Kredit mit Langer Laufzeit

Ein Kredit mit langer Laufzeit ist in der Fülle der Angebote eher selten. Viele Kreditinstitute bieten den Kunden Darlehen an, die innerhalb einer kurzen oder mittleren Frist zurückgeführt werden müssen. Ratenkredite, auch Konsumentenkredite genannt, laufen mindestens 12 und maximal 96 Monate.

Dabei sind auch 96 Monate, also fünf Jahre, keine kurze Zeit. Kredite, die innerhalb von acht Jahren getilgt werden, sind fast schon Langläufer.

  • Kredite mit langer Laufzeit werden in erster Linie für die Finanzierung von Immobiliekauf oder Hausbau angeboten.
  • Bei solchen Darlehen tilgt der Kunde zunächst die Zinsen, die Summe des Darlehens bleibt in der Höhe konstant.
  • Lang laufende Konsumentenkredite unterscheiden sich in diesem Punkt von Immobilienkrediten.
  • Sie funktionieren als Ratenkredite.
  • Mit der zunehmenden Laufzeit nimmt die monatlich zu zahlende Kreditrate ab.

Für den Kreditkunden hat das einen entscheidenden Vorteil. Denn so wird es für ihn leichter, das Ratendarlehen abzuzahlen. Ein weiterer Vorteil kann der feste Zins sein. Er gilt für die gesamte Zeit, in der ein Kredit mit langer Laufzeit zurückgezahlt werden muss.

Planung sicher gestalten

Ein festgeschriebener Zins muss für Kunden nicht immer von Vorteil sein. Gerade bei den Krediten, die über eine lange Zeit laufen, kann sich die Planungssicherheit als teure Falle erweisen. Denn der Marktzins für geliehenes Geld bewegt sich in beide Richtungen, nach oben und nach unten. Sinken die Zinsen, zahlt der Kunde für sein Darlehen plötzlich mehr als am Markt für vergleichbare Darlehen üblich ist. Günstige Zinsen bringen ihm dann keinen Vorteil. Dagegen muss sich der Kreditnehmer schon zu Beginn der Laufzeit absichern.

Der beste Weg, aus einem Kredit mit langer Laufzeit auszusteigen, wenn sich ein billiger Ratenkredit als Alternative anbietet, sind Sondertilgungen. Diese müssen vertraglich festgelegt werden. Dann kann der Kreditnehmer während der Laufzeit größere Summen zurückzahlen. Ob er die Möglichkeit tatsächlich nutzt, bleibt ihm überlassen. Zu beachten ist auf jeden Fall die Vorfälligkeitsentschädigung, die ein Kunde zu zahlen hat, wenn er einen Kredit früher ablöst. Damit lässt sich die Bank den ihren Zinsverlust ausgleichen. Den finanziellen Aufwand für die Vorfälligkeitsentschädigung und die Ersparnis, die ein preiswerterer Kredit bringen kann, muss der Kunden gegeneinander rechnen. Macht er ein Plus, ist es sinnvoll, sich für einen Umschuldungskredit zu entscheiden.

Kleinere Raten

Viele Kreditnehmer setzen immer dann auf Kredite mit mittlerer und längerer Laufzeit, wenn sie eine hohe monatliche Belastung scheuen. In der Tat punkten Langläufer mit geringeren monatlichen Kreditraten. Der Kreditnehmer hat einfach mehr Zeit, das Geld an die Bank zu zahlen. Insgesamt sind lang laufende Kredite etwa teurer als Kurzläufer. In die Entscheidung für ein Angebot sollte das mit eingerechnet werden.

Laufzeit für Kredite immer realistisch wählen

Für die Kosten von geborgtem Geld spielt die Kredit Laufzeit eine wichtige Rolle. Wie lange ein Kredit läuft, ist zwischen dem Kreditinstitut und dem Kreditnehmer in der Regel frei verhandelbar. Ein Kunde kann Geld borgen und es innerhalb kurzer Zeit vollständig zurückzahlen.

Erkann sich bei der Abzahlung aber auch Zeit lassen und eine längere Kredit Laufzeit wählen. Allerdings muss er sich über den Preis im Klaren sein, den eine lange Laufzeit für einen Kredit mit sich bringt.

  • Dass selbst günstige Banken mit einem Kreditangebot teuer sind, wenn es zu lange läuft, weiß jeder Kunde.
  • Denn für ein Darlehen fallen üblicherweise Zinsen an.
  • Je länger diese Zinsen aufeine bestimmte Summe gezahlt werden müssen, umso mehr Geld braucht es, um den Kredit vollständig zurück zu zahlen.
  • Ein kurzfristig aufgenommenes Darlehen bietet so zwar Hilfe bei Geldsorgen.
  • Achtet der Kunde aber nicht ausreichend auf die Konditionen, kann diese Hilfe schnell in das Gegenteil umschlagen.

Finanzexperten raten deshalb Kreditnehmern, die Darlehen möglichst schnell zurückzuzahlen. Wer sich hohe Kreditraten nicht leisten kann, sollte bei der Kreditaufnahme kostenlose Sonderzahlungen vereinbaren. Damit entlastet er sein monatliches Budget, weil die Raten gering sind. Mit zusätzlich eingenommenem Geld, wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgratifikation, kann er jederzeit Teile seines Kredits ablösen.

Zinsen steigen mit der Laufzeit

Haben Kredite lange Laufzeiten, beeinflusst das auch auf eine andere Weise den Preis. Die Zinsen an den Geldmärkten entwickeln sich nämlich innerhalb bestimmter Zeiten nach unten oder auch nach oben. Wie ihre Kunden können auch die Kreditinstitute die Entwicklung von Zinssätzen nicht voraussehen. Eine realistische Einschätzung, wohin sich der Zins bewegt, ist nur für eine ziemlich kurze Zeit möglich. Die meisten Banken vereinbaren mit den Darlehensnehmern feste Zinssätze. Üblich ist das etwa, wenn es sich um klassische Ratenkredite, so genannte Konsumentenkredite, handelt.

Das bedeutet für die Banken ein gewisses Risiko. Ändern sich die Zinsen, können sie mit fest vereinbarten Krediten für eine gewisse Zeit kein Geld mehr verdienen. Deshalb lassen sich die Banken solche Kredite mit längeren Laufzeiten etwas teurer bezahlen. Diese Kredite haben höher Zinssätze als kurz laufende Darlehen. Bei sehr kurzen Laufzeiten sollten Bankkunden genau hinschauen. Für sie kann sich der effektive Jahreszins teurer gestalten. Das ist der Zins, den Bankkunden für einen Kredit tatsächlich zahlen. Einbezogen in die Rechnung werden zum Beispiel Abschlusskosten. Diese werden bei kurzen Laufzeiten auf weniger zu zahlende Raten umgelegt. Damit steigt der Effektivzins. Viele Banken lehnen darüber hinaus zu kurze Laufzeiten bei Kunden ab, wenn die Höhe der Kreditraten deren Budget zu sehr belastet. Einnahmen und Ausgaben bestimmen ebenfalls die Zahlungsfähigkeit des Kunden. Tut sich hier mit hohen Darlehensraten eine Diskrepanz auf, rät ein seriöser Bankberater von sich aus zu einer längeren Laufzeit.

Kredite mit langer Laufzeit vergleichen

Weil die Tilgungsraten hier wesentlich moderater sind, bevorzugen viele Kunden bei ihrem Kredit eine lange Laufzeit. Bis zu zehn Jahren und länger lassen Kreditinstitute ihren Kunden bei einer Reihe von Darlehen Zeit, diese auch zurückzuzahlen. Das kommt immer dann infrage, wenn es sich um einen Kredit über eine sehr hohe Summe handelt. Um die monatliche Belastung bezahlbar zu halten, sollte man diesem Kredit die lange Laufzeit bevorzugen.

Bei mittleren und kleinen Summen, zum Beispiel zwischen 5000 Euro und 20000 Euro, ist eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren nicht nötig. Kreditnehmer sollten hier Laufzeiten von maximal fünf Jahren wählen.

  • Ein Kredit, der lange Laufzeit hat, ist insgesamt jedoch teurer als ein Kredit, der innerhalb einer mittleren oder gar kurzen Zeitspanne zurückgezahlt werden muss.
  • Denn viele Kreditinstitute gestalten die Zinsen für ihre Darlehen in Abhängigkeit von deren Laufzeit.
  • Mit der Länge der Zeit, die ein Kreditnehmer für die Rückzahlung der gesamten Kreditsumme hat, steigt auch der Zins.
  • Im Umkehrschluss heißt das, dass kurz laufende Kredite mit weniger Zins belastet sind.
  • Wer ein Darlehen aufnimmt, muss deshalb in jedem Fall vorher seine finanziellen Möglichkeiten checken.

Kreditinstitut nehmen nicht ohne Grund höhere Zinsen für lang laufende Kredite. Denn je länger die Laufzeit eines Darlehens ist, umso höher ist das Risiko für die Bank oder die Sparkasse. Nimmt die Dauer der Rückzahlung einen längeren Zeitraum in Anspruch, wächst damit auch die Gefahr des Zahlungsausfalls für das Institut. Zum Zeitpunkt, zu dem der Vertrag über das Darlehen abgeschlossen wird, ist dieses Risiko noch gar nicht kalkulierbar. Die finanzielle Situation eines Kreditnehmers kann sich aus vielen Gründen ändern. Meist liegt es an unvorhersehbaren Ereignissen, wie Krankheit oder Verlust des Arbeitsplatzes. Mit höheren Zinsen versuchen die Kreditinstitute deshalb, das Risiko zu kompensieren. Schnelle Zahler belohnen sie mit einem Zinsnachlass.

Eigene Zahlungsfähigkeit einschätzen

Für einen Kredit eine lange Laufzeit zu wählen, muss allerdings auch nicht schlecht sein. Viele Hypothekendarlehen bei einer Baufinanzierung laufen zehn Jahre und länger. Die erste Zinsbindungsfrist bei einer Baufinanzierung beträgt au immerhin zehn Jahre. Wichtig ist es, auch bei einem Kredit mit einer langen Laufzeit die eigene Fähigkeit zur Rückzahlung realistisch einzuschätzen. Bleibt monatlich nach Abzug der anfallenden Kosten ein vergleichsweise hoher Betrag übrig, um zu tilgen, geht eine mittlere Laufzeit durchaus in Ordnung. Reicht das monatliche Einkommen nicht, kann auch eine lange Laufzeit gewählt werden.

Eine persönliche Haushaltsrechnung ist hilfreich, die Möglichkeit bei der monatlichen Belastung herauszufinden. Dabei werden alle regelmäßigen Einnahmen den immer wieder kehrenden Ausgaben gegenübergestellt. Ein solches Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben benutzen auch Sparkassen und Banken, um die Bonität ihrer Kunden realistisch zu bewerten. Zusätzlich wird die Bank den Schufa Eintrag erfragen. Alle diese Informationen dienen der Bank dazu, einen Scorewert zu ermitteln. Der sagt dann aus, wie gut die Kreditwürdigkeit des Kunden ist.

Wollen Sie einen Kredit mit langer Laufzeit, können Sie sich im Internet einen Kreditvergleich ansehen. Dadurch finden Sie gute und preiswerte Angebote. Ein Kreditrechner gibt Ihnen gleichzeitig Auskunft darüber, mit welchen monatlichen Raten Sie für welche Tilgungsdauer rechnen müssen. Nehmen Sie zusätzlich noch die Angebote von Filialbanken und Ihrer Hausbank in Augenschein. Oft kann Ihnen Ihre Bank Kredite zu günstigeren Konditionen anbieten. Achten Sie beim Kreditvergleich auf den effektiven Jahreszins. Der größte Teil der anfallenden Kosten für das Darlehen ist in diesem effektiven Jahreszins zusammengefasst.

Planungssicherheit von Anfang bis Ende

Eine sehr häufige Form von Ratenkrediten ist das so genannte Laufzeitzinsdarlehen, das dem Kreditnehmer finanzielle Planungssicherheit bietet.

Im Gegensatz zu anderen Varianten wird die Kreditrate, die sich aus Zins und Tilgung zusammen setzt, nämlich für die gesamte Laufzeit festgelegt.

  • Gerne werden diese Kredite mit einer monatlichen Rate beworben, d.h.
  • um sie vergleichen zu können, müssen die Angebote näher untersucht werden.
  • Wie das funktioniert und worauf Sie achten sollten, wird im Folgenden näher erläutert.

Was ist ein Laufzeitzinsdarlehen?

Gerade bei kurz- und mittelfristigen Ratenkrediten wird die Variante Laufzeitzinsdarlehen oft angeboten. Das Besondere daran ist, dass bereits am Anfang alle während der Laufzeit anfallenden Zinsen zur Darlehenssumme dazu gerechnet werden. Daraus werden die monatlichen Raten errechnet, die bis zum Ablauf des Laufzeitzinsdarlehens konstant bleiben.

Am besten lässt sich diese Form eines Kredites an einem Beispiel erklären: Ein Verbraucher sucht über 12000 Euro einen Kredit für eine Wohnungseinrichtung. Die Laufzeit soll fünf Jahre betragen. Er erhält ein Angebot mit einem effektiven Jahreszins von sechs Prozent pro Jahr, d.h. die Zinsbelastung pro Jahr wäre 720 Euro und für die gesamte Laufzeit 3600 Euro. Diese Summe wird auf den Auszahlungsbetrag aufgeschlagen, so dass die Kreditsumme nun 15600 Euro beträgt. Daraus ergeben sich 60 monatliche Raten zu je 260 Euro.

Somit ist beim Laufzeitzinsdarlehen von Anfang bis Ende die monatliche Rate festgelegt und es erfolgt keine ratierliche Verrechnung der Tilgung, wie das bei anderen Kreditformen der Fall ist. Dies birgt zum einen natürlich Planungssicherheit für den Kreditnehmer, er weiß also genau, was auf ihn während der Laufzeit zukommt, allerdings muss er dies auch bewältigen können. Zum anderen lassen sich solche Kreditangebote, bei denen nur die monatliche Rate dargestellt wird, sehr schlecht vergleichen.

Wie vergleicht man Laufzeitzinsdarlehen?

Gerade bei Laufzeitzinsdarlehen, wenn also von der Bank oder einem Händler die Finanzierung mit einer monatlichen Rate angeboten wird, lohnt es sich, die genauen Konditionen zu hinterfragen. Grundsätzlich gilt nämlich, dass jeder Kredit Kosten verursacht, die mehr oder weniger offen aufgeführt werden.

Ein wichtiges Kriterium neben der Laufzeit ist der effektive Jahreszins, in dem bei Verbraucherkrediten ein Großteil der Kosten enthalten sein muss. Jeder Anbieter für diese Kredite ist gesetzlich verpflichtet, den effektiven Jahreszins auszuweisen. In der Preisangabenverordnung (PAngV) ist genau festgelegt, wie dieser Zinssatz zu berechnen ist, um eine Vergleichbarkeit für Kredite gewährleisten zu können. Fragen Sie also konkret nach, sollte diese Angabe nicht direkt ersichtlich sein.

So genannte Bearbeitungsgebühren werden zumindest noch teilweise von den Banken erhoben, denn sie liegen im Ermessensspielraum der Kreditinstitute. Meist betragen sie zwischen einem und zwei Prozent der Darlehenssumme und werden entweder auch auf den Kreditbetrag aufgeschlagen, vom Auszahlungsbetrag abgezogen oder separat erhoben. Die Rechtssprechung geht allerdings in eine verbraucherfreundliche Richtung, da diese Bearbeitungsgebühr für die Risikoprüfung durch die Banken berechnet wird und das in deren Interesse sein sollte. Da es aber noch keine Entscheidung vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gibt, können die Finanzierungsinstitute bislang frei entscheiden. Lassen Sie sich die Bearbeitungsgebühr also klar ausweisen und erklären, wie diese finanziert werden soll.

Um ganz sicher zu gehen, können Sie auch alle Raten und Kosten zusammen rechnen und davon den Auszahlungsbetrag bzw. den veranschlagten Kaufpreis abziehen. So erhalten Sie die effektiven Kosten des Kredites und können diese sehr gut mit anderen Angeboten vergleichen.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

Ein Laufzeitzinsdarlehen gibt dem Kreditnehmer Planungssicherheit, denn die monatlichen Raten sind von Anfang bis Ende gleich. Allerdings müssen diese auch pünktlich bezahlt werden können, also sollte die persönliche finanzielle Situation dies auch hergeben.

Die Bank oder ein Händler prüfen die Bonität des Kreditnehmers anhand der Einkommenssituation, der Liquidität und des Kreditscores bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA) oder einer anderen Auskunftei. Dort werden allgemeine Daten, aber insbesondere Informationen zum Zahlungsverhalten, zu Krediten, Kreditkarten oder finanziellen Problemen gesammelt. Anhand dieser Daten wird ein Score-Wert gebildet, der den verschiedenen anfragenden Firmen Auskunft über das prognostizierte Ausfallrisiko gibt.

Die Einkommenssituation wird danach bewertet, wie sicher die monatlichen Bezüge einzuschätzen sind. Für Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst gelten die Arbeitgeber und die Arbeitsverträge beispielsweise als sehr sicher. Im Gegensatz dazu haben es Selbständige sehr viel schwerer, die Sicherheit ihrer künftigen Einnahmen nachzuweisen und damit einen Kredit zu erhalten.

Wie berechnet man die eigene Liquidität?

Die eigene Liquidität spielt aber gerade für Laufzeitzinsdarlehen eine große Rolle, denn die Raten müssen konstant über die Laufzeit pünktlich bezahlt werden. Es sollte also genügend finanzieller Spielraum vorhanden sein, um diesen Verpflichtungen nachkommen zu können. Mit einer konsequenten Haushaltsplanung und Buchführung schaffen Sie sich mit einfachen Mitteln einen guten Überblick über Ihre Möglichkeiten.

Dazu stellen Sie über einen längeren Zeitraum den monatlichen Einnahmen, wie beispielsweise Lohn oder Gehalt, Unterhalt, Kindergeld, Rente oder andere Versorgungsleistungen, die monatlichen Ausgaben gegenüber. Hierbei sind die wichtigsten Positionen Miete und Nebenkosten, Versicherungen, Kfz-Kosten und natürlich die monatlichen Lebenshaltungskosten. Bankinstitute setzen pauschale Beträge für Lebenshaltungskosten pro Person an, bei Erwachsenen bewegen sie sich zwischen 500 und 700 Euro pro Monat. Kinder werden meist mit Beträgen zwischen 400 und 600 Euro berücksichtigt.

Anhand einer solchen Buchführung wird sehr schnell klar, welcher Betrag im Durchschnitt monatlich zur Verfügung steht. Außerdem ist eine konsequente Haushaltsplanung ein guter Beleg, um bei einer Bank unkompliziert eine Finanzierung zu erhalten.

Wie kann man sich vor Notsituationen schützen?

Die beste Planung nützt nichts, wenn unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise Unfälle, Krankheiten, Tod des Kreditnehmers oder Arbeitslosigkeit, die Einkommenssituation nachhaltig beeinträchtigen. Abhängig davon, ob es bereits private Versicherungen für diese Fälle gibt, aus deren Leistungen die Kreditraten im Fall der Fälle weiter bestritten werden könnten, kann auch eine Restschuldversicherung für ein Laufzeitzinsdarlehen Sicherheit bringen.

Die Kosten sind zwar relativ hoch, sollten aber dem Nutzen gegenüber gestellt werden. Wenn es noch keine anderweitigen Versicherungen gibt, kann eine Restschuldversicherung durchaus sinnvoll sein, zumal diese Versicherung nicht den üblichen Annahmekriterien unterliegt. Es handelt sich nämlich um Gruppenverträge der Kreditwirtschaft, so dass Vorerkrankungen beispielsweise nur bedingt eine Rolle spielen. Die Bedingungen sollten Sie trotzdem genau prüfen, denn auch hier gibt es Unterschiede.

Diese Absicherung wird meist von den Kreditinstituten mit angeboten, teilweise sogar als obligatorischer Bestandteil des Kreditvertrages verstanden. Wird die Restschuldversicherung zwingend vorgeschrieben, müssen die Kosten durch den effektiven Jahreszins abgedeckt werden, es dürfen also keine separaten Beiträge erhoben werden. Dies darf nur geschehen, wenn die Versicherung fakultativ angeboten wird.

Fazit

Das Laufzeitzinsdarlehen ist eine gängige Form für Verbraucherkredite im kurz- und mittelfristigen Zeitraum. Dabei werden die über die Laufzeit zu zahlenden Zinsen von vornherein auf die Kreditsumme aufgeschlagen, so dass sich eine konstante monatliche Belastung von Anfang bis Ende ergibt.

Vergleichbar sind solche Angebote, bei denen meist die Höhe der monatlichen Rate beworben wird, anhand des effektiven Jahreszinses, den die Banken bei Verbraucherkrediten ausweisen müssen. Ein anderes Instrument ist die Gegenrechnung der Summe der zu zahlenden Raten und Kosten mit der Auszahlungssumme, um die effektiven Kreditkosten zu ermitteln. So lassen sich die Angebote ebenfalls gut vergleichen.

Voraussetzungen für ein Laufzeitzinsdarlehen sind neben der stabilen Einkommenssituation auch die Auskünfte und Eintragungen bei der SCHUFA oder einer ähnlichen Auskunftei und die durchschnittliche monatliche Liquidität. Diese lässt sich anhand einer soliden Haushaltsplanung und Buchhaltung gut nachweisen und belegen.

Für unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. Unfall, Krankheit oder Tod des Kreditnehmers, gibt es Absicherungen, die entweder am freien Versicherungsmarkt erworben oder durch die Bank in Form von Restschuldversicherungen vermittelt werden können. Ist diese Restschuldversicherung unabdingbarer Bestandteil des Verbraucherkreditvertrages, müssen die Kosten im effektiven Jahreszins enthalten sein.


Marcel Ziegler

Als ehemaliger Finanz- und Honorarberater habe ich jahrelang direkt mit Privatkunden gearbeitet und weiß daher aus eigener Erfahrung, welche Fehler Menschen beim Umgang mit Geld machen. Ich kenne die Fallstricke von Bank- und Versicherungsprodukten und habe es mir zur Aufgabe gemacht, das Thema Finanzen so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht.


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