Ratenkredit

Günstige Ratenkredite im Vergleich

Mit einem Ratenkredit lassen sich auch Vorhaben umsetzen, die andernfalls nicht durchführbar wären. Schließlich verdient kaum ein Berufstätiger genug, um von seinen regelmäßigen Einkünften einen teuren Neuwagen oder gar eine Eigentumswohnung ohne die Hilfe einer Bank oder eines anderen Kreditgebers zu finanzieren. Mit einem Darlehen verteilt sich die Gesamtsumme auf überschaubare Raten, die auch Personen mit mittlerem oder sogar geringem Einkommen begleichen können, ohne an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit zu gelangen.

Ratenkredite

Wie günstig die Konditionen für den Wunschkredit tatsächlich ausfallen oder ob es nicht bessere Alternativen zur Kreditaufnahme gäbe, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Allen voran der persönlichen und wirtschaftlichen Lebenssituation des Kreditnehmers sowie dem Verwendungszweck des Darlehens. Auch die konkrete Vertragsgestaltung beispielsweise in puncto Vorfälligkeitsentschädigung oder Restschuldversicherung, spielt hierbei eine wichtige Rolle und sollte beim Vergleich der unterschiedlichen Kreditangebote eingehend geprüft werden.

Wie funktioniert ein Ratenkredit?

Bei dieser Kreditart wird die aufgenommene Summe in einem Betrag an den Kreditnehmer ausgezahlt, wobei die Rückzahlung der Leihsumme plus der anfallenden Zinsen gemäß der vertraglich vereinbarten Konditionen in monatlichen oder vierteljährlichen Raten erfolgt. Die Höhe der Raten ist hierbei ebenfalls von Beginn an festgelegt und bleibt über die gesamte Laufzeit des Vertrages gleich. Damit gehören die klassischen Ratenkredite zu den sogenannten Annuitätendarlehen und unterscheiden sich von Tilgungsdarlehen, bei denen Leihsumme und Zinsen jeweils getrennt voneinander zurückgezahlt werden.

Praxisbeispiel: Ein Bankkunde nimmt ein Darlehen über 10.000 Euro auf. Der effektive Jahreszins beträgt 5,5 Prozent und die Laufzeit ist mit einer monatlichen Rate von rund 232 Euro auf vier Jahre festgelegt. Die Gesamtkosten des Darlehens belaufen sich auf knapp 11.134 Euro. Neben dem eigentlichen Darlehensbetrag muss der Kreditnehmer also Zinsen in Höhe von 1.134 Euro bezahlen. Am Ende des ersten Monats beträgt die Restschuld rund 9813 Euro. Mit der ersten Rate hat er daher rund 187 Euro getilgt und knapp 45 Euro Zinsen bezahlt. Die verbleibenden 9813 Euro werden wiederum zu 5,5 Prozent verzinst. Daher kann der Kreditnehmer mit seiner zweiten Monatsrate bereits 188 Euro tilgen und zahlt noch 44 Euro Zinsen. Dieser Prozess setzt sich über die gesamte Laufzeit fort, bis der Bankkunde mit seiner finalen Rate die letzten 231 Euro tilgt, nur noch 1 Euro Zinsen bezahlt und das Darlehen vollständig abgelöst hat.

Ratenkredite vergleichen

Jeder Ratenkredit geht mit bestimmten Rahmenbedingungen einher, die von der Bank im Vorfeld festgelegt werden. Dazu gehört beispielsweise die Höhe der möglichen Leihsumme oder die maximale Vertragslaufzeit. Diese Faktoren kann der Kunde im vorgegebenen Rahmen mitbestimmen. Optional ist auch der Abschluss einer zusätzlichen Versicherung für den Todesfall oder die Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers. Den endgültigen Zinssatz hingegen bestimmt die Bank. Je höher sie ihr Ausfallrisiko in Bezug auf das Einkommen, die Zahlungshistorie und vorhandene Sicherheiten des Kunden einschätzt, desto höher fällt er aus. Fix hingegen sind die Rückzahlungs- und Auszahlungsmodalitäten.

Darlehenssumme

Viele Banken verleihen ihr Geld erst ab einer Darlehenssumme von 2000 Euro aufwärts, weil Risiko und verwaltungstechnischer Aufwand andernfalls in keinem rentablen Verhältnis zum Gewinn stünden. Bei Beträgen, die unterhalb dieser Summe liegen, spricht man von Mikro- oder Minikrediten, für die entsprechend kurze Laufzeiten von wenigen Tagen bis hin zu einem Jahr vorgesehen sind. Eine Obergrenze für Ratenkredite gibt es in diesem Sinne nicht. Erfolgreiche Unternehmen können beispielsweise Darlehen im Umfang von mehreren Millionen Euro aufnehmen, um neue Maschinen zu beschaffen oder ganze Industrieanlagen zu bauen. Privatpersonen nehmen die größten Beträge typischerweise im Rahmen einer Baufinanzierung oder beim Kauf einer Eigentumswohnung auf.

Minikredite, deren Darlehenssumme weniger als 1000 Euro beträgt, werden nur selten vom klassischen Geldinstitut vergeben. Es gibt allerdings verschiedene Anbieter, die sich auf sogenannte Blitzkredite ab einer Darlehenssumme von etwa 200 Euro, spezialisiert haben. Auch wenn es sich dabei um besonders kleine Beträge handelt, sind Minikredite nicht zwangsläufig günstiger als große Darlehen. In der Praxis ist sogar häufig das Gegenteil der Fall. Alternativen dazu wären beispielsweise der Dispokredit, ein Rahmenkredit oder je nach Verwendungszweck eine Händlerfinanzierung.

Zinsen

Für die Bereitstellung des Darlehens verlangt die Bank einen Zins, den der Kreditnehmer zusätzlich zur Leihsumme zurückzahlen muss. Je nach Kreditart kann der Zins über die gesamte Laufzeit derselbe sein oder aber den üblichen Marktschwankungen entsprechend variieren. Ratenkredite, für die ein bestimmter Zinssatz festgeschrieben wird, sind sogenannte Festzinsdarlehen, die in Form gleichbleibend hoher Raten zurückgezahlt werden. Nichtsdestotrotz setzt sich die Monatsrate aus zwei verschiedenen Komponenenten zusammen: dem Tilgungsanteil, mit dem nur die tatsächliche Leihsumme zurückgezahlt wird und dem Zinsanteil, mit dem die anfallenden Gebühren beglichen werden. Auch wenn die Rate selbst immer gleich hoch bleibt, verändert sich das Verhältnis beider Komponenten zueinander. Schließlich wird der Zinsanteil stets auf die noch verbleibende Restschuld bezahlt. Nimmt diese ab, sinkt auch der Zins.

Verfügbarkeit

Ein Ratenkredit wird dem Bankkunden normalerweise ausbezahlt, sobald der Kreditantrag bewilligt wurde. Soll die Auszahlung zu einem späteren, vertraglich vereinbarten Zeitpunkt erfolgen, spricht man von Forward Darlehen, mit denen sich beispielsweise Bauherren aktuell günstige Zinsen für die Zukunft sichern können. Im Unterschied zu Abrufdarlehen oder Dispositionskrediten, bei denen der Bankkunde einen Verfügungsrahmen erhält, innerhalb dessen er größere oder kleinere Beträge ganz nach seinem eigenen Ermessen abheben kann, erfolgt die Auszahlung eines Ratenkredites immer in einem Betrag. Eine gestaffelte Auszahlung mehrerer Teilbeträge ist nicht vorgesehen.

Sonderkosten

Neben den vereinbarten Sollzinsen auf die Leihsumme muss der Kreditnehmer auch zusätzliche Kosten tragen, die von Bank zu Bank und abhängig von der jeweiligen Vertragsgestaltung unterschiedlich hoch ausfallen können. Dazu gehören typischerweise Bearbeitungskosten und andere Gebühren oder Provisionen, die das Kreditinstitut für die Einrichtung und Verwaltung des Darlehens berechnet. Wenn der Kreditvertrag zusammen mit einer Restschuldversicherung unterzeichnet wird, gehört auch die Versicherungsprämie zu den Kosten, die im Sollzins nicht enthalten sind. Derartige Sonderkosten können auch vermeintlich günstige Ratenkredite immens verteuern, wie es beispielsweise bei Null-Prozent-Finanzierungen manchmal der Fall ist.

Effektiver Jahreszins

Damit der Bankkunde bei alledem nicht den Überblick verliert, sind Banken gesetzlich verpflichtet sämtliche Faktoren, die den endgültigen Preis des Darlehens bestimmen, mit dem sogenannten effektiven Jahreszins anzugeben. Beim Vergleich unterschiedlicher Kreditangebote sollten Sie daher stets überprüfen, wie hoch dieser ausfällt. Je nach Anbieter ist der Effektivzins an nur wenig prominenter Stelle beispielsweise unter dem Nominalzinssatz angegeben. Vergleichsportale im Internet hingegen stellen die infrage kommenden Kredite vereinheitlicht dar. Sie sortieren ihre Ergebnisse nicht nach dem Sollzins, sondern danach, wie hoch der effektive Jahreszins ausfällt.

Vorfälligkeitsentschädigung

Wenn ein Kreditinstitut Geld verleiht, möchte es damit einen Gewinn erzielen, der durch die festgelegten Zinsen genau berechenbar ist und dementsprechend für die zukünftige wirtschaftliche Tätigkeit eingeplant wird. Durch die vertragsgemäße Rückzahlung des Darlehens ergibt sich daraus im besten Fall eine Win-win-Situation für Kunde und Bank. Möchte der Kunde das geliehene Geld jedoch früher zurückzahlen als vereinbart, etwa weil er eine Erbschaft in entsprechender Höhe oder einen günstigen Umschuldungskredit erhalten hat, mag das für ihn eine positive Situation sein. Der Bank hingegen gehen die Zinsen aus der verbleibenden Laufzeit des Darlehens verloren. Daher enthalten die meisten Kreditverträge eine Klausel zur sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung.

Kosten der Vorfälligkeit

Soll der Ratenkredit vorzeitig abgelöst werden, muss der Kunde die Bank für diesen sogenannten Margen- oder Refinanzierungsschaden entschädigen. Die Höhe der Ausgleichszahlung ist abhängig von dem Verwendungszweck des Darlehens und dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Für Ratenkredite, die nicht zum Zweck einer Baufinanzierung aufgenommen und vor dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden, gilt einzig das, was im jeweiligen Vertrag festgehalten wurde. Bei später unterzeichneten Darlehen hingegen darf die Vorfälligkeitsentschädigung maximal 1 Prozent der Leihsumme betragen, wenn sich die Restlaufzeit des Vertrages auf 12 Monate oder mehr beläuft. Bei einer verbleibenden Laufzeit von weniger als 12 Monaten darf die Bank maximal 0,5 Prozent der Kreditsumme als Ausgleichszahlung verlangen.

Sonderfall Baufinanzierung

Komplizierter verhält es sich bei der vorzeitigen Rückzahlung eines Baudarlehens. In diesem Bereich gibt es nämlich keine verbindlichen Vorgaben vonseiten des Gesetzgebers, was die Höhe der Entschädigung betrifft. Zudem berechnen Geldinstitute die Ausgleichszahlung anhand so vieler Faktoren, beispielsweise der fiktiven Wiederanlage oder des genauen Datums der Rückzahlung, dass das endgültige Ergebnis für Laien kaum nachvollziehbar ist. Ein Umstand, den vor allem Verbraucherschutzverbände immer wieder kritisieren. Wer ein Baudarlehen vor Ende der Sollzinsbindung ablösen will, sollte daher rechtzeitig einen Fachmann zurate ziehen und genau prüfen, ob eine Kündigung für ihn tatsächlich günstiger als die vertragsgemäße Fortführung des Darlehens ist.

Restschuldversicherung

An der Frage, ob und in welchen Fällen der Abschluss einer Restschuldversicherung sinnvoll ist oder nicht, scheiden sich die Geister. Grundsätzlich ist sie dazu gedacht, den Kreditnehmer und dessen Angehörige abzusichern, wenn er aufgrund eines Unfalles arbeitsunfähig wird, seinen Job verliert oder vor der endgültigen Rückzahlung des Darlehens verstirbt. In diesem Fall sollen die ausstehenden Raten von der Restschuldversicherung übernommen werden. Tatsächlich sind die Fälle, in denen die Versicherung einspringt, bei vielen Policen jedoch genau definiert. So werden beispielsweise die Schulden von Kreditnehmern, die an bestimmten Vorerkrankungen litten oder nur befristet beschäftigt waren, von der Versicherung häufig nicht übernommen. Darüber hinaus kann eine Restschuldversicherung den Ratenkredit unverhältnismäßig verteuern.

Besonders teuer wird die Risikoversicherung, wenn sie als Einmalbetrag fällig wird. Dieser wird nämlich der Leihsumme hinzuaddiert und dementsprechend verzinst. Verbraucher sollten in jedem Fall darauf achten, dass Kosten und Nutzen der Restschuldversicherung miteinander im Verhältnis stehen. Einen Kredit für wenige Tausend Euro mit einer Police abzusichern, die unverzinst gut und gerne die Hälfte der Leihsumme beträgt, ist Experten zufolgen wenig sinnvoll. Grundsätzlich jedoch ist das Kreditinstitut dazu verpflichtet, die Versicherungsprämie bei der Berechnung des effektiven Jahreszinses zu berücksichtigen. Kunden sollten den vorgelegten Vertrag sorgfältig studieren. Gegebenenfalls ist eine separate Police besser geeignet, um die vertragsgemäße Rückzahlung des Darlehens zu gewährleisten.

Vorsicht bei Ratenkrediten ohne Bonitätsprüfung

Die Anbieter von Ratenkrediten ohne Bonitätsprüfung wenden sich an Kunden, die bei ihrer Hausbank keinen Kredit mehr erhalten. Etwa, weil ihre Schufa-Auskunft negativ ausfällt oder sie keine festen, ausreichend hohen Einkünfte nachweisen können. Bei den Anbietern Schufa-freier Darlehen handelt es sich meist um Kreditvermittler, die den potenziellen Kreditnehmer zur Unterzeichnung diverser anderer Verträge bewegen wollen. Gängig sind beispielsweise Sparprodukte wie Lebensversicherungen, mit deren Abschluss der Kunde seine Kreditwürdigkeit angeblich verbessern könne. Tatsächlich aber kassiert der Vermittler für jede Unterschrift eine Provision. Interessenten sollten also gut abwägen, ob sich sich in ihrer ohnehin schwierigen Situation mit zusätzlichen Beitragszahlungen belasten wollen.

Die wenigsten Banken, die bereit sind Kunden mit schlechter Bonität ein Darlehen zu gewähren, verzichten nicht auf die Bonitätsprüfung. Vor allem, wenn es sich bei ihnen um in Deutschland ansässige Kreditinstitute handelt, wird die Schufa-Auskunft des Bewerbers dennoch eingeholt. Entsprechende Werbung ist also häufig irreführend und meint vielmehr, dass schlechte Bonität kein Ausschlusskriterium bei der Kreditvergabe ist. Bereits vorliegende Schulden oder andere in der Wirtschaftsauskunft vermerkten Abweichungen vom vereinbarten Zahlungsverhalten stellen für das Geldinstitut ein hohes Ausfallrisiko dar. Kredite, die ohne Überprüfung der Bonität vergeben werden, sind daher oft unverhältnismäßig teuer. Seriöse und günstige Ratenkredite ohne entsprechende Überprüfung gibt es nicht.

Direkter Kreditvergleich auf Internetportalen

Das Angebot an Ratenkrediten ist riesig. Da es neben den klassischen Filialbanken auch immer mehr Direktbanken gibt, die ihre Produktpalette ausschließlich über ihre Website anbieten, fällt es Kunden oft schwer, den Überblick zu behalten. Eine manuelle Auslese der geeigneten Kredite ist zudem umständlich und kostet unverhältnismäßig viel Zeit. Als Einstieg empfehlen sich daher Internetportale, die sich auf die Auswahl und den Vergleich günstiger Darlehen spezialisiert haben. Der Nutzer legt zunächst die Eckdaten seines Wunschkredites fest. Beispielsweise die genaue Leihsumme, die gewünschte Laufzeit oder auch die Höhe der einzelnen Monatsraten. Je nach Portal kann auch ein bestimmter Verwendungszweck angegeben werden. Beispielsweise der Autokauf, die Anschaffung neuer Möbel oder die Umschuldung anderer Darlehen.

Daraufhin wird ihm eine Liste passender Produkte präsentiert, über die er sich im Anschluss genauer informieren kann. Für gewöhnlich wird das Ergebnis des Kreditvergleichs aufsteigend nach Zinshöhe der einzelnen Posten sortiert. Ganz oben in der Liste erscheint also das günstigste Angebot. Entsprechende Internetportale fragen jedoch nicht nach der Einkommenssituation oder gar der Zahlungshistorie des Nutzers. Bonitätsrelevante Faktoren, die entscheidend mitbeeinflussen, wie günstig ein Produkt letztlich ausfällt, werden beim Kreditvergleich nicht berücksichtigt. Den prominent hervorgehobenen Zinssatz erhalten schließlich nur Kunden mit ausgezeichneter Kreditwürdigkeit.

Vorteile von Ratenkrediten

Ratenkredite erweitern den eigenen finanziellen Spielraum um ein Vielfaches und ermöglichen die Anschaffung kostspieliger Konsumgüter, für die Verbraucher sonst über Monate oder gar Jahre hinweg sparen müssten. Kunden mit guter Bonität dürfen darüber hinaus mit guten Konditionen in Form günstiger Zinsen und dementsprechend geringen Mehrkosten rechnen. Dank zahlreicher, für sie infrage kommender Angebote haben sie die sprichwörtliche Qual der Wahl. Auch Unternehmer und Selbstständige profitieren von der schnell verfügbaren Finanzspritze. Ermöglicht sie ihnen doch die zeitgemäße und wettbewerbsorientierte Ausstattung ihres Betriebes. Wenn es sich bei dem Ratenkredit um ein nicht zweckgebundenes Darlehen handelt, kann der Kreditnehmer nach Auszahlung der Leihsumme außerdem selbst entscheiden, wofür er sie letztlich verwenden möchte.

Schnell verfügbares Geld

Für Verbraucher, deren Bonität durch etwaige Schulden nicht eingeschränkt wird, ist die Kreditaufnahme eine vergleichsweise unkomplizierte Angelegenheit, die je nach Kreditinstitut innerhalb weniger Tage oder gar Stunden abgewickelt wird. Vorausgesetzt natürlich, der Kunde hat den Kreditauftrag sorgfältig vorbereitet und die benötigten Unterlagen zur Hand. Dazu gehören in erster Linie Belege, die das eigene Einkommen über einen bestimmten Zeitraum hinweg dokumentieren. Die Bonitätsprüfung mittels Schufa-Abfrage nimmt das Kreditinstitut selbst vor. Bei Direktbanken ist außerdem ein Identitätsnachweis in Form einer Ausweiskopie nötig. Etwas Zeit sollten Kunden jedoch in die Vorauswahl und den Vergleich passender Kreditangebote investieren. Außerdem sind größere Projekte wie Baufinanzierungen generell beratungsintensiver als die Aufnahme eines Konsumkredits in Höhe von wenigen Tausend Euro.

Besonders schnell erfolgt die Auszahlung bei Direktbanken, die sich auf die Vergabe von Sofortkrediten spezialisiert haben. Dank genormter Bewertungsverfahren können sie die Bonitätsprüfung innerhalb weniger Minuten abwickeln. Je nachdem, wie viel Zeit die Einreichung der geforderten Unterlagen und die notwendige Identitätsprüfung in Anspruch nimmt, vergehen zwischen der vorläufigen Kreditzusage und der Auszahlung des Wunschbetrages nur einige Werktage. Eine kürzere Bearbeitungszeit haben nur Kredite mit Blitzüberweisung, die innerhalb von 24 Stunden oder weniger ausgezahlt werden. Bei ihnen handelt es sich allerdings um sogenannte Minidarlehen, deren Höchstsumme normalerweise auf einige Hundert Euro beschränkt ist.

Mehr Flexibilität für Investitionen

Für Selbstständige sind Ratenkredite oft die einzige Möglichkeit, um ihr Unternehmen überhaupt in Gang zu bringen. Die Anschaffung geeigneter Maschinen, Büromöbel oder Computer kostet schließlich weit mehr, als ein Jungunternehmer aus eigener Tasche bezahlen kann. Selbstständige haben bei Kreditinstituten aufgrund ihrer unsicheren wirtschaftlichen Situation oft schlechte Karten. Zumindest was Darlehen für den privaten Gebrauch betrifft. Einen Kredit für Existenzgründer können sie hingegen auch beantragen, wenn sie noch ganz am Anfang ihrer Tätigkeit stehen. Auch Unternehmer, die sich längst auf dem Markt etabliert haben, nehmen immer wieder sogenannte Investitionsdarlehen auf, um auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu bleiben und zugleich die Liquidität ihrer Firma zu erhalten.

Günstige Konditionen bei guter Bonität

Kreditnehmer, die ein angemessen hohes Einkommen beziehen, seit vielen Jahren beim selben Unternehmen angestellt oder verbeamtet sind und über die in Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa keine negativen Vermerke vorliegen, haben die besten Chancen auf günstige Konditionen für ihren Wunschkredit. Umso mehr, wenn sie beispielsweise die anstehende Baufinanzierung mit einem ordentlichen Anteil Eigenkapital unterfüttern oder anderweitige Sicherheiten einbringen können. Kreditinstitute prüfen die Bonität ihrer Kunden genau. Je besser es um diese bestellt ist, desto geringer schätzt die Bank ihr Risiko ein, das verliehene Geld zu verlieren. Daher werden solventen Kunden in jedem Fall günstigere Zinssätze angeboten als solchen, die finanziell weniger gut aufgestellt sind.

Teure Anschaffungen werden ermöglicht

Den Bau eines Eigenheims mit einem Griff in die Portokasse bezahlen zu können, bleibt für die meisten ein lebenslanger Wunschtraum. Mit einem Ratenkredit aber lassen sich Projekte realisieren, die das eigene Einkommen eigentlich übersteigen. Privatpersonen können sich mittels monatlicher Ratenzahlungen einen kostspieligen Neuwagen leisten oder ihre Wohnung neu einrichten. Unternehmern ermöglichen Ratenkredite beispielsweise die Finanzierung teurer Computertechnik oder neuer Betriebsanlagen, von denen der wirtschaftliche Erfolg der Firma maßgeblich abhängt. In Phasen niedriger Markzinsen profitieren Kreditnehmer sogar doppelt, da die Gesamtkosten des Darlehens durch die geringe Zinsbelastung in einem überschaubaren Rahmen bleiben.

Nachteile von Ratenkrediten

Ratenkredite sind in vielen Lebenslagen praktisch, bringen jedoch auch Nachteile mit sich. Insbesondere wenn es sich um Darlehen mit mehrjähriger Laufzeit handelt. Kann doch niemand mit Sicherheit sagen, wie seine finanzielle Situation in drei, fünf oder zehn Jahren aussehen wird. Neben der Gefahr sich zu verschulden, zieht ein Ratenkredit allmonatliche finanzielle Belastungen nach sich, die häufig unterschätzt werden. Beispielsweise wenn die eigene Einnahmen- und Ausgabensituation nicht korrekt berechnet wurde. Dann muss sich der Kreditnehmer in seinem gewohnten Konsumverhalten plötzlich stark einschränken, um die Rate am Monatsende überhaupt begleichen zu können.

Lange Laufzeiten bei unsicherer Zukunft

Das Risiko sich mit einem Ratenkredit zu verschulden, steigt mit zunehmender Laufzeit und Darlehenssumme. Während der Mikrokredit über 3000 Euro innerhalb von zwei Jahren zurückgezahlt werden kann, läuft ein Baudarlehen zehn oder fünfzehn Jahre lang, ohne dass es danach vollständig getilgt wäre. Für die verbleibende Schuld muss also ein Folgekredit aufgenommen werden. Wie sich die Marktzinsen in diesem verhältnismäßig langen Zeitraum entwickeln, ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor, den Verbraucher im Vorfeld bedenken sollten. Ein Ratenkredit ist daher immer auch eine hoffnungsvolle Wette auf die Zukunft. Ob diese aufgeht, hängt jedoch von vielen Faktoren wie der persönlichen Gesundheit, der Stabilität des Arbeitsplatzes oder der Weltwirtschaftslage ab, auf die der Einzelne unter Umständen nur wenig Einfluss hat.

Monatliche Belastung durch Zinsen

Der Antrag auf einen Ratenkredit ist innerhalb weniger Minuten gestellt. Umso länger jedoch währt die finanzielle Belastung, die sich daraus ergibt. Denn die vereinbarten Raten müssen Monat für Monat abgezahlt werden, bei entsprechend großem Leihbetrag über Jahre hinweg. Anfallende Zinsen steigern Laufzeit und Gesamtkosten des Darlehens weiterhin. Wer auch ohne zusätzliche Belastungen kaum Geld zurücklegen kann, sollte von einer Kreditaufnahme eher Abstand nehmen. Selbst wenn die Monatsrate in den eigenen Haushaltsplan passt, kann doch immer noch die Waschmaschine kaputt gehen oder eine Rechnung ins Haus flattern, die man völlig vergessen hat. Als Verbraucher sollten Sie Ihr monatliches Budget für etwaige Ratenzahlungen daher lieber etwas zu knapp berechnen, sich um genügend Spielraum für unerwartete Ausgaben zu bewahren.

Ratenkredite sind nicht kostenlos

So praktisch Ratenkredite auch sind, umsonst gibt es nicht. Schließlich sind sie eine wichtige Einkommensquelle der Bankhäuser. Zwar werben Geldinstitute mit niedrigen Zinsen, doch zu diesen haben nicht alle Kunden in selbem Maße Zugang. Aufgrund der positiven Risikobewertung bei guter Bonität kommen nur zahlungskräftige Personen in den Genuss niedrig verzinster Kredite. Ob der endgültige Zinssatz für das angefragte Produkt wirklich so günstig ausfällt, wie geplant oder von der Werbung versprochen, sieht der Antragsteller daher erst nach Abschluss der Bonitätsprüfung.

So oder so entstehen dem Kreditnehmer durch die Verzinsung des Darlehens Mehrkosten, die sich nicht in jedem Fall rentieren. Umso wichtiger ist es, den Kredit nicht überstürzt aufzunehmen, sondern die möglichen Optionen einem sorgfältigen Vergleich zu unterziehen und Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Das gilt vor allem bei reinen Konsumkrediten. Der Hausbau lässt sich ohne die finanzkräftige Unterstützung einer Bank vielleicht nicht realisieren, den Kaufpreis eines neuen Tablet-PCs oder eines Kleiderschrankes aber können auch Verbraucher ansparen, die nur wenig verdienen.

Gefahr der Überschuldung

Ratenkredite sind stark beworbene Produkte, mit denen Banken viel Geld verdienen. Das mag den einen oder anderen dazu verführen, dauerhaft über seine Verhältnisse zu leben. Doch nicht nur Verbraucher mit geringem Einkommen laufen Gefahr, die monatlichen Ratenzahlungen irgendwann nicht mehr begleichen zu können. Auch finanziell gut gestellten Personen droht die Überschuldung. Umso mehr, da sie zunächst gern gesehene Bankkunden sind, denen auch ein zweites oder drittes Darlehen bei entsprechender Einkommenshöhe relativ problemlos bewilligt wird. Treten dann jedoch unvorhergesehene Ereignisse ein, sind die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit schnell überschritten. Häufig sind es Scheidungen oder Schicksalsschläge wie der Tod eines nahen Angehörigen, eine schwere Erkrankung oder der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes, die die Schuldenspirale in Gang setzen.

Schlechte Konditionen bei schlechter Bonität

Verbraucher, die keine regelmäßigen Einkünfte aus einer beruflichen Tätigkeit beziehen oder deren bisheriges Zahlungsverhalten negativ in der Schufa-Auskunft vermerkt wurde, haben bei der Kreditvergabe kaum Chancen auf günstige Konditionen. Schließlich ist es im Bankwesen gang und gäbe, ein riskantes Kreditgeschäft mit entsprechend hohen Zinsen abzusichern. Kunden mit herabgesetzter Bonität zahlen also weitaus höhere Gesamtkosten als Personen mit hoher Kreditwürdigkeit. Allerdings bleibt auch hier ein gewisser Verhandlungsspielraum. Wenn der Antragsteller nämlich einen solventen Bürgen findet, an den sich die Bank im Falle unbeglichener Forderungen wenden kann.

Manche Finanzdienstleister, bei denen es sich oft genug um unseriös wirtschaftende Kreditvermittler handelt, stellen Kunden trotz schlechter Bonität ein Darlehen in Aussicht, verlangen dafür aber den Abschluss einer sogenannten Kreditausfallversicherung bzw. Restschuldversicherung. Solche Policen kosten jedoch ihrerseits wieder Geld. Entweder in Form monatlicher Beitragszahlungen oder indem sie der Kreditsumme zugerechnet und dementsprechend verzinst werden, wodurch sich die Gesamtkosten abermals erhöhen. Wer ohnehin nur noch wenig finanziellen Spielraum hat, sollte von derartigen Angeboten daher lieber Abstand nehmen.

Besonderheiten nach Verwendungszweck

Die Aufnahme eines Ratenkredits kann aus ganz unterschiedlichen Gründen erfolgen. Zu den klassischen Verwendungszwecken zählen die Baufinanzierung, die Gründung eines Unternehmens und der Fahrzeugkauf auf Raten. Stark zugenommen haben jedoch auch die sogenannten Konsumkredite, mit denen sich Fernsehgeräte, Möbel oder Urlaubsreisen finanzieren lassen. Unter Umständen kann eine erneute Kreditaufnahme auch dann sinnvoll sein, wenn bereits laufende Darlehen zu hohen Zinsen abgeschlossen wurden oder der Dispo auf dem Girokonto restlos ausgereizt ist. Je nachdem, wofür Sie das geliehene Geld verwenden wollen, sollten Sie gewisse Besonderheiten in puncto Verfügbarkeit und Absicherung des Darlehens beachten.

Kurzfristige Engpässe

Ein kurzfristiger finanzieller Engpass kann entstehen, wenn beispielsweise eine teure Handwerkerrechnung bezahlt werden muss oder andere unerwartete Ausgaben anstehen, die das persönliche Budget sprengen. In solchen Situationen nutzen viele Verbraucher zunächst den Verfügungsrahmen auf ihrem Konto, um die zusätzlichen Forderungen fristgerecht ausgleichen zu können. Dabei ist der Dispokredit nur bedingt zur Überwindung finanzieller Durststrecken geeignet. Fallen für ihn doch teure Zinsen an. Verbraucher mit festem Gehalt und guter Bonität fahren oft günstiger, wenn sie zu diesem Zweck einen frei verfügbaren Ratenkredit aufnehmen, der mit ungleich niedrigeren Zinsen belastet ist als der Überziehungskredit auf dem Girokonto. Ist die missliche Finanzlage aufgrund negativer Schufa-Einträge bereits ersichtlich, lässt sich die Bank meist nur noch durch zusätzliche Sicherheiten wie eine Bürgschaft zur Kreditvergabe bewegen.

Autofinanzierung

Beim Autokredit handelt es sich um ein zweckgebundenes Darlehen, das entweder über die Bank des Händlers oder aber bei einem unabhängigen Kreditinstitut aufgenommen werden kann. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Barzahler erhalten beispielsweise Preisnachlässe, während Händlerbanken oft besonders günstige und flexible Kreditprodukte wie die 3-Wege-Finanzierung anbieten können. Im Unterschied zum frei verfügbaren Darlehen kann der Autokredit jedoch über das Anschaffungsobjekt selbst abgesichert werden. Sollte der Käufer also nicht mehr in der Lage sein, die monatlichen Raten zu begleichen, kann die Autobank das Fahrzeug wieder einziehen. Der Fahrzeugbrief wird dem Kreditnehmer daher erst ausgehändigt, wenn er seine Schuld vollständig beglichen hat. Bis dahin muss er sich mit einer Kopie der Besitzurkunde begnügen.

Hausfinanzierung

Darlehen im Rahmen einer Baufinanzierung sind der Klassiker unter den Ratenkrediten und gehen aufgrund ihres Umfangs und ihrer langen Laufzeit mit einigen Besonderheiten einher. Anders als beim Konsumkredit müssen Bauherren nämlich einen Teil der benötigten Summe als Eigenkapital einbringen. Finanzierungen ohne Eigenkapital sind zwar grundsätzlich möglich, gelten jedoch als besonders riskant. Prinzipiell sind die Anforderungen an den Kreditnehmer, was das Einkommen sowie die Stabilität des Arbeitsverhältnisses und der allgemeinen Lebenssituation betrifft, bei derart umfangreichen Krediten ungleich höher als bei niedrig dotierten Darlehen.

Außerdem behält sich die Bank ein Grundpfandrecht vor, das bis zur vollständigen Ablösung des Darlehens ins Grundbuch eingetragen wird. Sollte der Kreditnehmer zahlungsunfähig werden, kann die Bank die betreffende Immobilie zwangsverwalten oder aber im Rahmen einer Zwangsversteigerung weiterverkaufen. Darüber hinaus sind Baudarlehen mit Ablauf der Sollzinsbindung meist nicht abgeschlossen. Der Kreditnehmer muss sich nach zehn, maximal fünfzehn Jahren um eine Anschlussfinanzierung kümmern, gegebenenfalls zu ungleich höheren Zinsen.

Existenzgründung

Existenzgründer und Jungunternehmer, deren Firma nicht länger als drei Jahre existiert, können zum Aufbau ihrer Selbstständigkeit spezielle Darlehen bei Förderbanken und Einrichtungen des Bundes und der Länder aufnehmen. Gründerdarlehen werden vom Staat subventioniert, weshalb sie mit besonders günstigen Zinsen einhergehen. Je nach Produkt und Anbieter ist zu Beginn der Laufzeit eine tilgungsfreie Periode vorgesehen, innerhalb derer nur die anfallenden Zinsen bezahlt werden müssen. Erst danach wird die aufgenommene Schuld in gleichbleibenden Raten getilgt. Außerdem ist ein Gründerkredit immer zweckgebunden. Dabei gibt der Kreditgeber vor, wie viel der aufgenommenen Summe beispielsweise für Betriebsmittel verwendet werden darf. Die Einbringung von Eigenkapital ist übrigens nicht in jedem Fall erforderlich und auch Personen, die bisher nur im Nebenerwerb selbstständig sind, können sich um einen Gründerkredit bewerben.

Ratenkauf von Konsumgütern

Zunehmender Beliebtheit unter Verbrauchern erfreuen sich sogenannte Konsumkredite. Dafür stehen zwei Varianten zur Auswahl. Entweder schließt der Kreditnehmer einen Vertrag mit der Händlerbank eines Versandhauses, Elektronikmarktes oder anderen Anbieters über die Finanzierung bestimmter Waren. Oder er erhält von einer Bank den gewünschten Betrag zur freien Verwendung, beispielsweise zur Anschaffung neuer Möbel oder Haushaltsgeräte. Konsumkredite sind ausschließlich privaten Verbrauchern vorbehalten. Je nach Anbieter und Bonität des Kunden liegt die mögliche Leihsumme zwischen 1000 und 50.000 Euro oder mehr. Frei verfügbare Darlehen im mittleren Bereich werden von allen Filialbanken und Direktanbietern vergeben. Ein Vergleich der unterschiedlichen Konditionen ist daher unerlässlich.

Umschuldung teurer Kredite

Einem ganz anderen Zweck hingegen dient die Aufnahme eines Kredites zur Umschuldung bereits bestehender Zahlungsverpflichtungen. Hierfür stehen dem Kreditnehmer zwei Wege offen. Entweder er nimmt ein frei verwendbares Darlehen auf, mit dem er beispielsweise den Verfügungsrahmen auf seinem Konto ausgleicht oder aber die Bank kümmert sich um die Ablösung der anderen Kredite. Eine Umschuldung lohnt sich beispielsweise bei teuren Überziehungskrediten oder wenn aktuell besonders günstige Angebote mit niedriger Zinsbelastung verfügbar sind. Dadurch vermindert sich nicht nur die Gesamtschuld. Auch der psychologische Effekt einer Umschuldung ist beachtlich, da der Kreditnehmer am Monatsende nur noch eine statt mehrerer Raten bedienen muss.

Sonstige Verwendungszwecke

Neben diesen häufig angeführten Gründen für eine Kreditaufnahme gibt es noch zahlreiche andere Vorhaben, die sich mit dem geliehenen Geld realisieren lassen. Ausbildungen und weiterbildende Seminare beispielsweise können mehrere Tausend Euro kosten, wenn sie von privaten Trägern angeboten und daher nicht staatlich gefördert werden. Auch Urlaubsreisen, insbesondere luxuriöse Kreuzfahrten oder Fernreisen, wie man sie vielleicht nur einmal im Leben unternimmt, lassen sich über die Händlerbank des Reiseanbieters finanzieren. Aufwendige Hochzeitsfeiern mit langer Gästeliste, die womöglich an einem besonderen Ort stattfinden sollen, sind für so manches Paar ebenfalls Anlass einen Ratenkredit aufzunehmen. Darüber hinaus gibt es im medizinisch-chirurgischen Bereich zahlreiche Eingriffe, die von den Kassen nicht übernommen werden, obwohl der Patient sie dringend wünscht. Dazu gehören beispielsweise Brust- oder Zahnkorrekturen, die für viele Verbraucher erst mit einem Darlehen finanzierbar werden.

Alternativen zum Ratenkredit

Ratenkredite gehen mit einer langfristigen finanziellen Verpflichtung einher. Bei entsprechend hoher Leihsumme bindet sich der Kreditnehmer über einen Zeitraum von mehreren Jahren an das jeweilige Geldinstitut. Verbraucher, deren berufliche Zukunft nicht gesichert ist, etwa weil sie noch in Ausbildung oder freiberuflich sind oder ganz einfach flexibel bleiben wollen, sollten sich daher nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten umsehen, die vielleicht besser zum eigenen Lebensentwurf und dem geplanten Vorhaben passen. Flexible Kredite sind beispielsweise der Dispositionskredit oder das Abrufdarlehen. Existenzgründer können staatliche Fördermittel beantragen und wer auf Nummer sicher gehen will, findet vielleicht am klassischen Sparen Gefallen.

Klassisches Sparen

Die Kosten für ein Traumhaus im Wert von mehreren Hunderttausend Euro lassen sich mit einem normalen Gehalt kaum ansparen. Oder aber verlangen vom Sparer sehr viel Geduld, da er seinen Wohntraum möglicherweise erst im Alter realisieren kann. Weniger kostspielige Wünsche hingegen, wie ein gut erhaltener Gebrauchtwagen oder ein hochwertiges Smartphone, können mit der regelmäßigen Rücklage eines kleinen Gehaltanteils durchaus realisiert werden. Vorausgesetzt natürlich, der Sparer hat ausreichend Disziplin und verdient mehr, als seine monatlichen Lebenshaltungskosten betragen. Idealerweise richten sich Sparer für ihre Rücklagen ein extra Konto ein, da beim stets verfügbaren Girokonto die Versuchung einmal mehr auszugeben als geplant, groß ist. Auch Tagesgeldkonten oder Sparpläne eignen sich zum schrittweisen Aufbau der beabsichtigen Summe.

Geld im privaten Umfeld leihen

Für Personen, die auf klassischem Weg keinen Ratenkredit erhalten, etwa weil sie zu wenig verdienen oder bereits negativ in der Schufa vermerkt sind, ist ein Privatdarlehen im Verwandten- oder Bekanntenkreis eine weitere Möglichkeit der Kreditaufnahme. Bei der es jedoch sowohl zwischenmenschliche als auch steuerrechtliche Aspekte zu beachten gilt. Vor allem, wenn Kreditnehmer und Geldgeber nicht miteinander verwandt sind und es sich um ein niedrig verzinstes oder gar zinsloses Darlehen handelt. Finanzämter interpretieren zinslose Kredite im privaten Umfeld nämlich gern als Schenkungen, für die im schlimmsten Fall hohe Steuernachzahlungen fällig werden.

Wer plant sich von einer wohlhabenden Tante oder einem guten Freund eine Summe von 20.000 Euro oder mehr zu leihen, sollte sich daher frühzeitig mit den für das jeweilige Verwandtschaftsverhältnis geltenden Freibeträgen vertraut machen. Außerdem sei es jedem Kreditnehmer angeraten, die Rahmenbedingungen der privaten Geldleihe schriftlich zu fixieren. Ein ausführlicher Vertrag, der alle nötigen Informationen zur Höhe der Leihsumme, den vereinbarten Rückzahlungsmodalitäten, etwaigen Zinsen und der Laufzeit des Darlehens enthält, ist die einzige Möglichkeit um unangenehmen Missverständnisse und späteren Vorwürfen vorzubeugen.

Mögliche Förderprogrammen nutzen

Je nachdem, wofür die Leihsumme verwendet werden soll, lässt sich der Wunschkredit vielleicht auch über ein staatliches Förderprogramm realisieren. Existenzgründer beispielsweise können bei der Agentur für Arbeit einen Gründungszuschuss für die ersten neun Monate ihrer Selbstständigkeit beantragen. Auch die Förderbanken der Länder und die EU bezuschussen unter Umständen den Start in die Selbstständigkeit. Hausbesitzer und Wohnungseigentümer kommen ebenfalls in den Genuss staatlicher Unterstützung, vor allem im Zuge von Sanierungsmaßnahmen.

Für Immobilienbesitzer, die das Geld für die energetische Sanierung ihres Ein- oder Mehrfamilienhauses benötigen, kommt beispielsweise ein Darlehen der Kfw-Bank infrage. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gebäude komplett saniert werden soll oder nur Einzelmaßnahmen vorgesehen sind. Voraussetzung ist jedoch, dass der Bauantrag für das betreffende Objekt bis 1995 oder früher gestellt wurde. Auch Umbauten, durch die eine Immobilie barrierefrei wird, können über die Kfw oder die Landesbanken der einzelnen Bundesländer finanziert werden, müssen dafür jedoch den aktuell geltenden Baunormen genügen.

Dispositionskredit

Mit einem Dispositionskredit hat der Kontoinhaber jederzeit Zugriff auf einen von der Bank festgelegten Verfügungsrahmen, den er bei Bedarf ausschöpfen kann. Anders als beim Ratenkredit gelten für den Dispo keine definierten Rückzahlungskonditionen. Es handelt sich bei ihm also um ein laufendes Darlehen ohne Zahlungsziel. Die Einrichtung eines Überziehungskredites kann der Bankkunde normalerweise mit dem ersten Gehaltseingang beantragen. An dessen Höhe bemisst sich auch der Verfügungsrahmen, wobei langjährige Kunden, die ihr Konto immer wieder ausgleichen, durchaus das Zwei- oder Dreifache ihres Monatseinkommens in Anspruch nehmen können.

Die unbürokratische Bereitstellung dieses Kleindarlehens lässt sich das Kreditinstitut mit entsprechend hohen Zinsen vergüten. Der Dispo gehört also ohnehin nicht zu den günstigen Krediten, richtig teuer wird es allerdings, wenn der vereinbarte Verfügungsrahmen weiter überschritten wird. Für diese Überziehung müssen Kontoinhaber mit zusätzlichen Gebühren in Höhe von 17 Prozent oder mehr rechnen. Dispositionskredite eignen sich also kaum für langfristige Finanzierungen. Sie sind eher dazu gedacht, eine kurzfristige Durststrecke am Monatsende zu überbrücken oder eine unvorhergesehene Rechnung fristgerecht zu begleichen.

Rahmenkredit

Ähnlich wie beim Dispositionskredit handelt es sich beim Rahmenkredit um ein Darlehen, auf das der Kunde immer dann zugreifen kann, wenn er es braucht. Es wird daher auch häufig als Abrufkredit bezeichnet. Die Auszahlung der jeweils benötigten Summe erfolgt dabei über das Girokonto des Kunden. Je nach Bank und Bonität des Kunden kann der Verfügungsrahmen bis zu 25.000 Euro betragen. Die Mindestsumme für einen Rahmenkredit liegt bei den meisten Anbietern bei rund 2500 Euro aufwärts. Im Unterschied zum Ratenkredit gibt es für das Abrufdarlehen keine vertraglich vereinbarte Laufzeit und keine Zinsbindungsperiode. Die Zinsen sind variabel und richten sich nach dem allgemeinen Zinsniveau. Daher ist auch die Rückzahlung anders geregelt.

Die meisten Banken erwarten von ihren Kunden eine monatliche Rückzahlung zwischen 2 und 5 Prozent der in Anspruch genommenen Summe. Beim Ratenkredit sind Sondertilgungen strengen Regeln unterworfen, was Höhe und Zeitpunkt der Zahlung betrifft. Beim Abrufkredit hingegen sind sie jederzeit möglich. Ob und wann der Kunde den Verfügungsrahmen vollständig ausgleicht, ist ihm selbst überlassen. Außerdem werden die Zinsen nur auf den Betrag fällig, den der Kunde tatsächlich abhebt. Er eignet sich also besonders für Kunden, die Flexibilität schätzen und das Geld nicht zu einem bestimmten Zweck benötigen. Was die Zinsen betrifft, sind Abrufdarlehen meist nicht ganz so günstig wie Ratenkredite, günstiger als viele Dispokredite allemal.

Endfälliges Darlehen

Endfällige Darlehen sind Kredite, bei denen die eigentliche Leihsumme am Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit in einem einzigen Betrag zurückgezahlt wird. Anders als beim Ratenkredit findet zuvor keine Tilgung der aufgenommenen Schuld statt, einzig die anfallenden Zinsen werden in monatlichen, zumeist gleichbleibend hohen Raten beglichen. Daher bezeichnet man sie auch als tilgungsfreie Darlehen. Besonders häufig werden sie im Rahmen einer Baufinanzierung abgeschlossen und eignen sich für Personen, die in absehbarer Zeit eine größere Summe etwa aus einer Erbschaft oder Versicherung erhalten, mit der sie die offene Forderung am Ende der Laufzeit begleichen können.

In der Praxis wird das endfällige Darlehen daher gerne in Kombination mit einer Lebensversicherung oder einem anderen fondsbasierten Sparprodukt angeboten. Der Kreditnehmer zahlt also neben dem Zinsanteil seines Darlehens eine monatliche Prämie in den Sparvertrag seiner Wahl. Am Ende der Laufzeit soll die offene Leihsumme mit dem in der Lebensversicherung angesparten Vermögen beglichen werden. Damit geht jedoch ein gewisses Risiko einher. Wenn die Zinsen für den Kredit beispielsweise höher ausfallen als die vom Anlageprodukt erzielte Rendite. Reicht das Sparguthaben nicht aus, um das Darlehen bei Fälligkeit zu begleichen, muss der Kreditnehmer den fehlenden Betrag aus eigener Tasche bezahlen.

Null-Prozent-Finanzierung

Null-Prozent-Finanzierungen werden vor allem von Elektronikhändlern, Möbelhäusern oder Baumärkten angeboten, die sich davon die Steigerung ihrer Umsätze erhoffen. Werden mit dieser Form des Finanzkaufs doch auch Kunden angesprochen, die beispielsweise für ein ohnehin teures Fernsehgerät nicht auch noch zusätzliche Kosten in Form von Zinsen bezahlen wollen. Für Null-Prozent-Finanzierungen erhebt die mit dem Händler kooperierende Bank während der vertraglich festgelegten Laufzeit keine Zinsen. Kunden sollten sich vor Vertragsschluss jedoch vergewissern, dass die Darlehenssumme zum Ende der Laufzeit auch wirklich abbezahlt ist. Schließlich wurden schon Fälle bekannt, in denen kleinere Raten als vereinbart abgebucht wurden, sodass der Kunde auf die verbleibende Schuld schließlich doch Zinsen zahlen musste.

Eine im Prinzip günstige Null-Prozent-Finanzierung kann sich durch den zusätzlichen Abschluss einer Restschuldversicherung stark verteuern. Zudem ist der Abschluss einer solchen Police bei Beträgen von weniger als 8000 Euro meist unnötig. Vor allem, wenn der Kreditnehmer jung, gesund und fest angestellt ist. Bei zinsfreien Finanzierungen gilt darüber hinaus kein Widerrufsrecht, wie es bei verzinsten Darlehen der Fall ist. Nur wenn Bearbeitungsgebühren erhoben oder eine Restschuldversicherung abgeschlossen wurde, kann der Kunde innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist vom Kaufvertrag zurücktreten.

Fazit

Mit einem Ratenkredit können sich Verbraucher Wünsche erfüllen, auf die sie andernfalls lange sparen müssten oder die im Falle von Hausbau oder Immobilienkäufen sogar gänzlich außerhalb ihrer finanziellen Reichweite lägen. Wird ein ursprünglich hoher Kaufpreis doch auf viele, vergleichsweise kleine Raten heruntergebrochen, die sich ein Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen bequem leisten kann, ohne dass er seinen Lebensstandard dafür gravierend einschränken müsste. Das gilt insbesondere in Niedrigzinsphasen, bei denen die anfallenden Gebühren den eigentlichen Kaufpreis in einem nur relativ geringem Maße erhöhen. Banken wiederum erzielen einen Großteil ihres Gewinnes über die von ihnen erhobenen Kreditzinsen. Kunden mit guter Bonität werden von ihnen daher mit offenen Armen empfangen und können aus einer breiten Palette günstiger Kreditangebote wählen.

Da es sich bei Ratenkrediten meist um langfristige Projekte handelt, deren Rückzahlung mehrere Jahre in Anspruch nimmt, besteht auch für solvente Verbraucher ein Restrisiko, die Raten irgendwann nicht mehr bedienen zu können. Arbeitslosigkeit, Krankheit oder kostspielige Scheidungen können die finanzielle Leistungsfähigkeit innerhalb kurzer Zeit drastisch verringern. Kreditnehmer sollten die unterschiedlichen Kreditarten und Angebote daher einem sorgfältigen Vergleich unterziehen und sowohl Darlehenssumme als auch Ratenhöhe so wählen, dass sie sich bequem mit ihren anderen Zahlungsverpflichtungen vereinbaren lässt.

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