Verschuldung

Wo gibt es Hilfe bei Verschuldung?

Die Verschuldung von Privatverbrauchern ist kein seltenes Problem. Nicht nur Investitionen in ein Eigenheim oder der Kauf eines Autos führen dazu, dass ein Verbraucher sich verschuldet. Auch Ratenkäufe, teure Handyverträge und viele andere finanzielle Ausgaben führen dazu, dass Betroffene Schulden machen. Solange die Schulden noch abgezahlt werden können, ist das auch nicht weiter schlimm. Problematisch wird es erst dann, wenn aus der Verschuldung eine Überschuldung wird.

Das bedeutet, dass die Raten für die Rückzahlung eines Kredits oder Ratenkaufs nicht mehr bezahlt werden können. In diesem Fall sollte sich der Schuldner so schnell wie möglich an eine Stelle für Schuldnerberatung wenden, die ihm in seiner schwierigen Lage hilft.

Bei zu hohen Schulden Unterstützung suchen

Schuldnerberatung

Die Gründe, weswegen die Kredite oder Ratenkäufe nicht zurückgezahlt werden können, sind ganz unterschiedlich. Manchmal ist es eine plötzliche Arbeitslosigkeit, die dazu führt, dass nicht genügend Geld in die Haushaltskasse fließt. Krankheit mit einer daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit kann auch zu einer zu hohen Verschuldung führen. Oft hat sich der Schuldner einfach nur übernommen und mehr Geld ausgegeben, als er sich leisten kann. Manche Betroffene versuchen durch die Aufnahme eines Kredits, die Forderungen der anderen Gläubiger zu befriedigen. Das bedeutet jedoch neue Löcher aufzureißen, um alte zu stopfen. Der Weg in eine ausweglose Situation ist auf diese Weise vorprogrammiert.

Sich selbst aus dieser Situation zu befreien, ist kaum möglich. Ohne professionelle Unterstützung gelingt es in der Regel nicht. Schuldnerberatungsstellen bieten eine seriöse und diskrete Hilfe in allen Fällen an, in denen Betroffene mit zu hohen Schulden kämpfen. Die Beratung ist in den meisten Fällen kostenlos oder wird bei zu niedrigem oder gar keinem Einkommen durch die Gemeinde finanziert. Allerdings können bis zum ersten Beratungstermin einige Wochen vergehen, da die Beratungsstellen großen Zulauf haben.

Die Arbeit der Schuldnerberatungsstelle

Zum Termin bringt der Schuldner alle Unterlagen mit, die seine finanzielle Situation betreffen. Gehaltsabrechnungen oder Hartz 4 Bescheide, Belege über Ausgaben wie Mieten und Versicherungen gehören dazu. Vor allem aber braucht der Berater alle Unterlagen über Kredite, Ratenzahlungen, Mahnungen durch Inkasso und Pfändungsbescheide. Nur so kann er errechnen, wie hoch die Verschuldung des Ratsuchenden tatsächlich ist. Gemeinsam mit dem Betroffenen wird beraten, wie dieser seine Schulden loswerden kann. Je nach Einkommenssituation kann eine außergerichtliche Schuldensanierung angestrebt werden. Dafür wird mit den Gläubigern über Ratenzahlungen verhandelt. Ist überhaupt kein Geld zur Abdeckung der Forderungen vorhanden, bleibt dem Schuldner nur der Weg in die Verbraucherinsolvenz. Auch hierbei wird er von den Beratern der Schuldnerberatungsstelle unterstützt.

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