Kredit ohne Schufaeintrag

Ein spezieller Kredit ohne Schufaeintrag hat keinerlei Auswirkungen auf die Schufa-Datei, welche Banken und andere Unternehmen zur Prüfung der Kreditwürdigkeit nutzen. Normalerweise melden Institute jedes Darlehen, das sie Kunden zur Verfügung stellen, an die Schufa. Das kann ärgerliche Folgen zeitigen. Wollen Verbraucher einen weiteren Kredit aufnehmen, schaut eine Bank in der Datei nach.

Sieht sie dort eine bereits existierende Finanzierung bei einem anderen Institut, kann das zur Ablehnung eines Kreditwunschs führen. Nehmen Verbraucher dagegen zuerst einen Kredit ohne Schufaeintrag auf, erfahren andere Kreditgeber davon nichts.

  • Alle gewöhnlichen Banken bestehen darauf, die Aufnahme eines Kredits an die Schufa weiterzuleiten.
  • Deswegen müssen sich Interessierte nach Alternativen umsehen.
  • Diese gibt es insbesondere in der Form von Kreditvermittlern.
  • In diesem Bereich finden sich aber seriöse und unseriöse Dienstleister.
  • Die erste wichtige Aufgabe bei der Suche besteht darin, die guten von den schlechten Anbietern zu unterscheiden.

Meist lässt sich das leicht an einigen Kriterien erkennen. Unseriöse Vermittler fallen mit reißerischen Slogans auf. Sie offerieren zum Beispiel selbst für Menschen ohne Bonität und mit negativer Schufa hohe Kreditsummen. Empfehlenswerte Vermittler informieren dagegen transparent und machen realistische Angebote. Sie weisen etwa explizit darauf, dass ein Kredit ohne Schufaeintrag bei ihnen nur der Verzicht auf eine Eintragung bedeutet. Eine Bonitätsprüfung führen sie dagegen durch. Ein weiteres untrügliches Indiz für ein Angebot, das Verbraucher dringend meiden sollten: Vorkosten. Bei diesen Dienstleistern geschieht es häufig, dass sie die Gebühr kassieren und dann keine Gegenleistung erbringen. Wenn Vermittler eine Gebühr verlangen, sollte sie erst nach einem erfolgreichen Kreditabschluss anfallen.

Im zweiten Schritt empfiehlt sich ein Kreditvergleich explizit bei den seriösen Anbietern. Wie bei allen Darlehen existieren bei Krediten ohne Schufaeintrag enorme Zinsunterschiede. Verbraucher sollten kein Geld unnötig ausgeben, sie sollten nach einem günstigen Kredit recherchieren. Dafür eignen sich Vergleichsportale, die über eine spezielle Kategorie für Darlehen ohne Schufaeintrag verfügen. Alternativ können sich Interessierte direkt bei verschiedenen Ermittlern informieren. In beiden Fällen gilt, dass diese Recherche zuerst einen groben Überblick über die Konditionen erlaubt. Meist treffen Verbraucher nur auf eine Spanne von Niedrig- bis Höchstzins, der konkrete Zinssatz hängt von der Bonität ab. Um diesen Zinssatz zu erfahren, müssen Interessierte ihr Einkommen und die Art des Beschäftigungsverhältnisses offenlegen. Je höher und sicherer das Einkommen ist, desto niedriger liegen die Zinsen. Meist geht diese Anfrage über ein Online-Formular. Die entsprechenden Nachweise wie Gehalts-Unterlagen reichen Verbraucher mit dem unterschriebenen Kreditvertrag ein.

Wie kann ich Schufa Einträge löschen?

Das Ergebnis einer kostenlosen Schufa-Selbstauskunft ist nicht immer erfreulich. Nichtsdestotrotz sollte man von dieser Möglichkeit gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) einmal im Jahr Gebrauch machen. Schließlich ist es gut zu wissen, aufgrund welcher Angaben die Vertragspartner der Schufa die eigene Bonität einschätzen.

Doch während es recht unkompliziert ist, die gespeicherten Daten anzufordern und zu prüfen, sich kann sich eine Korrektur als aufwendig erweisen. Bei stimmigen und berechtigten Merkmalen sind die Erfolgsaussichten zudem gering.

  • Nach dem Ablauf bestimmter Fristen löscht die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) negative Merkmale normalerweise von sich aus.
  • Doch es kommt nicht selten vor, dass Daten nach dem Ende der Speicherfrist nicht entfernt werden.
  • Bei solch veralteten Bestandsdaten wendet man sich direkt an die Schufa.
  • Wann diese Fristen ablaufen, hängt von dem konkreten Tatbestand ab.
  • Informationen über laufende Vertragsbeziehungen, wie Bankverbindungen und Mobilfunkverträge, sind unmittelbar nach Vertragsende zu entfernen.

Angaben über Anfragen werden zwölf Monate vorgehalten, dürfen jedoch nur zehn Tage lang weitergegeben werden. Die meisten Informationen werden nach drei Jahren eliminiert. Das gilt für Hinweise zu Krediten, Kreditkarten, Insolvenzanträgen, die Entscheidung zu einer Restschuldbefreiung und Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte. Angaben zu einem Insolvenzverfahren werden bis zu sechs Kalenderjahre vorgehalten. Doch bei Einstellung oder Aufhebung des Verfahrens gilt auch hier die Dreijahresfrist.

Der einfachste Fall für eine Änderung vor Fristablauf ist die Richtigstellung unwahrer Angaben. Hier ist der erforderliche Nachweis mittels einer Meldung an das Unternehmen zu erbringen, das die Daten an die Schufa übermittelt hat. Handelt es sich beispielsweise um eine nicht beglichene Handyrechnung, ist der Mobilfunkanbieter aufzufordern, diesen Schufa-Eintrag zu löschen. Berechtigte Negativeinträge wird man nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit den erforderlichen Belegen los. Gut stehen die Chancen bei Forderungen von weniger als 1.000 Euro. Bereits einen Monat nach Tilgung können Sie die Löschung einfordern.

Schufa Löschung einfach gemacht

Wenn Sie einen Schufa Eintrag löschen lassen möchten, so haben Sie bei entsprechendem berechtigten Einwand auch die Möglichkeit dazu. Negative Einträge sind speziell dann ein großes Hindernis, wenn beispielsweise ein Online Schnellkredit benötigt wird. Generell ist die Schufa dazu verpflichtet nach einer bestimmten Zeit negative Schufa-Einträge wieder zu entfernen.

Allerdings ist das stark vom jeweiligen Typ des Eintrages abhängig.

  • Die längste Wartezeit auf solche automatischen Löschungen gibt es bei Krediten und Versicherungen.
  • Hier wird es generell so gehandhabt, dass die Einträge spätestens drei Jahre nach Zahlung der letzten Rate erfolgt.
  • Bei Kreditanfragen sowie Anfragen zur Eröffnung eines Girokontos beträgt diese Frist ein Jahr.
  • Allerdings kommt es hin und wieder vor, dass sich in der Schufa falsche Einträge verbergen und manch ein Kunde dann völlig unverschuldet keine Kredite von Banken bekommt.

Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit einmal pro Jahr bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, wie die Schufa offiziell heißt, eine Selbstauskunft anzufordern. Hier lässt sich sehr schnell erkennen, ob unberechtigte Einträge in der Schufa vorhanden sind.

Falsche Schufa Einträge erkennen und berichtigen lassen

Sollte ein falscher Schufa Eintrag in den Unterlagen auftauchen, stellen sich viele Menschen sicherlich die Frage wie kann ich mein Schufa Eintrag löschen lassen. Zunächst gilt es in so einer Situation zu klären, ob der fehlerhafte Eintrag ein Verschulden der Schufa direkt oder ob ein bestimmtes Unternehmen dafür verantwortlich ist. Bei Letzterem müssen Sie sich mit dem Unternehmen in Verbindung setzen und auf einen Nachweis pochen, dass der Eintrag zu Unrecht entstand.

Wesentlich kulanter zeigt sich die Schufa, wenn Sie einen Schufa Eintrag löschen lassen möchten, bei dem es um Forderungen im dreistelligen Bereich geht. In diesem Fall löscht die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung Ihren Eintrag bereits einen Monat nach Tilgung der letzten fälligen Rate an den jeweiligen Kreditgeber.

Schufa

Spätestens wenn der Kreditantrag abgelehnt wurde, sollten sich Verbraucher an Deutschlands einflussreichste Wirtschaftsauskunftei wenden und den betreffenden Schufa Eintrag einsehen. Diese Datenabfrage nehmen auch Banken und Händler vor, bevor sie einen Ratenzahlungsvertrag anbieten oder ein Darlehen bewilligen. Wer hier trotz regelmäßigen Einkommens abgelehnt wird, kann also davon ausgehen, dass er negativ in der Schufa vermerkt ist. Beispielsweise, weil ein früherer Kredit von der Bank gekündigt oder die überfällige Versandhausrechnung an ein Inkassounternehmen übergeben wurde.

Manchmal sind es jedoch auch fehlerhafte oder unvollständige Meldungen, die zu einem Negativeintrag führen. Sie können auch unabhängig von Fristen gelöscht werden.

  • Wie positiv oder mangelhaft die Bewertung der eigenen Kreditwürdigkeit ausfällt, kann gravierende Folgen haben.
  • Wer hier schlecht abschneidet, kann unter Umständen nicht einmal einen Handyvertrag abschließen oder die neue Küche aus dem Möbelmarkt in Raten abzahlen.
  • Deshalb sollten sich Verbraucher in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Stand ihrer Bonitätsbewertung informieren.
  • Erste und bekannteste Anlaufstelle ist hierbei natürlich die Schufa.
  • Daneben gibt es jedoch weitere Datensammelstellen, bei denen Banken und andere Partner wie Internetprovider oder Onlinehändler Auskünfte einholen.

Dazu gehören zum Beispiel die Unternehmen Creditreform, Bürgel Wirtschaftsinformation oder Arvato Infoscore.

Vor allem Verbraucher, die in näherer Zukunft ein größeres Kreditprojekt planen, sei es weil sie eine Wohnung kaufen oder ein Start-up-Unternehmen gründen wollen, sollten sich daher rechtzeitig über die unterschiedlichen Auskunfteien informieren und Selbstauskünfte einfordern. Einmal jährlich darf übrigens jeder Verbraucher den persönlichen Schufa Eintrag einsehen, ohne dass er dafür zur Kasse gebeten wird. Kosten fallen erst ab der zweiten Auskunft innerhalb eines Kalenderjahres an. Das passende Formular finden Verbraucher auf der Website der Schufa. Hier können sie den Antrag auf eine kostenlose Datenübersicht herunterladen und ausdrucken.

Fehlerhafte Vermerke schriftlich beanstanden

Um Datenmissbrauch vorzubeugen, verlangt die Wirtschaftsauskunftei für gewöhnlich einen Identitätsnachweis vom Antragsteller. Beispielsweise in Form einer Ausweiskopie und der Angabe früherer Meldeadressen. Erst dann wird der Auskunftsbogen postalisch zugestellt. Alternativ dazu können sich Verbraucher zumindest bei der Schufa einen kostenpflichtigen Onlineaccount einrichten, über den sie ihren aktuellen Schufa Eintrag einsehen können und die Entwicklung ihrer bonitätsrelevanten Daten stets im Blick haben. Doch auch in diesem Fall sollten falsche oder veraltete Einträge schriftlich beanstandet werden. Einen speziellen Vordruck braucht es dazu nicht.

In einem formlosen Schreiben sollte die Beschwerde so genau wie möglich ausgeführt und wenn möglich mit Kontoauszügen oder anderen relevanten Unterlagen belegt werden. Das gilt insbesondere für Vermerke über gemahnte Rechnungen von weniger als 2000 Euro, die noch innerhalb der Löschfrist von sechs Wochen nach Anzeige durch den Gläubiger vollständig überwiesen wurden. Liegt eine Falschmeldung vor, sollten sich Verbraucher zudem direkt an den Verursacher wenden und eine Richtigstellung einfordern. Nachweislich falsche Vermerke müssen nämlich ganz unabhängig von Löschfristen aus dem Register entfernt werden.

Schufa Einträge löschen lassen

Das Gedächtnis der Schufa ist lang, währt aber nicht ewig. Wer einen unschönen Schufa-Eintrag loswerden möchte, hat unter bestimmten Voraussetzungen gute Chancen darauf, seine weiße Weste vorzeitig wieder herzustellen.

Der erste Schritt ist, sich einen Überblick zu verschaffen, was bei der Schufa überhaupt gespeichert ist.

  • Die Schufa ist verpflichtet, Ihnen auf Antrag einmal im Jahr eine gebührenfreie Auskunft über die gespeicherten Daten zu geben.
  • Bei rund achthundert Millionen Datensätzen über fast siebzig Millionen Menschen in Deutschland können Sie davon ausgehen, dass die Schufa auch über Sie einiges weiß.
  • Achten Sie darauf, nur die kostenlose Auskunft nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) anzufordern.
  • Die Schufa stellt zwar ihre kostenpflichtigen Info-Pakete in den Vordergrund und verdient damit auch an der Angst der Verbraucher vor negativen Eintragungen, für Ihre Zwecke reicht aber die kostenlose Variante.
  • Beantragen Sie die Auskunft nach § 34 BDSG direkt bei der Schufa.

Dienstleister, die das für Sie übernehmen, sind oft nur an Ihren Daten interessiert, die sie dann für dubiose Zwecke missbrauchen.

Speicherfristen in der Regel unter fünf Jahren

Schufa-Anfragen werden nach zwölf Monaten gelöscht. Informationen über laufende Verträge, zum Beispiel Girokonten oder Mobilfunk-Verträge, verschwinden sofort mit dem Ende des Vertrags. Informationen über Kreditverträge löscht die Schufa drei Jahre nach der Rückzahlung. Die gleiche Frist gilt für Kreditkarten, bezogen auf das Vertragsende. Bei Zahlungsschwierigkeiten werden erledigte Vorgänge für drei Jahre, offene Posten für vier Jahre gespeichert. Die Frist beginnt aber erst mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem der Eintrag erfolgt ist. Ist also eine nicht bezahlte Mobilfunk-Rechnung im Januar 2017 abgemahnt und danach bezahlt worden, beginnt die Speicherfrist für dieses Negativ-Merkmal am 31.12.2017 und endet am 31.12.2020. Anders ist es, wenn Forderungen tituliert sind, also beispielsweise ein Vollstreckungsbescheid vorliegt. Dann ist eine längere Speicherung vorgesehen.

Unstimmigkeiten dem ServiceCenter melden

Sind Sie der Meinung, dass Eintragungen fehlerhaft sind, wenden Sie sich an das Schufa ServiceCenter für Privatkunden in Köln. Fügen Sie gegebenenfalls Kopien von Dokumenten bei, zum Beispiel Quittungen oder Kontoauszüge. Möchten Sie vor Ablauf der Speicherfristen für Forderungen einen Schufa-Eintrag loswerden, ist das unter folgenden Voraussetzungen möglich: 1. Die Forderung muss nach dem 1. Juli 2012 eingetragen sein. Das ist heute praktisch immer gegeben, denn ältere Forderungen sind ja bereits automatisch gelöscht worden. 2. Der Forderungsbetrag darf maximal 2.000 Euro betragen. 3. Die Forderung muss innerhalb von sechs Wochen bezahlt worden sein. Der Gläubiger muss das der Schufa bestätigen. 4. Es darf sich nicht um eine titulierte Forderung, etwa einen Vollstreckungsbescheid, handeln. Eine weitere Möglichkeit vorzeitiger Löschung betrifft Einträge in das sogenannte Schuldnerverzeichnis, das nach § 882c der Zivilprozessordnung geführt wird. Haben Sie erfolgreiche eine Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis durchführen lassen, wird die Schufa diesen Vermerk automatisch löschen. Ist das versehentlich unterblieben, wenden Sie sich mit dem Löschungsbescheid an das Schufa ServiceCenter.

Kreditanfrage

Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb Verbraucher einen Kredit ohne Schufa-Eintrag aufnehmen wollen. Bei einigen gibt eine negative Bonitätsbewertung den Ausschlag. Wer hier bereits negativ aufgefallen ist, hat oft keine Chance auf einen normalen Ratenkredit von der Hausbank. Andere gehören aufgrund ihrer beruflichen Ausgangssituation nicht zum bevorzugten Kundenkreis der Kreditinstitute.

Beispielsweise Freiberufler, Rentner oder Beschäftigte in befristeten Arbeitsverhältnissen, deren wirtschaftliche Existenz grundsätzlich als risikobehaftet gilt. Auf der Suche nach alternativen Geldgebern müssen sie aber besondere Vorsicht walten lassen.

  • Anbieter sogenannter Schufa-freier Produkte werben damit, auch Kunden mit problematischer Bonitätseinstufung ein Darlehen verschaffen zu können.
  • Das heißt jedoch nicht, dass die Daten von Schufa und Co.
  • nicht abgefragt werden.
  • Vielmehr handelt es sich um Kredite, die trotz negativer Einträge vergeben werden.
  • Eine Überprüfung der gesammelten Daten findet also in jedem Fall statt.

Das erhöhte Ausfallrisiko lässt sich die Bank vom Kunden bezahlen, in Form überdurchschnittlich teurer Zinsen. Wer sich ohnehin schon in einer schwierigen finanziellen Situation befindet, sollte sich daher gut überlegen, ob er dieser zusätzlichen Belastung standhalten kann.

Darüber hinaus gibt es beim Kredit ohne Schufa-Eintrag große Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern. Bei ihnen handelt es sich in der Regel um Kreditvermittler. Dazu gehört der selbstständige Finanzdienstleister in seiner Ein-Mann-Agentur ebenso wie die großen Internet-Kreditbörsen, an denen Privatpersonen Geld in die Kreditprojekte ihrer Wahl investieren. Wie seriös der einzelne Vermittler arbeitet, muss der Verbraucher selbst einschätzen. Es gibt jedoch Merkmale, die auf einen problematischen Geschäftspartner hinweisen. Abstand nehmen sollten Sie, wenn Ihnen statt eines Kredits eine Finanzsanierung vorgeschlagen wird, für die Sie beispielsweise eine Lebensversicherung mit entsprechenden Monatsprämien oder ähnliche Sparverträge abschließen sollen.

Auf Transparenz achten

An derartigen Vertragsschlüssen verdienen allein Vermittler und Versicherungsunternehmen. Dem Kreditsuchenden bleiben höhere monatliche Fixkosten, ohne dem Wunschdarlehen auch nur einen Schritt nähergekommen zu sein. Seriöse Kreditvermittler verkaufen keine zusätzlichen Verträge und legen ihre Vertragskonditionen eindeutig und transparent dar. Ihre Leistungen sind natürlich nicht umsonst, die Provision wird aber erst fällig, wenn die Leihsumme auf dem Konto des Kunden eingegangen ist. Bei Kreditbörsen ist es außerdem üblich, dass der Kunde für weitere vertrauensbildende Maßnahmen wie zusätzliche Bonitätszertifikate eine Gebühr bezahlt.

Doch auch bei Krediten, die trotz negativer Schufa vergeben werden, gibt es bei vertrauenswürdigen Anbietern gewisse Einschränkungen. Gravierende Negativmerkmale wie eine eingetragene Privatinsolvenz sind beispielsweise ein Ausschlusskriterium für die Kreditanfrage. Regelmäßige Einkünfte in angemessener Höhe werden vorausgesetzt und müssen mit einem geeigneten Einkommensnachweis belegt werden. Klassische Kreditsicherheiten wie Auszüge aus dem Grundbuch bei Immobilienbesitz, andere Vermögenswerte oder eine Bürgschaft wirken sich wie beim klassischen Bankdarlehen positiv sich auf die Zinshöhe auf.

Umbauten günstig finanzieren

Kunden, die ihre eigenen vier Wände altersgerecht umbauen möchte, bieten die meisten Banken das passende Darlehen auch ohne Grundbucheintrag an. Dank zahlreicher Auflagen, was den Energieverbrauch der Immobilie beispielsweise bei der Erneuerung der Heizanlage betrifft und der immer älter werdenden Bevölkerung, werden diese sogenannten Modernisierungskredite stark nachgefragt. Normalerweise belaufen sie sich auf Summen zwischen 5000 und 50.000 Euro, je nach Umfang der anstehenden Arbeiten.

Außerdem handelt es sich bei ihnen um zweckgebundene Kredite, die nur für die vereinbarten Renovierungen verwendet werden dürfen und je nach Bank sogar direkt an den beauftragten Handwerksbetrieb überwiesen werden.

  • In Deutschland ist es üblich, Baufinanzierungen und Darlehen, die dem Ausbau oder der Erneuerung einer Immobilie dienen, über eine Grundschuld abzusichern, mit der die Geld gebende Bank in das Grundbuch eingetragen wird.
  • Wer ein Häuschen besitzt, erhält daher viel leichter ein Darlehen als Personen ohne Wohneigentum.
  • Dabei kann die Immobilie natürlich auch mit anderen Krediten, die nicht dem Umbau oder der Erhaltung dienen, belastet werden.
  • Autos oder Reisen lassen sich so viel leichter finanzieren.
  • Andererseits kann die Grundschuld im schlimmsten Fall zum Verlust des Eigenheims führen, wenn nämlich der Kreditnehmer in anhaltende Zahlungsschwierigkeiten gerät.

Tritt dieser Fall ein, kann die Bank augenblicklich Zwangsmaßnahmen einleiten, beispielsweise indem sie die Immobilie zwangsverwaltet oder gar versteigert. Aufwendige rechtliche Schritte wie Gerichtsprozesse sind dafür nicht notwendig. Für den Kreditnehmer bedeutet die Grundschuld daher stets eine latente Bedrohung seiner Lebensmitte, zumindest wenn der die betreffende Immobilie selbst bewohnt. Dieses Risiko besteht bei einem Darlehen ohne Grundbucheintrag nicht. Wer hier in Zahlungsverzug gerät, muss zwar auch für die Folgen geradestehen, auf das Eigenheim hat die Bank aber keinen unmittelbaren Zugriff.

Modernisierungskredite ohne Grundbucheintrag

Der Unterschied zwischen einem Darlehen ohne Grundbucheintrag und einem normalen Ratenkredit besteht in der Verwendungsfreiheit. Während Ersterer ganz nach eigenem Belieben eingesetzt werden kann, ist der Modernisierungskredit an einen bestimmten Zweck gebunden und darf ausschießlich für vereinbarte Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen benutzt werden. Wobei auch Gartengestaltungsarbeiten oder die Anschaffung neuer Möbel mit ihm finanziert werden können. Weitere, über die Immobilie bzw. das Grundstück hinausreichende Verwendungsmöglichkeiten sind nicht vorgesehen. Viele Banken überweisen das Darlehen ohne Grundbucheintrag daher nicht an den Kreditnehmer selbst, sondern direkt an die Handwerksbetriebe.

Manche Kreditinstitute, die regional stark verwurzelt sind wie etwa Sparkassen, bieten ihren Kunden auch besonders günstige Darlehen an, wenn diese im Gegenzug eine ganz bestimmte Firma oder aber einen Betrieb aus der Region beauftragen. Darüber hinaus funktionieren Modernisierungsdarlehen wie normale Ratenkredite und sind meist flexibler gestaltet als Baufinanzierungen, beispielsweise in puncto Sondertilgungen. Die Laufzeit variiert je nach Leihsumme zwischen 24 Monaten und zehn Jahren, wobei die Bank bei umfangreichen und kostenintensiven Umbauten für gewöhnlich Eigenkapital in Höhe von 20 bis 30 Prozent voraussetzt. Bei energetischen Sanierungen ist das Darlehen unter Umständen auch mit einem KfW-Kredit kombinierbar.


Marcel Ziegler

Als ehemaliger Finanz- und Honorarberater habe ich jahrelang direkt mit Privatkunden gearbeitet und weiß daher aus eigener Erfahrung, welche Fehler Menschen beim Umgang mit Geld machen. Ich kenne die Fallstricke von Bank- und Versicherungsprodukten und habe es mir zur Aufgabe gemacht, das Thema Finanzen so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht.


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