Ein Sparplanrechner beantwortet zuerst drei einfache Fragen: Wie viel Geld zahlst du selbst ein, welcher rechnerische Endwert entsteht aus deinen Annahmen und wie groß ist der rechnerische Zuwachs? In der Basisansicht reichen dafür Startkapital, monatliche Sparrate, angenommener Jahresertrag und Laufzeit. Wenn du zusätzlich steigende Raten, laufende oder einmalige Kosten, Inflation und zwei Vergleichsszenarien berücksichtigen möchtest, wechselst du in den Expertenmodus.
Das Ergebnis ist keine Prognose. Der Rechner schreibt deine Eingaben mit einer konstanten Modellrendite fort. Tatsächliche Kurse, Verlustjahre, Ausschüttungen, Steuern, Zahlungsausfälle oder anbieterabhängige Buchungstermine kennt er nicht. Sein Nutzen liegt darin, Annahmen sauber zu trennen: Ein höherer Endwert kann aus mehr eigenen Einzahlungen, einer längeren Laufzeit oder einer höheren Renditeannahme entstehen. Das sind sehr unterschiedliche Ursachen.
Kostenloses Werkzeug Spiele durch, wie Startkapital, monatliche Einzahlungen, Laufzeit und eine konstante Rechenrendite zusammenwirken. Deine Eingaben bleiben in diesem Browser. Die Tabelle nutzt konstante Ertrags-, Kosten- und Inflationsannahmen. Reale Kapitalmärkte schwanken und können deutlich andere Verläufe liefern. Formel: Startkapital und monatliche Einzahlungen werden mit einem aus der Jahresrate abgeleiteten Monatsfaktor aufgezinst. Einzahlungen erfolgen rechnerisch am Monatsende. Im Expert-Modus steigt die Sparrate jährlich. Laufende Kosten werden monatlich vom Wert nach dem rechnerischen Zuwachs abgezogen. Die Kaufkraftrechnung diskontiert den Endwert mit der eingegebenen Inflation. Nicht enthalten sind Steuern, konkrete Wertschwankungen, Ausschüttungen, Spreads und Zahlungsausfälle. Kosten- und Ertragssätze sind konstante Rechenannahmen. Das Ergebnis ist keine Renditeprognose.Sparplan- und Zinseszins-Rechner
Dein Ergebnis
Expert-Auswertung
Jahr Startwert Einzahlungen Wertzuwachs Laufende Kosten Endwert So rechnen wir
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Basisansicht zeigt genau drei Ergebnisse:
- Eigene Einzahlungen: Startkapital plus alle Monatsraten.
- Rechnerischer Endwert: der modellierte Kontostand am Ende der Laufzeit.
- Rechnerischer Zuwachs: Endwert minus eigene Einzahlungen.
Beginne mit der Basisansicht, wenn du eine Sparrate grob einordnen oder die Wirkung von Laufzeit und Renditeannahme vergleichen möchtest. Öffne den Expertenmodus, sobald Kosten, eine jährlich steigende Sparrate oder Kaufkraft für deine Frage wichtig werden. Ändere bei Vergleichen am besten nur einen Wert. Dann erkennst du, was die Differenz verursacht.
Die Monatsrate wird jeweils am Ende des Monats eingebucht. Sie nimmt deshalb erst ab dem folgenden Monat an der modellierten Wertentwicklung teil. Der Startbetrag ist dagegen vom ersten Monat an im Bestand. Diese Reihenfolge erklärt, warum 12 Monatsraten nicht genauso wirken wie derselbe Betrag als Startkapital.
Basisansicht: vier Eingaben, drei Ergebnisse
Die Basisansicht ist bewusst einfach. Alle Geldbeträge werden in Euro eingegeben, die Rendite in Prozent pro Jahr und die Laufzeit in ganzen Jahren.
| Eingabe | Standardwert | Zulässiger Bereich | Schrittweite | Wirkung |
|---|---|---|---|---|
| Startkapital | 5.000 € | 0 € bis 10.000.000 € | 50 € | Ist ab Beginn im Modell investiert |
| Monatliche Sparrate | 200 € | 0 € bis 1.000.000 € | 10 € | Wird am Ende jedes Monats hinzugefügt |
| Angenommener Jahresertrag | 5,00 % | 0,00 % bis 100,00 % | 0,01 Prozentpunkte | Bestimmt die konstante Modellrendite |
| Laufzeit in Jahren | 10 | 1 bis 80 Jahre | 1 Jahr | Bestimmt die Zahl der Monatsperioden |
Der Jahresertrag ist deine Rechenannahme, keine Zusage und keine Erwartung des Rechners. Ein Wert von 5,00 bedeutet 5 Prozent pro Jahr, nicht 0,05 Prozent und auch nicht 5 Prozent pro Monat. Die Laufzeit akzeptiert nur ganze Jahre. Für zehn Jahre rechnet das Modell daher mit 120 Monaten.
So nutzt du die Basisrechnung
- Trage nur das Kapital als Startbetrag ein, das zu Beginn tatsächlich verfügbar wäre.
- Wähle eine Monatsrate, die du regelmäßig aufbringen könntest.
- Setze eine Laufzeit in ganzen Jahren.
- Gib einen fiktiven Jahresertrag ein und kennzeichne ihn für dich als Annahme.
- Lies zuerst die eigenen Einzahlungen, danach Endwert und Zuwachs.
- Ändere für einen Vergleich genau eine Eingabe, etwa die Laufzeit oder die Monatsrate.
Eine hohe Zahl beim rechnerischen Endwert ist für sich allein wenig aussagekräftig. Wenn du die Monatsrate verdoppelst, steigt der Endwert vor allem deshalb, weil du mehr eigenes Geld einzahlst. Wenn du nur die angenommene Rendite erhöhst, steigt dagegen der modellierte Zuwachs, ohne dass dadurch die Annahme wahrscheinlicher wird.
Vollständiges Beispiel für die Basisansicht
Nehmen wir als rein fiktive Annahmen 5.000 € Startkapital, 200 € Monatsrate, 5,00 % Jahresertrag und 10 Jahre Laufzeit. Der Rechner liefert:
| Ergebnis | Betrag |
|---|---|
| Eigene Einzahlungen | 29.000,00 € |
| Rechnerischer Endwert | 39.017,09 € |
| Rechnerischer Zuwachs | 10.017,09 € |
Die Einzahlungen lassen sich leicht kontrollieren: 5.000 € Startkapital plus 120 Monatsraten zu 200 € ergeben 29.000 €. Der Zuwachs ist 39.017,09 € minus 29.000 €, also 10.017,09 €. Dieser Zuwachs entsteht nur unter der konstanten fiktiven Renditeannahme und der festgelegten monatlichen Rechenfolge.
Als Nullkontrolle kannst du 1.000 € Startkapital, 100 € Monatsrate, 0,00 % Jahresertrag und 2 Jahre eingeben. Dann sind eigene Einzahlungen und Endwert jeweils 3.400 €, der Zuwachs beträgt 0 €. Wenn eine Rendite von null eingetragen ist und keine Kosten wirken, darf der Rechner keinen Wertzuwachs erzeugen.
Expertenmodus: fünf zusätzliche Stellschrauben
Im Expertenmodus bleiben die vier Basiswerte erhalten. Dazu kommen fünf Felder. Mehr Eingaben machen eine Rechnung nicht automatisch realistischer. Sie helfen nur, wenn du die Annahmen nachvollziehbar festlegen und einzeln vergleichen kannst.
| Eingabe | Standardwert | Zulässiger Bereich | Schrittweite | Wirkung |
|---|---|---|---|---|
| Jährliche Erhöhung der Sparrate | 2,0 % | 0,0 % bis 25,0 % | 0,1 Prozentpunkte | Erhöht die Monatsrate zu Beginn jedes neuen Sparjahres |
| Laufende Kosten pro Jahr | 0,40 % | 0,00 % bis 20,00 % | 0,01 Prozentpunkte | Werden monatlich vom Bestand nach der Wertentwicklung abgezogen |
| Einmalige Kosten | 0 € | 0 € bis 1.000.000 € | 1 € | Sind ein separater Geldabfluss, keine Kürzung des investierten Bestands |
| Inflationsannahme pro Jahr | 2,0 % | 0,0 % bis 25,0 % | 0,1 Prozentpunkte | Rechnet nominale Endwerte in heutige Kaufkraft um |
| Abstand für niedriges und hohes Ertragsszenario | 3,0 Prozentpunkte | 0,0 bis 50,0 Prozentpunkte | 0,1 Prozentpunkte | Wird vom Basisertrag abgezogen oder zu ihm addiert |
Jährliche Erhöhung der Sparrate
Eine Erhöhung um 2 Prozent bedeutet nicht, dass jedes Jahr 2 € hinzukommen. Zu Beginn jedes neuen Sparjahres wird die bisherige Monatsrate mit 1,02 multipliziert und auf Cent gerundet. Bei 200 € beginnt das zweite Sparjahr daher mit 204,00 € pro Monat. Die nächste Erhöhung baut auf der bereits erhöhten Rate auf.
Allgemein gilt für das folgende Sparjahr:
neue Monatsrate = bisherige Monatsrate × (1 + Erhöhung / 100)
Die höhere Rate verändert die Summe deiner eigenen Einzahlungen und damit auch den möglichen Endwert. Sie ist keine zusätzliche Rendite. Prüfe deshalb, ob eine geplante Erhöhung auch zu deinem späteren Budget passen könnte.
Laufende Kosten
Der eingegebene Jahresprozentsatz wird wie eine effektive Jahresrate in einen Monatsfaktor umgerechnet. Die monatlichen Kosten werden nach dem monatlichen Wertzuwachs auf den dann vorhandenen Bestand berechnet, auf Cent gerundet und abgezogen. Erst danach kommt die Monatsrate hinzu.
Das Modell kann nur den einen Prozentsatz berücksichtigen, den du eingibst. Es prüft nicht, ob damit alle Kosten eines konkreten Produkts erfasst sind. Ausgaben wie Spreads, wechselnde Gebühren, Steuern oder besondere Transaktionskosten sind nicht automatisch enthalten.
Einmalige Kosten
Die einmaligen Kosten sind ein separat gezahlter Geldabfluss. Sie werden nicht vom investierten Startkapital oder vom Endwert abgezogen und erscheinen nicht in der Jahrestabelle. Sie erhöhen aber deine gesamten Auszahlungen, die ausgewiesenen Kosten und die Kostenwirkung. Entsprechend verringern sie das Ergebnis nach Einzahlungen und Einmalkosten.
Das lässt sich isoliert zeigen: Bei 5.000 € Startkapital, 200 € Monatsrate, 5,00 % Jahresertrag und 10 Jahren beträgt der Endwert 39.017,09 €. Werden ausschließlich 100 € einmalige Kosten ergänzt, bleibt der Endwert exakt 39.017,09 €. Die gesamten Auszahlungen steigen von 29.000 € auf 29.100 €, und das Ergebnis nach Einzahlungen und Einmalkosten beträgt 9.917,09 €.
Inflation
Die Inflationsannahme verändert nicht den nominalen Endwert. Sie teilt den späteren nominalen Betrag durch den angenommenen Preisanstieg über die gesamte Laufzeit. So entsteht eine Vergleichsgröße in heutiger Kaufkraft.
Der Verbraucherpreisindex von Destatis misst die durchschnittliche Preisentwicklung der von privaten Haushalten gekauften Waren und Dienstleistungen. Deine persönliche Teuerung kann davon abweichen, weil dein Haushalt andere Ausgabenanteile haben kann. Verwende die Inflationsrate deshalb als veränderbare Annahme, nicht als persönliche Vorhersage.
Niedriges und hohes Ertragsszenario
Du gibst keine zwei zusätzlichen Renditen ein. Stattdessen legst du einen Abstand in Prozentpunkten fest. Bei einer Basisannahme von 5 Prozent und einem Abstand von 3 Prozentpunkten rechnet das niedrigere Szenario mit 2 Prozent und das höhere mit 8 Prozent. Alle anderen Eingaben bleiben gleich.
Das niedrigere Szenario darf negativ werden. Bei 1 Prozent Basisannahme und 3 Prozentpunkten Abstand verwendet es minus 2 Prozent. Mit 1.000 € Startkapital, 100 € Monatsrate und 2 Jahren ergeben sich in diesem Kontrollfall 3.314,52 € im niedrigeren Szenario, 3.443,14 € im Basisszenario und 3.574,14 € im höheren Szenario.
Diese drei Verläufe sind deterministische Rechenvergleiche. Sie sind weder Wahrscheinlichkeiten noch Marktsimulationen. Ein Abstand von 3 Prozentpunkten bedeutet nicht, dass der tatsächliche Verlauf mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit zwischen den beiden Ergebnissen liegen wird.
Die Ergebnisse im Expertenmodus richtig lesen
Zusätzlich zu den drei Basiswerten zeigt der Expertenmodus zehn Kennzahlen:
- Eigene Auszahlungen inklusive Einmalkosten: eigene Einzahlungen plus separat gezahlte Einmalkosten.
- Ergebnis nach Einzahlungen und Einmalkosten: Endwert minus eigene Einzahlungen minus Einmalkosten.
- Laufende und einmalige Kosten: Summe der centgenau berechneten laufenden Kosten und der Einmalkosten.
- Geschätzte Kostenwirkung inklusive Einmalkosten: Abstand zu einer ansonsten gleichen Rechnung ohne laufende Kosten, zuzüglich der separaten Einmalkosten.
- Endwert in heutiger Kaufkraft: nominaler Endwert geteilt durch den Inflationsfaktor.
- Monatliche Sparrate im letzten Jahr: nach allen jährlichen Erhöhungen geltende Monatsrate.
- Endwert im niedrigeren Ertragsszenario: Ergebnis mit Basisertrag minus Szenarioabstand.
- Niedrigeres Szenario in heutiger Kaufkraft: niedrigerer nominaler Endwert nach Inflationsumrechnung.
- Endwert im höheren Ertragsszenario: Ergebnis mit Basisertrag plus Szenarioabstand.
- Höheres Szenario in heutiger Kaufkraft: höherer nominaler Endwert nach Inflationsumrechnung.
Der Rechner weist keinen separaten Bruttoendwert aus. Der rechnerische Zuwachs ist der Endwert minus eigene Einzahlungen, nachdem die eingegebenen laufenden Kosten im Monatsmodell bereits berücksichtigt wurden. Die geschätzte Kostenwirkung stammt aus einem eigenen Vergleich mit einer kostenfreien Rechnung. Diese Größen beantworten unterschiedliche Fragen und sollten nicht miteinander verwechselt werden.
Vollständiges Expertenbeispiel
Für ein zusammenhängendes Beispiel verwenden wir folgende rein fiktive Annahmen:
- 5.000 € Startkapital
- 200 € monatliche Sparrate
- 5,00 % angenommener Jahresertrag
- 10 Jahre Laufzeit
- 2,0 % jährliche Erhöhung der Sparrate
- 0,40 % laufende Kosten pro Jahr
- 100 € einmalige Kosten
- 2,0 % Inflationsannahme
- 3,0 Prozentpunkte Szenarioabstand
Der Rechner ermittelt 31.278,80 € eigene Einzahlungen und 40.674,72 € Endwert. Der rechnerische Zuwachs nach laufenden Kosten beträgt damit 9.395,92 €. Einschließlich der 100 € Einmalkosten fließen insgesamt 31.378,80 € aus deinem Haushalt ab. Das Ergebnis nach Einzahlungen und Einmalkosten ist 40.674,72 € minus 31.278,80 € minus 100 €, also 9.295,92 €.
| Expertenkennzahl | Ergebnis |
|---|---|
| Eigene Auszahlungen inklusive Einmalkosten | 31.378,80 € |
| Ergebnis nach Einzahlungen und Einmalkosten | 9.295,92 € |
| Laufende und einmalige Kosten | 939,31 € |
| Geschätzte Kostenwirkung inklusive Einmalkosten | 1.105,99 € |
| Endwert in heutiger Kaufkraft | 33.367,44 € |
| Monatliche Sparrate im letzten Jahr | 239,01 € |
| Endwert im niedrigeren Ertragsszenario | 34.234,27 € |
| Niedrigeres Szenario in heutiger Kaufkraft | 28.084,03 € |
| Endwert im höheren Ertragsszenario | 48.494,40 € |
| Höheres Szenario in heutiger Kaufkraft | 39.782,30 € |
Die laufenden und einmaligen Kosten von 939,31 € sind die tatsächlich im Modell summierten Kostenbeträge. Die geschätzte Kostenwirkung von 1.105,99 € ist größer, weil ohne laufende Kosten nicht nur Abzüge entfielen. Das nicht abgezogene Geld könnte im Modell außerdem weitere Erträge erzielen. Die 100 € Einmalkosten werden in beiden Kennzahlen berücksichtigt, beeinflussen aber den investierten Bestand nicht.
Die Kaufkraftwerte beruhen nur auf der fiktiven Inflationsannahme von 2 Prozent pro Jahr. Der nominale Basierendwert von 40.674,72 € entspricht in diesem Modell 33.367,44 € heutiger Kaufkraft. Das ist keine Aussage darüber, was du in zehn Jahren tatsächlich kaufen kannst.
Kontrolle des ersten und letzten Jahres
Die Jahrestabelle stimmt den Verlauf centgenau ab. Für das erste Jahr des Beispiels gilt:
5.000,00 € + 303,99 € Wertzuwachs - 24,92 € laufende Kosten + 2.400,00 € Einzahlungen = 7.679,07 € Endwert
Im letzten Jahr lautet die Abstimmung:
36.093,23 € + 1.866,41 € Wertzuwachs - 153,04 € laufende Kosten + 2.868,12 € Einzahlungen = 40.674,72 € Endwert
Die 100 € Einmalkosten fehlen bewusst in beiden Zeilen. Sie sind ein separater Geldabfluss und kein Posten des investierten Jahresbestands.
So rechnet der Sparplanrechner
Der Rechner arbeitet Monat für Monat. Für jede Periode ist die Reihenfolge fest:
- Ausgangspunkt ist der Bestand zu Monatsbeginn.
- Auf diesen Bestand wird der auf Cent gerundete monatliche Wertzuwachs angewandt.
- Auf den Bestand nach dem Wertzuwachs werden die auf Cent gerundeten laufenden Kosten berechnet und abgezogen.
- Am Monatsende wird die Monatsrate hinzugefügt.
Die eingegebene Jahresrendite p wird effektiv in eine Monatsrate umgerechnet:
r_m = (1 + p / 100)^(1/12) - 1
Bei einer Eingabe von 5,00 ist p also 5,00 und der Rechner verwendet 0,05 innerhalb der Potenz. Für laufende Kosten wird derselbe Typ effektiver Umrechnung verwendet. Der monatliche Kostenbetrag bezieht sich auf den Bestand nach dem Wertzuwachs und vor der Monatsrate.
Zu Beginn jedes neuen Sparjahres wird eine eingegebene Sparratensteigerung auf die bisherige Monatsrate angewandt. Die neue Rate wird auf Cent gerundet. Startbestand, Monatsrate, jeder monatliche Wertzuwachs, jeder monatliche Kostenbetrag und jede jährliche Ratenerhöhung werden als Centwerte verarbeitet. Die Jahrestabelle summiert diese Werte und stimmt mit dem Endbestand überein.
Geschlossene Formel als Plausibilitätskontrolle
Ohne Kosten, Sparratensteigerung und monatliche Centrundung lässt sich ein Sparplan mit Rate am Monatsende auch über eine geschlossene Referenzformel beschreiben. Mit m Monatsperioden, Startkapital K0, Monatsrate R und Monatsrendite r_m gilt:
K_m = K0 × (1 + r_m)^m + R × ((1 + r_m)^m - 1) / r_m
Für eine Rendite von null wird der Ratenanteil einfach als R × m gerechnet. Diese Formel ist eine nützliche Plausibilitätskontrolle, aber nicht die vollständige Implementierung des Expertenmodus. Der Rechner führt ein monatliches Cent-Ledger, zieht laufende Kosten nach dem Wertzuwachs ab und kann die Rate jährlich erhöhen. Deshalb kann eine ungerundete Tabellenkalkulation um Centbeträge abweichen.
Die Kaufkraftrechnung teilt jeden nominalen Szenario-Endwert durch:
(1 + i / 100)^Jahre
Dabei ist i die eingegebene Inflationsannahme in Prozent. Die Umrechnung ändert weder Einzahlungen noch nominalen Endwert. Sie stellt nur eine zweite Sicht auf denselben späteren Geldbetrag bereit.
Jahrestabelle, Drucken und CSV
Die Jahrestabelle hat sechs Spalten:
- Jahr
- Startwert
- Einzahlungen
- Wertzuwachs
- Laufende Kosten
- Endwert
Jede Zeile beginnt mit dem Bestand am Jahresanfang und endet mit dem Bestand nach zwölf Monatsperioden. Die Summe aus Startwert, Wertzuwachs und Einzahlungen abzüglich laufender Kosten muss den Endwert ergeben. Einmalige Kosten stehen nicht in der Tabelle, weil sie den investierten Bestand nicht verändern.
Du kannst die Ergebnisansicht über die Druckfunktion deines Browsers ausgeben. Im Expertenmodus steht außerdem ein CSV-Export mit dem Dateinamen kreditzentrale-sparplan.csv bereit. Die Datei hilft dir, Jahreswerte in einer Tabellenkalkulation nachzuvollziehen. Der Rechner erzeugt keine Verlaufsgrafik und keinen eigenen PDF-Export. Falls du eine PDF-Datei brauchst, kannst du je nach Browser den Druckdialog und dessen PDF-Funktion verwenden. Das ist dann eine Browserfunktion, kein eigener Rechnerexport.
Notiere zu einem Export immer auch die Eingaben und das Rechendatum. Eine CSV mit Jahreswerten ist sonst später schwer einzuordnen, wenn du zwischenzeitlich Rendite, Kosten oder Sparrate verändert hast.
Ergebnisse sinnvoll vergleichen
Ein guter Vergleich ändert nur eine Stellschraube. Speichere beispielsweise einen Basisfall und rechne danach getrennte Varianten:
- Monatsrate höher oder niedriger
- Laufzeit länger oder kürzer
- Jahresertrag vorsichtiger oder günstiger
- laufende Kosten auf null und anschließend auf den Wert aus den Unterlagen
- Sparratensteigerung mit 0 Prozent und mit einer für dich denkbaren Erhöhung
- Inflation mit verschiedenen eigenen Annahmen
Vergleiche nicht nur Endwerte. Prüfe bei jeder Variante auch eigene Einzahlungen, Ergebnis nach Einzahlungen, laufende Kosten, Kostenwirkung und Kaufkraft. Eine längere Laufzeit kann den Endwert stark erhöhen, bindet dein Modell aber auch an einen späteren Zieltermin. Eine höhere Sparrate kann robuster sein als eine optimistische Renditeannahme, belastet aber dein laufendes Budget stärker.
Wenn das niedrigere Szenario deutlich unter deinem Ziel liegt, ist das kein Beweis gegen einen Sparplan. Es zeigt, wie empfindlich dein Ziel gegenüber der gewählten konstanten Rendite ist. Du kannst dann mit niedrigerer Rate, anderem Zieltermin, größerem Startkapital oder einem geringeren Zielbetrag weitere Varianten rechnen. Der Rechner entscheidet nicht, welche davon zu dir passt.
Kosten und Produktunterlagen prüfen
Übertrage Kosten nicht aus einer Werbezahl, ohne die Einheit und Bezugsgröße zu verstehen. Der Rechner erwartet laufende Kosten als jährlichen Prozentsatz des Bestands und einmalige Kosten als festen Eurobetrag. Ein Produkt kann andere Gebührenarten oder eine andere Abzugslogik haben. Dann ist die Eingabe nur eine Annäherung.
Bei offenen Publikumsinvestmentvermögen regelt § 164 KAGB die Erstellung und Bereitstellung des Verkaufsprospekts sowie, soweit erforderlich, des Basisinformationsblatts. § 165 KAGB nennt Mindestangaben des Verkaufsprospekts, darunter Informationen, die für ein fundiertes Urteil nötig sind, und Kostenangaben. Entscheidend bleiben die aktuellen Unterlagen des konkreten Produkts.
Für Wertpapierdienstleistungsunternehmen enthält § 63 WpHG allgemeine Verhaltens- und Informationspflichten. § 64 WpHG enthält besondere Vorgaben für Anlageberatung und Finanzportfolioverwaltung. Diese Regeln machen aus der Modellrechnung keine individuelle Beratung. Sie zeigen vielmehr, warum ein Rechner die produktbezogenen Informationen und eine persönliche Eignungsprüfung nicht ersetzen kann.
Die gemeinsame Verbraucherinformation „Geld anlegen“ von BaFin und BAGSO ordnet Anlageziel, finanzielle Lage, Zeithorizont, Risikobereitschaft und Liquidität als wichtige Fragen ein. Nutze den Rechner deshalb erst für die Mathematik und prüfe anschließend, ob Produkt, Verfügbarkeit und Risiko zu deinem Zweck passen.
Was die Rechnung nicht enthält
Der Sparplanrechner modelliert keine tatsächliche Marktentwicklung. Nicht enthalten sind insbesondere:
- schwankende Renditen und die Reihenfolge guter oder schlechter Monate
- Ausschüttungen und deren konkrete Wiederanlage
- Spreads und anbieterabhängige Ausführungskosten
- Steuern, Freibeträge und persönliche steuerliche Merkmale
- Zahlungsausfälle oder Insolvenzrisiken
- konkrete Buchungs- und Ausführungstage eines Anbieters
- Sparpausen, ausgelassene Raten und spätere Entnahmen
- Änderungen von Gebühren, Sparrate oder Produktbedingungen innerhalb eines Sparjahres
Eine konstante negative Rendite im niedrigeren Szenario bildet ebenfalls keine typische Abfolge realer Verluste ab. Sie ist eine mathematische Empfindlichkeitsrechnung. Bei konkreten Produkten solltest du außerdem prüfen, ob Einzahlungen jederzeit geändert oder ausgesetzt werden können und wie verfügbar das Geld während der Laufzeit bleibt.
Häufige Fehler
Prozent und Prozentpunkte verwechseln
Wenn der Basisertrag 5 Prozent und der Szenarioabstand 3 Prozentpunkte beträgt, rechnet das niedrigere Szenario mit 2 Prozent, nicht mit 4,85 Prozent. Der Abstand wird direkt abgezogen oder addiert.
Die Einmalkosten vom Endwert abziehen
Das ist nicht die Rechnerlogik. Die Einmalkosten sind ein zusätzlicher Geldabfluss. Sie ändern das Ergebnis nach Einzahlungen, Kosten und Kostenwirkung, aber nicht den investierten Endwert oder die Jahrestabelle.
Eine höhere Sparrate als Renditeerfolg lesen
Mehr Einzahlungen können den Endwert erhöhen, auch wenn die Renditeannahme unverändert bleibt. Prüfe deshalb immer die eigenen Einzahlungen neben dem Zuwachs.
Monatsanfang und Monatsende gleichsetzen
Die Monatsrate kommt hier am Monatsende hinzu. Eine Tabellenkalkulation, die sie schon am Monatsanfang verzinst, wird bei positiven Renditen einen höheren Wert ausweisen.
Nur den nominalen Endwert betrachten
Ein späterer Eurobetrag sagt noch nichts über seine heutige Kaufkraft. Nutze den Kaufkraftwert als zweite Perspektive, aber behandle auch die Inflationsrate als Annahme.
Geschlossene Formel und Cent-Ledger vermischen
Die Referenzformel rechnet ohne die monatliche Kostenfolge und meist mit ungerundeten Zwischenwerten. Der Rechner rundet monatliche Wertentwicklung, Kosten und Ratenerhöhungen auf Cent. Kleine Abweichungen sind deshalb kein Rechenfehler, solange die Jahreszeilen centgenau aufgehen.
Alle Produktkosten als enthalten ansehen
Berücksichtigt werden nur der eingegebene laufende Prozentsatz und der eingegebene einmalige Eurobetrag nach der beschriebenen Logik. Weitere Kosten und Steuern verschwinden nicht dadurch, dass der Rechner kein Feld dafür hat.
Sinnvolle nächste Schritte
- Rechne zuerst einen einfachen Basisfall und kontrolliere deine Einzahlungen.
- Öffne danach den Expertenmodus und ergänze Kosten aus den aktuellen Produktunterlagen.
- Rechne eine vorsichtigere Variante, ohne gleichzeitig Monatsrate oder Laufzeit zu verändern.
- Vergleiche nominalen Endwert und heutige Kaufkraft.
- Prüfe, ob die Monatsrate auch neben Rücklagen und unerwarteten Ausgaben tragbar bleibt.
- Exportiere die Jahreswerte als CSV oder drucke die Ergebnisansicht für deine Unterlagen.
- Wiederhole die Rechnung, wenn sich Rate, Zieltermin, Kosten oder Produktbedingungen ändern.
Für die nächsten Fragen helfen drei weitere Rechner und Übersichten:
- Mit dem Inflationsrechner kannst du Kaufkraftänderungen separat untersuchen.
- Der Notgroschen-Rechner hilft dir, eine liquide Reserve vor einer langfristigen Sparrate einzuordnen.
- Im Bereich Tagesgeld findest du Grundlagen für kurzfristig verfügbare Rücklagen und Zinsen.
Datenschutz
Die Berechnung läuft lokal in deinem Browser. Für die Rechenfunktion müssen deine eingegebenen Beträge, Prozentsätze und Laufzeiten nicht an einen Server übertragen oder dauerhaft gespeichert werden. Wenn du druckst oder eine CSV-Datei herunterlädst, entsteht eine Datei beziehungsweise Druckausgabe auf deinem Gerät. Achte bei gemeinsam genutzten Geräten selbst darauf, wo du diese Unterlagen speicherst.
FAQ
Ist die eingegebene Rendite eine Prognose?
Nein. Sie ist eine konstante fiktive Annahme für einen Rechenvergleich. Reale Wertentwicklungen schwanken und können auch negativ sein.
Wann wird die Monatsrate berücksichtigt?
Die Rate wird am Ende jedes Monats hinzugefügt. Zuerst rechnet das Modell den Wertzuwachs auf den Anfangsbestand, danach die laufenden Kosten und zuletzt die Einzahlung.
Warum ist die Sparrate im letzten Jahr höher?
Wenn du eine jährliche Erhöhung eingibst, wird die bisherige Monatsrate zu Beginn jedes neuen Sparjahres prozentual erhöht und auf Cent gerundet. Bei 0 Prozent bleibt sie über die gesamte Laufzeit gleich.
Warum mindern einmalige Kosten den Endwert nicht?
Der Rechner behandelt sie als separat bezahlten Geldabfluss. Sie erhöhen deine Auszahlungen und verringern das Ergebnis nach Einzahlungen, werden aber nicht aus dem investierten Bestand entnommen.
Warum ist die Kostenwirkung höher als die Summe der laufenden Kosten?
Ohne laufende Abzüge bliebe mehr Geld im Modell und könnte weitere rechnerische Erträge erzielen. Die Kostenwirkung berücksichtigt diesen Unterschied zum kostenfreien Vergleich. Die separate Einmalgebühr kommt hinzu.
Kann das niedrigere Szenario mit einer negativen Rendite rechnen?
Ja. Wenn der Szenarioabstand größer als die Basisrendite ist, wird die Differenz negativ. Das ist zulässig und zeigt einen konstanten rechnerischen Verlustpfad, keine Wahrscheinlichkeit.
Was bedeutet Endwert in heutiger Kaufkraft?
Der nominale Endwert wird durch den über die Laufzeit aufgelaufenen Inflationsfaktor geteilt. Das Ergebnis ist eine Vergleichsgröße unter deiner Inflationsannahme und keine exakte Vorhersage deiner persönlichen Kaufkraft.
Sind Steuern enthalten?
Nein. Der Rechner berücksichtigt weder persönliche Freibeträge noch konkrete steuerliche Regeln. Auch Spreads, Ausschüttungen und weitere produktabhängige Kosten sind nicht automatisch enthalten.
Warum weicht meine Tabellenkalkulation um einige Cent ab?
Der Rechner rundet jeden monatlichen Wertzuwachs, jeden monatlichen Kostenbetrag und jede jährliche Ratenerhöhung auf Cent. Eine ungerundete Formel kann deshalb leicht abweichen. Vergleiche für eine genaue Kontrolle die Jahreszeilen.
Welche Exportmöglichkeiten gibt es?
Du kannst die Ergebnisansicht über den Browser drucken und im Expertenmodus die Jahrestabelle als kreditzentrale-sparplan.csv exportieren. Eine eigene Grafik oder ein eigener PDF-Export gehören nicht zum Rechner.
Quellen, Stand und Aktualisierung
Die Erklärung der Rechenlogik entspricht dem Sparplanrechner mit Basis- und Expertenmodus in der am 1. August 2026 geprüften Fassung. Die Zahlenbeispiele wurden mit denselben Eingaben gegen die monatliche Centrechnung und die Jahrestabelle abgestimmt.
Für Inflation und Kaufkraft wurde der Verbraucherpreisindex von Destatis herangezogen. Die Hinweise zu Produktinformationen beziehen sich auf § 164 KAGB, § 165 KAGB, § 63 WpHG und § 64 WpHG. Die allgemeine Einordnung zu Anlageziel, Laufzeit, Risiko und Liquidität stützt sich auf die gemeinsame BaFin- und BAGSO-Verbraucherinformation „Geld anlegen“.
Eine erneute redaktionelle und rechnerische Prüfung ist nötig, wenn sich Feldnamen, Standardwerte, zulässige Bereiche, Monatsreihenfolge, Rundung, Kostenlogik, Ergebnisbezeichnungen, Szenarien oder Exporte ändern. Die Quellen sollten ebenfalls neu geprüft werden, wenn sich die verlinkten gesetzlichen Vorschriften, Produktinformationspflichten oder die Methodik des Verbraucherpreisindex ändern.