Bildungskredit Ausbildung

Bildungskredite für Studenten finden

Einen Bildungskredit für die Ausbildung bekommen volljährige Auszubildende und Schüler oder Studenten auf verschiedenen Wegen. Auszubildende und Studierende können staatliche Förderungen oder Bankkredite erhalten. Zur Finanzierung des Lebensunterhalts kann unter bestimmten Bedingungen BAföG als staatliche Leistung, kombiniert mit einem rückzahlbaren Förderdarlehen, in Anspruch genommen werden. Banken und Sparkassen gewähren jungen Leuten gern ein Darlehen, da diese nach dem erfolgreichen Berufs- oder Studienabschluss zu einer lukrativen, gut verdienenden Kundengruppe gehören. Der eigentliche Bildungskredit wird jedoch von der staatlichen Förderbank KfW bereitgestellt.

Das Bildungsdarlehen kann zusätzlich zum BAföG gewährt werden.

Wie funktionieren die Bildungskredite der KfW?

Studium & Ausbildung finanzieren

Der Bund stellt jedes Jahr eine bestimmte Fördersumme für den Bildungskredit bereit und legt die Förderbestimmungen fest. Die KfW-Bank schließt den Kreditvertrag mit den feststehenden, zweimal im Jahr aktualisierten, Konditionen ab und zahlt den Bildungskredit aus. Der Auszubildende muss den Antrag über das Bundesverwaltungsamt stellen, das auch über die Bewilligung des Kreditantrags entscheidet. Sollte ein Kreditnehmer nicht in der Lage sein, das Darlehen zurückzuzahlen, garantiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Rückzahlung. Das Bundesverwaltungsamt versucht später, den rückständigen Tilgungsbeitrag beim ehemaligen Darlehensnehmer einzuziehen. Eine Antragstellung per Internet ist zu empfehlen. Da es sich um ein jährlich begrenztes Budget handelt, können Studierende oder Auszubildende einen Anspruch auf den Bildungskredit nicht einklagen.

Im Vergleich zu Krediten von Geschäftsbanken ist keine Bonitätsüberprüfung der Person erforderlich. Vorteilhaft ist ebenso, dass die Darlehensgewährung nicht vom Einkommen und Vermögen der Eltern oder des Ehegatten des Antragstellers abhängt. Die monatlichen Auszahlraten liegen bei 100, 200 oder 300 Euro im Monat. Die Kreditsummen belaufen sich auf 1.000 bis 7.200 Euro insgesamt, daraus ergibt sich eine maximale Förderdauer von 24 Monaten. Für größere Anschaffungen ist auch eine Einmalauszahlung von 3.600 Euro möglich, diese wird als Abschlagszahlung auf die Gesamtkreditsumme bewilligt.

Wer erhält einen Bildungskredit?

Der Bildungskredit soll die Ausbildung absichern und beschleunigen. Die Antragsteller dürfen nicht älter als 36 Jahre und nicht jünger als 18 Jahre sein. Grundsätzlich kann jeder Student ein Bildungsdarlehen beantragen, mit Ausnahme von Studierenden, die sich im Grundstudium, am Anfang ihrer Ausbildung, befinden. Auch Zusatz-, Aufbau- und Ergänzungsstudiengänge sind förderfähig. Maximal werden die Mittel bis zum Abschluss des 12. Studiensemesters gewährt. Ähnlich verhält es sich mit einem Bildungskredit für die Ausbildung. Die Schüler müssen entweder bereits eine Berufsausbildung absolviert haben oder sich in den beiden letzten Jahren einer Ausbildung befinden, die zu einem Berufsabschluss führt. Voraussetzung ist eine Ausbildung mit berufsqualifizierendem Abschluss an Fachoberschulen, Berufsschulen sowie Fachhochschulen, allgemeinbildende Abschlüsse werden nicht gefördert.

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