Stiftung Warentest Privatkredite

Kredit von Privat im Test

Nicht nur für Selbständige, die bei Banken nur schwer Darlehen bekommen, empfiehlt die Stiftung Warentest Privatkredite als Alternative. Portale, die im Internet für Kreditsuchende Geld von privaten Geldgebern vermitteln, sind auch für Menschen mit einer weniger guten Bonität eine Möglichkeit, an Geld zu kommen. Die Berliner Warentester weisen darauf hin, dass hier ein Darlehen für diese Zielgruppen sogar billiger sein kann als bei Banken oder Sparkassen. Im Gegenzug könnten Geldgeber, die risikofreudig sind, mit guten Renditen rechnen.

Kredite von Privat aus dem Internet

Kredit von Privat

Mehrmals untersuchte die Stiftung Warentest Privatkredite, die über das Internet zustande kommen. Die Portale, von denen es in Deutschland mehrere gibt, funktionieren laut Stiftung Warentest nach dem gleichen Prinzip. Sie bringen Menschen, die Geld leihen beziehungsweise gut anlegen wollen, mit anderen Menschen zusammen, die ein Darlehen für eine außergewöhnliche Idee, die Finanzierung eines Startups oder für andere Zwecke suchen. Für beide Seiten fungieren die Anbieter als Vermittler im Netz. Mit einer oder mehreren Partnerbanken sorgen sie dafür, dass der Kreditnehmer das von ihm benötigte Geld bekommt. Im Gegenzug geht die zurückgezahlte Summe inklusive Zinsen an den Geldgeber.

Vorteile für beide Seiten

Ein Kreditnehmer kann die Bedingungen, zu welchen er das Geld leihen will, weitestgehend selbst bestimmen. Er handelt neben der Kreditsumme auch die Höhe der Zinsen, die Laufzeit des Darlehens sowie die von ihm gewährten Sicherheiten aus. Häufig hat er mit seinem Darlehenswunsch auf diese Weise auch dann Erfolg, wenn sich herkömmliche Kreditinstitute weigern, weil ihnen das jeweilige Vorhaben nicht sicher genug ist oder sie die Zahlungsfähigkeit des Kunden nicht überzeugt. Aber es geht auch ohne Bank. Eine Absage ist also nicht das Ende der Suche nach Geld.

Für den Anleger lohnt sich das Geschäft ebenfalls. Auch er braucht keine Banken oder Sparkassen, um sein Geld mit Gewinn anzulegen. Sind die Zinsen für Geldanlagen niedrig, ist ein Geldverleih an private Personen oft lohnenswert. Außerdem erfüllt ein privater Geldverleiher einen guten Zweck. Er kann bei Projekten helfen, die er unterstützenswert findet. Weil sich immer mehrere Anleger an einem Vorhaben beteiligen, sind auch schon Investitionen kleiner Summen möglich. Übrigens gehen beide Seiten auch ein Risiko ein. Für den Kreditnehmer ist es nicht sicher, ob er das benötigte Geld zusammenbekommt. Für den Anleger besteht die Gefahr, dass er das geliehene Geld nicht mehr wiedersieht.

Auf Sicherheit setzen

Um für beide Seiten Sicherheit zu schaffen, empfiehlt die Stiftung Warentest, Privatkredite wie ganz normale Darlehen zu behandeln. Anleger sollten sich das Projekt, in das sie Geld stecken, gut anschauen und dabei auch die Zahlungsfähigkeit des Kreditnehmers unter die Lupe nehmen. Dieser muss ohnehin auf der Plattform detaillierte Informationen über seine Person geben. Selbst eine Auskunft der Schufa wird verlangt, bevor eine Privatperson über ein der Webseiten Geld aufnehmen darf. Schlecht sind die Erfahrungen der Plattformbetreiber mit den privaten Kreditnehmern nicht. Nach ihren Angaben sind die Ausfälle bei den Krediten gering. Insgesamt sollen die Verluste durch nicht zurückgezahltes Geld nicht höher liegen als bei den Kreditinstituten.

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