Studenten Darlehen Zinslos

Staatlicher Studiumskredit ohne Zins

Ein Studenten-Darlehen, das zinslos ist: Gibt es das? Die Frage lässt sich zum Glück positiv beantworten. Der Staat finanziert mit dem BAföG das Studium aller junger Menschen, die es sich ansonsten nicht leisten könnten. Nicht jeder erhält diese Unterstützung, das Studentenwerk als zuständige Einrichtung prüft die Bedürftigkeit. Als Alternative existiert der Studienkredit der öffentlich-rechtlichen KfW-Bank.

Dieses Studenten-Darlehen ist nicht zinslos, aber kostengünstig.

Das BAföG als Förderinstrument

Kredit

Das BAföG existiert seit mehr als vier Jahrzehnten und hat sich als staatliche Förderung für viele Studierende bewährt. Anspruch haben alle Studierende, welche ihre Bedürftigkeit nachweisen können. Bedürftigkeit heißt in diesem Zusammenhang nicht, dass sie aus armen Familien stammen müssen. Auch Studenten aus Mittelstands-Familien können auf Unterstützung hoffen. Im Antrag müssen Studierende Einkommen aus Nebenjobs angeben sowie ihr Vermögen auflisten. Zudem reichen sie Einkommensnachweise ihrer Eltern ein. An diesen drei Aspekten entscheidet sich, ob der Staat BAföG gewährt. Er hat hierfür jeweils Freibeträge bestimmt. Liegt zum Beispiel das Einkommen der Eltern höher als der aktuelle Wert, führt das nicht automatisch zu einer Ablehnung. Das Studentenwerk rechnet den Überschuss an, sodass sich der BAföG-Satz entsprechend reduziert. Nur wenn die Eltern deutlich über der Grenze verdienen, haben Antragsteller keine Chance auf die Förderung.

Der große Vorteil des BAföGs sind die Konditionen. Eine Hälfte des Gelds gewährt der Staat als Zuschuss, Studenten müssen ihn nicht zurückzahlen. Bei der anderen Hälfte handelt es sich um ein Studenten-Darlehen, das zinslos ist. Die Tilgung beginnt nach dem Studium und streckt sich über viele Jahre. Wer ein zu geringes Einkommen aufweist, kann einen Antrag auf Stundung stellen. Zu Beginn der Tilgungsphase gibt es die Möglichkeit, einen größeren Teil des Darlehens oder das komplette Darlehen vorzeitig zu tilgen. In diesem Fall profitieren die Kreditnehmer von einem Rabatt.

Der KfW-Studienkredit als weitere Option

Einen KfW-Studienkredit können Studenten alternativ oder ergänzend zum BAföG vereinbaren. Dieses Studenten-Darlehen ist nicht zinslos, Studierende müssen es auch komplett tilgen. Die Verschuldung hält sich aber in Grenzen, da die KfW deutlich geringere Zinsen als bei Bankkrediten fordert. Auch im Vergleich zum BAföG existiert ein wichtiger Pluspunkt: Die KfW vergibt diese Kredite einkommensunabhängig. Sie zieht weder die Einkünfte der Studierenden noch der Eltern heran. Die Flexibilität bei der Auszahlung spricht ebenfalls für dieses Angebot. Antragssteller können sich für eine monatliche Unterstützung zwischen 100 und 650 Euro entscheiden. Diese Summe lässt sich zwei Mal im Jahr ändern. Bei finanziellem Mehrbedarf können Studenten die Auszahlung zeitnah erhöhen. Haben sie dagegen genügend Geld, können sie den Betrag senken und damit weniger Schulden anhäufen. Diese Änderungen sind jeweils kostenlos.

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