Gehaltsangebote fair vergleichen
Ein Gehaltsangebot besteht selten nur aus dem monatlichen Netto. Bonuszahlungen kommen vielleicht später. Benefits sind kein frei verfügbares Geld. Pendeln, Reisen und zusätzliche Vorbereitung kosten Zeit und Geld. Ein fairer Vergleich zeigt diese Bestandteile einzeln, statt sie zu einer scheinbar genauen Gesamtsumme zu verbinden.
Das ist besonders wichtig, wenn zwei Angebote zunächst ähnlich wirken, sich aber bei Bonusbedingungen, Präsenzpflicht, Arbeitsweg oder Arbeitgeberleistungen deutlich unterscheiden. Entscheidend ist daher nicht nur die Frage „Welche Stelle ist objektiv besser?“, sondern auch: Was passt zu deinem Alltag, was ist belegt und was musst du vor der Zusage noch klären?
Basis-Modus: Zwei Angebote mit sieben klaren Eingaben vergleichen
Der Basis-Modus bleibt bewusst einfach. Du vergleichst genau zwei Angebote, etwa Angebot A und Angebot B. Für jedes Angebot trägst du sechs Werte ein:
- Eingegebenes monatliches Netto
- Erwarteter Jahresbonus
- Vertragliche Wochenstunden
- Bezahlte Urlaubstage
- Monatliche Arbeitskosten
- Monatlicher selbst bewerteter Benefit-Wert
Zusätzlich legst du eine gemeinsame Annahme fest:
- Arbeitstage pro Woche
Das monatliche Netto gibst du selbst ein. Der Rechner berechnet es nicht aus dem Brutto und erstellt keine deutsche Lohnabrechnung. Hast du nur eine eigene Schätzung, kennzeichnest du sie als „erwartet“. Liegt dir eine echte Abrechnung vor, kannst du den Wert als „tatsächlich“ dokumentieren.
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Auch der Jahresbonus bleibt ein eigener Wert. Er ist ein erwarteter Betrag und wird nicht automatisch als monatliches Einkommen behandelt. Wird ein Bonus nur bei bestimmten Zielen, zu einem bestimmten Termin oder unter weiteren Bedingungen ausgezahlt, gehört er nicht ungeprüft zur laufenden Liquidität.
Was du in den sechs Feldern sinnvoll einträgst
Bei den Arbeitskosten erfasst du Ausgaben, die durch das Angebot entstehen. Dazu können Pendeln, Parken, Essen unterwegs, Arbeitskleidung, ein Arbeitszimmer nach deiner eigenen Bewertungslogik oder laufende Kosten für Arbeitsmittel gehören. Der Rechner nimmt keine steuerliche Einordnung vor.
Der Benefit-Wert ist kein objektiver Marktpreis. Du schätzt selbst, welchen persönlichen Nutzen zum Beispiel ein Jobticket, eine Versicherung, Essenszuschüsse, mehr Homeoffice oder Kinderbetreuung für dich haben. Wenn du einen Benefit voraussichtlich nicht nutzt, trägst du keinen künstlichen Wert ein.
Die gemeinsamen Arbeitstage pro Woche dienen nur als Rechenannahme für die Zeit- und Kostenansicht. Sie sagen nichts darüber aus, welche Arbeitszeit rechtlich geschuldet ist. Wenn Angebot A und B unterschiedliche Präsenzmodelle haben, kannst du die gemeinsame Annahme zunächst für einen schnellen Vergleich verwenden und später im Expert-Modus getrennte Szenarien anlegen.
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Ergebnis: Cash, Benefits, Kosten und Zeit getrennt halten
Die Ausgabe sollte mindestens vier Blöcke zeigen:
- Cash: eingegebenes monatliches Netto und erwarteter Jahresbonus als getrennte Werte
- Benefits: monatlicher Nutzen, den du selbst bewertest
- Kosten: monatliche Arbeitskosten
- Zeit: Wochenstunden, Arbeitstage pro Woche und bezahlte Urlaubstage
Cash und Benefits dürfen nicht in einer einzigen Zahl zusammengefasst werden. Ein Benefit kann wertvoll sein, ist aber nicht automatisch frei verfügbare Liquidität. Auch Kosten solltest du nicht mit Benefits verrechnen, ohne die zugrunde liegenden Werte zu sehen.
Zusätzlich kann eine persönliche Gesamtansicht erscheinen. Sie darf deine eigenen Bewertungen zusammenführen, muss aber deutlich als subjektiv markiert sein. Sie beantwortet die Frage: „Wie wirkt dieses Angebot auf mich, wenn ich meine Prioritäten und Annahmen anwende?“ Ein allgemeines Urteil darüber, welches Angebot besser ist, liefert sie nicht.
Expert-Modus: Bis zu sechs Angebote in vier Szenarien prüfen
Wenn die einfache Gegenüberstellung nicht reicht, kannst du im Expert-Modus bis zu sechs Angebote erfassen. Jedes Angebot erhält vier vollständige Szenarien:
- Base: deine derzeitige normale Planannahme
- Konservativ: vorsichtigere Werte oder spätere beziehungsweise unsichere Zahlungen
- Optimistisch: eine günstige, aber nachvollziehbar begründete Annahme
- Selbst definiert: ein eigener Testfall für eine konkrete Frage
Die Namen sind keine Vorhersagen. „Konservativ“ ist nicht automatisch realistischer und „optimistisch“ nicht automatisch unrealistisch. Du testest verschiedene Annahmen und siehst, wie stark sie dein Ergebnis verändern.
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Termine und Dokumentwerte je Szenario
Für jedes Angebot und Szenario können folgende Daten hinterlegt werden:
- Angebotsdatum
- Startdatum
- Vesting-Datum oder Vesting-Zeitplan
- Review-Datum
- Ende der Probezeit
- eingegebenes Kündigungsdatum
- Vertragszeit beziehungsweise das befristete Ende
- bei Bedarf Bonus-, Signing-, Retention- oder Equity-Auszahlungsdatum
Ein eingegebenes Kündigungsdatum ist nur ein Szenariowert. Daraus werden keine Kündigungsfrist, Wirksamkeit, Abfindung, Urlaubsabgeltung oder anderen rechtlichen Folgen berechnet. Gesetzliche, vertragliche und tarifliche Regeln können zusammenwirken. Das zeigen auch die Regelungen zu Kündigungsfristen in § 622 BGB.
Brutto und Netto bleiben ebenfalls getrennt:
- Fixes Brutto: dokumentierter Vergütungswert aus Angebot oder Vertrag
- Tatsächliches Netto: Wert aus einer echten Abrechnung
- Erwartetes Netto: deine eigene Schätzung oder eine anderweitig erhaltene Schätzung
- Auszahlungsbetrag: falls er aus einer Abrechnung bekannt ist
Die Entgeltbescheinigungsverordnung unterscheidet diese Größen ebenfalls. Der Rechner speichert sie nur, statt eine Lohnabrechnung oder Steuerberechnung nachzubilden.
Cash-Ledger: Jede Zahlung mit Termin und Bedingung
Im Cash-Ledger wird jede Zahlung einzeln erfasst:
- fixes Gehalt
- Leistungsbonus
- Provision
- Signing-Bonus
- Retention-Bonus
- sonstige Einmalzahlungen
- Erstattungen
- Auszahlungen aus Aktien, Optionen oder virtuellen Anteilen
Jede Zeile sollte möglichst einen Betrag, einen Zahlungsmonat oder ein Zahlungsdatum, eine Bedingung, den Status und eine Quelle enthalten. Ein Bonusplan ohne klare Ziele oder Auszahlungsregel ist nicht automatisch null, sondern nur unvollständig belegt.
Aktien und virtuelle Anteile werden nur als datierte Szenario-Cashflows eingetragen. Du kannst beispielsweise einen selbst gewählten Auszahlungswert für ein bestimmtes Ereignis hinterlegen. Ein bloßer „Wert“ ohne Auszahlungszeitpunkt gehört nicht in die Monatsliquidität. Der Rechner bewertet keine Beteiligung automatisch und berechnet keine Steuerfolgen. Für bestimmte echte Mitarbeiterbeteiligungen gelten besondere Voraussetzungen nach § 19a EStG, während virtuelle Programme anders ausgestaltet sein können.
Benefit-Ledger: Arbeitgeberleistungen nicht als Bargeld ausgeben
Das Benefit-Ledger enthält getrennte Felder für:
- Arbeitgeberrente
- Versicherung
- Mobilität
- Essen
- Training
- Ausstattung
- Kinderbetreuung
- andere Benefits
Für jede Leistung kannst du Arbeitgeberbeitrag, eigenen Kostenanteil, Beginn, Ende, Wartezeit, Nutzungsgrad und deinen persönlichen Wert notieren. Frage dich dabei konkret: „Nutze ich diese Leistung tatsächlich?“ Eine Versicherung mit hohem Eigenanteil oder ein Budget, das du kaum einsetzen kannst, verdient möglicherweise einen niedrigeren persönlichen Wert.
Die Arbeitgeberrente gehört nicht in die sofort verfügbare Monatsliquidität. Bei Entgeltumwandlung können eigene Beiträge, Arbeitgeberzuschüsse und konkrete Vertragsbedingungen zusammenhängen. Der § 1a BetrAVG nennt für bestimmte Gestaltungen einen Arbeitgeberzuschuss, knüpft ihn aber an Voraussetzungen. Deshalb sollten Durchführungsweg, eigener Beitrag und Arbeitgeberleistung getrennt dokumentiert werden.
Kosten-Ledger: Folgekosten des Angebots sichtbar machen
Erfasse im Kosten-Ledger unter anderem:
- Pendeln und Parken
- Dienstreisen und Übernachtungen
- Umzug
- doppelter Haushalt
- Arbeitsmittel
- Homeoffice-bezogene eigene Kosten
- Verpflegung unterwegs
- laufende Arbeitskosten
Kennzeichne jede Position als monatlich, jährlich oder einmalig und notiere, ob sie erstattet wird. Ein Umzug oder ein doppelter Haushalt sollte nicht unbemerkt in einer monatlichen Durchschnittszahl verschwinden. Für die Liquidität ist entscheidend, wann eine Ausgabe tatsächlich anfällt.
Zeit-Ledger: Nicht nur Vertragsstunden zählen
Das Zeit-Ledger trennt die vertragliche Zeit von deiner zusätzlichen persönlichen Bindung. Erfasse:
- vertragliche Wochenstunden
- zusätzliche Zeit
- Rufbereitschaft
- Pendeln
- Reisen
- Homeoffice sowie Präsenztage
- unbezahlte Vorbereitung
- Erholung nach Reisen oder Einsätzen
- Urlaubstage
- Feiertagsannahme
- Freistellung
- unbezahlte Abwesenheit
Der Rechner qualifiziert diese Zeiten nicht rechtlich als Arbeitszeit und berechnet keine Ansprüche. Er bildet nur deine persönliche Szenarioannahme ab. Pendeln verdient dabei eine eigene Zeile: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes benötigten 2024 viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für den einfachen Arbeitsweg mindestens 30 Minuten.
Ein optionaler Zeitwert kann zusätzliche Zeit persönlich bewerten. Du legst selbst fest, welchen Wert eine nicht vertraglich vergütete Stunde für dich hat. Der Zeitwert bleibt ausgeschaltet, bis du ihn aktivierst, und wird nie als gesetzlicher Stundenlohn oder Mindestlohn dargestellt.
Beleg- und Fragen-Ledger: Unsicherheit nicht verstecken
Das Beleg-Ledger verbindet jede wichtige Zahl mit ihrer Herkunft:
- Angebot oder Vertrag
- Bonus- oder Provisionsplan
- Benefits-Handbuch
- Gesprächsnotiz
- Abrechnung
- Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung
- eigene Schätzung
Zusätzlich helfen Statusangaben wie dokumentiert, schriftlich bestätigt, erwartet, selbst bewertet, bedingt und offen. Eine Übersicht kann zeigen, welche wichtigen Werte belegt sind und welche noch auf Annahmen beruhen. Eine Prozentzahl kann mehr Sicherheit vortäuschen, als tatsächlich vorhanden ist. Hilfreicher ist ein Hinweis wie: „Fixgehalt dokumentiert, Bonusformel offen, Reiseumfang geschätzt, Mobilitätsbudget bestätigt, Eigenanteil ungeklärt.“
Im Fragen-Ledger hältst du fest, welche Antwort fehlt, warum sie für deinen Vergleich relevant ist, welchen Beleg du erbeten hast und wann du nachgefasst hast.
Monatliche Liquidität, Sensitivitäten und Fragen an beide Arbeitgeber
Die Monatsansicht sollte zeigen, wann Geld eingeht und wann eigene Kosten anfallen. Ist ein konkreter Zahlungsmonat bekannt, werden Bonus, Signing, Retention, Provision und Equity nicht automatisch durch zwölf geteilt. Ein Betrag im März wirkt sich anders auf deine Liquidität aus als derselbe Betrag in regelmäßigen Monatszahlungen. Bei anteiligen Zahlungen trägst du einen eigenen manuellen Cashflow ein, statt eine rechtliche oder abrechnungstechnische Regel anzunehmen.
Teste danach einzelne Annahmen:
- Bonus mit niedrigerer, mittlerer und höherer Zielerreichung
- ein, drei oder fünf Präsenztage pro Woche
- ein anderer Reiseumfang
- kein angesetzter Equity-Cashflow
- tatsächlicher Auszahlungstermin statt Jahresdurchschnitt
- unterschiedliche Nutzung von Benefits
- ein- und ausgeschalteter persönlicher Zeitwert
Ändere dabei immer nur eine Annahme. So erkennst du schnell, ob dein Eindruck vor allem vom Bonus, vom Arbeitsweg oder von einem unsicheren Benefit abhängt.
Sachliche Fragen, die du beiden Arbeitgebern stellen kannst
Vergütung und Bonus
- „Könnten Sie mir die fixen Vergütungsbestandteile, den Jahresbetrag und den Auszahlungsturnus schriftlich bestätigen?“
- „Welche Ziele, Schwellenwerte und Auszahlungstermine gelten für den Bonus?“
- „Wie wird die Zielerreichung festgestellt, und welcher Anteil hängt von individuellen, Team- oder Unternehmenszielen ab?“
- „Falls eine Provision vorgesehen ist: Welche Bemessungsgrundlage, Staffelung, Storno- oder Rückbelastungsregeln gelten?“
- „Gibt es ein Gehaltsband, eine Eingruppierung und einen nächsten regulären Gehaltsreview?“
Einmalzahlungen und Beteiligungen
- „Wann wird der Signing-Bonus ausgezahlt, und gibt es Bedingungen oder Rückzahlungsregelungen?“
- „Welche Voraussetzungen und welches Datum gelten für eine Retention-Zahlung?“
- „Handelt es sich bei der Beteiligung um Aktien, Optionen, virtuelle Anteile oder ein anderes Programm?“
- „Könnten Sie mir Planunterlagen, Vesting-Zeitplan, Leaver-Regeln und mögliche Ausübungsfenster zur Verfügung stellen?“
- „Unter welchen Bedingungen entsteht tatsächlich ein Cashflow?“
Benefits und Kosten
- „Welche Benefits gelten ab dem Start und welche erst nach einer Wartezeit oder der Probezeit?“
- „Welche Eigenanteile fallen für Versicherung, Mobilität, Essen und Kinderbetreuung an?“
- „Wie hoch sind Arbeitgeber- und Eigenbeitrag zur betrieblichen Altersversorgung, und welche Unterlagen gelten dafür?“
- „Welche Ausstattung wird gestellt, und was muss ich selbst anschaffen?“
- „Welche Kosten für Umzug, Reisen, doppelten Haushalt oder Arbeitsmittel werden erstattet?“
Zeit und Arbeitsort
- „Wie viele Präsenztage pro Woche werden praktisch erwartet?“
- „Gibt es feste Teamtage oder Phasen mit höherer Präsenzpflicht?“
- „Wie häufig gibt es Dienstreisen, wie lange dauern sie üblicherweise und wie werden Nebenkosten organisiert?“
- „Ist Rufbereitschaft Bestandteil der Rolle? Falls ja, wie häufig und in welchen Zeitfenstern?“
- „Welche zusätzliche Vorbereitung, Dokumentation oder Erreichbarkeit wird in der Praxis erwartet?“
Vertragliche Unterlagen
- „Könnten Sie mir Startdatum, Probezeit, Vertragsdauer und Review-Termine im Vertragsentwurf zeigen?“
- „Gelten Tarifvertrag, Betriebsvereinbarungen oder weitere Richtlinien für Vergütung, Urlaub, Arbeitszeit oder Benefits?“
- „Welche Urlaubstage sind vertraglich vorgesehen, und gibt es Regeln zu Betriebsurlaub oder Sperrzeiten?“
Das Nachweisgesetz nennt unter anderem Vergütungsbestandteile, Arbeitszeit, Urlaub, Probezeit, Fortbildung, betriebliche Altersversorgung und Kündigungsverfahren als wesentliche Vertragsbedingungen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass du vor Vertragsabschluss jede Information verlangen kannst.
Kernaussagen zum Gehaltsvergleich
- Trenne Cash und Benefits: Netto, Bonus und Provision gehören nicht in dieselbe Zeile wie Versicherung, Mobilität oder Arbeitgeberrente.
- Dokumentiere Brutto und Netto separat: Brutto ist ein Vergütungswert, Netto ein tatsächlicher oder erwarteter Liquiditätswert; der Rechner leitet keines aus dem anderen ab.
- Datiere unsichere Zahlungen: Bonus, Signing, Retention und Beteiligungen werden mit Zahlungsdatum, Bedingung, Status und Beleg erfasst.
- Bewerte Zeit und Kosten mit: Pendeln, Reisen, Rufbereitschaft, Vorbereitung, Umzug und laufende Arbeitskosten können den Alltag stärker verändern als ein kleiner Netto-Unterschied.
- Nutze Szenarien statt Ranglisten: Base, konservativ, optimistisch und selbst definiert machen die Wirkung deiner Annahmen sichtbar; die Entscheidung bleibt bei dir.
FAQ
Soll der Rechner mein Netto aus dem Brutto berechnen?
Nein. Brutto, tatsächliches Netto, erwartetes Netto und Auszahlungsbetrag werden getrennt eingegeben und dokumentiert. Der Rechner berechnet keine Steuern, Sozialabgaben oder deutsche Lohnabrechnung.
Warum werden Benefits nicht einfach zum Gehalt addiert?
Benefits sind nicht automatisch frei verfügbares Geld. Ihr Wert hängt von Nutzung, Eigenanteil, Bedingungen und deiner persönlichen Situation ab. Deshalb erscheinen sie getrennt und können nur in einer ausdrücklich subjektiven Gesamtansicht berücksichtigt werden.
Warum wird ein Bonus nicht einfach durch zwölf geteilt?
Weil Auszahlungstermin, Zielerreichung und Bedingungen für deine monatliche Liquidität entscheidend sind. Ein Bonus im März ist finanziell nicht dasselbe wie regelmäßige monatliche Zahlungen.
Wie erfasse ich Aktien oder virtuelle Anteile?
Trage sie nur als datierten Szenario-Cashflow ein, wenn du einen eigenen Wert und ein angenommenes Ereignisdatum festlegen möchtest. Ohne Planunterlagen oder realistisches Liquiditätsereignis gehören sie nicht ungekennzeichnet in die Monatsliquidität.
Kann der Rechner sagen, welches Angebot besser ist?
Nein. Er kann Unterschiede bei Cash, Benefits, Kosten, Zeit und Belegen sichtbar machen. Die persönliche Gesamtansicht bildet nur deine eigenen Prioritäten ab und ist kein objektives Urteil.
Wie behandle ich ein Kündigungsdatum?
Du kannst es als Szenariozeitpunkt eingeben, zum Beispiel für die Frage, wie sich ein späterer Wechsel auf geplante Cashflows auswirkt. Der Rechner berechnet daraus keine Kündigungsfrist, Wirksamkeit, Abfindung oder andere rechtliche Folgen.
Prüft der Rechner Urlaub, Überstunden oder Vertragsklauseln rechtlich?
Nein. Er speichert eingegebene Werte und macht offene Fragen sichtbar. Eine Prüfung von Ansprüchen, Mindesturlaub, Überstunden, Vertragswirksamkeit oder Kündigungswirkungen gehört nicht zu seiner Funktion.
Welche Unterlagen sollte ich anfordern?
Sinnvoll sind der Vertragsentwurf, die Bonus- und Provisionsregelung, die Benefits-Übersicht, Homeoffice- und Reiserichtlinien, Equity-Unterlagen, die Regelung zur betrieblichen Altersversorgung sowie schriftliche Antworten auf offene Fragen. Jede wichtige Eingabe sollte mit Dokumentdatum und Fundstelle verbunden werden.
Wie vergleiche ich zwei Gehaltsangebote fair?
Vergleiche zuerst monatliches Netto, Bonus, Benefits, eigene Kosten und Zeit getrennt. Halte Zahlungszeitpunkte, Bedingungen und offene Punkte fest und prüfe anschließend mit verschiedenen Szenarien, welche Unterschiede für deinen Alltag tatsächlich relevant sind.