dinge einfach bestellen, sodass viele Menschen in die Schuldenfalle geraten. Auch in diesem Fall hilft die staatliche Schuldenberatung, damit niemand mehr Geld ausgibt, als ihm zur Verfügung steht. Der größte Vorteil der staatlichen Schuldenberatung liegt darin, dass ein anerkannter Schuldenberater eine seriöse, unabhängige Beratung anbietet, die den Nutzer nichts kostet.

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