Kredit für neue Zähne

Reichen Erspartes und Zuschüsse der Krankenkasse für den Zahnersatz nicht aus, bleibt nur die Wahl zwischen einer Billiglösung, die gerade einmal vernünftiges Kauen ermöglicht, und der Möglichkeit, einen Kredit für neue Zähne aufzunehmen. Die Krankenkasse zahlt als Sockelbetrag einen Anteil von 50 % der sogenannten Regelversorgung. Darunter ist ein einfacher Zahnersatz zu verstehen, zum Beispiel eine Brücke, mit dem sich zwar Nahrung zerkleinern lässt, die aber nicht unbedingt durch einen hohen Tragekomfort besticht und erst recht nicht ästhetisch aussieht. Bessere Lösungen wie im Implantate müssen Kassenpatienten aus eigener Tasche zahlen, wenn sie keine Zusatzversicherung besitzen. Auch das Bonusheft bringt nur geringe Vorteile.

Zwar erhöhen sich die Kassenleistungen bei regelmäßig dokumentierter Vorsorge um bis zu 30 %, aber dieser Satz ist bezogen auf den ursprünglichen Zuschuss. Aus 50 % werden also nicht etwa 80 %, sondern nur zusätzliche 30 % aus 50 %, insgesamt also keinesfalls mehr als 65 %.

  • Zwar lässt sich durch Zahnersatz aus Asien kräftig sparen, aber angesichts kritischer Stimmen muss man sich ernsthaft fragen, ob die Gesundheit dafür nicht das falsche Ende ist.
  • Die in Fließbandarbeit hergestellten dritten Zähne aus Fernost sind nicht durchweg schlechter als die Arbeit deutscher Dentallabore.
  • Gibt es aber beim Einsetzen und Anpassen größere Probleme, müssen die Teile erst wieder zum Hersteller und wieder zurück.
  • Sie kauen während der Wartezeit weiter auf den Provisorien, haben vielleicht sogar Schmerzen dabei.
  • Eine Alternative ist der komplette Wechsel zu einem Zahnarzt in Osteuropa.

Ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen in Rheinland-Pfalz stellte hier aber erhebliche Mängel fest. Die meisten Überkronungen waren nach Meinung der Mediziner völlig unnötig, mehr als 70 % der Brücken qualitativ so minderwertig, dass sie empfahlen, diese wieder zu entfernen und zu erneuern. Gespart hatten die meisten Patienten am Ende nichts.

Finanzierung auch für ältere Menschen

Das Problem mit dem Kredit für neue Zähne trifft oft ältere Menschen. Sie brauchen im dritten Lebensabschnitt den Zahnersatz, haben aber nur eine kleine Rente und können sich die Behandlung aus eigener Kraft nicht leisten. Gleichzeitig gelten sie den Banken aufgrund der Einkommenshöhe und ihres Alters als wenig kreditwürdig. Der Kredit für die neuen Zähne wird abgelehnt oder nur zu hohen Zinsen gewährt. Als Faustregel kann man sagen, dass ein Nettoeinkommen unter 1.000 Euro und ein Alter über siebzig Jahre zum Beginn des Kreditvertrags problematisch werden können. Bei Vertragslaufzeiten unter fünf Jahren mag eine Restschuldversicherung noch helfen, aber sie verteuert den Kredit zusätzlich, und mit 75 oder spätestens achtzig Jahren ist auch hier Schluss. Der Beitritt eines jüngeren Verwandten mit gutem Einkommen als Bürge kann den Kredit von der Bank doch noch möglich machen. Eine Alternative sind Darlehen privater Geldgeber, die im Internet seriös vermittelt werden. Sie sind nicht billig, denn den Investoren geht es um Rendite. Dafür müssen sie aber höhere Risiken eingehen. Deshalb sind Privatkredite eine gute Chance für Menschen, die bei den Banken nicht zum Zuge kommen.

Kredit für Zahnspange

Mit der Zahnspange für Kinder und Jugendliche ist es nicht anders als mit den dritten Zähnen für ältere Menschen: Die Krankenkassen zahlen nur noch die medizinisch notwendigen Leistungen.

Ein Kredit für eine Zahnspange ist für viele Eltern akzeptabel, weil sie ihren Kindern zum idealen Zeitpunkt die bestmögliche Behandlung bieten möchten – eine Investition fürs Leben, deren Verzinsung sich gar nicht in Euro ausdrücken lässt.

  • Evolutionsbedingt wird der menschliche Kiefer von Generation zu Generation immer kleiner.
  • Dumm nur, dass die Zahl der Zähne und auch ihre Größe gleich bleiben.
  • Fehlstellungen der Zähne nehmen daher zu, auch wenn Eltern darauf achten, dass Kinder nicht am Daumen lutschen.
  • Die Erstattung von Kosten der Kieferorthopädie durch die gesetzlichen Krankenkassen hat sich ab 2002 gravierend verschlechtert.
  • Bei Zahnfehlstellungen werden fünf Schweregrade unterschieden, sogenannte kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG).

Die Kassen müssen erst ab KIG 3 leisten, das ist gesetzlich so vorgegeben. Um sich davon eine Vorstellung zu machen: KIG 3 liegt vor, wenn mehr als drei Millimeter Platzmangel herrschen oder die oberen Schneidezähne die unteren um mehr als drei Millimeter überlappen und dadurch das Zahnfleisch verletzen. Alles, was darunter liegt, ist aber beileibe keine Kosmetik. Der Schweregrad KIG 2 ist sogar explizit so definiert, dass eine medizinische Behandlung erforderlich ist, aber von der Krankenkasse nicht bezahlt wird. Das betrifft beispielsweise eine distale Bisslage, bei der die oberen Schneidezähne bis zu sechs Millimeter über die unteren ragen.

Gezahlt werden zunächst nur 80 %

Je nach vorliegender Situation kostet eine normale Behandlung zwischen 2.000 und 8.000 Euro, Extras wie Brackets aus Kunststoff oder Keramik oder hochelastische Bögen aus Nitinol noch gar nicht mitgerechnet. Selbst wenn die Kasse zahlt, übernimmt sie zunächst nur 80 % der Kosten. Den Rest müssen die Eltern vorfinanzieren, er wird erst bei erfolgreichem Abschluss der Behandlung bezahlt. Das Verfahren soll sicherstellen, dass sie ihr Kind auch zur Mitarbeit beim Behandlungserfolg anhalten, dass es also beispielsweise eine lose Zahnspange auch regelmäßig trägt.

Kreditsuche im Internet

Für einen normalen Arbeitnehmer mit regelmäßigem Einkommen ist es kein Problem, per Kreditvergleich im Internet einen Kredit für die Zahnspange zu finden. Da die Finanzierung nicht von einem Tag auf den anderen stehen muss, nehmen Sie sich die Zeit, mehrere Portale zu nutzen und die Ergebnisse zu vergleichen. Anhand erster Eingabedaten werden Sie keine exakten Konditionen sehen, denn rund 80 % der Banken gestalten Zinssätze bonitätsabhängig. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist in diesem Fall das sogenannte repräsentative Beispiel. Es ist nach der Preisangabenverordnung (PAngV) vorgeschrieben und gibt an, zu welchem Zins mindestens zwei Drittel der Antragsteller den gewünschten Kredit tatsächlich erhalten haben.

Kredit für Zähne

Zahnersatz wird von den gesetzlichen Krankenkassen nur noch unzureichend bezuschusst. Wer keine private Zusatzversicherung hat, wird ohne Rücklagen angesichts oft vier- bis fünfstelliger Rechnungen um einen Kredit für seine Zähne kaum herumkommen, wenn er einen Zahnersatz benötigt. Seit der Gesundheitsreform 2005 zahlen die Kassen nur noch den sogenannten befundorientierten Festzuschuss. Der beläuft sich auf 50 % der Kosten einer medizinisch notwendigen Versorgung. Mit einer solchen Prothese kann man zwar problemlos essen, aber Ästhetik und Tragekomfort bleiben auf der Strecke. Angenommen, die Regelversorgung mit einer Brücke würde 1.000 Euro kosten. Dann beteiligt sich die Kasse daran mit 500 Euro. Wünschen Sie beispielsweise höherwertige Metall-Keramik und kostet diese Variante 1.400 Euro, bleibt es beim Festzuschuss von 500 Euro, Ihr Eigenanteil steigt also auf 900 Euro. Waren Sie regelmäßig beim Zahnarzt und haben die Stempel im Bonusheft? Glückwunsch, dann bekommen Sie bis zu 30 % mehr Festzuschuss. Aber Achtung – die 30 % beziehen sich auf den ursprünglichen hälftigen Zuschuss. Aus 50 % werden in der höchsten Stufe nicht etwa 80 %, sondern es kommen 30 % von 50 % dazu, das sind 15 %.

Im genannten Beispiel bekommen Sie nur 150 Euro extra, insgesamt also 650 Euro. Nur für Geringverdiener, die den Eigenanteil nicht aufbringen können, gibt es eine Härtefallregelung, die mindestens die Regelversorgung abdeckt.

  • Natürlich besteht die Chance, die Kosten für den Zahnersatz zu drücken und damit eine Finanzierung doch noch aus Eigenmitteln zu stemmen.
  • Bei kompletten Zahnbehandlungen im europäischen Ausland stellten Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Rheinland-Pfalz erhebliche Mängel fest.
  • Mehr als 70 % der untersuchten Brücken waren so schlecht, dass sie eine Erneuerung empfahlen, bei fast allen Kronen bezweifelten die Mediziner, dass sie überhaupt nötig gewesen seien.
  • Ohne Wechsel des Zahnarztes in Deutschland funktioniert die Versorgung mit Zahnersatz aus China, vorausgesetzt, der Zahnarzt arbeitet mit einem Dentallabor zusammen, das mit ungelernten Arbeitskräften in Fließbandarbeit rund achthundert „dritte Zähne“ täglich fertigt – die Jahresleistung eines durchschnittlichen deutschen Anbieters.
  • Der Heil- und Kostenplan nennt zwar den Herstellungsort, aber da nach dem Medizinproduktegesetz der deutsche Importeur Hersteller ist, ist nirgends zu ersehen, dass der Zahnersatz ein Importschlager aus Fernost ist.

Die Zähne aus China müssen nicht zwingend schlechter sein, es gibt sogar mehrjährige Garantien. Aber spätestens bei einer größeren Nachbesserung müssen die Zähne erst wieder nach China.

Wohnortnahe Versorgung hat ihren Preis

Wer auf die Zähne aus dem lokalen Labor setzt, findet in den Vergleichsportalen im Internet günstige Ratenkredite. Rentner, naturgemäß häufige Kunden für Zahnersatz, sind nicht grundsätzlich außen vor, denn ihr Einkommen ist besonders sicher. Nur bei geringer Rentenhöhe sollten sich Interessenten nach einer Alternative beim Kredit für die dritten Zähne umschauen. Eine gute Chance bieten die Finanzierung über die Zahnarztpraxis oder Darlehen privater Anbieter, die über spezialisierte Plattformen im Internet erhältlich sind. Die Zinsen sind zwar wegen des größeren Ausfallrisikos recht hoch, aber die Vergabeentscheidung ist weit weniger kritisch als bei den klassischen Banken.

Kredit für Zahnersatz

Ein Kredit für Zahnersatz wird nicht selten erforderlich, wenn die Kosten für Gebisse, Implantate, Brücken und Kronen eine solche Höhe erreichen, dass diese aus dem laufenden Einkommen und angesparten Rücklagen nicht beglichen werden können. Gesetzlich Versicherte erhalten lediglich die sogenannten zahnärztlichen Regelleistungen, die qualitativ und ästhetisch weit hinter dem heutigen Stand der Technik zurückbleiben und sich auf zahnärztlich indizierte Grundleistungen beschränken. Auch Privatversicherte haben oft Tarife vereinbart, die Aufwendungen für Zahnersatz auf die Abdeckung eines bescheidenen Grundstandards beschränken. Zudem gelten in privaten Krankenversicherungen oft Selbstbeteiligungen in einer Höhe, die selbst oft schon die Aufnahme eines Darlehens erforderlich macht. Wer einen optisch und technisch hochwertigen Zahnersatz wünscht, wird oft mit Kosten für zahnärztliche und labortechnische Leistungen belastet, die es naheliegend erscheinen lassen, über einen Kredit für Zahnersatz nachzudenken.

Dies gilt umso mehr dann, wenn eine Versorgung mit Implantaten oder mit Gebissen aus hochwertigen Materialien (z.B. Zirkonoxidkeramik) gewünscht wird.

  • Viele Zahnärzte bieten über Banken oder spezialisierte Darlehensvermittler die Finanzierung von Zahnersatzleistungen an.
  • Dabei werden teilweise kurzfristig rückzahlbare zinsfreie Darlehen offeriert.
  • Bei Darlehenssummen von mehr als 500 bis 1000 Euro und Laufzeiten von mehr als einem Jahr gleichen die Zinssätze jedoch meist denjenigen für herkömmliche Anschaffungskredite.
  • Insoweit ist ein Kredit für Zahnersatz eine Sonderform des zweckgebundenen Ratenkredits.
  • Praktisch ist die Abwicklung vergleichbar mit derjenigen bei der Finanzierung hochwertiger Konsumgüter.

Der Patient schließt mit oder ohne Mitwirkung des Zahnarztes direkt oder über einen Kreditvermittler einen Darlehensvertrag mit einer Bank oder Sparkasse. Die Auszahlung der Kreditvaluta, die zweckgebunden zur Finanzierung des Zahnersatzes vergeben wird, erfolgt direkt an den Zahnarzt. Grundlage der Darlehensbewilligung ist ein von diesem erstellter Kostenvoranschlag (Heil- und Kostenplan), Meist erfolgt eine Vollfinanzierung derjenigen Zahnersatzkosten, die nicht durch Leistungen einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung abgedeckt sind.

Voraussetzungen und Risiken des Zahnersatzkredits

Wie beim herkömmlichen Ratenkredit nimmt die finanzierende Bank vor Kreditbewilligung eine Bonitätsprüfung vor. Dazu gehört der Nachweis eines regelmäßigen Arbeitseinkommens aus einem unbefristeten, ungekündigten Beschäftigungsverhältnis. Die Höhe muss meist oberhalb der jeweiligen gesetzlichen Pfändungsfreigrenze liegen. Meist wird ein Nettoeinkommen von mindestens 1.500 monatlich gefordert. Beamte, Soldaten und andere öffentlich Bedienstete bekommen häufig für das Darlehen Konditionen, die besonders vorteilhaft sind. Wenn Sie einen Kredit für Zahnersatz beantragen, nimmt die Bank eine Schufa-Anfrage vor, um Ihre Bonität einschätzen zu können. Dabei wird ein bestimmter Scoringwert gefordert, anhand dessen die Wahrscheinlichkeit der Kreditrückzahlung beurteilt wird. Teilt die Schufa Negativmerkmale wie etwa ein laufendes Insolvenzverfahren oder die Abgabe der Vermögensauskunft des Schuldners gemäß § 802 c ZPO (vormals: eidesstattliche Versicherung) mit, ist mit einer Ablehnung des Kreditantrages zu rechnen. In solchen Fällen kommt meist nur ein Kredit mit Bürgschaft oder anderen zusätzlichen Sicherheiten in Betracht.

Wer über einen Kredit für Zahnersatz nachdenkt, sollte den Aspekt der Kostenreduzierung beachten. Dazu gehört die Überprüfung der Notwendigkeit der im Kostenvoranschlag erscheinenden Positionen durch Einholung einer zweiten Meinung und die Beratung durch die zuständige Zahnärztekammer bzw. Kassenzahnärztliche Vereinigung. Häufig sind auch Einsparungen bei der Wahl des Zahnersatzes möglich. Unerlässlich ist der Vergleich der Kreditkonditionen auf entsprechenden Internet-Plattformen. Nicht selten bieten Online Banken günstigere Zinssätze als klassische Geschäftsbanken.


Marcel Ziegler

Als ehemaliger Finanz- und Honorarberater habe ich jahrelang direkt mit Privatkunden gearbeitet und weiß daher aus eigener Erfahrung, welche Fehler Menschen beim Umgang mit Geld machen. Ich kenne die Fallstricke von Bank- und Versicherungsprodukten und habe es mir zur Aufgabe gemacht, das Thema Finanzen so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht.


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