Bonitätscheck

Mit einem Bonitätscheckscheck durchleuchten Banken, Händler potenzielle Kunden. Auch Vermieter wollen so ihre Mieter prüfen. Auf diese weise wollen sie sicher gehen, dass deren Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist.

Im schlimmsten Fall kommt keine Geschäftsbeziehung oder kein Mietvertrag zustande.

  • Viele Verbraucher kennen den Vorgang aus der Praxis.
  • Vor allem, wenn sie im Internet einkaufen wollen, ist auf einmal kein Kauf auf Rechnung mehr möglich.
  • Meistens ist ein automatisierter Bonitätscheck der Grund, das so sogenannte Scoring.
  • Bei diesem Vorgang werden riesige Datenmengen ausgewertet.
  • Anhand der Erfahrungen, die in der Vergangenheit gesammelt wurden, erfolgt eine Prognose.

Sie sagt aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der potenzielle Vertragspartner oder Kunde seine Raten tilgt oder die Rechnungen begleicht. In dem Rating verstecken sich viele Informationen, wie etwa das Einkommen und die Zahlungsmoral in den vergangenen Jahren, das Wohnumfeld und sogar die Staatsangehörigkeit. Für den Bonitätscheck stehen verschiedene Auskunfteien zur Verfügung. Die Schufa, Creditreform oder Infoscore sind nur einige Beispiele.

Rahmen setzt das Bundesdatenschutzgesetz

Nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist die Überprüfung der Bonität rechtlich zulässig. Allerdings müssen die Betroffenen einwilligen. Eine solche Zusage muss der Kunde, Vertragspartner oder zukünftige Mieter ganz bewusst geben. Sie darf sich nicht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters verstecken. Es gibt jedoch Ausnahmen. Eine solche liegt vor und ist durch das BDSG gedeckt, wenn der Händler ein berechtigtes Interesse vorweisen kann. Das ist immer dann der Fall, wenn Güter auf Rechnung gekauft werden. Dann tritt nämlich der Händler in eine Vorleistung und geht damit ein finanzielles Risiko ein. In diesem Fall darf er einen Bonitätscheck auch ohne die ausdrückliche Einwilligung vornehmen. Nach Datenschutzrecht ist das zulässig. Informiert werden muss der Kunde dennoch. Hinweise darauf, dass der Händler die Zahlungsfähigkeit des Kunden prüft, stehen in der Erklärung über den Datenschutz.

Eigene Daten prüfen

Jeder Verbraucher hat das Recht darauf, zu erfahren, was Auskunfteien über ihn gespeichert haben. Auch welche Kriterien einer Berechnung zugrunde liegen und was ihre Bedeutung ist, dürfen die Kunden bei den verschiedenen Dienstleistern abfragen. Wie der Score-Wert zustande kommt, darüber dürfen die Auskunfteien nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) schweigen. Einmal pro Jahr steht Privatpersonen ein solcher Auskunftsanspruch zu. Dabei können sie auch feststellen, ob es bei den Einträgen, zum Beispiel bei der Schufa, Fehler gibt. Manchmal kommt es vor, dass Vertragspartner unrichtige Informationen weitergeben. Entdeckt ein Kunde einen solchen Fehler, darf er die Korrektur verlangen. Er teilt sein Anliegen der Schufa schriftlich mit und legt dem Schreiben Unterlagen bei, die seine Ansicht beweisen. Dazu gehören Löschungsbescheide oder Quittungen. Meist reagieren die Auskunfteien und nehmen die falschen Informationen aus den Datensätzen. Gibt es Zweifel und Auseinandersetzungen, helfen auch Verbraucherzentralen.

Eigene Bonitätsabfragen vor dem Kreditantrag

Bei einer Bonitätsabfrage der Bank in Zusammenhang mit einem Kreditantrag haben viele Verbraucher Sorge. Sie befürchten, oft durchaus zu Recht, dass das Ergebnis negativ ausfallen könnte. Problematisch ist nicht nur, dass kein Kreditvertrag zustande kommt. Eine direkte Kreditanfrage, die nicht zu Kredit führt, wird auch bei der SCHUFA negativ bewertet mit der Folge, dass weitere Bonitätsabfragen ein noch schlechteres Ergebnis bringen werden.

Eine eigene Bonitätsprüfung verschafft einen ersten Eindruck, bevor ein anderer davon erfährt. Im Internet gibt es diverse Möglichkeiten, einen Bonitätscheck online und gratis zu erhalten.

  • Auch wenn die SCHUFA auf ihrer Website primär die umfassenden Auskunfts-Pakete gegen eine monatliche Gebühr bewirbt, so ist sie doch verpflichtet, die Basisauskunft einmal jährlich kostenlos zu erteilen.
  • Sie finden diese Möglichkeit unter dem Stichwort Datenübersicht nach § 34 BDSG.
  • Die Abkürzung steht für Bundesdatenschutzgesetz, denn hier ist Ihr Auskunftsrecht gesetzlich verankert.

Neben der offiziellen Bonitätsabfrage bei der SCHUFA bieten auch Vergleichsportale kostenlos Bonitätseinschätzungen an. Diese orientieren sich an wenigen Eingabedaten und sind deshalb in wenigen Minuten anonym durchzuführen. Abgefragt wird in der Regel zunächst der Kreditwunsch, also die benötigte Summe und die Laufzeit. Daraus wird die zu erwartende monatliche Rate für Tilgung und Zinsen bestimmt und mit dem ebenfalls anzugebenden Einkommen des Kreditsuchenden verglichen. Geraten Sie in den roten Bereich, ist die Belastung zu hoch. Verlängern Sie in diesem Fall die gewünschte Laufzeit des Kredits. Natürlich kann ein einfacher Online-Rechner nur eine sehr grobe Einschätzung liefern. Sie geben nämlich keine Auskunft zum Beispiel über Miete oder Lebenshaltungskosten. Besser ist, wenn Sie selbst rechnen, wie viel Geld Ihnen im Monat bleibt und damit für die Rückzahlung eines Ratenkredits zur Verfügung steht.

Probleme der Vergangenheit reduzieren die Bonität

Weitere Punkte einer Bonitätsabfrage betreffen Ihre Zahlungshistorie. Wenn Sie schon einmal einen Kredit hatten oder vielleicht noch bezahlen, ist das grundsätzlich nicht negativ, vorausgesetzt, Sie sind mit der Rückzahlung nicht in Verzug. Allerdings reduzieren laufende Verpflichtungen das verfügbare Einkommen. Rücklastschriften auf Ihrem Konto lassen dagegen auf Zahlungsschwierigkeiten schließen. Auch die Quelle Ihres Einkommens ist wichtig: Beziehen Sie Lohn oder Gehalt? Wenn ja, wie lange sind Sie schon beim selben Arbeitgeber beschäftigt? Bei einem Arbeitsverhältnis, das erst seit wenigen Monaten besteht, befinden Sie sich möglicherweise noch in der Probezeit und genießen keinerlei Kündigungsschutz. Noch problematischer sind Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Grundsicherung.

Eine ungünstige Bonitätsauskunft bedeutet nicht, dass Sie keinen Kredit bekommen. Sie werden ihn aber mit höheren Zinsen bezahlen müssen, denn der Zinssatz ist auch ein Ausgleich für das Risiko eines Zahlungsausfalls. Sind Sie auf Wohnungssuche, wird der Vermieter wahrscheinlich einen Mieter mit höherer Bonität bevorzugen. Haben Sie das Gefühl, ständig in Geldnot zu sein und Kredite nur noch zu untragbaren Konditionen zu erhalten, lassen Sie sich einen Termin bei einer Schuldnerberatung geben. Hier zeigt man Ihnen Möglichkeiten auf, durch Umschuldung eine Privatinsolvenz zu vermeiden.

Wo kann ich etwas über meine Bonität erfahren

Bevor man bei einer Bank oder Sparkasse nach einem Kredit fragt, sollte man seine Bonität prüfen. Schließlich tun die Kreditinstitute das auch. Und nichts ist schlimmer, als eine böse Überraschung zu erleben. Bonität prüfen heißt in erster Linie, eine Eigenauskunft bei der Schufa einzuholen. Damit erfährt man auch, was dort über die eigene Kreditwürdigkeit gespeichert wurde.

Außerdem kann man beim Schufa Eintrag sehen, ob es Fehleinträge gibt. Sie können korrigiert werden.

  • Wo sind überall meine Daten abgespeichert, fragen sich viele, wenn sie ihre eigene Bonität prüfen möchten.
  • Denn die Schufa ist zwar die bekannteste, aber nicht die einzige Auskunftsstelle in Deutschland.
  • Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, so heißt die Schufa mit vollem Namen, ist keine Behörde.
  • Es handelt sich um ein privates Unternehmen.
  • Nicht nur sie erhebt Informationen über die Zahlungsfreude von Kunden.

Auch andere Auskunfteien sammeln fleißig alles über Mahnverfahren, Mahnbescheide sowie Privatinsolvenzen. Bekannt sind hier etwa Creditreform oder Infoscore. Sie verkaufen Daten an Unternehmen. Dazu gehören Mobilfunkunternehmen, Autohäuser, Versandhändler und viele andere, die finanzielle Risiken mit Kunden eingehen.

Verbrieftes Recht

Seit 2010 haben Verbraucher das Recht, einmal im Jahr kostenlos Auskunft zu verlangen, was die Auskunfteien über sie wissen. Die Dienstleister müssen dann die Bücher öffnen. Das ist ein Anspruch aus dem Bundesdatenschutzgesetz. Übrigens müssen die Informationen auch verständlich und vor allem nachvollziehbar sein. Besonders betrifft das den Score-Wert. In gewisser Weise klassifiziert er den Verbraucher. Kreditgeber beurteilen nach diesem Wert, ob sie ein Darlehen oder einen Vertrag schließen und welche Konditionen gelten sollen. Je höher dieser Zahlen-Wert liegt, desto besser ist die Chance auf Erfolg.

Das Problem bei diesem Wert ist, dass der Verbraucher nicht auf alles Einfluss hat. Pünktliche Ratenzahlungen und eine saubere Weste bei Mahnungen helfen nicht weiter. Denn neben Alter und Familienstand zählen auch die Zahl der Umzüge sowie der Ort, an dem man lebt, eine Rolle. Wer das Pech hat und im selben Teil der Stadt wohnt, wie viele Kunden mit schlechter Zahlungsmoral, gehört für manche Bank auch zu dem Kreis. Zieht jemand häufig um, halten Vertragspartner der Auskunftei ihn für einen unbeständigen Menschen. Zwar dürfen Score-Werte nicht überwiegend auf Anschriftendaten beruhen. Über die wichtigen Kriterien und ihre Gewichtung aber schweigen die Dienstleister.

Vorsicht bei Kreditanfragen

Auf der Suche nach einem Darlehen sollte man jedoch vorsichtig sein. Denn bei einigen Auskunfteien ist nicht nur die einzelne Finanzierung gespeichert. Auch Kreditanfragen landen unter Umständen hier. Hat man etwa bei drei verschiedenen Kreditinstituten ein Angebot eingeholt, könnten diese Erkundigungen bei der Schufa auflaufen. Obwohl kein Geld aufgenommen wurde, wirken sie sich negativ aus. Dann passiert es, dass die vierte Bank den Kredit verweigert. Die vorher angefragten Banken, so das Argument, haben ja auch kein Darlehen gegeben. Wer vorher mit der Bank spricht, vermeidet, dass die Anfrage bei der falschen Adresse landet.

So arbeiten Wirtschaftsauskunfteien

Wer plant, in nächster Zukunft einen Kredit aufzunehmen, muss sich nicht nur um Gehaltsnachweise kümmern, sondern sollte auch die eigene Bonität prüfen, um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen. Das gilt insbesondere für Verbraucher, die ihre Rechnungen in der Vergangenheit nicht immer problemlos beglichen haben. Bereits abgelehnte Anträge für Kreditkarten sind beispielsweise ein sicheres Zeichen dafür, dass Schufa und Co.

das eigene Zahlverhalten kritisch bewerten. Doch auch für Verbraucher, die ihre Rechnungen pünktlich bezahlen, lohnt sich der Blick in die gesammelten Daten der Auskunfteien.

  • Der bekannteste Wirtschaftsinformationsdienst in Deutschland ist die Schufa, daneben gibt es aber noch zahlreiche andere Auskunfteien, die ihr Geld mit dem Sammeln und Aufbereiten von Wirtschaftsdaten verdienen.
  • Diese bekommen sie von ihren Vertragspartnern, allen voran den Banken, übermittelt.
  • Neben den Kreditinstituten gehören auch Telekommunikationsunternehmen oder Versandhäuser zu den Informationsgebern der Auskunfteien.
  • Sie melden, wenn ein Verbraucher eine neue Kreditkarte erhält, eine Internetflatrate abschließt oder mit einer Zahlung so lange in Verzug ist, dass die offene Forderung einem Inkassounternehmen übergeben wird.

Aus der Vielzahl dieser Einzelinformationen versucht die Auskunftei zu ermitteln, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Verbraucher zukünftigen Zahlungsverpflichtungen gerecht wird. Das Ergebnis dieser Berechnungen wird von der Schufa mit einer Prozentzahl angegeben. Andere Unternehmen verwenden eine Klassifizierung nach Buchstaben oder Ampelfarben, um die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers zu kennzeichnen. In jedem Fall aber ist das Resultat maßgeblich für die Kreditentscheidung von Banken und beeinflusst auch den Zins des Darlehens. Wer wissen will, wie gut seine Chancen auf ein günstiges Darlehen stehen, sollte daher die eigene Bonität prüfen.

Selbstauskunft ist einmal jährlich kostenfrei

Am einfachsten geht das mit einer Selbstauskunft, wie sie jeder Bürger einmal im Jahr kostenfrei beantragen kann. Geregelt ist dieser Anspruch in §34 des Datenschutzgesetzes. Erfahrungsgemäß kann zwischen Beantragung einer Selbstauskunft und Zusendung des Datenübersichtsblattes etwas Zeit vergehen. Um zu vermeiden, dass die sensiblen Informationen in falsche Hände gelangen, müssen Verbraucher ihrem Antrag eine gut lesbare Kopie ihres Ausweises beilegen. Wer bereits mehrmals umgezogen ist, sollte auch seine früheren Meldeadressen lückenlos angeben, um Verzögerungen zu vermeiden.

Datensammelstellen halten für den Bonitätscheck übrigens vorgefertigte Formulare bereit, die Verbraucher auf der Homepage des jeweiligen Unternehmens herunterladen können. Wer in seiner Selbstauskunft Daten findet, mit denen er nicht einverstanden ist, kann diese beanstanden. Löschung oder Korrektur fehlerhafter Datensätze müssen hierbei schriftlich beantragt werden. Ein formloses Schreiben genügt, wer sichergehen will, dass er keine wichtigen Informationen übersieht, kann sich zu diesem Zweck aber auch an passenden Musterbriefen im Internet orientieren.

Private Bonitätsauskunft

Eine Bonitätsprüfung von Privatpersonen ist nicht nur für Banken interessant, wenn sie einen Ratenkredit vergeben, ein Dispolimit auf dem Girokonto einräumen oder den Verfügungsrahmen einer Kreditkarte erhöhen sollen.

Auch in vielen anderen Lebensbereichen spielt die Kreditwürdigkeitsprüfung eine große Rolle, sei es bei der Finanzierung eines Autos, bei einem Ratenkauf des Fernsehers oder für die Miete einer Wohnung.

  • Die erste Frage des Kreditgebers ist meist die nach dem Einkommen.
  • Dabei geht es nicht ausschließlich um die Höhe, sondern auch um die Quelle.
  • Lohn oder Gehalt sind gut, denn Arbeitseinkommen ist meist zumindest für eine gewisse Zeit sicher.
  • Sind Sie allerdings erst kurze Zeit beim selben Arbeitgeber, kann das ein Warnzeichen sein.
  • Vielleicht sind Sie noch in der Probezeit oder haben nur einen befristeten Vertrag.

Ist das nicht der Fall, weisen Sie das Bestehen eines unbefristeten Vertrages im Rahmen Ihrer Bonitätsauskunft nach, indem Sie den Arbeitsvertrag vorlegen.

Aus der Höhe des Arbeitseinkommens lässt sich darauf schließen, welche monatliche Rate für Sie zu verkraften ist, ohne dass es zu Zahlungsschwierigkeiten kommt. Am besten ist, Sie rechnen selbst nach, ob Sie die Voraussetzungen für eine Kredit in der gewünschten Höhe erfüllen. Ziehen Sie von Ihren regelmäßigen Einkünften die Ausgaben ab und denken Sie auch an Posten, die nur einmal pro Jahr anfallen. Richten Sie die Laufzeit des Kredits so ein, dass die Raten unterhalb dessen bleiben, was Sie am Monatsende übrig haben, und lassen Sie etwas Spielraum für ungeplante Ausgaben.

Diese Fragen sollten Sie sich stellen

Im Rahmen der Bonitätsprüfung für Privatpersonen werden Ihre finanziellen Verhältnisse gründlich durchleuchtet. Dabei werden auch statistische Methoden angewandt, die Ihnen eine gute oder schlechte Bonität bescheren, ohne dass Sie viel dagegen tun können. Ihre Adresse ist beispielsweise so ein Faktor. Gibt es in Ihrer Wohngegend überdurchschnittlich viele Zahlungsausfälle, kann das dazu führen, dass Online-Shops nur noch gegen Vorauskasse dorthin liefern. Andere Kriterien sind zum Beispiel Ihr Beruf oder die Zahl der Kinder. Beamte verlieren ihren Job nur sehr selten, in anderen Branchen herrscht dagegen starke Fluktuation. Und Kinder sind schlichtweg teuer, deshalb haben sie negativen Einfluss auf die Bonität.

Prüfen Sie Ihre eigenen Finanzen kritisch. Ein bestehender Kredit ist grundsätzlich kein Problem, wenn die Raten bedient werden. Ist aber Ihr Girokonto ständig im Minus, gibt es aktuelle Rücklastschriften, weil das Konto nicht gedeckt war? Das alles sind alarmierende Signale. Natürlich können Sie einen Online-Kredit SCHUFA-frei bekommen, zum Beispiel im Ausland oder über Privatkredite. Sinnvoller ist aber, den Grund für die ständigen Probleme mit Geld zu finden und eine Schuldnerberatung aufzusuchen.

Kostenlos von der Bonität überzeugen

Eine Bonitätsprüfung für Mieter ist heute schon fast selbstverständlich. Vermieter sind nach schlechten Erfahrungen misstrauischer als früher und prüfen die Zahlungsfähigkeit ihrer potenziellen Vertragspartner lieber im Voraus, statt später dem Geld hinterher zu laufen und es möglicherweise sogar auf eine Räumungsklage ankommen zu lassen. Als Wohnungssuchender müssen Sie aber nicht viel Geld ausgeben für eine Bonitätsauskunft.

Ihre Zahlungsfähigkeit lässt sich ebenso gut anderweitig nachweisen.

  • Die meisten Vermieter werden sich mit einer Selbstauskunft des Mietinteressenten begnügen.
  • Das Ausfüllen der Selbstauskunft und das Beifügen von Belegen wie Arbeitsvertrag und Gehaltsabrechnung ist zwar grundsätzlich freiwillig, aber wer eine Wohnung haben möchte, wird in der Praxis wohl kaum darum herum kommen.

Alle zulässigen Fragen, die der Bonitätsprüfung der Mieter dienen, müssen Sie wahrheitsgemäß beantworten. Stellt sich heraus, dass Sie falsche Angaben gemacht haben, droht auch im Nachhinein noch die fristlose Kündigung. Zulässig sind in jedem Fall Fragen nach Ihren finanziellen Verhältnissen, zum Beispiel nach Ihrem Arbeitgeber und Ihrem Einkommen. Der Vermieter darf aber nicht beliebig tief in Ihrer Vergangenheit wühlen. Drei bis fünf Jahre sind nach aktueller Rechtsauffassung erlaubt. Eine eidesstattliche Versicherung, die Sie vor zehn Jahren abgegeben haben, müssen Sie nicht erwähnen. Auch Fragen nach der Nutzung der Wohnung durch Mitmieter, Tierhaltung oder einen Gewerbebetrieb sind erlaubt.

Rechtlich umstritten sind Fragen nach dem Familienstand und den vorherigen Mietverhältnissen. Sie müssen zwar sagen, mit wem Sie einziehen möchten, brauchen aber nach herrschender Meinung nicht anzugeben, ob Sie mit dieser Person verheiratet sind. Bei der Frage nach dem Namen des bisherigen Vermieters und dem Kündigungsgrund gehen die Meinungen auseinander. Haben Sie nichts zu verbergen, spricht nichts dagegen, wahrheitsgemäß zu antworten. Klar unzulässig und diskriminierend sind Fragen nach Religionszugehörigkeit, Mitgliedschaft im Mieterschutz und nach der Familienplanung. Auch Krankheiten, Vorstrafen, Ihr möglicherweise lauter Musikgeschmack und die Zahl der erwarteten Besucher gehen den Vermieter nichts an.

Bonitätsauskünfte sind auch gratis möglich

Bei der SCHUFA gibt es nur die Datenauskunft nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz kostenlos. Dazu ist die SCHUFA verpflichtet, aber für alle weiteren Leistungen muss man zahlen. Das kann sich lohnen, wenn man von einer positiven Beurteilung ausgeht und den Vermieter von sich überzeugen will. Die SCHUFA errechnet einen Scorewert zwischen 0 und 100. Er gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass Sie Ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. 100 % werden in der Praxis nicht erreicht, aber jeder Wert über 97,5 % gilt als hervorragend.

Wer kein Geld für ein Rating der SCHUFA ausgeben will, findet im Internet auch andere Anbieter, die zwar weniger bekannt sind, dafür aber eine Basisauskunft gebührenfrei zur Verfügung stellen. Wichtig ist, dass ein Scoring immer nur die Zahlungsfähigkeit einer Personengruppe mit gleichartigen Merkmalen misst. Die persönliche Bonität kann unter Umständen anders ausfallen.

Kostenlose Bonitätsabfrage nutzen

Einmal im Jahr kann jeder Verbraucher bei Auskunfteien, die Daten über seine Kreditwürdigkeit sammeln, eine Bonitätsprüfung kostenlos beantragen. Wichtig ist das vor allem für Bankkunden, die einen Kredit beantragen wollen. Sie können sich vor der Kontaktaufnahme mit einem Kreditinstitut zunächst selbst ein Bild über ihre Bonität machen.

Damit ersparen sie sich unter Umständen böse Überraschungen. Auch potenzielle Mieter Prüfen so, ob es sich lohnt, sich auf eine Wohnung zu bewerben.

  • Seit dem Jahr 2010 sind Auskunfteien wie die Schufa, Creditreform oder Infoscore per Gesetz dazu verpflichtet, einmal pro Jahr kostenfrei Auskunft über gespeicherte Daten von Verbrauchern zu geben.
  • Das funktioniert nur im Internet unter der Webadresse www.meineschufa.de.
  • Um die Bonitätsauskunft kostenlos zu bekommen, muss man genau hinschauen.
  • Denn die Schufa wirbt nicht mit der Gratisabfrage.
  • Sie versteckt die Möglichkeit unter der Leiste Produkte mit dem Link Datenübersicht nach Paragraf 34 BDSG.

Das ist übrigens der Gesetzestext, mit dem der kostenlose Bonitätscheck geregelt wurde. Der Nutzer findet hier einen Link mit der Bezeichnung Bestellen. Damit lädt er ein Formular herunter. Er muss es ausfüllen und gemeinsam mit der Kopie seines Personalausweises auf dem Postweg an die vorgegebene Adresse senden. Die Auskunft schickt die Schufa dann auf dem gleichen Weg zurück. In der Information sind sämtliche gespeicherten Daten zusammengefasst. Hier erfahren die Verbraucher, woher die Informationen stammen und an wen diese weitergegeben wurden. Außerdem können sie ihren persönlichen Score-Wert kostenlos prüfen.

Score-Wert abfragen

Dazu müssen sie diesen aber ausdrücklich anfordern. Im Formulars gibt es ein Feld mit dem Titel Aktuelle Wahrscheinlichkeitswerte. Wird das Kreuz hier gesetzt, ist der Score-Wert beantragt. Der Wert wird übrigens mit Hilfe eines mathematisch-statistischen Verfahrens ermittelt. Er zeigt mit einer Ziffer von 1 bis 1.000 die Wahrscheinlichkeit an, dass es bei dem Betreffenden einen Zahlungsausfall gibt. Eine hohe Zahl beziffert eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit. Wie hoch bzw. niedrig der Wert sein muss, dass die Banken einen Kredit verweigern, wird nicht von der Schufa bestimmt. Den Score-Wert beurteilt jedes Unternehmen von sich aus. Wie Auskunfteien den Wert berechnen, ist ebenfalls nicht transparent.

Kosten vermeiden

Nicht jede Bonitätsprüfung ist kostenlos. So gibt es eine Schufa-Bonitätsauskunft, die rund 25 Euro kostet. Außerdem gibt es Produkte, wie Schufa-kompakt, Schufa-plus oder Schufa-Premium. Sie kosten im Monat von vier bis sieben Euro. Im Unterschied zur kostenfreien Abfrage ermöglichen sie eine regelmäßige Kontrolle der individuellen Bonität. Das kann sinnvoll sein. Denn mit einer Bonitätsabfrage kann jeder kontrollieren, ob es Fehler bei seinen Einträgen gibt. Das Gesetz gibt vor, dass Auskunfteien nach drei Jahren gespeicherte Daten löschen müssen. Das passiert nicht immer. Wer feststellt, dass bereits ausgelaufene Zahlungsverpflichtungen noch nicht gelöscht sind, kann die Schufa zum Handeln auffordern. Sie muss dann Einträge löschen. Ein Risikokunde kann auf diese Weise wieder bessere Aussichten auf einen Hypotheken Kredit erreichen oder ein Darlehen zu günstigen Konditionen aushandeln.

Kredit gibt es nur nach Bonitätsprüfung

Bei der nach Bonität ist die Definition einfach. Dieser Begriff bezeichnet die Bereitschaft und die Fähigkeit eines Schuldners, zukünftige Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und vollständig zu erfüllen. Geht es um finanzielle Beziehungen, steht bei Bonität die Definition in erster Linie im Zusammenhang mit der Vergabe von Krediten. Banken und Sparkassen gewähren ihre Darlehen nur dann an ihre Kunden, wenn sie auch eine ausreichende Bonität darlegen können.

Doch in den letzten Jahren betrifft bei der Bonität diese Definition auch andere Vertragspartner. Online Shops und Versandhäuser, Mobilfunkanbieter und Autohäuser, ja sogar Vermieter wollen einen Bonitätsnachweis von ihren potenziellen Kunden oder zukünftigen Mietern.

  • Bonität bezeichnet grundsätzlich Zahlungsfähigkeit oder Kreditwürdigkeit.
  • Banken und Händler prüfen bei der Anbahnung einer Geschäftsbeziehung den neuen Kunden auf Herz und Nieren.
  • Sie müssen wissen, ob er kreditwürdig ist.
  • Die Prüfung der Bonität umfasst verschiedene Kriterien.
  • Sie bilden die Grundlage, auf der Banken die Sicherheit bei der Rückzahlung abwägen.

Mit einer Bonitätsabfrage prüfen Händler, die mit ihrer Warenlieferung in Vorleistung gehen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Kunde seine Rechnung im Rahmen der Zahlungsfrist begleicht.

Die Prüfung der Bonität

Banken vergeben Darlehen teilweise über sehr lange Laufzeiten. Deshalb müssen sie sich mit einer Bonitätsabfrage bei jedem einzelnen Kunden absichern. Diese Checks folgen betriebswirtschaftlich-statistischen Prinzipien. Durch die systematische Prüfung unterschiedlicher Bonitäts-Kriterien führen sie zur individuellen Bonitätseinstufung. Für Banken ist die Bonitätsprüfung auf der einen Seite eine sichere Grundlage für ihre Kreditentscheidung. Auf der anderen Seite sind Banken und Sparkassen nach Maßgabe des Kreditwesengesetzes verpflichtet, regelmäßige Bonitätsprüfungen durchzuführen. Dieser Pflicht kommen sie gründlich nach.

Verlangt ein Kunde ein Darlehen, verlangt das Kreditinstitut zunächst vom Kunden aktuelle Einkommensnachweise. Außerdem ist er verpflichtet, Auskunft über seine wiederkehrenden Zahlungsverpflichtungen zu geben. Belegen muss er auch diese. Die Bank ermittelt, ob die Einkünfte nach Abzug der Ausgaben ausreichen, regelmäßig Kreditrate zu zahlen. Berücksichtigt werden etwa die Lebenshaltungskosten. Ein eventuell vorhandenes Vermögen kann zur Sicherheit dienen. Für die Ermittlung des Zahlungsverhaltens in der Vergangenheit eines Kunden zieht die Bank außerdem Erkundigungen bei verschiedenen Auskunfteien ein. Auskünfte einer Schufa-Abfrage zum Beispiel enthalten Angaben über Bankverbindungen, Kredite oder Kundenkonten bei Versandhändlern sowie über Mobilfunkverträge. Händler können nicht bei jedem Kundenauftrag nach einem Einkommensnachweis fragen. Deshalb setzen sie bei der Prüfung der Bonität auf die Daten von Auskunfteien.

Nach dem Bonitätscheck folgt eine Bonitätseinstufung. Dazu dienen Ratingnoten und Scores. Von der Zahlungsfähigkeit machen Kreditinstitute ihre Entscheidung für oder gegen ein Darlehen abhängig. Ist das Kreditrisiko hoch, steigt eventuell der Zins, den der Kunde zahlen muss, ist es niedrig, bekommt er sein Darlehen billig. Auch Händler reagieren, wenn die Bonität beim Kunden nicht stimmt. Sie liefern die Waren dann nur gegen Nachnahme oder nach Vorkasse.

Bonität bei Krediten

Bei der Beantragung eines Kredits ist Bonität das Zauberwort, das die Vergabeentscheidung beschleunigt und die Konditionen günstig hält.

Zweifel des Kreditgebers an der Bonität führen dazu, dass der Kredit von weiteren Sicherheiten abhängig gemacht wird, zum Beispiel der Verpfändung von Vermögensgegenständen oder dem Beitritt eines Bürgen zum Kreditvertrag.

  • Das Wort Bonität kommt vom lateinischen bonitas und bedeutet wörtlich so viel wie Vortrefflichkeit.
  • Passender ist im heutigen Sprachgebrauch die Übersetzung Kreditwürdigkeit.
  • Gemeint ist dabei nicht nur die Fähigkeit, Schulden zurückzuzahlen, sondern auch die Zahlungsbereitschaft.
  • Nach diesen Kriterien läuft auch die Prüfung der Bonität beim Kredit ab.
  • Selbstverständlich haben die Kreditgeber ein eigenes Interesse daran, sich keine faulen Kredite einzukaufen.

Aber selbst wenn sie Darlehen ohne weitere Recherchen vergeben wollten, dürften sie das nicht. In Deutschland schreibt das Kreditwesengesetz (KWG) sogar vor, dass sich die unter das Gesetz fallenden Kreditinstitute laufend über die wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Kreditnehmer informieren müssen. Sie haben dazu Unterlagen anzufordern und eine Risikoeinstufung vorzunehmen. Auch auf europäischer Ebene gibt es eine entsprechende Regelung, die Kapitaladäquanzverordnung (Capital Requirements Regulation, CRR). Sie verlangt, dass jedem Schuldner ein Rating zugeordnet wird. Die Einstufung richtet sich nach Einkommen, Vermögen und Schulden.

Der Schufa-Bankenscore erfüllt gesetzliche Anforderungen

Die bei finanzschwachen Kreditnehmern gefürchtete Schufa erfüllt exakt die gesetzlichen Voraussetzungen, die Banken hinsichtlich der Schuldner-Bonität beim Kredit erfüllen müssen. So ist es auch zu erklären, dass ein Darlehensvertrag ohne Schufa-Klausel bei einem deutschen Geldinstitut praktisch unmöglich ist. Die Schufa Holding AG gehört mehrheitlich den deutschen Banken und Sparkassen. Sie stellt mit dem Schufa-Bankenscore genau jene Informationen bereit, die zur Bonitätsbeurteilung benötigt werden. Der Bankenscore bildet ein Rating-System, wie es die CRR fordert. Aus den der Schufa bekannten laufenden Verträgen und der Zahlungshistorie ergibt sich eine Punktwertung, die zur Einstufung in eine von 13 Bonitätsklassen führt. Während das statistische Risiko eines Zahlungsausfalls in der günstigsten Klasse A bei nur 0,85 % liegt, steigt es bis zur Klasse M auf 34,75 %. Für den Darlehensgeber bedeutet das, er muss bei mehr als einem von drei Kunden zumindest mit einem Zahlungsverzug oder teilweisen Zahlungsausfall rechnen. Ein Kredit bei dieser Bonität ist ohne weitere Absicherung praktisch unmöglich.

Persönliche Bonität verbessern

In manchen Fällen lässt sich die persönliche Bonität nachträglich verbessern, indem man zum Beispiel fehlerhafte Eintragungen bei der Schufa aufspürt und löschen lässt, Kredite zusammenfasst und ungenutzte Konten schließt. Meist liegt das Kind aber bereits im Brunnen, zum Beispiel wenn Rechnungen nicht pünktlich gezahlt oder Kreditanfragen abgelehnt wurden. Ein guter Ausweg ist das Stellen eines Bürgen, der selbst eine bessere Bonitätsbeurteilung hat. Alternativ bieten sich dingliche Sicherheiten an, also zum Beispiel eine Hypothek auf das Haus, die Sicherungsübereignung eines Autos oder die Verpfändung einer Lebensversicherung.

Bonitätsscore

Ob die Bank einen Kreditantrag bewilligt, hängt nicht nur vom Einkommen des Antragstellers ab, auch der Bonitätsindex beeinflusst die Entscheidung des Geldinstituts. Er wird allerdings nicht von der Bank selbst ermittelt, sondern von Wirtschaftsinformationsdiensten wie der Schufa, Arvato Infoscore, Bürgel oder Creditreform. Bei der Zusammenstellung der von ihnen verwendeten Informationen sind die Datensammelstellen wiederum auf die Rückmeldungen ihrer Partner angewiesen, die sie über Kontoeröffnungen oder Vertragsabschlüsse unterrichten.

Auf Grundlage dieser Meldungen berechnen Auskunfteien einen Wert, der die finanzielle Ausgangssituation und Leistungsbereitschaft des einzelnen Verbrauchers zusammenfassen soll.

  • Nicht jeder Schufa Eintrag ist negativ oder führt zur Ablehnung eines Kreditantrags.
  • Vielmehr unterscheiden Schufa und Co.
  • zwischen positiven Merkmalen, die zu einer Verbesserung des Bonitätsindex führen und Negativvermerken, die die Kreditwürdigkeit empfindlich mindern können.
  • Dazu gehören Meldungen über die Sperrung einer Kreditkarte, Kontokündigungen oder Vollstreckungsbescheide.
  • Positiv hingegen wird die Bewilligung eines Darlehens oder der Abschluss eines Smartphonevertrages bewertet.

In jedem Fall aber entscheidet der Kreditgeber selbst, ob er die jeweilige Information an die Datensammelstelle weiterleitet.

Daher wird auch nicht jede gemahnte Rechnung und jede erledigte Forderung von der Schufa registriert. Banken, Händlern und Dienstleistern erspart die Arbeit der Auskunfteien viel Zeit und Geld. Schließlich können sie die Kreditfähigkeit ihrer potenziellen Kunden mithilfe des Bonitätsscores auf einen Blick einschätzen und eine Entscheidung für oder gegen den Vertragsschluss treffen. Für Verbraucher hingegen kann diese Praxis ärgerlich sein. Beispielsweise wenn fehlerhafte Datensätze den persönlichen Bonitätsindex so weit herabsetzen, dass der Antrag für die neue Kreditkarte abgelehnt wird oder der Zinssatz fürs Wunschdarlehen weit über dem Durchschnittspreis liegt.

Selbstauskunft am besten regelmäßig anfordern

Die Algorithmen, nach denen Wirtschaftsauskunfteien ihre Bewertungen ermitteln, sind geheim. Verbraucher haben nach dem Bundesdatenschutzgesetz jedoch das Recht, die über sie gespeicherten Informationen einmal im Jahr kostenlos abzurufen. Auch häufigere Auskünfte sind möglich, werden jedoch in Rechnung gestellt. Bei der größten Auskunftei, der Schufa, können Verbraucher sogar ein Onlinekonto eröffnen, mit dem sie die über sie gemeldeten Daten jederzeit im Blick haben. Vor größeren Finanzierungsprojekten ist diese gebührenpflichtige Variante der Bonitätskontrolle durchaus empfehlenswert.

Doch auch Verbraucher, die keine umfangreichen Investitionen planen, sollten zumindest einmal jährlich eine Übersicht ihrer Daten bestellen und auf etwaige Fehleinträge überprüfen. Beispielsweise auf eine Anfrage zu Kreditkonditionen, die fälschlicherweise als Kreditantrag gespeichert wurde. Um fehlerhafte Einträge löschen zu lassen, müssen sich Verbraucher schriftlich an die betreffende Auskunftei wenden und den Sachverhalt schildern. Im Falle von Fehlinformationen oder bereits bezahlten Forderungen können sie sich außerdem an den Verursacher des Eintrages wenden und dessen Richtigstellung einfordern.


Marcel Ziegler

Als ehemaliger Finanz- und Honorarberater habe ich jahrelang direkt mit Privatkunden gearbeitet und weiß daher aus eigener Erfahrung, welche Fehler Menschen beim Umgang mit Geld machen. Ich kenne die Fallstricke von Bank- und Versicherungsprodukten und habe es mir zur Aufgabe gemacht, das Thema Finanzen so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht.


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