Steuerschulden

Steuerschulden - unangenehm, aber nicht aussichtslos

Steuerschulden sind eine unangenehme Sache, denn mit dem Finanzamt legt man sich ungern an. Dennoch kann es passieren, dass der Fiskus eine nicht unerhebliche Nachzahlung verlangt und gerade Kleinunternehmer oder Personen, die sich gerade erst selbstständig gemacht haben, kann es mit einer Nachzahlung treffen. Problem dabei ist oftmals, dass entstandene Steuerschulden gerade diese Kleingewerbetreibenden in ihrer Existenz bedrohen.

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Zusätzlich erschwert ist die finanzielle Situation, weil ja zumeist auch noch andere finanzielle Verpflichtungen laufen, sei es die Miete für Geschäftsräume, Raten für einen Kredit für Selbstständige oder sonstige laufende weitere Kosten. Schnell kann es so zu einer Verschuldung kommen.

Aber was passiert bei Steuerschulden?

Zum einen müssen Steuernachzahlungen rechtzeitig zum angegebenen Stichtag gezahlt werden, erfolgt dies nicht, wird in der Regel ein sogenannter Säumniszuschlag von ungefähr einem Prozent der Steuerschuld monatlich mit draufgeschlagen. Auf jeden Fall wird der Fiskus den Steuerzahler mit einem Mahnschreiben darüber informieren und gleichermaßen mit Zwangsvollstreckung drohen, demnach wäre es sehr unklug nicht zu reagieren. Wer also nicht zahlen kann, sollte mit dem zuständigen Mitarbeiter des Finanzamtes ein Gespräch suchen. Zumeist ist das Finanzamt an einer gütlichen Einigung interessiert und geht auf eine Steuerstundung ein. Das heißt, der Betroffene kann seine Schulden in einem gemeinsam ausgehandelten Zeitraum in Raten abzahlen. Positiv ist hier festzuhalten, dass das Finanzamt relativ geringe Stundungszinsen verlangt.

Auch hat das Finanzamt die Möglichkeit Schulden zu erlassen. Dies ist aber nur in absoluten Ausnahmen wahrscheinlich, denn ein solcher Erlass ist an strenge Bedingungen geknüpft. Es müssen persönliche oder sachliche sogenannte Billigkeitsgründe vorliegen und der Steuerpflichtige muss unverschuldet in diese Notlage gekommen sein.

Eine völlig andere Variante seine Schulden beim Fiskus zu begleichen, wäre einen Kredit aufzunehmen. Dabei sei aber erwähnt, dass ein Bekanntwerden über die Steuerschulden die Bonität erheblich beeinträchtigen kann und dadurch gerade die eigene Hausbank einem gegebenenfalls einen Kredit verweigert. Hier könnten maximal eine Bürgschaft oder Sachwerte zur Absicherung dienlich sein. Andernfalls heißt es, andere seriöse Kreditangebote suchen und gut miteinander vergleichen.

Am besten Schulden beim Fiskus vermeiden

Deutlich wird: Schulden beim Finanzamt zu haben, ist eine mehr als unangenehme Sache und kann nicht nur noch teurer werden, sondern auch die berufliche Existenz zerstören. Demnach kann nur empfohlen werden, dies zu vermeiden, zum Beispiel, indem man sich eine kleine Rücklage für diesen Fall im Laufe des Jahres anspart. Auch sollte man der Mitwirkungspflicht nachkommen und eine entsprechende Steuererklärung fristgerecht abgeben, denn so werden meist überhöhte Steuerschätzungen vom Finanzamt, die eingefordert werden, verhindert.

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