Umschuldungen Bestehender Darlehen

Mit Umschuldungen sparen

Umschuldungen bestehender Darlehen zahlen sich vielfach aus, insbesondere wenn seit dem Kreditabschluss das Zinsniveau insgesamt gesunken ist. Vielleicht ergibt sich aber auch bei einem gleichgebliebenen Niveau ein attraktiveres Angebot, auch dann sollten Verbraucher in vielen Fällen umschulden. Das Einsparpotenzial, das gilt vor allem bei hohen Restschulden von Beträgen wie 25000 Euro, ist hoch. Aber auch bei kleinen Darlehen über 3500 Euro oder eine andere überschaubare Summe kann es sich empfehlen, den geringen Aufwand für eine Umschuldung auf sich zu nehmen.

Wann sich das Umschulden lohnt

Kredit

Grundsätzlich gilt: Umschuldungen bestehender Darlehen sollten Verbraucher immer dann realisieren, wenn sich in der Gesamtrechnung ein ansprechender finanzieller Vorteil ergibt. Bei einer Einsparung von 10 Euro überlegen sich Kreditnehmer selbstverständlich genau, ob Ersparnis und Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Bei einem hohen zweitstelligen oder dreistelligen Betrag spricht dagegen viel für die zeitliche Investition ins Umschulden.

Beim Berechnen interessieren zwei Faktoren: Erstens verdient der Zinsvorteil aus einer Umschuldung Beachtung, der lässt sich zum Beispiel mit einem Kreditrechner ermitteln. Zweitens sollten Verbraucher fragen, ob sie beim alten Kreditgeber für eine vorzeitige Kündigung Gebühren zahlen müssen. Diese müssen sie von dem finanziellen Vorteil abziehen. Die möglichen Kosten unterscheiden sich zwischen den Banken und den unterschiedlichen Kreditarten. Bei gewöhnlichen Ratenkrediten für einen Autokauf oder anderes hat der Gesetzgeber für die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung Höchstgrenzen festgelegt. Sie beträgt 1 % der Restschuld, bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr 0,5 %. Viele Banken verlangen weniger oder gar nichts.

Bei Baufinanzierungen existieren andere Rahmenbedingungen. Eine Kündigung innerhalb der Zinsbindungsfrist ist grundsätzlich nicht möglich. Stimmt eine Bank dennoch zu, kann sie eine in der Regel hohe Vorfälligkeitsentschädigung fordern. Anders sieht es bei einer Zeitspanne von mindestens zehn Jahren nach der Auszahlung des Darlehens aus: Kunden dürfen auch ohne die Zustimmung des Kreditgebers kündigen und müssen keine Entschädigung zahlen, auch wenn sie sich für eine längere Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren entschieden haben. Sie müssen aber eine Kündigungsfrist von sechs Monaten einhalten. Einen Spezialfall bilden Bauspardarlehen, die Kreditnehmer jederzeit kostenlos komplett tilgen können.

Eine attraktive Alternative finden

Vor Umschuldungen bestehender Darlehen müssen Verbraucher Angebote aufspüren, mit denen sie tatsächlich Geld sparen können. Dafür empfiehlt sich ein umfassender Kreditvergleich, der möglichst viele Finanzierungen einbezieht. Zwei Arten von Krediten sind zu unterscheiden: Bei den einen Banken müssen Verbraucher nur die Bonitätsprüfung bestehen, bei einer positiven Entscheidung erhalten sämtliche Kunden den gleichen Zinssatz. Andere Institute offerieren bonitätsabhängige Konditionen, Interessierte erfahren den persönlichen Zinssatz erst nach einer konkreten Anfrage. Verbraucher mit einem sicheren und hohen Einkommen können innerhalb der veröffentlichten Zinsspanne mit niedrigen Zinsen rechnen, andere müssen höhere Zinssätze stemmen.

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