Darlehen

Das Internet schafft nicht nur eine zuvor nie gekannte Transparenz der Konditionen, sondern eröffnet abseits des klassischen Bankensystems auch völlig neue Marktplätze für Darlehen. Ein Kredit ist heute schnell und preisgünstig abgeschlossen, ohne vorher von Bankfiliale zu Bankfiliale laufen zu müssen oder einen Tag am Telefon zu verbringen.

Selbst Zielgruppen, die wegen ihrer Einkommensquellen Probleme bei den lokalen Kreditinstituten haben, finden online akzeptable Angebote.

  • In der neuen Finanzwelt kommt Kreditvermittlern eine wichtige Rolle zu.
  • Viele Interessenten wissen gar nicht, dass die bekannten Vergleichsportale im Internet keine Einrichtungen des Verbraucherschutzes sind, sondern hinter Check24, Biallo oder Verivox Vermittler stecken.
  • Für den Kunden muss das kein Nachteil sein, er sollte nur bei der Interpretation der Vergleichsergebnisse berücksichtigen, dass der Anbieter nicht uneigennützig handelt, sondern materielle Interessen verfolgt.
  • Am besten ist es, mehrere voneinander unabhängige Vermittlungsseiten zu befragen und parallel auf die Internetseiten bekannt günstiger Direktbanken zu gehen, falls diese im Ergebnislisting fehlen sollten.
  • Manche Banken verzichten auf das Geschäft über die Portale, um Provisionen zu sparen, andere wiederum räumen den Portalbetreibern sogar exklusive Sonderkonditionen ein.

Abstand nehmen sollten Sie von Vermittlern, die Gebühren verlangen, bevor überhaupt ein Kredit vermittelt wurde. Kaufen Sie auch keine Zusatzprodukte wie Kreditkarten oder Finanzsanierungen – in den meisten Fällen ist das reine Geldmacherei. Der Abschluss einer Ratenschutzversicherung kann sinnvoll sein, aber auch hier sollten Sie sich genau informieren, was die Deckung beinhaltet und ob der Preis dafür angemessen ist.

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Konditionsanfragen sind unverbindlich

Sie müssen keine Sorge haben, durch die Kreditsuche im Internet bereits rechtliche Verpflichtungen einzugehen. Suchanfragen sind kostenlos und unverbindlich, sie führen nicht zu einer Negativ-Meldung an die Schufa. Das gilt auch dann, wenn der Vermittler Ihnen als Ergebnis der ersten Dateneingabe bereits eine Sofortentscheidung innerhalb von Minuten verspricht. Erst wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, folgt ein rechtsverbindlicher Kreditantrag. Die finale Annahmeentscheidung mit den endgültigen Konditionen erhalten Sie bei digitalen Antragsprozessen nach sehr kurzer Zeit, das Geld kann oft am selben Tag noch fließen.

Kredite von Privatleuten als Alternative

Und wenn die Entscheidung der Bank negativ ausfällt? Das passiert oft, wenn Einkommen entweder unsicher sind, zum Beispiel bei Minijobbern, Arbeitnehmern in der Probezeit oder Selbstständigen, oder zu klein ausfallen, als dass eine sinnvolle Kreditbedienung möglich scheint, zum Beispiel bei Rentnern, Arbeitslosen und Studenten. Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Nach der Bankenkrise des Jahres 2007 müssen Kreditinstitute zwar vorsichtiger agieren bei der Vergabe eines Kredits. Darlehen werden aber auf seriösen Plattformen wie Auxmoney, Lendico und Smava auch zwischen Privatleuten vermittelt. Die dort aktiven Investoren sind nicht an starre Regeln gebunden und gehen für höhere Renditen auch eher ins Risiko.

Ein Darlehen aufnehmen

Wenn private Verbraucher ein Darlehen beantragen, brauchen drei Viertel der deutschen Banken für Kreditprüfung und Vergabeentscheidung weniger als 15 Minuten. Das hat eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ergeben.

In Kürze wird Instant Payment den Geldtransfer in Echtzeit ermöglichen und damit auch die letzte Bremse bei der Kreditvergabe lösen.

  • Das World Wide Web mit den Webseiten der Banken und auf Finanzthemen spezialisierten Vergleichsportalen schafft nicht nur große Transparenz hinsichtlich der Konditionen, sondern spart auch eine Menge Lauferei oder Telefonate mit den Banken.
  • Am besten fahren Sie, wenn Sie den Anbieter für Ihr persönliches Darlehen über einen Zinsvergleich online suchen und hier auch gleich den Vertrag abschließen.
  • Der Weg zum Online-Geld vollzieht sich in drei einfachen Schritten.
  • Zuerst geben Sie auf der Webseite einige wenige Daten ein, die für eine erste Prüfung benötigt werden.
  • Das sind zum Beispiel Darlehenssumme, gewünschte Laufzeit bzw.

Höhe der Raten sowie Basis-Informationen zu Ihren finanziellen Verhältnissen. Eine solche Konditionsanfrage hat keinerlei Wirkungen auf Ihren Schufa-Score. Entschließen Sie sich später nicht zum Vertragsabschluss, wird sie nicht wie ein abgelehnter Kreditantrag behandelt. In vielen Fällen erhalten Sie aber dennoch aufgrund der Anfrage bereits eine Vorab-Zusage des potenziellen Kreditgebers. Vorausgesetzt, Ihre Angaben werden später durch Belege bestätigt, wird Ihnen also schon im ersten Schritt Kreditwürdigkeit attestiert. Allerdings stehen die Konditionen zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht endgültig fest. Entweder wird Ihnen eine Untergrenze für die Zinsen genannt, oder Sie erfahren eine Zinsspanne, jeweils mit dem Hinweis darauf, dass die genauen Zinssätze bonitätsabhängig sind.

Vergleich auf mehreren Portalen und Bankenseiten

Immerhin bietet Ihnen die erste Übersicht eine ausreichende Entscheidungsgrundlage, einen Anbieter auszuwählen. Scheuen Sie nicht die Mühe eines kostenlosen und unverbindlichen Vergleichs auf mehreren Portalen oder direkt auf der Webseite Ihrer Hausbank oder bekannt günstiger Direktbanken. Nicht alle Banken arbeiten mit den Portalen zusammen, manchmal gibt es auch Exklusivkonditionen. Bei Ihrem Wunschkandidaten beantragen Sie nun konkret und rechtsverbindlich ein Darlehen. Dazu müssen Sie einige Nachweise einreichen, zum Beispiel Personalausweis, Gehaltsabrechnungen, Arbeits- und Mietvertrag. Halten Sie diese Unterlagen möglichst schon als Scan oder Smartphone-Foto bereit, dann kann der Antragsprozess komplett digital ablaufen. Im dritten und letzten Schritt prüft der Kreditgeber Ihre Unterlagen und erklärt bei positiver Entscheidung die Annahme Ihres Antrags. Damit ist ein Kreditvertrag rechtswirksam zustande gekommen, und das Geld kann fließen. Viele Banken beteiligen sich ab Ende 2017 an einem Testfeld für Überweisungen in Realzeit. Während Sie früher einen Tag Laufzeit für die Überweisung einkalkulieren mussten, steht Ihnen die Kreditsumme künftig ohne Zeitverzug zur Verfügung.

Kreditvarianten vom Annuitätendarlehen bis Ratenkauf

Die Vielfalt der am Markt erhältlichen Kredite ist auf den ersten Blick verwirrend, die Werbung einiger Anbieter erschließt sich erst bei näherem Hinsehen. Kleine Sternchen oder Ab-Preise erschweren den Vergleich und die genaue Ermittlung der Kreditkosten, die in jedem Finanzierungsangebot nun mal enthalten sind, auch wenn von Null-Prozent-Finanzierungen die Rede ist. Es ist sogar üblich, einen Ratenkredit mit der Höhe der monatlichen Kreditraten zu bewerben, so dass die eigentlichen Zinskonditionen gar nicht gleich ersichtlich sind.

Mit einfachen Mitteln lassen sich aber alle Angebote durchschauen und vergleichen.

  • Kredite lassen sich zum einen unterscheiden nach ihrem Umfang und der Laufzeit.
  • Beispielsweise werden Konsum- oder Verbraucherkredite, die unter anderem für den Kauf von Möbeln oder Unterhaltungselektronik angeboten werden, meist auf zwei bis fünf Jahre ausgelegt.
  • Beim Autokauf kann der Ratenkredit oft in unterschiedlichen Laufzeiten gewählt werden, wobei sechs Jahre das gängige Limit sind.
  • Anders sieht es bei Annuitätendarlehen zum Erwerb einer Immobilie aus, die gerne über 20 oder 25 Jahre laufen.

Zum anderen gibt es Unterschiede hinsichtlich der Besicherung eines Darlehens. Werden kurz- und mittelfristige Barkredite in der Regel ohne Sicherheiten ausgezahlt, bleiben finanzierte Autos, Gebrauchsgegenstände und auch Immobilien so lange im Besitz der Bank, bis die letzte Rate bezahlt ist. Dies geschieht mittels Sicherungsübereignung, Eigentumsvorbehalt oder grundpfandrechtlicher Besicherung. Die Bank kann also im Fall der Fälle von ihrem Eigentumsrecht Gebrauch machen und den finanzierten Gegenstand veräußern, um so das eigene Ausfallrisiko zu minimieren.

Unterschiedliche Gestaltung der Kreditraten

Die Kreditrate setzt sich grundsätzlich aus den Zins- und Tilgungsanteilen zusammen und kann der Höhe nach konstant oder variabel vereinbart werden. Die gängigste Form für einen Ratenkredit ist das Laufzeitzinsdarlehen, bei dem die insgesamt zu zahlende Zinssumme von vornherein auf den Auszahlungsbetrag aufgeschlagen und eine konstante Ratenhöhe für die gesamte Laufzeit vereinbart wird.

Beim Annuitätendarlehen hingegen wird zu Beginn vereinbart, wie hoch die Tilgung pro Jahr ausfallen soll, sie beträgt aber mindestens ein Prozent der Finanzierungssumme. Da auch hier konstante Tilgungsraten vereinbart werden, ändert sich die Zusammensetzung von Jahr zu Jahr. Der Zinsanteil nimmt entsprechend der bereits abgezahlten Beträge ab, der Tilgungsanteil steigt demzufolge. Dies gilt für die Zeit der Zinsfestschreibung vereinbart, läuft diese ab, muss neu verhandelt werden.

Beim Tilgungsdarlehen hingegen ist die Höhe des Tilgungsanteiles festgelegt, dafür sinken die Zinsbelastung und anteilig auch die zu zahlende Kreditrate. Meist wird die sinkende Zinsrate separat belastet, so dass ein genauer Überblick jederzeit ermöglicht ist.

Vergleichbarkeit von Ratenkrediten

Trotz der vielen Varianten, in denen Kredite und Darlehen angeboten werden, gibt es einfache Mittel, um die Konditionen effektiv zu vergleichen. In der Preisangabenverordnung (PAngV) ist genau festgelegt, welche Angaben Banken für Verbraucherkredite zur Verfügung stellen müssen. Gerade der Berechnung des effektiven Jahreszinses kommt eine große Bedeutung zu, da hier bei Privatkrediten ein Großteil der Kosten enthalten sein muss.

Selbst bei Angeboten mit gleichem nominalen Zinssatz können sich daher die Anbieter am Markt im effektiven Jahreszins unterscheiden, da beispielsweise Bearbeitungsgebühren oder die Termine für die Zinsverrechnung unterschiedlich sein können. Es macht daher Sinn, sich diese Kenngröße zum Vergleich von Kreditangeboten heranzuziehen. Zum Thema Bearbeitungsgebühren ist eine direkte Nachfrage durchaus wichtig, denn die Rechtssprechung in Deutschland entwickelt sich zu Gunsten der Verbraucher. Es wird davon ausgegangen, dass die Bearbeitungsgebühr für die Risikoprüfung verwendet wird, die im ureigenen Interesse der Banken ist und demnach nicht zu Lasten der Verbraucher gehen sollte. Bislang können die Banken aber Bearbeitungsgebühren zwischen einem und zwei Prozent des Kreditbetrages nach eigenem Ermessen berechnen, was wiederum ein deutliches Bewertungskriterium ist.

Ein weiteres sehr gutes Mittel ist das Zusammenrechnen aller fälligen Zahlungen, also einschließlich eines eventuellen Disagios, der Bearbeitungsgebühr, einer Anzahlung oder eines Restwertes, um dann den Auszahlungsbetrag davon abziehen zu können. So erkennt man sehr deutlich, wie hoch die Finanzierungskosten wirklich sind. In den meisten Offerten wird der Bruttokreditvertrag, also der Auszahlungsbetrag inklusive aller Kosten, auch dargestellt, ansonsten hilft eine direkte Nachfrage.

Zusätzliche Absicherung für einen Ratenkredit

Zins und Tilgung müssen in jedem Fall pünktlich geleistet werden, sonst kann ein Kredit von einer Bank gekündigt und der finanzierte Gegenstand veräußert werden. Für mögliche Widrigkeiten im Leben, wie beispielsweise eine längere Krankheit, ein Unfall, der Tod des Kreditnehmers oder auch die Arbeitslosigkeit, gibt es Versicherungen. Diese können am privaten Versicherungsmarkt erworben werden und sollten dann auch die monatliche Kreditrate mit abfangen können.

Mit einer so genannten Restschuldversicherung können diese Risiken aber auch bei der Bank versichert werden. Möglich ist auch, dass das finanzierende Institut einen Ratenkredit nur anbietet, wenn diese Versicherung dort abgeschlossen wird. Dann ist darauf zu achten, dass die Kosten für die Restschuldversicherung in den effektiven Jahreszins integriert werden, wie es die Preisangabenverordnung (PAngV) vorschreibt.

Wird diese Versicherung fakultativ angeboten, können auch separate Beiträge erhoben werden. Über Sinn oder Unsinn dieser Absicherung entscheidet die persönliche Situation des Kreditnehmers. Reicht die private Vorsorge für den Kredit nicht aus, kann ein Abschluss bei der Bank große Planungssicherheit bringen. Da es sich hier um Gruppenverträge des Bankensektors handelt, sind die Annahmekriterien auch nicht so streng, wie in der privaten Versicherungswelt. Allerdings sollten die Versicherungsbedingungen immer genau besprochen und erklärt werden, denn es gibt bei verschiedenen Anbietern Wartezeiten, die eine gravierende Leistungslücke darstellen können.

Kreditprüfung gründlich vorbereiten

Für alle zu beantragenden Kredite gilt: Je besser Sie vorbereitet sind, umso einfacher und schneller erreichen Sie eine positive Entscheidung. Dabei ist es unabhängig, ob es um einen günstigen Privatkredit, einen Kredit für Azubis, einen langfristigen Kredit oder ein Darlehen für Unternehmen geht. Die Bank muss anhand der Präsentation des Vorhabens, der Unterlagen und des persönlichen Auftretens die Sicherheit vermittelt bekommen, das der Kredit in gute Hände gegeben wird, also das Ausfallrisiko gering ist.

Für einen Ratenkredit prüft die Bank zunächst die Bonität des Antragstellers. Dazu holt sie Informationen von Wirschaftsauskunfteien, meist der SCHUFA, ein, die persönliche Daten, Informationen zu Konten, Krediten und Kreditkarten, aber auch zum Zahlungsverhalten und den finanziellen Verhältnissen sammeln. Sinnvoll ist es daher, die eigene Darstellung bei der SCHUFA zu prüfen, da auch dort Fehler passieren können. Eine Eigenauskunft kann einmal pro Jahr kostenlos angefordert werden und sollte auf Aktualität und korrekte Angaben geprüft und im Bedarfsfall bereinigt werden.

Anhand des Score-Wertes, der auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten durch die Auskunftei berechnet wird, kann ein Finanzierungsinstitut einen Anhaltspunkt für das Kreditausfallrisiko erhalten. Gibt es bereits negative Einträge, ist die Chance auf günstige Privat Kredite sehr gering. Natürlich gibt es am Markt auch für schwierige Fälle Lösungen, die sind aber meist sehr viel ungünstiger und sollten daher genau untersucht werden.

Wichtige Unterlagen gut aufbereiten

Bevor eine Bank einen Ratenkredit oder ein Annuitätendarlehen ausreicht, muss sie genau prüfen, ob der Kreditnehmer auch künftig in der Lage sein kann, die Kreditraten pünktlich zu zahlen. Sie benötigt also fundierte und aussagekräftige Unterlagen, die detailliert über Einnahmen und Ausgaben Auskunft geben. Bei Angestellten und Arbeitnehmern reichen die Lohn- und Gehaltsunterlagen für die letzten drei Monate aus, um die Einnahmeseite darzustellen. Allerdings gibt es hier auch Unterschiede hinsichtlich der Sicherheit eines Arbeitsverhältnisses. Wenn beispielsweise nur ein befristeter Arbeitsvertrag vorliegt, ist die Kreditverhandlung bedeutend schwieriger, als wenn ein Beamter einen Ratenkredit beantragen will.

Die Ausgabeseite lässt sich am besten mit einer guten Buchhaltung, in der alle jährlich und monatlich wiederkehrenden Posten nachvollzogen werden können, belegen. Je übersichtlicher und einleuchtender die Darstellung ist, desto leichter ist das Bankgespräch. Bei Selbständigen gestaltet sich die Darstellung schwieriger. Sie benötigen Steuerunterlagen und eine genaue Präsentation des Finanzierungsvorhabens, das der Bank eine gute Rendite verspricht. Da aber Umsätze nur prognostiziert werden können, müssen hier alle Voraussetzungen bestens erfüllt werden, um überhaupt einen Ratenkredit zu bekommen.

Fazit

Jeder Kreditantrag sollte sehr gut vorbereitet werden, um sich von vornherein gute Erfolgsaussichten zu eröffnen. Für welche Kreditvariante Sie sich dabei entscheiden, hängt vom zu finanzierenden Gegenstand ab. Bei Barkrediten wird auf Sicherheiten meist verzichtet, werden Gebrauchsgüter oder Immobilien finanziert, arbeitet die Bank mit Eigentumsvorbehalten. Die Konditionen sollten Sie aber auf jeden Fall gut prüfen und am Markt vergleichen. Mit einfachen Mitteln werden nämlich selbst die unterschiedlichsten Kreditvarianten gut vergleichbar.

Darlehen von Privat sind keine Seltenheit mehr

Biete ein Darlehen und suche dafür gute Zinsen. Das planen viele, die als private Kreditgeber auftreten wollen. Denn längst ist es für potenzielle Kreditnehmer nicht mehr nur üblich, sich Geld bei einer Bank oder einer Sparkasse zu leihen.

Private Kreditgeber gibt es inzwischen in großer Zahl. Die Kunst besteht darin, beide Seiten zusammenzubringen.

  • Noch heute ist es normal, dass sich potenzielle Geldgeber per Zeitungsannonce an Kreditsuchende wenden.
  • Biete Darlehen von privat ist also ein gängiger Einstieg in eine seriöse Zeitungsanzeige.
  • In der Regel versuchen Investoren auf diesem Weg, sich mit einem Darlehen an der Finanzierung von Startups oder mittelständischen Unternehmen zu beteiligen.
  • Dabei geht es sogar um größere Summen. Über 50.000 Euro oder sogar 100.000 Euro und mehr sind keine Seltenheit.
  • Biete Darlehen muss aber nicht unbedingt heißen, dass auch wirklich ein privater Anbieter hinter der Offerte steht.

Oft treten Kreditvermittler über Zeitungsannoncen an potenzielle Kreditnehmer heran. Wer einen Kredit oder ein Darlehen sucht und auf diesem Weg zu finden glaubt, muss also genau schauen, wer hinter der Anzeige steckt. Verhandlungen auf Augenhöhe und Sicherheit beim Kreditvertrag müssen gewährleistet sein.

Geld verleihen einfach gemacht

Doch auch ganz normale Sparer können als private Kreditgeber in Erscheinung treten. Online-Plattformen vermitteln Kredite von Mensch zu Mensch und ermöglichen den Geldgebern, hohe Renditen zu erzielen. Gerade viele Selbstständige, Gründer oder Menschen mit ungewöhnlichen Wünschen bei der Finanzierung leiden an der nachlassenden Bereitschaft der Kreditinstitute, Geld zu verleihen. Jedes Jahr sinkt die Zahl der von deutschen Banken für kleine und mittlere Unternehmen bereitgestellten Kredite. Deshalb denken viele Betroffene schon lange über Alternativen zur klassischen Kreditaufnahme über die Bank nach.

Wer ein Darlehen bietet, meldet sich auf einer Kredit-Plattform an. Dort sucht er sich ein Projekt, an dem er sich beteiligen möchte. Stimmt der Zins, steht dem Geldverleih nichts im Wege. Das Besondere an den vielen Kredit-Portalen ist, dass sich Darlehensgeber und Darlehensnehmer zwar auf diese Weise finden, aber nicht persönlich kennenlernen. Über die gesamte Zeit ihrer Geschäftsbeziehung bleiben sie anonym. Wer ein Darlehen bietet, ist oft nicht der Einzige. Auch andere beteiligen sich an der Finanzierung eines Projekts. Am einfachsten ist diese Form des Geldsammelns mit dem Crowd Funding vergleichbar.

Darlehen an Einzelne verteilen

Sicherheit geht vor, wenn private Kreditgeber Geld verleihen. Bei Online-Portalen zur Kreditvergabe ist es möglich, Geld auf mehrere Projekte zu verteilen. Dann schadet ein Kreditausfall nicht so sehr. Andere Portale wiederum bilden aus den Gebühren ihrer Nutzer Anlegerpools. Daraus bezahlen sie zumindest einen Teil des Verlustes, der aus Zahlungsausfällen stammt. Untersuchungen ergeben regelmäßig, dass das Risiko beim Geldverleih über Online-Portale inzwischen sehr gering ist. Es soll nicht wesentlich höher liegen als bei Banken in ihrem klassischen Kreditgeschäft.

Den Traum vom Eigenheim mit Hypotheken-Kredit finanzieren

Wer sich eine Hypothek auf seine Immobilie eintragen lässt, gewährt dem Gläubiger ein sogenanntes Grundpfandrecht. Das bedeutet, die Bank stellt ein Darlehen und erhält im Gegenzug als Sicherheit einen Grundbucheintrag. Der größte Vorteil für die Bank: Hinter der Hypothek stehen echte und stabile Vermögenswerte, die bei Nichtbedienung des Kredites gepfändet werden können.

Das Risiko für das Kreditinstitut ist deswegen relativ niedrig. Es besteht lediglich darin, dass der Wert von Haus und Grundstück mit den Jahren so stark sinkt, dass bei Veräußerung ein Verlust entsteht.

  • Wenn Sie eine Hypothek mit Darlehen beantragen wollen, empfiehlt es sich wie bei allen Kreditangeboten, vorher einen Vergleich der Zinsen zur Baufinanzierung zu machen.
  • Das geht zum Beispiel schnell und unkompliziert auf Vergleichsportalen im Internet.
  • Haben Sie ein geeignetes Kreditinstitut mit passendem Zinssatz gefunden, können Sie den Vertrag jedoch nicht online abschließen.
  • Die Bank benötigt sämtliche Unterlagen über das geplante Vorhaben und lässt die Immobilie zunächst von einem Gutachter bewerten.
  • Je höher der ermittelte Wert liegt, desto größer kann auch die Summe des gewünschten Hypothekendarlehens ausfallen.

Denn im Falle eines Kreditausfalls verwertet die Bank die Sicherheit: Zahlt der Schuldner nicht mehr, wird die Immobilie vom Gläubiger verkauft oder zwangsversteigert.

Ist die Immobilie bewertet, erstellt die Bank einen Finanzierungsplan, in dem sämtliche Modalitäten genau schriftlich festgelegt sind: Besonders die Dauer der Zinsbindung sollte beachtet werden. Normalerweise laufen Hypothekenkredite länger als dreißig Jahre. Die Zinsbindung besteht meist aber nur zehn bis fünfzehn Jahre, danach wird neu verhandelt. Der Tilgungsplan zeigt, wie sich die Kreditschuld mit den Jahren entwickelt. Sobald die Bank das Darlehen in dieser Form genehmigt, wird die Hypothek beim Notar ins Grundbuch der Immobilie eingetragen und der Vertrag von beiden Partnern unterschrieben.

Fazit: Vorteile für beide Seiten

Eine Hypothek mit Darlehen ist die übliche Art der Immobilienfinanzierung. Sie stellt genügend Sicherheiten für die Bank und für den Kreditnehmer einen festen Zinssatz, unabhängig von Schwankungen in der Finanzwelt. Gerade für junge Familien bietet sich diese Form der Eigenheimfinanzierung an. Es ist immer empfehlenswert, die Angebote im Vorfeld online zu vergleichen, denn schon ein kleiner Unterschied im Zins verändert die Zahlungslast über die lange Laufzeit enorm. Wenn die passende Bank gefunden ist, steht dem Leben in den eigenen vier Wänden nichts mehr im Weg.

Darlehen günstig ablösen

Die Aufnahme eines Kredits mit zu hohen Zinsen kann schnell zu hohen Schulden führen, die die finanzielle Existenz bedrohen. In solchen Fällen liegt der Gedanke nahe, den teuren Kredit durch einen anderen Kredit mit niedrigeren Zinsen abzulösen, also umzuschulden. Das kann sich in der Praxis jedoch schnell als Minusgeschäft erweisen, durch das die persönlichen Schulden nur noch weiter ansteigen.

Der Grund dafür liegt in der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung, die bei der Kreditrückzahlung vor Ende der vereinbarten Laufzeit fällig wird. Mit dieser Maßnahme sichern sich Banken gegen Risiken bei zinsgarantierten Darlehen an.

  • Eine Vorfälligkeitsentschädigung wird bei Darlehen und Krediten mit längerer Laufzeit vereinbart, bei denen sich die Bank zu einer garantierten Zinshöhe über die gesamte Laufzeit verpflichtet.
  • Die Ausgabe dieser Darlehen refinanzieren die Banken über Anleihen mit identischer Laufzeit.
  • Dadurch sichert sich die Bank gegen Zinsschwankungen am Markt ab.
  • Wird das Darlehen nun aber frühzeitig zurückgezahlt, ist die Bank nach wie vor an die Anleihen zur Refinanzierung gebunden, kann das zurückgezahlte Geld aber nur zu den dann geltenden Zinsen neu investieren.
  • Sind die Zinsen in der Zwischenzeit gesunken, entsteht der Bank ein finanzieller Schaden, der durch die Vorfälligkeitsentschädigung ausgeglichen wird.

Insofern ist die Vorfälligkeitsentschädigung also eine Art Versicherung der Bank für einzelne Darlehen.

Die Vorfälligkeitsentschädigung bei Darlehen mit langer Laufzeit sorgt auf der Seite des Darlehensnehmers jedoch dafür, dass eine Umschuldung unter Umschulden gar nicht zu einer finanziellen Entlastung führen kann, es entsteht eine Schuldenfalle. Um dort gar nicht erst hineinzugeraten, sollten Kredite und Darlehen vor der Aufnahme genau hinsichtlich der Konditionen untersucht werden. Außerdem sollte sich der Darlehensnehmer sicher sein, die monatlichen Belastungen zur Rückzahlung ohne Probleme und über die gesamte Laufzeit leisten zu können. So kann bei der Aufnahme von Darlehen und Krediten die Vorfälligkeitsentschädigung von vorne herein vermieden werden.

Darlehen ohne Vorfälligkeitsentschädigung frühzeitig ablösen

Es gibt jedoch auch Darlehen, die vor Ende der Laufzeit abgelöst werden können, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Der häufigste dieser Fälle sind Darlehen mit variabler Verzinsung. Dabei entsteh der Bank gar kein Risiko im Falle einer frühzeitigen Rückzahlung, da die Zinsen über die gesamte Laufzeit stets der Marktentwicklung folgen. Eine Ausnahme ist jedoch die Kündigung vor Ablauf der Frist von drei Monaten ab Darlehensauszahlung, in der die Kündigung ausgeschlossen ist.

Eine Vorfälligkeitsentschädigung wird bei Darlehen auch dann nicht erhoben, wenn die Laufzeit mehr als zehn Jahre beträgt. Dann gilt lediglich eine Kündigungsfrist von sechs Monaten, mit der das Darlehen entschädigungsfrei zurückgezahlt werden kann. Die verfrühte Rückzahlung von Darlehen macht immer dann Sinn, wenn der Darlehensnehmer die finanziellen Mittel hierzu entweder aus eigener Kraft oder durch eine Umschuldung auf ein günstigeres Darlehen aufbringen kann. Unter diesen Voraussetzungen können die monatlichen Belastungen durch die Zinsen des Darlehens deutlich reduziert oder ganz vermieden werden.

Variable Baufinanzierung

Ein variables Darlehen unterscheidet sich von typischen Baufinanzierungen bei der Länge der Zinsbindung.

Während Bank und Kreditnehmer bei einem gewöhnlichen Immobilienkredit den Zinssatz zehn Jahre oder noch länger festschreiben, bestimmt ihn das Geldhaus bei einem variablen Darlehen alle drei bis sechs Monate neu.

  • Bei einem variablen Darlehen legt die Bank einen Anfangszins fest, der zugleich die Grundlage für die späteren Zinsberechnungen darstellt.
  • Verändern sich die Marktzinsen, passen die Institute die Verzinsung im Abstand weniger Monate nach oben oder unten an.
  • In der Regel vollziehen sie den Kurs eines zuvor genannten Referenz-Zinssatzes nach.
  • Meist verwenden die Banken den Euribor, der die Zinsentwicklung innerhalb der Euro-Kreditwirtschaft darstellt.
  • Steigt dieser um 0,5 %, zahlt auch der Kunde in der nächsten Periode 0,5 % mehr.

Fällt der Referenz-Zinssatz dagegen, können sich Kreditnehmer über Einsparungen freuen.

Beim Vergleichen der Angebote verdienen mehrere Aspekte Beachtung. Dazu zählt insbesondere der Anfangszins. Wenn die infrage kommenden Institute bei den Anpassungen des Zinssatzes alle auf den Euribor zurückgreifen, lassen sich die Kredite gut bewerten. Beim Kostenvergleich sollten Interessierte aber zusätzlich die meist üblichen Bearbeitungsgebühren berücksichtigen. Zudem interessiert, ob Banken eine Zinsobergrenze offerieren. Das sichert die Kunden vor zu hohen Kosten ab: Dafür verwandelt sich das Darlehen bei Überschreiten automatisch in einen Festkredit mit einer im Vertrag für diesen Fall vereinbarten Laufzeit. Bei der Wahl einer Bank kommt es schließlich auf die Kreditsumme an. Meist finden sich diese Angebote in Form von Baufinanzierungen, manche Geldhäuser offerieren ein variables Darlehen aber auch für 50000 Euro oder noch geringere Summen für andere Zwecke.

Vor- und Nachteile variabler Darlehen

Ein Vorzug variabler Darlehen besteht darin, dass Kunden von sinkenden Marktzinsen profitieren. Kreditnehmer gewöhnlicher Baufinanzierungen tragen weiterhin hohe Kosten, mit einem variablen Immobilienkredit würden sich ihre monatlichen Raten reduzieren. Zudem liegen die Zinssätze von variablen Darlehen in Niedrigzinsphasen oftmals unter den Konditionen anderer Kredite. Die Institute gehen bei tiefem Zinsniveau davon aus, dass die Zinsen eher steigen werden. Mit dem preisgünstigen Angebot honorieren sie, dass Kreditnehmer dieses erhöhte Risiko tragen. Bleiben die Zinsen aber gleich oder fallen sie sogar, finanzieren Kunden unschlagbar günstig. Als vorteilhaft kann sich auch die Möglichkeit erweisen, dass Kreditnehmer ein variables Darlehen vor jeder Zinsanpassung ohne Vorfälligkeitsentschädigung kündigen können.

Variabel bedeutet aber auch, dass sich Zinssätze nach oben entwickeln können. Kunden können sich mit höheren Kosten konfrontiert sehen, bei umfangreichen Krediten steigen die Raten schon bei kleinen Zinsschritten schnell um einen dreistelligen Betrag an. Ein variables Darlehen bedeutet somit immer ein geringeres Maß an Planbarkeit. Einen solchen Typ sollten deshalb nur Menschen wählen, die über finanzielle Reserven verfügen und so problemlos auch höhere Kosten tragen könnten. Verbraucher mit knappen Ressourcen sollten ein risikoloses Finanzierungskonzept bevorzugen. Die kurzfristige Kündigungsmöglichkeit dürfen sie bei steigenden Zinsen nicht als leichten Ausweg betrachten: Sie müssten dann das komplette Darlehen auf ein Mal zurückzahlen, das können sich die wenigsten leisten.

Eigenkapitalersatz

Als nachrangiges Darlehen werden Kreditvereinbarungen bezeichnet, die im Insolvenzfall erst nach den Ansprüchen der übrigen Gläubiger bedient werden. Sie sind diesen Ansprüchen gegenüber insofern ’nachrangig‘.

Diese besondere Kreditform spielt eine wichtige Rolle in der Unternehmensfinanzierung.

  • Juristisch betrachtet stellt ein nachrangiges Darlehen einen normalen Kredit mit fester Laufzeit und Zins- und Tilgungsverpflichtungen dar.
  • Das Besondere ist die Nachrang-Abrede.
  • Damit tritt der Kreditgeber im Rang hinter anderen Gläubigern zurück, nicht aber gegenüber den Eigentümern.
  • Im Insolvenzfall wird das Darlehen vor den Eigentümeransprüchen zurückgezahlt.

Wirtschaftlich gesehen nimmt es eine Zwischenstellung zwischen Eigen- und Fremdkapital dar. Da es bis zu einem gewissen Umfang mithaftet, übernimmt es eine wichtige Funktion des Eigenkapitals. Zeitlich begrenzte Laufzeit sowie Zins- und Tilgungszahlungen sind dagegen für Fremdkapital typisch. Nachrang-Darlehen werden daher häufig zum sogenannten Mezzanine-Kapital gerechnet. Der Begriff stammt vom italienischen mezzo = Mitte, zwischen.

Häufig als Gesellschafterdarlehen

Die Mezzanine-Finanzierung ist für ein Unternehmen ein geeignetes Instrument, um die Kreditspielräume zu erweitern. Das nachrangige Darlehen erweitert die Haftungsbasis und reduziert daher für die übrigen Kreditgeber das Ausfallrisiko. Die Bereitschaft zur Kreditvergabe wird dadurch tendenziell größer. Nachrang-Darlehen besitzen insoweit einen doppelt positiven Liquiditätseffekt. Sie führen dem Unternehmen einerseits unmittelbar Kapital zu, darüber hinaus verbessern sie andererseits die Chancen für eine weitere Fremdfinanzierung.

Nachrang-Darlehen werden häufig als Gesellschafterdarlehen gewährt. Dabei bringen Eigentümer eines Unternehmens Kapital in Form eines Darlehens ein, bei dem ein Rangrücktritt gegenüber den übrigen Gläubigern festgelegt ist. Gesellschafterdarlehen werden oft zur Aufstockung der Haftungsbasis und zur Liquiditätszuführung genutzt, wenn Banken zu einer weiteren Finanzierung nicht mehr bereit sind.

Förderdarlehen: Beispiel ERP Kapital für Gründung

Nachrangige Darlehen spielen auch eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit öffentlichen Förderprogrammen. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte ERP Kapital für Gründung. Dieses von der Kreditanstalt für Wiederaufbau durchgeführte und aus dem ERP-Sondervermögen finanzierte Programm können Existenzgründer bekommen, die Probleme mit ihrer Eigenkapitalausstattung haben.

Das ERP Kapital für Gründung bietet Förderadressaten nachrangige Darlehen zur Finanzierung von Sachinvestitionen, Betriebsmitteln und Maßnahmen zur Markterschließung. Darlehen aus dem Programm werden in einer Höhe bis zu 500.000 Euro gewährt. Das Laufzeitzinsdarlehen ist langfristig ausgerichtet und läuft 15 Jahre. Die Zinsen sind über die ersten zehn Jahre fest und werden in diesem Zeitraum besonders verbilligt. In den ersten sieben Jahren handelt es sich um ein tilgungsfreies Darlehen, es sind nur Zinszahlungen zu leisten. Erst danach beginnt die Tilgung. Mit diesem Konditionen hat das ERP Kapital für Gründung als nachrangiges Darlehen de facto einen eigenkapitalähnlichen Charakter.

Wege aus dem Darlehensvertrag

Ein Darlehensvertrag kann von beiden Seiten, sowohl vom Kreditnehmer als auch vom Kreditgeber gekündigt werden. Für eine solche Kündigung sind bestimmte Voraussetzungen notwendig.

Man unterscheidet zwischen ordentlicher und außerordentlicher Kündigung eines Darlehensvertrags.

  • Für die ordentliche Kündigung des Darlehens ist wichtig, wie die Rückzahlung des Darlehens vereinbart ist.
  • Gibt es hier keinen festen Zeitpunkt gilt gesetzlich eine Kündigungsfrist von drei Monaten.
  • Natürlich kann in jedem Vertrag eine andere Zeitspanne vereinbart werden.
  • Für eine solche Kündigung bedarf es keine Angabe von Gründen, jedoch ist in vielen Verträgen eine Vorfälligkeitsentschädigung vereinbart.
  • Davon ist eine Kündigung durch den Kreditnehmer betroffen, welcher der Bank dann eine Summe als Entschädigung für entgangene Zinsen zahlen muss.

Gibt es für die Rückzahlung aber einen bestimmten Zeitpunkt, kann eine ordentliche Kündigung Darlehen durch den Kreditnehmer nur dann zulässig sein, wenn ein variabler Zinssatz vereinbart ist. Im Falle eines fest geschriebenen Zinssatzes kann die ordentliche Kündigung nur dann durch den Kreditnehmer ausgesprochen werden, wenn die Zinsbindung vor dem Zeitpunkt der Rückzahlung abläuft, die Kreditzinsen also nicht über die gesamte Laufzeit des Darlehens festgelegt sind.

Die gesetzlichen Regelungen zur ordentlichen Kündigung eines Kredits können im Kreditvertrag nicht zum Nachteil des Kreditnehmers abgeändert werden.

Die außerordentliche Kündigung

Der Kreditnehmer kann einen Vertrag auch mit fest geschriebenen Zinsen aufkündigen, wenn seine berechtigten Interessen dies verlangen. Dies ist häufig der Fall, wenn die hinterlegte Sicherheit, beispielsweise eine Immobilie, aus einem wichtigen Grund anderweitig verwertet werden muss. Dies wäre zum Beispiel bei einem Verkauf der Immobilie im Falle einer Scheidung der Fall. Wenn ein solches Interesse nachgewiesen werden kann, dann lässt sich das Darlehen frühestens sechs Monate nach Auszahlung mit der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen. Die Sicherheit darf vorher nicht verwertet werden, und das Darlehen ist incl. Vorfälligkeitsentscheidung zurückzuzahlen.

Ist für die Rückzahlung ein fester Termin vorgesehen, dann kann der Kreditgeber während der vertraglich vereinbarten Laufzeit nicht den Vertrag ordentlich aufkündigen. Eine außerordentliche Kündigung kann dann nur ausgesprochen werden, wenn sich die Bedingungen und Voraussetzungen die bei der Kreditvergabe bestanden haben verändern. Insbesondere gilt das für die Herabsetzung des Werts der hinterlegten Sicherheit. Auch nicht rechtzeitig erfolgte Ratenzahlungen oder Zwangsvollstreckungen sind ein berechtigter Grund eine außerordentliche Kündigung auszusprechen.

Die Form der Kündigung

Eine Kündigung Darlehen muss schriftlich durch ein Kündigungsschreiben erfolgen. In manchen Fällen reicht auch eine mündliche Kündigung durch den Darlehensnehmer bei der Bank, die das Kündigungsbegehren dann aufnimmt. Die Bank wird immer mittels eines Schreibens die Kündigung mitteilen. Es empfiehlt sich, besonders bei unklarer Rechtslage einen Anwalt hinzuziehen, dieser kann das Schreiben zur Kündigung rechtssicher verfassen. So kann man einem eventuellen Rechtsstreit mit der Bank aus dem Weg gehen.

Ein Flexibler Kredit zu attraktiven Bedingungen

Das Flex Darlehen ist ein Finanzierungsinstrument mit einer sehr kurzen Zinsbindung. Bei diesem Kredit werden die Zinsen nämlich laufend angepasst, besser gesagt, alle drei Monate. Als Referenz für die Berechnung der Zinsen und ihre vierteljährliche Angleichung dient der Geldmarktzins Euribor. Aus dem Grund ist ein solche flexibler Kredit auch als Euribor Darlehen bekannt.

Der Euribor ist genau der Zinssatz, zu dem sich die großen Banken das Geld untereinander leihen. Er lehnt sich in seiner Bewegung an den Leitzins der Europäischen Zentralbank an.

  • Die Höhe des europäischen Leitzinssatzes kann jeden Tag auf den Wirtschaftsseiten der großen Tageszeitungen nachgelesen werden.
  • Damit ist auch die vierteljährliche Anpassung des Zinses für jeden ganz einfach nachvollziehbar.
  • Das unterscheidet den flexible Kredit übrigens auch von Darlehen mit variablen Zinsen.
  • Hier nämlich liegt es im Ermessen des Kreditgebers, ob er die Zinsen anpasst.
  • Viele Kreditinstitute geben zwar höhere Zinsen an ihre Kreditnehmer weiter, sinkende Zinsen jedoch nicht.

Flexibel ist in manchen Fällen besser

In Deutschland sind Kredite mit langen Zinsbindungen traditionell sehr beliebt und deshalb bei vielen Formen der Finanzierung, wie etwa bei der Immobilienfinanzierung, oft die Regel. Besonders flexibel sind diese Darlehen, die von fünf über zehn bis hin zu zwanzig Jahren und länger laufen, allerdings in den wenigsten Fällen. Ganz anders sieht das dagegen bei Flex Darlehen aus. Denn wenn sich der Zinssatz aller drei Monate ändert, ist die Chance des Kreditnehmers bei den flexiblen Krediten groß, schnell und in vollem Umfang von eventuell sinkenden Zinsen zu profitieren. Niedrige Zinsen sind übrigens ein guter Grund, den Dispokredit abzulösen.

Da sich Zinsen in beide Richtungen bewegen können, liegt eine Gefahr dieser Kredite aber auch in steigenden Zinssätzen. Geht der Zins nämlich nach oben, muss der Kreditnehmer mit höheren Belastungen rechnen. Zum Ausgleich kann er allerdings einen anderen Vorteil voll ausnutzen. Flexible Darlehen bieten außerordentlich attraktive Konditionen bei der Tilgung. Der Kreditnehmer kann über die vereinbarten Tilgungsraten hinaus jederzeit selbst bestimmen, wie viel mehr er von der geliehenen Summe an das Kreditinstitut zurückzahlen will. Bei herkömmlichen Krediten müsste er dieses Recht mit seiner Bank gesondert aushandeln und vereinbaren. In vielen Fällen ist es bei traditionellen Krediten sogar ganz und gar ausgeschlossen. Bei flexiblen Darlehen ist darüber hinaus auch jederzeit eine Sondertilgung möglich. Und zwar ohne die zusätzlichen Kosten, die zum Beispiel eine teure Vorfälligkeitsentschädigung an das Kreditinstitut mit sich bringen würde.

Außerdem kann das Darlehen jederzeit zum nächsten fälligen Termin der Zinsanpassung in ein ganz normales Festzinsdarlehen umgewandelt werden. Dann jedoch ändern sich die Zinsen bis zum Ende der Laufzeit nicht mehr.

Flexibel auch bei den Raten

Wenn Sie sich für ein Flex Darlehen entscheiden, bleiben Sie flexibel. Die Angebote gibt es auch online als günstige Sofortkredite. Getilgt wird der Kredit in monatlichen Raten, die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzen. Sie können sich in Ihrer Höhe ändern, da sich auch der Zins nach unten oder oben bewegen kann. Wenn Sie schnell reagieren wollen und hoffen, dass der Zins auf Dauer niedrig bleibt oder sogar sinkt, sind Sie mit einem Flex Darlehen auf der sicheren Seite.

Ein Weg aus dem Forderungsdickicht

Wer ein Darlehen aufnimmt, muss es natürlich zurückzahlen. Jedem Schuldner ist das klar. Es gibt aber Umstände unter denen es nicht möglich ist, einen Kredit wie geplant zu tilgen.

Der plötzliche Wegfall von Einkommen durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit kann hier genau so ein Grund sein wie anderweitige Veränderungen der Lebensumstände, die es nicht möglich machen, die Raten wie geplant zu zahlen.

  • Unter bestimmten Umständen kann ein Darlehen bereits nach drei Jahren verjähren.
  • Die Frist setzt ein wenn der Gläubiger innerhalb einer Frist von drei vollen Kalenderjahren nach Einstellung der Tilgung keine Maßnahmen ergreift, durch welche die Verjährung unterbrochen wird.
  • Geeignete Maßnahmen hierzu sind die Klageerhebung, der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides oder folgend ein Vollstreckungsbescheid.

Die Frist für die einfache Darlehen Verjährung kann auch unterbrochen werden, wenn der Gläubiger mit dem Schuldner innerhalb der drei Jahre eine Stundung vereinbart. Bedingung für die Unterbrechung der Frist ist hierbei eine beidseitig geschlossene Vereinbarung, ein bloßes Angebot des Gläubigers reicht nicht aus. In diesem Fall kann die Verjährung eines Darlehens erst nach zehn Jahren eintreten.

Einige Anbieter von Darlehen oder Ratenzahlungsvereinbarungen für Waren versuchen die Frist zu unterbrechen, indem der Schuldner ein sog. Schuldanerkenntnis unterschreibt. Im Falle einer geleisteten Unterschrift ist es schwierig für den Schuldner eine Zahlung tatsächlich nach 3 Jahren als verjährt anzufechten. Die Frist beginnt mit der Unterschrift unter dem Schuldanerkenntnis erneut.

Bedingungen für die Darlehen Verjährung

Die Verjährungsfrist von drei Jahren gilt nur für Privatdarlehen. Von einem solchen ist nur zu sprechen, wenn eine Bank, Firma oder auch ein Kaufmann einen Vertrag mit einer Privatperson geschlossen hat, die auf eigene Rechnung handelt. Bei jungen Selbstständigen oder Freiberuflern ist diese Abgrenzung manchmal schwierig zu treffen.

Die Verjährungsfrist gilt nicht nur für Darlehen die als Barbetrag ausgezahlt werden, sondern auch für Konsumentenkredite. Sie trifft also auch auf Ratenzahlungen für Versandhandelbestellungen zu, oder wenn gegen Rechnung ausgeliefert wird.

Nach Ablauf der Frist, kann man als Schuldner beim Gläubiger die Einrede der Verjährung erheben. Versucht der Gläubiger nach drei Jahren seine offenen Forderungen einzutreiben reicht ein Brief des Schuldners in dem die Einrede der Verjährung nach §195 BGB erhoben wird. Verjährt sind damit nicht nur die Hauptforderung, sondern auch die Zinsen und Gebühren aus dem jeweiligen Vorgang.

Mikrofinanzierungen – Kredite für Kleingewerbe

Unter Micro Darlehen werden Kredite verstanden, die kleinere unternehmerische oder selbständige Betätigungen finanzieren sollen.

Für solche Zwecke besteht in der Bundesrepublik eine eigene Fördermaßnahme – der Mikrokreditfonds Deutschland.

  • Micro Darlehen richten sich vor allem an Existenzgründer, Unternehmer und Selbständige, die auf normalem Wege keine Finanzierungen von einer Bank erhalten würden, weil sie nicht über entsprechende Sicherheiten verfügen, der Kreditbedarf zu gering ist oder kein gesichertes Einkommen nachgewiesen werden kann.
  • Besondere Schwerpunkte der Mikrofinanzierungen liegen auf Gründern mit Migrationshintergrund sowie auf Frauen, die sich selbständig machen wollen.
  • Grundsätzlich steht die Maßnahme aber allen Kleingründern und Kleinunternehmern offen, auch wenn die selbständige Tätigkeit (zunächst) im Nebenerwerb ausgeübt wird.
  • Für Freiberufler ist das Förderprogramm ebenfalls zugänglich.

Kredite über GRENKE Bank AG und Mikrofinanzinstitute

Der Mikrokreditfonds Deutschland gewährt die Darlehen dabei nicht direkt an die Kreditnehmer, sondern refinanziert lediglich die Kreditvergabe. Die Mittel des Fonds werden von der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen (NBank)

im Rahmen einer Treuhandlösung für den Bund verwaltet. Die Kreditvergabe wird zentral über die GRENKE Bank AG gesteuert, die dabei mit sogenannten Mikrofinanzinstituten zusammenarbeitet, die es praktisch in jedem Bundesland gibt. Mikrofinanzinstitute sind keine Banken im eigentlichen Sinne, sondern lediglich in der Kreditvermittlung und -beratung tätig. Der eigentliche Kreditvertrag kommt mit der GRENKE Bank AG zustande.

Ein Micro Darlehen umfasst in der Regel einen Kreditbetrag zwischen 1.000 Euro und 10.000 Euro. Eine spätere Aufstockung auf bis zu 20.000 Euro ist vielfach möglich. Es handelt sich um einen „normalen“ Ratenkredit mit einer Laufzeit von bis zu 48 Monaten, der in regelmäßigen monatlichen Raten zu tilgen ist. Der Zinssatz ist wegen des größeren Ausfallrisikos höher als bei üblichen Ratenkrediten im Konsumentenkreditgeschäft.

Voraussetzungen und Bedingungen der Kreditvergabe

Für die Kreditvergabe gelten die üblichen Kriterien, die auch sonst bei Krediten angelegt werden. Das heißt, die Kreditwürdigkeit wird anhand der Kapitaldienstfähigkeit, die mit ensprechenden Zahlen zu unterlegen ist, geprüft. Bei Gründungen ist ein aussagefähiger Business Plan vorzulegen, aus dem die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vorhabens hervorgeht. Da dingliche Sicherheiten von Kleingründern und -unternehmern oft nicht gestellt werden können, dienen zur Absicherung vielfach Bürgschaften. Bevorzugt werden dabei Bürgschaften von Personen aus dem unmittelbaren persönlichen Umfeld des jeweiligen Gründers bzw. Unternehmers.

Der Kreditantrag wird beim jeweiligen Mikrofinanzinstitut gestellt, das auch Ansprechpartner für alle weiteren Fragen im Zusammenhang mit der Finanzierung ist. Dank der Micro Darlehen erhalten viele Menschen mit schwierigen Rahmenbedingungen, denen sonst Arbeitslosigkeit drohen würde, eine Chance, sich mit bescheidenen Mitteln eine Existenz aufzubauen.

Vor- und Nachteile

Bei einem Vario-Darlehen gibt es einen markanten Unterschied zu gewöhnlichen Krediten: Der Zinssatz sinkt oder steigt während der Tilgungsphase. Diese Finanzierungsart findet sich bei Baukrediten.

In Deutschland sind diese Darlehen kaum verbreitet, während sie sich in Ländern wie Großbritannien größerer Beliebtheit erfreuen.

  • Kredite mit variablem Zinssatz orientieren sich am Euribor-Zins.
  • Dieser Wert bildet ab, wie viel Banken momentan für Termingelder im Interbankengeschäft verlangen.
  • Fällt er zum Beispiel um 0,5 Prozentpunkte, verbilligt sich auch das Vario-Darlehen um diesen Betrag.
  • Der Vorzug besteht darin, dass die Institute die Konditionen nicht beliebig ändern können.
  • Eine Anpassung findet alle drei Monate oder halbjährlich statt.

Eine weitere Besonderheit ist, dass Kunden den Kredit kurzfristig kündigen können. Sie profitieren von Flexibilität. Sie müssen im Kündigungsfall aber schnell eine neue Finanzierung abschließen, damit sie die Restschulden ablösen können. Banken dürfen bei einer Kündigung keine Vorfälligkeitsentschädigung veranschlagen.

Darüber hinaus funktioniert ein Vario-Darlehen wie ein Festzinskredit. Die Zinssätze ermitteln die Institute individuell, sie hängen von der persönlichen Bonität und der Attraktivität der Immobilie ab. Die Immobilie dient der Bank zugleich als Sicherheit. Fällige Raten überweisen die Kreditnehmer monatlich. Bei der Wahl des Anbieters ist zu berücksichtigen, ob sich das komplette Haus beziehungsweise die Eigentumswohnung mit einem variablen Kredit finanzieren lässt. Einige Dienstleister beschränken die maximale Summe auf einen bestimmten prozentualen Anteil des gesamten Finanzierungsbetrags. Sie wollen damit verhindern, dass Kunden bei einem zu starken Zinsanstieg zahlungsunfähig werden.

Wann sich ein Darlehen mit variablem Zins lohnt

Ein Vario-Darlehen kostet weniger als ein Festkredit. Der Zinsvorteil beträgt oft rund 0,1 bis 0,3 %. Der Kredit zahlt sich damit aus, wenn die allgemeinen Zinsen auf dem gleichen Niveau verharren. Besonders attraktiv ist er, wenn das Zinsniveau sinkt. Bei einem Kredit mit fixen Zinsen müssen Kreditnehmer dagegen bis zum Ende der Zinsbindung die höheren Kosten stemmen. Steigen die Zinsen jedoch, verschenken Verbraucher bei einem variablen Zinssatz Geld. Sie können zwar zu einem Festdarlehen wechseln und so zumindest weitere Kostensteigerungen meiden, sie müssen für diese Finanzierung aber mehr bezahlen als zu einem früheren Zeitpunkt. Liegen die aktuellen Zinsen niedrig und drohen bald Zinssteigerungen, sollten sich Kunden die preiswerten Konditionen mit einem Festzinskredit möglichst lange sichern. In diesem Fall empfiehlt sich eine Zinsbindung von zehn bis zwanzig Jahren. So schützen sie sich vor höheren Kosten, die gegebenenfalls den kompletten Tilgungsplan gefährden können.

Vor dem Abschluss eines Vario-Kredits sollten Verbraucher einen ausführlichen Vergleich vornehmen. Die Zinsen differieren zwischen den Anbietern enorm. Bestenfalls stellen Interessierte bei drei oder vier insgesamt attraktiv wirkenden Banken konkrete Darlehensanfragen und vergleichen anschließend die individuellen Offerten. Zudem sollten sie darauf achten, dass sie in angemessener Höhe mindestens ein Mal im Jahr kostenlos Sondertilgungen leisten können.

Vorzeitig Geld aus der Lebensversicherung

Ein Policen-Darlehen ist eine hervorragende Möglichkeit, kurzfristig entstehenden Kapitalbedarf ohne Probleme zu decken. Sie brauchen keinen Nachweis Ihrer Bonität, keine Bürgen und keine andere Sicherheit als die Lebensversicherung. Eine bereits langfristig laufende und deshalb noch gut verzinste Versicherung müssen Sie deswegen nicht kündigen.

Geld gibt es entweder vom Versicherer selbst oder von Banken und auf das Beleihen von Lebensversicherern spezialisierten Anbietern.

  • Voraussetzung für ein Policen-Darlehen ist, dass die Lebensversicherung einen Rückkaufswert hat.
  • Das ist der Betrag, den Sie erhalten würden, wenn Sie die Versicherung nicht bis zum regulären Ende der Laufzeit fortführen, sondern jetzt vorzeitig kündigen.
  • Im Versicherungsschein sind die voraussichtlichen Rückkaufswerte nach Jahren aufgelistet.
  • Außerdem sollten Sie von Ihrem Versicherer regelmäßig eine Wertmitteilung bekommen, aus dem der tatsächliche Rückkaufswert hervorgeht.
  • Dieser kann von den Angaben in der Police abweichen, zum Beispiel durch die Zuweisung von Überschussbeteiligungen.

Der Rückkaufswert ist nicht gleich der Summe der eingezahlten Beiträge. Die Beiträge enthalten nämlich neben einem Sparanteil zur Bildung des Deckungskapitals auch einen Risikoanteil und einen Kostenanteil. Die Abschlusskosten werden nach einem mathematischen Verfahren, der sogenannten Zillmerung, über die Laufzeit verteilt. Deshalb ist der Rückkaufswert zunächst noch sehr niedrig, erst nach einigen Jahren ist er durch Zinseffekte höher als die Beitragszahlungen.

Warum Sie die Lebensversicherung behalten sollten

Die Lebensversicherung dient dem Kreditgeber als Sicherheit. Deshalb wird er auch kein Darlehen gewähren, das höher ist als der aktuelle Wert des Vertrages. Aber warum dann nicht direkt die Lebensversicherung kündigen und das Geld nehmen? Viele Lebensversicherungen haben noch einen hohen Garantiezins. Bei einem Vertragsabschluss zwischen Juli 1994 und Juni 2000 lag er beim historisch besten Wert von 4 %. Dieser Zins gilt für die gesamte Laufzeit, obwohl die Zinsen seitdem stark gefallen sind. Nun sind die Kreditzinsen für ein Policen-Darlehen mit ziemlicher Sicherheit dennoch höher als die Erträge aus der Lebensversicherung. Dennoch kann sich das Darlehen anstelle des Verkaufs lohnen, wenn Sie das Geld nur kurzfristig benötigen. Nach der Rückzahlung kassieren Sie nämlich wieder die hohen Zinsen und wahrscheinlich zum Ablauf einen Schlussüberschussanteil. Auch der Risikoschutz bleibt erhalten, ein entscheidender Grund, aus dem Sie die Lebensversicherung seinerzeit überhaupt abgeschlossen haben.

Das Policen-Darlehen ist meist als endfälliges Darlehen konzipiert, das heißt, die Tilgung erfolgt am Schluss der Laufzeit in einer Summe. Das kann nachteilig sein, wenn Sie den Kredit eigentlich auch in monatlichen Raten tilgen könnten, denn Sie zahlen unnötig viel Zinsen. Vereinbaren Sie deshalb die Möglichkeit von Sondertilgungen und zahlen Sie so viel Sie können bereits vorzeitig zurück. Das reduziert die Gesamtkosten des Policen-Darlehens deutlich.

Variable Darlehen mit Zinsobergrenze

Cap Darlehen sind Kredite mit variablem Zinssatz und begrenztem Zinssteigerungsrisiko. Neben dem klassischen Annuitätendarlehen, das in festen, meist monatlich gleichbleibenden Raten zurückzuzahlen ist, bieten zahlreiche Banken auch Kredite mit variabler Verzinsung an. Besonders bei der kurz- und mittelfristigen Immobilienfinanzierung werden diese nicht selten vereinbart. Dabei erfolgt die Festlegung eines Anfangszinssatzes, der an die Entwicklung eines bestimmten Referenzzinssatzes gekoppelt wird. Hierbei wird meist der EURIBOR als Bezugsgröße gewählt. Dabei handelt es sich um den an jedem Bankarbeitstag ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Euro-Termingelder im Interbankenhandel, der auf den Briefkursen von 32 führenden Kreditinstituten im Euro-Raum beruht. Häufig wird bei Krediten der EURIBOR für drei- und sechsmonatige Laufzeiten als Referenzgröße vereinbart.

Da dieser Zinssatz schwankt, werden bei variabel verzinslichen Darlehen bestimmte Stichtage fixiert, an denen eine Anpassung des Darlehenszinses an den aktuellen EURIBOR Zinssatz erfolgt. Oft geschieht dies quartalsweise oder halbjährlich.

  • Ein Cap Darlehen besitzt die Besonderheit, dass vertraglich eine Zinsobergrenze (Cap) vereinbart wird, Damit wird dem Interesse des Kreditnehmers Rechnung getragen, dass die Entwicklung der Zinsbelastung für ihn in gewissen Grenzen kalkulierbar bleibt.
  • Wirtschaftlich betrachtet entspricht ein solches Darlehen eine Kombination aus einem festverzinslichen Darlehen und zwei Zinsderivaten, nämlich je einem Zinsswap und einem Zinscap. Überschreitet zu einem Zinsanpassungstermin der Referenzzins den vereinbarten Cap (Zinsdeckel), gilt für den Darlehensnehmer eine Zinssteigerung nur bis zu dieser Obergrenze.
  • Umgekehrt profitiert er bei sinkendem Zins von jeder Zinssenkung.
  • Neben der Zinsobergrenze (Cap) kann ein Cap Darlehen auch eine Zinsuntergrenze (Floor) enthalten.
  • In diesem Falle entsteht ein vertraglich definierter Zinskorridor, der banktechnisch als Collar (Kragen) bezeichnet wird.

Vor- und Nachteile des Cap Darlehens

Ein Cap Darlehen eignet sich für solche Darlehensnehmer, die einerseits den Zinsvorteil eines Darlehens mit variabler Verzinsung nutzen möchten, andererseits aber nur ein begrenztes Risiko für den Fall einer Zinssteigerung eingehen wollen. Während das klassische Bank Darlehen (Annuitätendarlehen) ein hohes Maß an Kalkulierbarkeit besitzt, weil Laufzeit und Ratenhöhe vertraglich fixiert sind, riskiert der Kreditnehmer bei Vereinbarung eines variablen Zinses die Erhöhung der monatlichen Raten. Wie hoch das Risiko tatsächlich ist, ergibt sich aus der Ausgestaltung des Caps. Greift dieser – wie dies häufig der Fall ist – erst bei einer massiven Zinssteigerung ein, ist das Zinsrisiko erheblich. In diesem Falle kann der Darlehensnehmer von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, das ihm vertraglich meist für jeden Fall der Zinssteigerung zum jeweiligen Zinsanpassungstermin eingeräumt wird. Außerdem kann der Darlehensnehmer in dieser Situation den Kredit ohne Vorfälligkeitsentschädigung ganz oder teilweise vorzeitig tilgen. Erwartet der Darlehensnehmer kurzfristig Tilgungsgelder, ist diese Darlehensform vorteilhaft.

Daher eignet sich das Cap Darlehen für solche Kreditnehmer, die kurzfristig mit einer erheblichen Zinssteigerung rechnen und imstande sind, für diesen Fall die Darlehensschuld zu tilgen oder eine günstige Anschlussfinanzierung zu finden. Häufig wird diese Form des Darlehens für einen Zwischenkredit vereinbart. Wer einen günstigen Kredit aufnehmen möchte, sollte allerdings bedenken, dass sich das Kreditinstitut die Zinsdeckelung mit einer sogenannten Cap-Prämie vergüten lässt. Diese besteht in einem Zinsaufschlag, der oft 1,5 bis 2,5 % Jahreszinsen, bezogen auf den bei Vertragsschluss geltenden Marktzins für zinsvariable Kredite, betragen kann. Nicht selten ist dann ein klassischer Ratenkredit vorteilhafter.

Riester-Darlehen als Altersvorsorge

Mit der Riester-Rente unterstützt der Staat Verträge für die private Altersvorsorge, die sich angesichts eines geringen Niveaus der gesetzlichen Rente dringend empfiehlt. Dabei erfreut sich die Spezialform des Wohn-Riesterns zunehmender Beliebtheit. Hier erhalten die Vorsorgenden keinen Zuschuss auf einen Sparbetrag, den sie später als monatliche Rentenleistung ausgezahlt bekommen.

Stattdessen fördert der Staat das Sparen und spätere Finanzieren eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung.

  • Eine zusätzliche Rentenleistung stellt im Ruhestand ein angenehmes Leben sicher.
  • Noch attraktiver ist es, wenn im Alter geringere Kosten anfallen.
  • Wer als Senior eine eigene Wohnung besitzt, erspart sich dauerhaft den größten Ausgabeposten und kann zugleich Nachkommen eine Immobilie vererben.
  • Wohneigentum erweist sich als beste Form der privaten Altersvorsorge, zumal in vielen Regionen mit weiter stark steigenden Mieten zu rechnen ist.
  • Viele Ältere können sich diese Kosten in ihrem Stadtteil in Großstädten nicht mehr leisten und müssen dann im Alter ihre gewohnte Umgebung verlassen und die Beschwernisse eines Umzugs auf sich nehmen.

Mit Wohn-Riestern verhindern sie diesen Lebenseinschnitt.

Bei dieser Eigenheimrente erhalten Nutzer einen Zuschuss für das Ansparen und die Darlehenstilgung. Diese Unterstützung gewährt der Staat nur, wenn Interessierte ein entsprechend zertifiziertes Produkt wählen und die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen. So müssen sie zulageberechtigt sein, was zum Beispiel auf sämtliche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zutrifft. Gefördert wird jedes selbst genutzte Wohneigentum, sowohl gekaufte und gebaute Eigenheime als auch Eigentumswohnungen. Dazu zählen auch innerhalb einer Genossenschaft erworbener Wohnraum sowie ein lebenslanges und damit eigentumsähnliches Dauerwohnrecht. Insgesamt betragen die Einsparungen durch die staatliche Förderung bis zu 50 000 Euro, das rasch steigende Interesse an Riester Darlehen erklärt sich aus dieser finanziellen Attraktivität.

Wie das Wohn-Riestern genau funktioniert

Die Zulagen für ein Riester Darlehen gleichen den Zahlungen bei allen Riester-Varianten. Jeder erhält eine Grundzulage von 154 Euro im Jahr. Es kommen für Kinder mit Kindergeld-Anspruch weitere Zuschüsse hinzu, für vor 2008 geborene Kinder beträgt die Förderung 185 Euro jährlich, für ab 2008 Geborene 300 Euro. Für die volle Unterstützung müssen Vorsorgende gewährleisten, dass sie vier Prozent ihres Brutto-Einkommens als Eigenleistung aufbringen. In diese vier Prozent können sie aber die Zulagen einberechnen, sodass der tatsächliche Eigenanteil niedriger liegt. Die Zuschüsse überweist der Staat sowohl in der Anspar- als auch in der Darlehensphase. Bei einem Bausparvertrag sparen Kunden zum Beispiel über einen gewissen Zeitraum Kapital an, welches die Bausparkasse verzinst. Ab einer bestimmten Summe können sie die Baufinanzierung in zuvor vereinbarter Höhe und mit festem Zins für eine bestimmte Dauer beantragen. Dann zahlen sie keine Sparraten mehr, sondern tilgen mithilfe des Staats das Riester Darlehen. Zudem profitieren sie in beiden Phasen von Steuererleichterungen, bis zu 2100 Euro jährlich können sie in ihre Einkommenssteuererklärung eintragen.

Im Ruhestand müssen sie dann nachgelagert Steuern zahlen. Das erweist sich jedoch als Vorteil, da der individuelle Steuersatz im Alter meist niedriger liegt als während des Erwerbslebens. Bei gewöhnlichen Riester-Verträgen zieht das Finanzamt zur Berechnung die Renteneinkünfte her. Beim Wohn-Riestern greifen sie aufgrund der anderen Funktionsweise auf ein sogenanntes Wohnförderkonto zurück: Dort wird virtuell ein steigender Betrag festgehalten, von dem die Kunden später einen persönlichen Steueranteil abführen müssen. Für den Fall der Zweckentfremdung müssen sämtliche Zulagen zurückgezahlt werden. Das gilt vor allem dann, wenn das Haus oder die Wohnung verkauft wird. Es gibt aber Ausnahmen: Wenn der Verkaufserlös sofort in neues Eigentum investiert wird, dürfen Vorsorgende die Unterstützung behalten. Das Gleiche trifft zu, wenn die Immobilie zwischenzeitlich vermietet und vor dem Renteneintritt wieder selbst genutzt wird. Das kann zum Beispiel bei einem berufsbedingten Umzug der Fall sein. Es empfiehlt sich stets, zuvor Kontakt mit einem Bankberater aufzunehmen.

Was beim Anbietervergleich zu beachten ist

Die staatliche Förderung macht das Wohn-Riestern nur grundsätzlich attraktiv. Letztlich kommt es auf die Qualität des Vorsorgevertrags an, wie stark Sparer von den Zuschüssen profitieren. Zahlreiche Bausparkassen und Banken vertreiben Riester Darlehen. Die Konditionen und damit die Kosten bestimmen die Anbieter in Eigenverantwortung. Wie bei allen Finanzprodukten finden sich am Markt enorme Unterschiede. Interessierte sollten die einzelnen Kredite intensiv miteinander vergleichen. Bei einem Riester-Darlehen geht es um eine hohe Geldsumme, dadurch wirken sich auch kleine Unterschiede bei den Zinsen in erheblichem Maße aus.

Drei Aspekte verdienen beim Vergleichen Berücksichtigung, egal, über wie viele Euro der Kredit vereinbart wird. Erstens sollten Interessierte die Zinsen in der Ansparphase begutachten. Zweitens sollten sie die Bereitstellungszinsen für das Darlehen miteinander vergleichen. Insbesondere die Berechnung der Zinsen für das Darlehen entscheidet über die Attraktivität eines Vertrags. Die Kreditsumme beträgt gewöhnlich mehrere Zehntausende oder über hunderttausend Euro, Zehntel Prozentpunkte Mehrzinsen schlagen enorm zubuche. Zudem empfiehlt jeder Kredit Ratgeber, Gebühren zu beachten. Diese fallen zum Beispiel beim Abschluss an, aber auch bei einer vorzeitigen Kündigung oder falls jemand später den Kredit umschulden möchte.

Baukredite mit nachrangiger Besicherung

Ein zweitrangiges Darlehen geht mit denselben Rahmenbedingungen einher wie jedes andere Festzinsdarlehen. Seine Besonderheit liegt in der Besicherung. Sie tritt daher erst zutage, wenn der Kreditnehmer keine seiner Forderungen mehr begleichen kann und Insolvenz anmelden muss.

Dann nämlich werden die Forderungen des im Grundbuch nachrangig eingetragenen Gläubigers erst bedient, wenn die Gläubiger ersten Ranges an der Reihe waren. Unternehmerkredite werden häufig als nachrangige Darlehen abgeschlossen, aber auch im Rahmen von Baufinanzierungen empfehlen Banken manchmal, zumindest einen Teil der Gesamtleihsumme auf diese Weise zu besichern.

  • Bringt der Kreditnehmer genug Eigenkapital mit, erhält er vergleichsweise günstige Zinsen.
  • Fehlt es jedoch an Eigenkapital, kann der Kredit so teuer werden, dass sich Ratenhöhe und Laufzeit nicht mehr mit den finanziellen Voraussetzungen des Bewerbers vereinbaren lassen.
  • In diesem Fall bietet die Bank manchmal ein zweitrangiges Darlehen an.
  • Der Leihbetrag wird in diesem Fall auf zwei verschiedene Kreditverträge aufgeteilt.
  • Für einen Teil der Summe vereinbaren die Vertragspartner eine erstrangige Grundschuld, der Rest des Darlehens wird mit einer zweitrangigen Grundschuld besichert.

Im Insolvenzfall hat der Gläubiger auf diesen Teil des Geldes daher nur nachrangige Ansprüche, weshalb zweitrangige Darlehen häufig als Mischform zwischen Eigenkapital und Fremdkapital eingeordnet und als Sonderform der Mezzanine-Finanzierung bezeichnet werden. Dennoch kann diese Regelung für Banken von Vorteil sein. Nicht nur, weil sie dadurch Kunden gewinnen, die andernfalls von einer Finanzierung absehen würden, sondern vor allem im Hinblick auf die Anschlussfinanzierung. So ist es bei vielen Kreditinstituten üblich, den zweiten Vertrag zu veränderten Konditionen anzubieten.

Mögliche Nachteile für den Kreditnehmer

Beispielsweise mit einer kürzeren Sollzinsbindung oder einem anderen Zinssatz. Eine Praxis, die für den Kreditnehmer nicht unbedingt vorteilhaft ist. Beispielsweise wird er Schwierigkeiten haben, das in zwei Verträge gesplittete Darlehen mit einem erstrangigen Darlehen gleichen Umfangs zu vergleichen. Vor allem aber sind es die kürzeren Laufzeiten, die ihn oft enger an seinen Kreditgeber binden, als ihm lieb ist. Steht eine Anschlussfinanzierung für ein zweitrangiges Darlehen an, haben es Kreditnehmer oft schwer, einen Vertrag bei einem neuen Anbieter zu erhalten.

Die meisten Banken schrecken vor der Weiterfinanzierung mit nachrangigen Rechten nämlich zurück. Der Schuldner muss sich also an seinen erstrangigen Kreditgeber wenden. Dieser ist dann in der bequemen Position, die Konditionen des Folgekredits diktieren zu können. Dadurch bezahlt der Kreditnehmer fast immer mehr Zinsen, als es die Marktlage eigentlich hergibt. Die Aufsplittung eines Baudarlehens in zwei verschieden besicherte Verträge gilt nicht umsonst als beliebtes Mittel der Banken, einen Kunden auch über die Vertragslaufzeit hinaus an sich zu binden.

Förderkredite

Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Bürger ein Darlehen vom Staat. Mit diesen Krediten, die durch eine liberale Kreditvergabe und attraktive Konditionen bestechen, unterstützt die Regierung Menschen aus unterschiedlichen Gründen des Gemeinwohls. Deutschland finanziert zum Beispiel die Ausbildung von jungen Menschen: Zum einen dienen diese Darlehen der Chancengerechtigkeit.

Zum anderen erhofft sich der Staat viele gut ausgebildete Bürger, die später das Wirtschaftswachstum befördern und Steuern zahlen.

  • Besonders umfassend ist die Hilfe bei der Ausbildung.
  • Hunderttausende nehmen das BAföG für Studierende in Anspruch.
  • Studenten dürfen hierbei gewisse Einkommens- und Vermögensgrenzen nicht überschreiten, auch die Einkünfte der Eltern zieht das Studentenwerk als zuständiger Ansprechpartner heran. Überschreiten die jeweiligen Geldsummen die Werte, kürzt das Studentenwerk die Zahlung oder lehnt einen BAföG-Antrag ab.
  • Wer Zahlungen erhält, kann sich freuen: Bei der einen Hälfte handelt es sich um einen kostenlosen Zuschuss, die andere Hälfte stellt ein zinsfreies Darlehen dar.
  • Dieses müssen sie nach dem Studium in kleinen Raten zurückzahlen, bei zu geringem Verdienst wird die Zahlung vorübergehend ausgesetzt.

Eine ähnliche Unterstützung gibt es nicht nur für Studenten, sondern unter anderem auch für Teilnehmer an Meister-Kursen.

Erhält jemand kein BAföG oder zu wenig, kann er bei der öffentlich-rechtlichen KfW-Bank einen Bildungskredit beantragen. Dieser kann nach dem Auslaufen des BAföGs auch als Anschlussfinanzierung dienen, da der Anspruch über einen längeren Zeitraum besteht. Die ausgezahlten Summen stellen ein Darlehen vom Staat dar, Kreditnehmer müssen den Betrag komplett tilgen und Zinsen tragen. Die Zinssätze liegen aber unter dem Niveau von Studenten-Abrufdarlehen privater Banken. Im Gegensatz zum BAföG spielen Einkommen und Vermögen beim Bildungskredit keine Rolle.

Die KfW-Bank als zentrales Förderinstrument des Staats

Dieses öffentlich-rechtliche Institut spielt bei der staatlichen Kreditfinanzierung die führende Rolle. Die Förderkredit-Programme richten sich vor allem an Privatpersonen und Unternehmer. Einen Schwerpunkt bildet die Energiewende. Installieren Antragssteller zum Beispiel eine Fotovoltaikanlage auf ihrem Dach oder sanieren sie ihr Haus energieeffizient, haben sie eine gute Chance auf ein zinsgünstiges Darlehen vom Staat. Die KfW-Bank engagiert sich zudem stark in der wirtschaftlichen Förderung. Existenzgründer können ihre Geschäftsidee oftmals nur dank eines KfW-Darlehens finanzieren. Das Gleiche gilt bei etablierten Unternehmen, die ihr Geschäft erweitern oder in Forschung und Entwicklung investieren wollen.

Grundsätzlich zeichnen sich die Angebote durch eine großzügige Kreditvergabe, niedrige Zinsen und liberale Rückzahlungsbedingungen aus. Teilweise verbuchen Kreditnehmer sogar einen Tilgungszuschuss. Bevor Interessierte ein solches Darlehen vom Staat beantragen, sollten sie jeweils die Voraussetzungen und die Konditionen recherchieren. Bei einigen KfW-Krediten fungiert die Hausbank als Ansprechpartner, diese entscheidet über den Antrag und wickelt das Darlehen ab. Da die KfW Bankpartner weitgehend von den Ausfallrisiken freistellt, stimmen die Institute gerne zu. Für sie existiert kaum eine finanzielle Gefahr.

Niedrigzinsen clever nutzen

Wer für größere Anschaffungen jetzt einen Kredit oder ein Darlehen für den Traum vom eigenen Haus benötigt, kann sich freuen.

Die lange anhaltende Phase extrem niedriger Zinsen ärgert Sparer und bringt so manche Planungen für eine Altersvorsorge durcheinander, ist aber eine sehr günstige Zeit für alle, die Finanzierungsbedarf haben.

  • Trotz niedriger Zinsen sollte man aber nicht übermütig werden, was den Einsatz von fremdem Geld angeht.
  • Planen Sie Finanzierungen stets so, dass Sie die Raten aus dem frei verfügbaren Einkommen jederzeit problemlos bezahlen können.
  • Und rechnen Sie dabei nicht zu knapp.
  • Wenn Nebenkosten der Wohnung wie Strom, Öl oder Gas wieder teurer werden, muss es immer noch reichen.
  • Strecken Sie den Kredit oder das Darlehen lieber über eine längere Laufzeit, selbst wenn die Zinsen dann höher sind.

Bei Immobilienfinanzierungen mit langjährigen Tilgungsphasen ist der Blick auf die Laufzeit doppelt wichtig. Anders als bei Konsumentenkrediten sind die Zinsen hier nicht für die gesamte Dauer der Rückzahlung festgelegt. Ein Beispiel: Sie planen, Ihr Eigenheim innerhalb von dreißig Jahren schuldenfrei zu haben. Die Hypothekenzinsen sind Ihnen aber nur für zehn Jahre garantiert. Nach dieser Zeit ist ein großer Teil der Schulden noch offen. Steigen die Zinsen deutlich an, wird Sie eine Anschlussfinanzierung vor große finanzielle Herausforderungen stellen. Im schlimmsten Fall, wenn Sie sich den neuen Kredit nicht leisten können, droht die Zwangsversteigerung. Eine längere Zinsbindung gibt länger Sicherheit, auch wenn der Zinssatz höher ist. Vor allem ist die Restschuld nach zum Beispiel zwanzig Jahren klein genug, so dass auch höhere Kosten eines neuen Kredits Sie nicht in den Ruin treiben.

Kreditzinsen sind am Risiko orientiert

Der Zins ist das Entgelt der Bank, das auch das Risiko eines Kreditausfalls abdecken muss. Je sicherer ein Kredit ist, desto geringer ist das Risiko. Wer viele Unterlagen zu seinen persönlichen Verhältnissen einreicht, etwa ein positives Scoring der SCHUFA, Nachweise eines regelmäßigen Einkommens usw., kann auf seine Kreditanfrage mit einer Sofortzusage zu günstigen Zinsen rechnen. Das gleiche gilt, wenn Sicherheiten gestellt werden. Auch beim Autokredit ist eine Sofortzusage möglich, wenn das Fahrzeug sicherungsübereignet wird und vollkaskoversichert ist.

Andere Wünsche sind nicht so einfach zu finanzieren. Hat man eh schon Schulden und will seine Hochzeit ausgiebig feiern, tun sich Banken schwer mit einer Kreditzusage. Eine Alternative sind Privatkredite von Privatleuten, die über verschiedene Plattformen im Internet angeboten werden. Wer aber glaubt, das sei eine soziale Angelegenheit, der irrt. Auch hier werden Zinsen für einen Kredit oder ein Darlehen nach Risiko bezahlt, und das bedeutet für unsichere Schuldner Zinssätze oft deutlich über 10 %. Und wer nicht zahlt, wird genauso Bekanntschaft mit einem Inkassobüro machen, wie es auch beim Bankkredit der Fall wäre.

Folgekredit günstig vereinbaren

Nicht jeder Kreditnehmer braucht für sein Darlehen eine Anschlussfinanzierung. Sie wird erst dann benötigt, wenn der Kreditnehmer seine Restschuld am Ende der Vertragslaufzeit nicht vollständig ablösen kann. Typisch sind Anschlussfinanzierungen im Rahmen von Immobilienkrediten.

Je nachdem, wie sich der Marktzins entwickelt, kann der neue Kredit jedoch viel teurer sein als der alte. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Kreditnehmer deshalb bereits beim Vertragsschluss überlegen, wie sie ihr Darlehen einmal weiterfinanzieren wollen.

  • Zwar gibt es Kredite mit variablem Zinssatz, bei den meisten Verbraucherkrediten, vom Autokredit bis zum Modernisierungsdarlehen, handelt es sich aber um Festzinsverträge.
  • Der Zinssatz, zu dem der Kreditvertrag abgeschlossen wird, bleibt also über die ganze Laufzeit hinweg gleich.
  • Typisch sind Zinsbindungsfristen von fünf, zehn oder fünfzehn Jahren, je nach Leihsumme und Ratenhöhe, an deren Ende die Schuld vollständig getilgt sein kann, aber nicht muss.
  • Sind die Zinsen besonders günstig, lohnt es sich, eine lange Zinsbindung zu vereinbaren.
  • Selbst wenn die Bank dafür etwas mehr verlangt, als für ein Darlehen mit selber Größe und kürzerer Laufzeit.

Ist es hingegen absehbar, dass die Zinsen in den nächsten Jahren weiter sinken, empfiehlt sich eine kürzere Sollzinsbindung für das Darlehen. Die Anschlussfinanzierung kann im Idealfall zu einem günstigeren Zinssatz abgeschlossen werden als der anfängliche Kreditvertrag. Für Laien ist es oft schwer abzuschätzen, ob die Marktzinsen in näherer Zukunft sinken oder steigen. Sie sollten daher frühzeitig den Rat eines Fachmanns einholen und sich wenn möglich auch selbstständig über aktuelle und prognostizierte Marktentwicklungen informieren.

Zinsen sichern mit Forward Darlehen

Viele Bankkunden vereinbaren ihre Anschlussfinanzierung mit dem Kreditinstitut, mit dem sie auch den Erstvertrag geschlossen haben. Wer mag, kann sich aber genauso gut für einen neuen Kreditgeber entscheiden, wenn dieser bessere Konditionen verspricht. In jedem Fall muss der Kreditnehmer einen neuen Antrag stellen und sämtliche Fragen zu seiner beruflichen Situation, seinem monatlichen Budget und etwaigen Sicherheiten in der schriftlichen Selbstauskunft oder im persönlichen Bankgespräch beantworten. Unter Umständen kann er sich eine günstige Anschlussfinanzierung bereits viele Monate im Vorfeld sichern.

Sogenannte Forward-Darlehen werden zum aktuellen Zins vereinbart, die Ausschüttung erfolgt jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Den genauen Zeitpunkt der Auszahlung kann der Kreditnehmer dabei selbst bestimmen, er muss jedoch innerhalb einer vereinbarten Frist erfolgen. Forward Darlehen sind immer dann empfehlenswert, wenn steigende Zinsen in der nächsten Zukunft absehbar oder zumindest sehr wahrscheinlich sind. Je nach Bank kann der Kredit 12, 24, 36 oder mehr im Voraus abgeschlossen werden, unter Umständen sogar ohne Aufschlag.

Wissenswertes zu Darlehensverträgen

Die Frage, was bedeutet ein Darlehen, stellen sich Viele im Vorfeld einer Finanzierung. Ein Darlehen (auch: Darlehn) stellt eine Variante des Sammelbegriffs Kredit dar. Gebräuchlich ist diese Bezeichnung insbesondere, wenn es um längere Laufzeiten von mehreren Jahren und höhere Beträge geht.

Ein typischer Anwendungsfall ist die Immobilienfinanzierung. Im allgemeinen Sprachgebrauch und in den Produktinformationen der Finanzinstitute wird Kredit dagegen dann verwendet, wenn die Laufzeit kürzer und die Leihsumme geringer ausfällt.

  • Rechtlich ist der Darlehensvertrag als schuldrechtlicher Vertrag in den §§ 488 ff.
  • des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geregelt und handelt von der zeitlich begrenzten Gebrauchsüberlassung.
  • Gegenstand können außer Geld auch Sachwerte sein, dann ist von einem Sachdarlehen die Rede.
  • Meist wird ein Darlehen entgeltlich gewährt.
  • Dann sind zwei Arten von Zahlungen zu unterscheiden: Die Tilgung als Rückerstattung des geschuldeten Betrages und der Zins.

Die meisten Banken verlangen zusätzliche Entgelte wie Bereitstellungszinsen oder Bearbeitungsgebühren.

Ebenso wie ein kleiner Kredit muss ein tilgungsfreies Darlehen zurückgezahlt werden. Die synonym verwendete Bezeichnung als endfälliges Darlehen ist weniger verlockend doch anschaulicher: Zwar erfolgt während der Laufzeit keine Tilgung, sondern es sind lediglich die fälligen Zinszahlungen zu leisten. Am Ende der im Vertrag vereinbarten Laufzeit wird der Darlehensbetrag jedoch in Summe zur Rückzahlung fällig. Von der Kopplung eines endfälligen Darlehens mit einem Bausparvertrag oder einer Kapitallebensversicherung ist aufgrund zusätzlicher Verwaltungskosten abzuraten.

Bei einem Annuitätendarlehen oder Ratenkredit bleibt der zu zahlende Betrag als Summe aus Zins und Tilgung konstant. Da die Resthöhe des Darlehens und damit die Zinslast im Zeitablauf sinken, steigt der Zinsanteil. Zu Beginn einer Finanzierung wird wenig zurückgezahlt, wodurch die Restschuld nur langsam sinkt. Demgegenüber bleibt bei einem Tilgungsdarlehen die Tilgung während der Laufzeit gleich hoch. Die verbleibende Restschuld dieser Variante und damit die Zinsen und Raten insgesamt sinken im Zeitablauf.

Konditionen vergleichen und optimieren

Unabhängig davon, ob ein größeres Darlehen oder ein geringwertiger Kredit aufgenommen wird, sollten die Konditionen im Vorfeld geprüft werden. Ein Vergleich verschiedener Angebote hilft dabei, besonders günstige Angebote herauszufinden. Als Kriterium kann der effektive Jahreszins herangezogen werden. Diese Angabe zur Gesamtbelastung ist verpflichtend. Achtung: Auch Restschuld- oder Ratenschutzversicherungen erhöhen die Zahllast des Kreditnehmers und sollten kritisch hinterfragt werden. Oft sind diese Kosten nicht im Effektivzins enthalten. Die Zinshöhe hängt meist von der eigenen Bonität ab. Daher lohnt es, eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft einzuholen und Fehler richtigzustellen. Zusätzlich gilt es, angesichts der individuellen Situation gut zu überlegen, was es bedeutet, ein Darlehen aufzunehmen und zurückzuzahlen.

Kredit für Notlagen

Aufgrund ihrer prekären finanziellen Situation haben Arbeitslose und Verschuldete nahezu keine Chancen, auf normalem Weg an einen Kredit zu kommen, unter Umständen können sie aber ein Darlehen vom Sozialamt erhalten. Dafür müssen sie ganz bestimmte Kriterien erfüllen. Für Versandhausschulden oder den Ausgleich des überzogenen Girokontos ist der Kredit vom Amt nämlich nicht gedacht.

Anders sieht es bei Mietschulden oder drohender Stromabschaltung aus. Auch Arbeitslose, die Hartz IV beantragt haben, bis zur Entscheidung über ihren Antrag aber noch Zeit überbrücken müssen, sollten sich mit dem örtlichen Sozialamt in Verbindung setzen.

  • Mietschulden stellen eine echte Notlage dar und können geradewegs in die Obdachlosigkeit führen.
  • Schließlich sind Wohnungseigentümer berechtigt, ihren Mietern fristlos zu kündigen, wenn die Mietzahlungen länger als zwei Monate ausbleiben oder nur unvollständig überwiesen werden.
  • Wer einmal obdachlos geworden ist, hat es zudem unverhältnismäßig schwer, eine neue Bleibe zu finden.
  • Jedes Sozialamt hat daher eine Unterabteilung, die sich um Wohnraumversorgung und Wohnraumsicherung kümmert.
  • Wer keine Möglichkeit hat, die Schulden anders zu begleichen, beispielsweise durch ein zinsloses Privat-Darlehen, sollte sich an entsprechende Stelle wenden.

Das gilt auch für Personen, die kein Hartz IV beziehen, deren Verdienst aber nicht ausreicht, um ihre Mietrückstände fristgerecht zu überweisen. Nach einer Einzelfallprüfung entscheidet das Amt außerdem, ob die benötigte Summe als Kredit oder in Form einer Beihilfe bewilligt wird. Anders als ein Darlehen vom Sozialamt muss die Beihilfe nicht zurückgezahlt werden. Sie ist allerdings nur für Härtefälle vorgesehen, in denen die Rückzahlung vonseiten der Behörde als unwahrscheinlich eingeschätzt wird.

Stromsperre und andere Notsituationen

Droht der Abschluss eines neuen Mietvertrages an der Kautionszahlung zu scheitern, kann das Amt übrigens auch einspringen und die Kautionssumme vorstrecken. Ein Darlehen vom Sozialamt kommt auch in anderen Notsituationen infrage. Beispielsweise, wenn der Energieversorger mit der Abschaltung von Strom, Heizung oder Wasser droht. In diesem Fall heißt es schnell reagieren. Wenn der Wohnraum nicht mehr genutzt werden kann, weil beispielsweise das Wasser fehlt, kann das Amt einen entsprechenden Kredit gewähren. Im Idealfall wenden sich Betroffene frühzeitig an den zuständigen Sachbearbeiter.

Schließlich muss das Amt jeden Antrag überprüfen und braucht daher eine gewisse Vorlaufzeit. Eine weitere Notlage, die mit einem Kredit von der Sozialbehörde überbrückt werden kann, ist die bezugsfreie Zeit zwischen Hartz IV-Antrag und Bewilligung. Je nach Wohnort des Betroffenen kann sich dieser Zeitraum schließlich über mehrere Wochen strecken, in denen der zukünftige ALG-II-Empfänger keine Einkünfte hat, mit denen er Nahrungsmittel, Miete oder andere Kosten des täglichen Lebens bezahlen könnte.

Rückzahlung Darlehen

Für die Rückzahlung von Darlehen gibt es nur wenige Punkte, die man beachten muss.

Eigentlich handelt es sich dabei lediglich um die Verpflichtung zur pünktlichen Rückzahlung gemäß Darlehensvertrag sowie um die Zahlung von Zinsen, die nach dem abgelaufenen Jahr der Entstehung zu zahlen sind, sofern der Darlehensvertrag nichts anderes vorsieht.

  • Die Pflichten aus einem Darlehensvertrag ergeben sich aus § 488 BGB.
  • Hier sind in drei wesentlichen Abschnitten die Pflichten des Darlehensgebers sowie des Darlehensnehmers aus Sicht des Gesetzgebers dargelegt.

Regelungen im Darlehensvertrag

Weitere Regelungen können natürlich im Darlehensvertrag getroffen werden. Beide Vertragsparteien können sich hier auf weitere Modalitäten einigen. Dazu zählen insbesondere Auszahlungstermin, Zahlpausen oder die Möglichkeit zur Sondertilgung oder früheren Rückzahlung des Darlehens. In den beiden letzten Fällen werden üblicherweise Entschädigungen für entgangene Zinsen verlangt, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Diese ist in solchen Fällen üblich. In vielen neueren Verträgen wird die Möglichkeit zu einer Sondertilgung ohne Gebühr vorgesehen. Eine kostenfreie frühere Ablösung des Darlehens ist ebenfalls nur mit einer Vereinbarung im Darlehensvertrag möglich. Häufig werden beide Möglichkeiten als Werbeargument der Banken benutzt, da es den Komfort für den Kreditnehmer erhöht.

Vorzeitige Kündigung

Verletzt ein Kreditnehmer die Auflagen aus dem Darlehensvertrag, kann der Kredit vom Kreditgeber – der in den meisten Fällen eine Bank oder Sparkasse ist – gekündigt werden. Diese Kündigung erfolgt üblicherweise fristlos. Der häufigste Grund hierfür ist die nicht fristgemäße Rückzahlung des Darlehensbetrags, der Zinsen oder der vereinbarten Raten. In einem solchen Fall kann der Kreditgeber das Geld vom Kreditnehmer sofort und ohne Abzug zurück verlangen. Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen und es sollte eine angemessene Frist zur Rückführung des Betrages genannt werden. Regelmäßig setzen Gerichte diese Frist mit mindestens 7 Tagen nach Zugang der Kündigung fest. Danach kann der Kreditnehmer in Verzug gesetzt werden, und das Mahnverfahren kann eingeleitet werden.

In einem solchen Fall erheben die Banken eine Gebühr, welche für die entgangenen Zinsen entschädigen soll. Diese Gebühr wird nach der gleichen Formel berechnet wie die Vorfälligkeitsentschädigung.

Die Rückzahlung von Darlehen sollte also immer pünktlich und gewissenhaft erfolgen. Damit dies auch gelingt, kann bereits vor der Aufnahme des Kredits ein genauer Vergleich von Konditionen und genaues Berechnen der möglichen Rückzahlungssumme hilfreich sein. Die Laufzeit eines Kredits sollte immer genau berechnet werden, eine zu lange Laufzeit bringt zwar einen niedrigeren effektiven Jahreszins, kostet aber im Endeffekt sehr viel Geld. Eine zu kurze Laufzeit kann bewirken, dass die Raten für eine pünktliche und regelmäßige Rückzahlung zu hoch sind, und das Kreditprojekt letztlich scheitert.

Was unterscheidet Darlehen und Kredit?

Gibt es zwischen Darlehen und Kredit einen Unterschied? Die Antwort auf diese Frage lautet ja, allerdings ist dieser Unterschied nur semantischer Natur. Grundsätzlich wird das Verleihen von Geld über eine festgelegte Laufzeit zu ebenfalls bestimmten Zinsen als Kredit bezeichnet. Dabei kann es sich um kleine Kreditsummen mit kurzen Laufzeiten handeln, die etwa für spontane Anschaffungen benötigt werden.

Es gibt aber auch Kredite mit großen Kreditsummen und langen Laufzeiten zur Finanzierung größerer Vorhaben, wie etwa eine Hausfinanzierung in der Schweiz. Bei diesen großen Darlehen spricht man von Darlehen.

  • Zwischen Darlehen und Kredit ist der Unterschied für den Kreditnehmer also nicht wichtig.
  • In beiden Fällen muss er die geliehene Summe zu festgelegten Raten zuzüglich Zinsen an das Kreditinstitut zurückzahlen.
  • Auch für die Banken spielt die Unterscheidung grundsätzlich keine Rolle.
  • Wie bei Krediten gilt auch hier das Prinzip, dass die Finanzspritze nur dann bewilligt wird, wenn der Kreditnehmer über ausreichend hohe Bonität verfügt, die Schulden also höchstwahrscheinlich auch wirklich wird zurückzahlen können.

Beim Darlehen, das also nichts weiter als ein Kredit mit hoher Kreditsumme und längerer Laufzeit ist, muss die Bonität deshalb höher sein, als bei kleinen Krediten, wie sie etwa für einen Gebrauchtwagenkauf aufgenommen werden. Wer den Kredit beispielsweise zur Umschuldung einer Immobilienfinanzierung aufnehmen will, muss entsprechend hohen Anforderungen an seine Bonität genügen und dazu noch Sicherheiten oder Bürgen präsentieren, um die Bank von der Kreditvergabe zu überzeugen.

Bei Darlehen lohnt sich Vergleichen besonders

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Darlehen aufzunehmen, sich also auf die langfristige Rückzahlung einer hohen Kreditsumme einzulassen, ist ein Vergleich der verschiedenen Angebote auf dem Markt wesentlich wichtiger als bei der Aufnahme eines kleinen Ratenkredits mit stark begrenzter Laufzeit. Bereits sehr geringe Unterschiede in der Zinshöhe können auf die lange Laufzeit gerechnet erhebliche Unterschiede ausmachen. Eine Umschuldung ist zwar möglich, in der Regel lassen sich die Banken diese Option vor allem bei Darlehen aber mit einer Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen.

Deshalb sollten Sie nicht das erste Darlehensangebot ihrer Hausbank annehmen, sondern sich zuvor über die Angebote, die Zinshöhe und die versteckten Kosten informieren. Anders als bei einem kleineren Kredit, bei dem Sie im Internet viele Vergleichsrechner finden, ist vor der Aufnahme eines Darlehens deshalb die kompetente Beratung durch einen unabhängigen Finanzexperten anzuraten. Dessen Beratungshonorar sparen Sie auf lange Sicht durch die günstigeren Zinsen und Gebühren wieder ein. Sollten Sie Kreditrechner im Internet verwenden, achten Sie darauf, dass diese neben den Zinsen auch sämtliche Gebühren berücksichtigen.

Zwischen Eigen- und Fremdkapital – Mezzanine

Mit „Zwischenstock“ lässt sich der Begriff Mezzaninen am besten übersetzen, so dass für den Finanzierungsbereich ein Mezzanine Darlehen zwischen Fremdmitteln und Eigenkapital zu platzieren ist.

Die Ausgestaltung einer solchen Finanzierung kann in unterschiedlichen Formen erfolgen.

  • Als Finanzierungsinstrument eignet sich Mezzanine Kapital insbesondere für den Mittelstand, der üblicherweise unter einer zu dünnen Eigenkapitaldecke leidet.
  • Dabei muss aber diese recht komplizierte Finanzierungsform genau auf Vor- und Nachteile im speziellen Fall untersucht werden.
  • Da sich diese Mittel als Eigenkapital bewerten lassen, muss die vertragliche Gestaltung diesen Charakter auch unterstreichen, zum Beispiel als atypisch stille Beteiligungen.
  • Damit erlangt der Investor regelmäßig Anteile am Unternehmen und haftet, in Abhängigkeit von der vertragsrechtlichen Ausgestaltung, entweder bis zur Höhe seiner Einlage oder auch mit seinem Privatvermögen.

Diese höheren Risiken für den Kapitalgeber spiegeln sich in den Konditionen wider, denn ein Mezzanine Darlehen ist um einiges kostenintensiver, als dies bei einem Kredit von der Bank der Fall wäre. Zinssätze zwischen 10 und zwanzig Prozent sind keine Seltenheit, so dass ein Unternehmen von vornherein die hohe Belastung einplanen muss, ohne das Geschäftsziel zu gefährden. Die Laufzeiten für Mezzanine Finanzierungen bewegen sich meist zwischen fünf und zehn Jahren, so dass das Kapital über längere Zeit im Unternehmen arbeiten kann. Allerdings ist meist ein Exit vorgesehen, der weitere Belastungen für das Unternehmen bringen kann.

Verschiedene Varianten für ein Mezzanine Darlehen

Welche Ausgestaltung die geeignete ist, hängt nicht zuletzt von der konkreten Situation im Unternehmen und dem zu erreichenden Ziel ab. So können nachrangige Darlehen vereinbart werden, aber auch patriarchalische Darlehen mit einer Mindestverzinsung und Gewinnbeteiligung, Verkäuferdarlehen oder atypisch stille Beteiligungen sind ebenso möglich wie privat platziertes Mezzanine Kapital. Da in jedem Fall höhere Kosten als ein marktüblicher Zins für Darlehen auf das Unternehmen zukommen, muss von vornherein die Rückführung sichergestellt werden, damit der Kapitalgeber seine Renditeerwartungen auch erfüllt bekommt.

In den meisten Fällen wird eine atypisch stille Beteiligung bevorzugt, da so das Mezzanine Kapital unkompliziert als Eigenkapital ausgewiesen werden kann und die Bilanz positiv ausfällt. Alternativ hat sich auch das nachrangige Darlehen durchgesetzt. Wichtig ist in jedem Fall, dass ein Mezzanine Darlehen in das gesamte Finanzierungskonzept passt, was zum Beispiel in Expansionsphasen zur Kapitalaufstockung gut funktioniert. So können beispielsweise eine neue Produktlinie zur besseren Diversifikation oder der Vertriebsaufbau zur Erschließung neuer nationaler oder internationaler Märkte intelligent mit Mezzanine Kapital finanziert werden. In Gründungsphasen hingegen bieten sich bessere Möglichkeiten, da das Risiko ganz einfach noch zu hoch ist.

Finanzierungshöhe meist begrenzt

Da die Kosten für den Darlehensnehmer und die Risiken für den Kapitalgeber bei Mezzanine Darlehen relativ hoch sind, sollte die Finanzierungssumme genau abgewogen werden. Nicht umsonst begrenzen institutionelle Finanzierer eine Mezzanine Finanzierung auf die Höhe des vorhandenen Eigenkapitals, was natürlich für eigenkapitalschwache Unternehmen wenig förderlich, aber auf der anderen Seite auch sicherer ist.

Fazit – Mezzanine Finanzierungen

Mezzanine Darlehen können bei richtiger Gestaltung und verantwortungsvollem Einsatz durchaus interessante Finanzierungsinstrumente sein, wenn sie als ein Baustein in ein Finanzierungskonzept passen. Der größte Vorteil besteht im eigenkapitalähnlichen Charakter, der sich positiv auf die Bilanz auswirkt. Es sollte aber sicher sein, dass mit dieser Kapitalaufnahme eine deutliche Steigerung des Unternehmenswertes erreichbar ist.

Kredite mit variablem Referenzzins

Ein Euribor Darlehen ist ein Kredit, bei dem die Verzinsung an die Entwicklung des Euribor-Zinssatzes gekoppelt ist. Euribor ist die im Bankwesen übliche Abkürzung für „Euro Interbank Offered Rate“. Dabei handelt es sich um den Referenz-Zinssatz, den führende Banken im Euro-Raum im Interbankenhandel auf Termingelder in Euro anwenden. Der Euribor hat sich darüber hinaus zu einer wichtigen Bezugsgröße für Kredite und Festgeldanlagen entwickelt. Besonders in der kurz- und mittelfristigen Finanzierung von Immobilien spielen Euribor Darlehen eine erhebliche Rolle. Oft geht es dabei um Überbrückungskredite mit Laufzeiten vom einem Monat bis zu einem Jahr. Es werden jedoch auch langfristige Immobiliarkredite auf Euribor Basis angeboten.

Dabei wird der für eine gewisse Laufzeit – oft 3 oder 6 Monate – geltende Euribor-Zinssatz mit einem Aufschlag versehen, der häufig 0,5 bis 2,5 % beträgt. Aus der Addition von Euribor-Zinssatz und Aufschlag ergibt sich die für den Kredit geltende Gesamtverzinsung.

  • Euribor-Zinssätze werden seit Anfang 1999 an jedem Bankarbeitstag ermittelt und veröffentlicht.
  • Seit dem 01.11.2013 gibt es veröffentlichte Euribor-Zinssätze für Laufzeiten von 1 und 2 Wochen sowie für 1, 2, 3, 6, 9 und 12 Monate.
  • Die rechtlichen Grundlagen der Ermittlung und Veröffentlichung der Euribor-Zinssätze finden sich im Euribor Code of Conduct, der von den Spitzenverbänden der europäischen Kreditwirtschaft erarbeitet und vereinbart wurde.
  • Die Ermittlung der Zinssätze erfolgt dergestalt, dass 32 bestimmte führende Kreditinstitute des Euro-Raums, darunter drei deutsche, täglich bis 10.45 Uhr Brüsseler Zeit ihre jeweiligen Angebotssätze (Briefkurse) für die vorgenannten Laufzeiten an das Finanzinformationsunternehmen Thomson Reuters melden.
  • Dieses ermittelt die jeweiligen Durchschnittssätze und veröffentlicht diese online auf den Informationsseiten von Reuters um 11 Uhr auf drei Stellen nach dem Komma genau.

Dabei bleiben jeweils die höchsten und niedrigsten 15 % der mitgeteilten Zinssätze außer Betracht.

Vor- und Nachteile beim Euribor Darlehen

Obwohl der Euribor eigentlich zur Fixierung der Ausleihsätze im kurzfristigen Interbankenhandel gedacht war, ist er heute auch als Referenzgröße im Privatkundengeschäft gebräuchlich. In der Regel wird er im Rahmen von Immobilienfinanzierungen als Bezugsgröße verwendet. Dabei kann es sich im Einzelfall um ein günstiges Darlehen handeln. Ob ein Euribor Darlehen tatsächlich billiges Baugeld bedeutet, ergibt sich allerdings stets aus einer Gesamtbetrachtung der Kreditkonditionen. Ein Darlehen auf Euribor Basis bedeutet, dass anders als beim klassischen Annuitätendarlehen die Höhe der monatlichen Raten nicht langfristig kalkulierbar ist. Die Zinsentwicklung folgt dem Euribor in der Regel in einem Abstand von 3 oder 6 Monaten, sodaß im Jahr zwei- oder viermal eine Zinsanpassung nach oben oder unten erfolgt. Meist erlauben die Kreditbedingungen dem Kreditnehmer, zum Termin der Zinsanpassung mit einer Frist von oft 3 oder 6 Monaten den Kredit ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu kündigen.

Während beim Annuitätendarlehen eine Baufinanzierung 5 Jahre oder länger mit einem kalkulierbaren Festzins ausgestattet ist, kann bei einem Darlehen, das beispielsweise an den 3-Monats-Euribor gekoppelt ist, die Zinslast nur bis zum nächsten Anpassungstermin – also oft nur 3 bis 6 Monate lang – vorausgesehen werden. Ein Euribor Darlehen eignet sich daher primär für Überbrückungskredite. Wer ein langfristiges Darlehen auf Euribor Basis wählt, profitiert zwar oft von einem günstigen Anfangszinssatz, muss jedoch auch das Risiko plötzlicher Zinssteigerungen einkalkulieren.

Mit einem Abrufdarlehen flexibel finanzieren

Abrufdarlehen sind eine Kreditart, die in Deutschland nur wenige kennen. Zunehmend mehr Banken bieten ihren Kunden jedoch einen solchen an. Das gilt zum einen für manche Filialbanken, vor allem aber für WWW Kredite von Direktbanken.

Bei Anschaffungen oder anderem Finanzierungsbedarf bis circa 25 000 Euro stellen Abrufkredite eine interessante Möglichkeit dar. Deren wesentlicher Vorteil im Vergleich zu Ratenkrediten besteht in einem hohen Maß an Flexibilität, was insbesondere hinsichtlich der Auszahlungsphase zutrifft.

  • Bei einem oberflächlichen Blick könnte man einen Abrufkredit mit dem viel verbreiteteren Dispo verwechseln.
  • Auch bei dieser Variante gesteht eine Bank ihrem Kunden einen bestimmten Kreditrahmen zu, innerhalb dessen er Geld abheben oder überweisen kann.
  • Im Unterschied zum Dispokredit vereinbaren beide Seiten aber eine Rückzahlungsphase, innerhalb welcher der Kreditnehmer die Summe zu festen Raten tilgt.
  • Zudem erweisen sich Institute bei einem Abrufdarlehen meist großzügiger bei der Darlehenssumme, da sie bei dieser Form die Rückzahlwahrscheinlichkeit anders als bei einem Dispo prüfen.
  • Während Banken dort nur auf Bonität und Gehaltshöhen schauen, lenken sie den Blick bei einem Abrufdarlehen auf die finanzielle Perspektive eines Antragsstellers.

So hat sich diese Kreditart zum Beispiel bei Studentendarlehen von privaten Banken durchgesetzt. Studierende können meist weder Sicherheiten noch ein Einkommen nachweisen, dafür ist aber die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie nach einem erfolgreichen Abschluss einen gut bezahlten Job beginnen. Aufgrund der Einkommensverhältnisse haben sie auf einen Dispo kaum eine Chance, auf ein umfangreiches Abrufdarlehen dagegen schon.

Die Vorteile für Kunden liegen auf der Hand. Im Gegensatz zu einem Ratenkredit bekommen sie den Darlehensbetrag nicht zu Vertragsbeginn komplett ausgezahlt. Das bedeutet in diesem Fall, dass Kreditnehmer vom ersten Tag Zinsen auf die gesamte Summe anhäufen. Bei einem Abrufkredit können sie dagegen je nach Bedarf den Kreditrahmen nutzen. Gleich dem Dispo müssen sie später nur die Zinsen für das Geld zahlen, das sie auch tatsächlich abgehoben haben. Zudem entfallen eventuelle Folgekredite mit dem damit verbundenen bürokratischen Aufwand. Reicht die Höhe eines Ratenkredits, der meist knapp bemessen wird, nicht aus, muss bei der Bank umständlich ein weiteres Darlehen mit entsprechender Bearbeitungszeit abgeschlossen werden. Bei Abruffinanzierungen können Interessierte ohne Kostenbedenken dagegen einen ausreichend hohen Betrag vereinbaren. Schöpfen sie diesen nicht aus, müssen sie für das nicht benötigte Kapital auch keine Zinsen zahlen.

Was vor Vertragsabschluss zu beachten ist

Sämtliche Kredit Angebote, die sich im Finanzsektor finden, sollten ausführlich miteinander verglichen werden. Wie auch bei einer anderen Kredit Finanzierung spielt die Zinshöhe eine wesentliche Rolle. Diese entscheidet darüber, wie viel Geld Kreditnehmer später zurückzahlen müssen. Schon gering anmutende Differenzen können sich zu erheblichen Beträgen summieren. Mit einer Beispielrechnung lässt sich dies einfach herausfinden. Interessierte sollten zudem prüfen, welchen Kreditrahmen Banken zur Verfügung stellen und ob diese für die angestrebten Zwecke genügen. Auch hier gestalten Institute die Konditionen sehr unterschiedlich, manche bieten nur einen 3000 Euro Kredit, andere einen 20000 Euro Kredit.

Zudem verdienen die Bedingungen der Rückzahlung bei einem Abrufdarlehen Aufmerksamkeit. So sollten Suchende fragen, welche Zeiträume Banken für die Tilgung anbieten. Bei unsicherer Zukunft in den nächsten Jahren, zum Beispiel bei Studierenden, die nach dem Abschluss erst einen Arbeitgeber finden müssen, empfehlen sich eher längere Laufzeiten mit dementsprechend geringeren Raten. Zusätzlich sollte sich ein Vertrag durch Flexibilität auszeichnen. Anbieter sollten Sondertilgungen ermöglichen, damit Kreditnehmer Zinsen sparen und sich schneller Richtung Schuldenfreiheit bewegen können.


Marcel Ziegler

Als ehemaliger Finanz- und Honorarberater habe ich jahrelang direkt mit Privatkunden gearbeitet und weiß daher aus eigener Erfahrung, welche Fehler Menschen beim Umgang mit Geld machen. Ich kenne die Fallstricke von Bank- und Versicherungsprodukten und habe es mir zur Aufgabe gemacht, das Thema Finanzen so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht.


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