Darlehen für das Studium

Viele Studierende finanzieren einen Teil oder sogar einen Großteil ihres Studiums mit einem Studentendarlehen. Dafür gibt es drei Möglichkeiten: Erstens können Studenten die staatliche Ausbildungsförderung beantragen, das BAföG. Zweitens kommt der Studentenkredit der öffentlich-rechtlichen KfW-Bank infrage.

Drittens offerieren Banken für Studierende spezielle Darlehen.

  • Zuerst sollten Studierende prüfen, ob sie Anspruch auf das BAföG haben.
  • Dabei handelt es sich im Vergleich zu den anderen Optionen um die attraktivste Möglichkeit.
  • Die BAföG-Zahlungen sind nur zur Hälfte ein Kredit, die andere Hälfte gewährt der Staat als Zuschuss.
  • Zudem verlangt er für den Kreditanteil keine Zinsen und zeigt sich bei der Rückzahlung großzügig.
  • Verdienen Kreditnehmer zu wenig, können sie einen Antrag auf Stundung stellen.

Wer die Schulden dagegen zu Anfang auf ein Mal zu großen Teilen oder komplett zurückzahlt, profitiert von einem Rabatt.

Der Anspruch auf das BAföG sowie die konkrete Höhe hängen von dem Einkommen des Antragsstellers und dessen Vermögen ab. Auch die Einkünfte der Eltern fließen in diese Rechnung ein. Übersteigen die einzelnen Summen die jeweils festgelegten Werte, minimiert sich die monatliche Zahlung oder Studierende verzeichnen überhaupt kein BAföG. Einen Antrag auf diese Unterstützung können sie jederzeit während des Studiums einreichen, sofern sie noch unter 30 sind und die jeweilige Regelstudienzeit nicht überschritten haben. Das bedeutet zum Beispiel: Eventuell gab es bisher keinen Anspruch aufgrund eines zu hohen Elterneinkommens. Sinkt dieses in der Studienzeit, kann sich ein erneuter Antrag beziehungsweise ein Erstantrag lohnen.

Günstige Studienkredite vergibt alternativ die öffentlich-rechtliche KfW-Bank, diese Darlehen können Studierende auch ergänzend zum BAföG nutzen. Es handelt sich um einen Vollkredit, die Zinsen liegen aber deutlich unter dem üblichen Zinsniveau. Sie können sich im Laufe der Jahre ändern, die KfW orientiert sich an der Entwicklung der derzeitigen Kreditzinsen. Der große Vorteil beim KfW-Studienkredit besteht darin, dass das eigene Einkommen und die Einkünfte der Eltern keine Rolle spielen. Jeder kann dieses Studentendarlehen aufnehmen, bei dem die KfW monatlich zwischen 100 und 650 Euro ausbezahlt. Diesen Betrag können Studierende frei wählen und zwei Mal jährlich ändern.

Studienkredite von Privatbanken

Einige Banken werben ebenfalls mit Studentendarlehen. Oftmals bieten sie Abrufkredite, bei denen Studierende flexibel einen Kreditrahmen bei monatlich maximaler Auszahlgrenze ausschöpfen können. Die Voraussetzungen unterscheiden sich stark, manche Institute begrenzen die Vergabe auf gewisse Studienfächer oder auf Studierende mit guten Noten. Auch die Zinssätze differieren, deshalb sollten Interessierte die Angebote vor dem Abschluss eines Kredits intensiv vergleichen. Grundsätzlich gilt: Aufgrund der attraktiven Konditionen sollten sie die staatlichen Studentendarlehen vorziehen.

Db Studentenkredit

Die meisten Studenten brauchen auf dem Weg zum Bachelor finanzielle Unterstützung, sei es durch die Verwandtschaft, BAföG, einen Db Studentenkredit oder ein Förderdarlehen. Doch nicht jeder hat Eltern, die ihn finanzieren können und manchmal reicht das BAföG einfach nicht aus, um konzentriert und sorgenfrei zu studieren.

Für Studenten gibt es deshalb eine ganze Reihe staatlicher und privatwirtschaftlicher Angebote, die ihren Lebensunterhalt sichern und ihnen ein zielstrebiges Studium ermöglichen sollen.

  • Nur wenige Banken vergeben einen eigenständigen Privatkredit für Studenten.
  • Vor allem in Hochschuldstädten gibt es jedoch Sparkassen, die ein spezielles Darlehen für Studierende anbieten.
  • Da Sparkassen stets lokal und somit unabhängig voneinander organisiert sind, können die vertraglichen Details zu Zinshöhe, maximaler Laufzeit und Beginn der Rückzahlungsphase von Niederlassung zu Niederlassung unterschiedlich ausfallen.
  • Je nach Anbieter schwankt der höchste monatlich auszahlbare Betrag beispielsweise zwischen 500 und 800 Euro oder ist der Beginn der Rückzahlung 12 bis 24 Monate nach Studienabschluss vorgesehen.

Auch die Zinsen lassen sich online nicht ermitteln und müssen persönlich bei der Filiale vor Ort angefragt werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Volksbanken, Raiffeisenbanken und Privatbanken wie die Deutsche Bank, die bis 2013 den Db Studentenkredit vergab, die mittlerweile den KfW-Studienkredit vermitteln. Auch Experten raten eher dazu, Förderkredite den Angeboten von Privatbanken vorzuziehen. Sie sind nicht nur zinsgünstiger, sondern gehen auch mit fairen und realistischen Rückzahlungsbedingungen einher. Zusätzliche Kreditsicherheiten wie sie etwa für Autokredite oder Darlehen ähnlichen Umfangs typisch sind, werden beim Studentendarlehen aber nie verlangt.

Staatlich geförderte Finanzierungsmöglichkeiten

Studierende können auf verschiedenen Wegen in den Genuss staatlicher Förderung kommen. So vergibt das Bundesverwaltungsamt beispielsweise ein Abschlussdarlehen für Studenten in der späten Phase ihrer Ausbildung. Beim Bildungsministerium hingegen können Studierende das sogenannte Deutschlandstipendium beantragen, das sowohl vom Bund als auch von privaten Stiftern finanziert wird. Am häufigsten jedoch trägt der KfW-Studienkredit zum Lebensunterhalt deutscher Studenten bei. Wie alle Förderdarlehen wird er über die Hausbank beantragt und nicht über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die ihn vergibt.

Beantragen kann ihn jeder deutsche Staatsangehörige, der an einer deutschen Hochschule eingeschrieben und zwischen 18 und 44 Jahre alt ist. Die monatliche Auszahlung beträgt je nach Bedarf zwischen 100 und maximal 650 Euro und ist beim Erststudium über einen Zeitraum von 14 Semestern möglich. Dabei sind die Zinsen variabel und werden zweimal jährlich der aktuellen Marktentwicklung angepasst. Für die Rückzahlungsphase kann auch ein fester Zinssatz vereinbart werden. Sie beginnt frühestens 6 Monate, spätestens aber zwei Jahre nach der letzten Auszahlung.

Kfw Kredit Studenten

Für Studierende, die kein BAföG bekommen oder denen das zinslose Darlehen vom Staat nicht ausreicht, kann der KfW-Kredit für Studenten eine zinsgünstige Möglichkeit sein, die akademische Ausbildung zu finanzieren. Er wird unabhängig davon vergeben, ob der Bewerber bereits anderweitig finanzielle Unterstützung erhält. Auch das Einkommen spielt keine Rolle. Das Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist jedoch kein festverzinsliches Darlehen, sondern geht mit einem variablen Zins einher.

Auch die Rückzahlungsbedingungen unterscheiden sich von denen eines normalen Ratenkredits. Für Studenten ist das vorteilhaft.

  • Der KfW-Kredit für Studenten wird monatlich in Teilbeträgen zwischen 100 und etwas mehr als 600 Euro vergeben.
  • Er ist daher nur bedingt dazu geeignet, sämtliche Lebenshaltungskosten von der Miete über Versicherungsbeiträge, Lebensmitteleinkäufe und Lernmaterialien bis hin zum Semesterticket zu decken.
  • Anders als das BAföG ist er jedoch unabhängig vom Einkommen und weiteren Einnahmequellen des Studierenden, auch das elterliche Gehalt wird nicht überprüft.
  • Förderfähig sind Erst- und Zweitstudiengänge bis zu einer Dauer von 7 Jahren sowie postgraduale Studiengänge und Promotionen bis zu einer Dauer von 3 Jahren.

Die Zinsen beim staatlich geförderten Ratenkredit für Studenten sind variabel. Das heißt, sie werden halbjährlich neu festgelegt und sind somit geringen Schwankungen unterworfen. Im Vergleich zu privaten Ratenkrediten sind Förderdarlehen besonders günstig. Umso mehr, da der Studierende nach Auszahlung des letzten Teilbetrags bis zu zwei Jahre Zeit hat, bevor er die erste Rückzahlungsrate überweisen muss. Für die Tilgung seines Darlehens sind maximal 25 Jahre vorgesehen, eine frühere Ablöse ist aber jederzeit möglich.

Studenten sollten sich jedoch trotz der vorteilhaften Konditionen der KfW sorgfältig überlegen, ob Sie tatsächlich einen Studienkredit aufnehmen wollen oder ob sie das Studium eventuell doch über Nebenjobs finanzieren könnten. Möglicherweise ist so zumindest eine geringere Kredithöhe machbar. Denn auch wenn das Geld erst in einigen Jahren zurückbezahlt werden muss – viele ehemalige Studenten zahlen später noch jahrelang Monat für Monat Ihren Studienkredit samt auf Grund der langen Laufzeit nicht unerheblicher Zinsen zurück und bereuen manchmal, zu Studienzeiten leichtfertig einen KfW-Kredit aufgenommen zu haben.

Voraussetzungen für Studierende

Auch in puncto Bonitätsprüfung ist die Förderbank kulanter als die meisten Privatbanken. Bewerber müssen kein Einkommen in vorgegebener Höhe und keine banküblichen Sicherheiten mitbringen. Der KfW-Kredit für Studenten wird also ohne elterliche Bürgschaft vergeben. Der Schufa-Klausel müssen Antragsteller dennoch zustimmen. Sie erlaubt es der Bank, die über den Bewerber gespeicherten Daten bei den großen Auskunfteien abzufragen. Dabei führt nicht jeder Schufa-Eintrag zur Kreditablehnung. Lediglich die sogenannten harten Negativmerkmale gelten als Ausschlusskriterien. Dazu gehören Privatinsolvenz, eidesstattliche Versicherung und Haftandrohung zur Erzwingung derselben.

Eine Einmalauszahlung ist beim Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau aber nicht vorgesehen. Unvorhergesehene Mehrausgaben müssen Studenten also mit anderen Mitteln bewältigen. Beispielsweise per Dispo auf dem Girokonto, der als laufender Kredit jedoch stets mit einem erhöhten Verschuldungsrisiko einhergeht. Zu fixen Rahmenbedingungen werden P2P-Kredite von der Crowdfundingplattform vergeben. Kleine Beträge lassen sich auch über einen Mikrokreditanbieter finanzieren. Bei allen drei Varianten sind die Zinsen jedoch ungleich höher als beim Studienkredit. Studierende sollten sich also gut überlegen, ob und wie sie das Geld in der vorgegebenen Zeit wieder zurückzahlen können.

Kredit für Auslandsstudium

Dass im Studium gesammelte Auslandserfahrung sich im Beruf auszahlt, dürfte unbestritten sein. Auch der Kredit für ein Auslandsstudium rechnet sich. Studien belegen rund sieben bis acht Prozent höhere Einstiegsgehälter.

Durch prozentuale Gehaltserhöhungen wird der Vorsprung in der Zukunft noch größer. Darlehen gibt es von spezialisierten Förderbanken, aber auch von ganz normalen Kreditinstituten und privaten Investoren.

  • Wer in den Genuss einer staatlichen Förderung kommt, kann den Bedarf nach einem Bankkredit deutlich reduzieren.
  • Die bekannteste Leistung des Staates ist das Bafög.
  • Sie möchten Ihr Studium komplett im Ausland absolvieren?
  • Den Bafög-Kredit für Ihr Auslandsstudium gibt es, wenn sie in der Europäischen Union oder in der Schweiz studieren.
  • Für ein einzelnes Auslandssemester erhalten Sie auch in anderen Ländern die Bafög-Förderung.

Voraussetzung ist eine mindestens sechsmonatige Dauer des Auslandsstudiums und eine Anerkennung, dass es einer akademischen Ausbildung an einer deutschen Universität gleichwertig ist. Die Höhe des Bafög wird individuell berechnet. Grundsätzlich werden Studiengebühren, Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land, Krankenversicherung und pauschalierte Reisekosten berücksichtigt. Neben dem Bafög gibt es auch sehr bekannte Stipendien wie Erasmus. Die Erasmus-Leistungen werden zusätzlich zum Bafög als Zuschuss gezahlt, üblicherweise für drei bis zwölf Monate. Erasmus-Studenten werden Studienplätze an Partner-Unis vermittelt, für die sie in der Regel keine Studiengebühren zahlen müssen. Während Erasmus ein europäisches Stipendium ist, können über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) auch Leistungen für ein Studium außerhalb Europas bezogen werden. Das entsprechende Programm heißt Promos. Eine genaue Recherche nach weiteren möglichen Stipendien ist zu empfehlen. Nicht alle Förderungen werden von besonderen Leistungen oder sozialem Engagement abhängig gemacht.

Die KfW als Förderbank

Die ehemalige Kreditanstalt für Wiederaufbau, heute besser unter der Abkürzung KfW bekannt, fördert Bildung mit verschiedenen stark vergünstigten Darlehen bei geringen Bonitätsanforderungen. Der KfW-Studienkredit (Produkt 174) eignet sich aber nur für Studenten, die bereits kurz vor dem Abschluss des Studiums stehen, weil er nur für die letzten zwei Jahre gewährt wird. Reicht dieser Zeitraum nicht, kommen eventuell normale Bankdarlehen in Frage. Einfach ist das aber nur über Banken, die auf bestimmte Zielgruppen und Studienrichtungen spezialisiert sind. Medizinstudenten dürften kein Problem haben, bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) einen Kredit für ihr Auslandsstudium zu bekommen. Allgemein haben Studenten aber wegen ihres geringen bzw. unsicheren Einkommens eine eher schlechte Bonitätsbeurteilung. Ohne Beitritt eines Bürgen, zum Beispiel der Eltern, wird die Kreditvergabe schwierig.

Privatkredit als Alternative

Etwas einfacher, ganz sicher aber nicht billiger wird es bei sogenannten Privatkrediten oder Peer-to-peer (P2P) Darlehen. Private Geldgeber vergeben hier Kredite außerhalb des Bankensystems über Vermittlungsplattformen im Internet. Sie gehen dabei höhere Risiken ein, um mehr Rendite zu erzielen. Im Vertrauen auf ein späteres gutes Einkommen des Kreditnehmers als Akademiker ist auch ein Studentenkredit für das Auslandsstudium möglich.

Kredit für Masterstudium

Ein Kredit für das Masterstudium ersetzt das fehlende Arbeitseinkommen, wenn man sich voll auf das Studium konzentrieren möchte. In den gängigen Kreditvergleichen des Internets werden Studenten allerdings nicht fündig. Die dort präsentierten Angebote sind auf die Bonität eines normalen Arbeitnehmers ausgerichtet, setzen also einen unbefristeten Arbeitsvertrag und regelmäßigen, ausreichenden Gehaltseingang voraus.

Aber auch Studenten gehen nicht leer aus, profitieren sogar von billigen Krediten der Förderbanken oder von Kreditinstituten, die auf bestimmte Berufsgruppen bzw. Studienrichtungen spezialisiert sind.

  • Das größte Problem am günstigen Bildungskredit (Produkt 173) der Förderbank KfW ist die zeitliche Beschränkung auf maximal 24 Monate.
  • Der Kredit kann nur zum Ende des Studiums genommen werden.
  • Ob es ein Erststudium ist oder der Kredit für ein Masterstudium verwendet wird, ist dabei gleichgültig.
  • Gedacht ist der Bildungskredit hauptsächlich als Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten.
  • Er sieht deshalb laufende Zahlungen von 100, 200 oder 300 Euro im Monat vor.

Die Hälfte des Kreditbetrags kann aber auch als Einmalzahlung abgerufen werden. Dies sind also höchstens 3.600 Euro (24 Monate multipliziert mit 300 Euro, davon die Hälfte). Eine längere Förderungsdauer zu einem höheren Preis bietet der KfW Studienkredit (Produkt 174). Er ist mit dem Bildungskredit und einem BaföG-Darlehen (Produkt 170) kombinierbar. Erst- und Zweitstudium werden abhängig vom Alter bis zu 14 Semester lang gefördert, postgraduale Studien, also auch der Master, allerdings nur über sechs Semester. Daraus und aus der monatlichen Förderung von 650 Euro ergibt sich der Höchstbetrag von 23.400 Euro als Kredit für das Masterstudium (36 Monate à 650 Euro).

Sonderangebote der Spezialbanken

Studenten haben zwar momentan kein hohes bzw. sicheres Einkommen, aber die Aussicht auf einen gut bezahlten akademischen Beruf. Deshalb sind sie bei den Banken als Kreditnehmer gar nicht so ungern gesehen. Besonders einfach haben es Studenten bestimmter Studienrichtungen, wenn es eine auf den Berufsstand spezialisierte Bank gibt. Ein gutes Beispiel ist die apoBank, Deutsche Apotheker- und Ärztebank, die sich um Medizinstudenten bemüht. Auch Fonds wie der Brain Capital Bildungsfonds vergeben Studienkredite, ohne besondere Sicherheiten zu fordern. Passen solche Optionen nicht, zum Beispiel hinsichtlich der geförderten Studienrichtung, bleibt der Beitritt eines Bürgen zum Kreditvertrag als gängige Form der Kreditsicherung. Das kann zum Beispiel ein Elternteil mit regelmäßigem Arbeitseinkommen sein.

Rückzahlung frühzeitig planen

Bereits beim Abschluss des Kreditvertrages sollte den Bedingungen für die Rückzahlung besondere Beachtung geschenkt werden. Müssen Sie mit der Tilgung sofort nach Ende des Masterstudiums beginnen? Das kann schwierig werden, wenn Sie nicht sofort Arbeit finden, eine Promotion anschließen möchten oder in der ersten Phase Ihres Berufslebens weitere Kosten entstehen, etwa für einen Umzug an den neuen Arbeitsort. Bei der KfW gibt es in der Regel sehr flexible und moderate Tilgungsmöglichkeiten, zum Beispiel in Form einer mehrjährigen Karenzzeit.

Darlehen Studium

Wer ein Darlehen für das Studium benötigt, sollte zuerst die beiden staatlichen Angebote in Betracht ziehen: das BAföG und den KfW-Studienkredit. Beide staatlichen Programmen zeichnen sich durch unschlagbar günstige Konditionen aus.

Erster Ansprechpartner sollte das BAföG-Amt sein, weil Studierende die Hälfte der Zahlungen nicht zurückzahlen müssen.

  • Das BAföG existiert seit 1971, die damalige sozial-liberale Koalition wollte mit dieser Ausbildungsförderung mehr Kinder von finanzschwachen Eltern ein Studium ermöglichen.
  • Auch heute noch stellt das BAföG eine wichtige staatliche Unterstützung dar, ohne die sich viele ein Studium nicht leisten könnten.
  • Das WG-Zimmer, der Lebensunterhalt, teure Bücher für das Studium, teilweise Studiengebühren, das alles kostet viel Geld.
  • Zugleich bleibt bei den strengen Anforderungen an den Unis kaum Zeit für einen Nebenjob.
  • Können die Eltern das Studium nicht vollständig bezahlen, springt das BAföG-Amt ein.

Zuerst sollten Studierende prüfen, ob sie die Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen bei der Aufnahme des Studiums zum Beispiel jünger als 30 Jahre sein. Ob beziehungsweise in welcher Höhe Antragssteller BAföG erhalten, hängt von ihrem Einkommen sowie dem Einkommen der Eltern ab. Übertreffen die jeweiligen Einnahmen die festgelegten Grenzen, rechnet die Behörde den Überschuss an. Dieser Überschuss kann so hoch liegen, dass kein Anspruch auf staatliche Förderung besteht. Das Vermögen der Eltern bleibt außen vor, das Vermögen des Studenten wird aber ab einem Freibetrag ebenfalls angerechnet.

Der große Pluspunkt beim BAföG ist, dass der Staat die Hälfte als Zuschuss überweist. Studierende müssen nur die andere Hälfte zurückbezahlen. Auf diesen Tilgungskredit verlangt der Staat keine Zinsen. Er zeigt sich auch bei der Rückzahlung entgegenkommend. Nach dem Ende des Studiums gewährt er eine Karenzzeit, erst danach setzt die Zahlungsverpflichtung ein. Bei einem niedrigen Einkommen setzt die zuständige Behörde die Forderungen auf Antrag vorübergehend aus.

Der KfW-Studienkredit als Alternative

Die öffentlich-rechtliche KfW-Bank bietet ebenfalls ein Darlehen für das Studium. Dieses müssen Kreditnehmer vollständig tilgen, auch Zinsen fallen an. Der Zinssatz der KfW ist aber niedrig. Dieser KfW-Studienkredit kommt für alle infrage, die keinen oder einen zu geringen Anspruch auf BAföG haben. Er geht mit mehreren Vorteilen einher, es handelt sich zum Beispiel um einen einkommensunabhängigen Kredit. Zudem können ältere Studierende einen Kredit beantragen, die Förderung kann bis zum 44. Lebensjahr dauern. Die Flexibilität spricht ebenfalls für dieses Darlehen im Studium. Antragssteller dürfen eine monatliche Unterstützung zwischen 100 und 650 Euro frei wählen. Zwei Mal im Jahr können sie diesen Betrag erhöhen oder senken, so können sie die Auszahlung zeitnah an einen geänderten Bedarf anpassen.


Marcel Ziegler

Als ehemaliger Finanz- und Honorarberater habe ich jahrelang direkt mit Privatkunden gearbeitet und weiß daher aus eigener Erfahrung, welche Fehler Menschen beim Umgang mit Geld machen. Ich kenne die Fallstricke von Bank- und Versicherungsprodukten und habe es mir zur Aufgabe gemacht, das Thema Finanzen so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.