Finanzamt Schulden

Steuerschulden: Was zu tun ist

Finanzamt Schulden können Betroffene in arge Bedrängnis bringen: Dabei spielt keine Rolle, ob sie die Zahlung einer festgesetzten Vorauszahlung oder einer Steuernachforderung versäumt haben. Finanzbehörden versenden eine Mahnung und schreiten kurz danach zum Einzug des Gelds, sie brauchen dafür keinen gerichtlichen Beschluss. Für Schuldner bedeutet das die zeitnahe Pfändung der Konten und von Vermögenswerten.

Unangenehme Folgen mindern: Stundung beantragen

Schuldnerberatung

Diesen massiven Eingriff in die privaten oder gewerblichen Finanzen sollten Betroffene unbedingt meiden. Das Finanzamt kann umfänglich Vermögenswerte einziehen, dazu zählen auch elektronische Unterhaltungsmedien oder ein Auto. Die zwischenzeitlich gesperrten Konten können Schuldner nach einem entsprechenden Antrag zwar wieder nutzen, sie dürfen aber nur bis zur Pfändungsgrenze über das Geld verfügen. Zudem erhöhen sich die Steuerschulden im Laufe der Zeit. Das Finanzamt setzt einen Zinssatz von 1 % pro Monat an, also 12 % pro Jahr. Das liegt weit über dem Marktniveau. Nach einem Jahr steigt eine Steuerschuld von 5.000 Euro somit auf 6.100 Euro, das verschlimmert die persönlichen Geldsorgen noch.

Mit einem engagierten Tun können Betroffene diesen Verfahrensablauf verhindern. Sie können einen Antrag auf Stundung stellen. Bei einem positiven Bescheid legt das Finanzamt eine Ratenzahlung zu bestimmten Fälligkeitsdaten fest, diese Fristen sollten Säumige dann einhalten. Die Rückzahlung der Finanzamt Schulden streckt die Behörde aber nur, wenn eine sogenannte erhebliche Härte vorliegt. Schuldner müssen nachweisen, dass ihnen die Bezahlung der Steuerschuld nicht auf Anhieb möglich ist. Bestenfalls belegen sie schlüssig, dass die Begleichung in eine Privat- oder Unternehmensinsolvenz führen könnte. Die Entscheidung liegt jeweils im Ermessen der Behörde. Erfahrungsgemäß empfiehlt es sich deshalb, den persönlichen Kontakt zum zuständigen Finanzbeamten zu suchen.

Ein positiv beschiedener Stundungsantrag verschafft Steuerschuldnern Luft. Kostenlos ist die Ratenzahlung aber nicht. Pro Monat fallen Zinsen in Höhe von 0,5 % an, das summiert sich auf immerhin 6 % im Jahr. Für einen Online Kredit verlangen empfehlenswerte Banken oftmals weniger. Im günstigsten Fall stellen diese Zinsen nur ein Ärgernis dar. Im schlechtesten Fall können Schuldner die Schulden mitsamt den Zinsen nicht tilgen. Betroffene können es dann mit einem Antrag auf Erlass der Finanzamt Schulden versuchen. Finanzbeamten stimmen einem Vergleich über Reduzierung der Schulden oder dem vollständigen Erlass aber nur in Ausnahmefällen zu. Das trifft zum Beispiel zu, wenn die Steuerschulden ein Unternehmen in die Insolvenz führen könnten und deshalb Arbeitnehmer ihren Job verlieren würden.

Steuern dank Kredit sofort zurückzahlen

Vielfach erweist es sich als besser, die Finanzamt Schulden mithilfe eines Kredits sofort zu bezahlen. Am besten warten Schuldner nicht die Mahnung von Finanzbehörden ab, sondern bezahlen schon die fällige Forderung. Eine Darlehensfinanzierung empfiehlt sich insbesondere dann, wenn ein Finanzamt einen Antrag auf Stundung mit hoher Wahrscheinlichkeit ablehnt oder bereits abgelehnt hat. Doch auch bei einem voraussichtlich positiven Bescheid können die Kosten für einen Kredit sprechen: Verlangen die Banken dafür weniger als die Stundungszinsen in Höhe von 6 % im Jahr, sparen die Schuldner. Zudem lassen sich Bankkredite meist flexibler zurückzahlen.

Wer eine Kreditfinanzierung vorzieht, sollte im ersten Schritt einen Vergleich möglichst vieler Bankangebote durchführen. Das lässt sich am leichtesten auf einem Vergleichsportal bewerkstelligen. Auf einem solchen Portal erhalten User nach der Eingabe relevanter Daten wie Summe und Laufzeit eine Übersicht der Zinsen angezeigt. In der Regel steht hinter jedem Institut eine Zinsspanne, die konkreten Kosten hängen von der persönlichen Bonität ab. Deswegen sollten Interessierte im zweiten Schritt bei grundsätzlich attraktiven Banken eine konkrete Kreditanfrage stellen. Die Antworten sollten sie schließlich vergleichen und das beste Angebot abschließen. Bei einer hohen Dringlichkeit, weil vielleicht unmittelbar eine Pfändung bevorsteht, sollten Schuldner ein Darlehen mit besonders schneller Auszahlung bevorzugen. Bei einem solchen Kredit können sie die Schulden beim Finanzamt bereits nach wenigen Tagen begleichen.

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