Auch im Ruhestand ist ein Kredit grundsätzlich möglich. Banken achten dabei nicht nur auf das Alter. Wichtig sind vor allem regelmäßige Einkünfte, eine dauerhaft tragbare Monatsrate, die Laufzeit und zusätzliche Sicherheiten.
Mit „Kredit im Ruhestand“ ist meist ein gewöhnlicher Ratenkredit gemeint. Die kreditnehmende Person zahlt den Betrag aus der Rente, Pension oder anderen nachweisbaren Einnahmen in monatlichen Raten zurück. Daneben gibt es den immobilienbesicherten Seniorenkredit. Bei diesem Modell dient eine eigene Immobilie als Sicherheit. Die Darlehenssumme wird häufig erst am Ende der Laufzeit zurückgezahlt.
Eine Rente gilt als regelmäßiges Einkommen. Sie führt aber nicht automatisch zu einer bestimmten Kreditsumme oder einer Zusage. Der Kreditgeber prüft die Kreditwürdigkeit. Dabei geht es darum, ob die Rückzahlung unter den persönlichen finanziellen Bedingungen voraussichtlich dauerhaft möglich ist. Die Bank berücksichtigt neben dem Einkommen auch Ausgaben, bestehende Schulden, die Laufzeit und eine ausreichende Reserve.
Wie Banken die finanzielle Tragfähigkeit berechnen
Die Bank betrachtet nicht nur die Höhe der monatlichen Rente. Sie vergleicht die regelmäßigen Einnahmen mit den laufenden Ausgaben. So ermittelt sie, welcher Betrag für eine Kreditrate übrig bleibt.
In die Haushaltsrechnung gehören unter anderem:
- Warmmiete oder Kosten einer eigenen Immobilie
- Strom, Versicherungen und regelmäßige Verträge
- Lebensmittel und sonstige Lebenshaltungskosten
- Ausgaben für Gesundheit, Pflege und Mobilität
- bestehende Kredite und Leasingraten
- Unterhaltszahlungen oder andere regelmäßige Verpflichtungen
- eine Reserve für unerwartete Ausgaben
Jeder Anbieter bewertet die einzelnen Posten anders. Deshalb kann eine Person mit derselben Rentenhöhe bei verschiedenen Banken unterschiedlich beurteilt werden. Ein vollständig bezahltes Eigenheim verbessert die Haushaltsrechnung. Es ersetzt aber nicht den Nachweis ausreichender laufender Einnahmen.
Beispiel für eine realistische Haushaltsrechnung
Angenommen, monatlich stehen eine Rente und weitere regelmäßige Einnahmen zur Verfügung. Zuerst werden alle festen Kosten, der durchschnittliche Lebensunterhalt und ein Sicherheitsbetrag abgezogen. Nur der Rest eignet sich als Grundlage für die Kreditrate.
Eine Rate, die gerade noch zum Einkommen passt, lässt wenig Spielraum für eine höhere Stromrechnung, eine Reparatur oder zusätzliche Gesundheitskosten. Planen Sie deshalb nicht den gesamten Überschuss ein. Lassen Sie eine Reserve übrig und prüfen Sie, ob die Rate auch bei steigenden Alltagskosten tragbar bleibt.
Rente, Pension und weitere Einnahmen als Nachweis
Regelmäßige Renten- oder Pensionseinkünfte sind oft die wichtigste Grundlage für den Kreditantrag. Als Nachweis dienen vor allem ein aktueller Renten- oder Pensionsbescheid und gegebenenfalls eine Rentenanpassungsmitteilung. Belegen Sie auch weitere regelmäßige Einnahmen, zum Beispiel Mieteinnahmen oder eine betriebliche Altersversorgung, sofern der Anbieter sie berücksichtigt.
Die Bank kann außerdem Unterlagen zu den monatlichen Belastungen, bestehenden Verpflichtungen, dem Verwendungszweck oder einem Mitantragsteller verlangen. Wenn Sie alle Unterlagen vollständig zusammenstellen, geht die Prüfung schneller und es gibt weniger Rückfragen.
Halten Sie daher vor dem Antrag mindestens folgende Unterlagen bereit:
- aktuellen Renten- oder Pensionsbescheid
- Nachweise über weitere regelmäßige Einnahmen
- Kontoauszüge oder andere Nachweise der laufenden Belastungen, falls verlangt
- Informationen zu bestehenden Krediten und Leasingverträgen
- Unterlagen zum Vorhaben, wenn der Kredit zweckgebunden ist
- Angaben zu einem möglichen Mitantragsteller
Die Hinweise zur Kreditprüfung bei Rentnern beschreiben diese Unterlagen und die Haushaltsrechnung als zentrale Bestandteile der Antragstellung.
Alter und Laufzeit: Der Zeitpunkt der letzten Rate zählt
Das Alter allein bildet keine einheitliche gesetzliche Höchstaltersgrenze für Verbraucherdarlehen. Einzelne Anbieter können aber eigene Kriterien festlegen. Dazu kann auch ein Höchstalter bei Vertragsende gehören. Deshalb lässt sich aus dem Alter nicht direkt ableiten, ob die Bank den Antrag annimmt.
Für die Planung ist vor allem die letzte Rate wichtig. Bei einer längeren Laufzeit sollte feststehen, wie Sie den Kredit auch in den späteren Jahren zurückzahlen. Fragen Sie den Anbieter konkret:
- Wie alt darf die kreditnehmende Person bei der letzten Rate höchstens sein?
- Welche Laufzeiten stehen tatsächlich zur Verfügung?
- Bleibt die Rate über die gesamte Laufzeit gleich?
- Welche Kosten entstehen bei einer vorzeitigen Rückzahlung?
- Gibt es eine Möglichkeit zu Sondertilgungen?
Die Laufzeit beeinflusst Rate und Gesamtkosten: Bei gleichem Kreditbetrag senkt eine längere Laufzeit meist die Monatsrate, bindet Sie aber länger und kann die gesamten Zinskosten erhöhen. Eine kürzere Laufzeit senkt grundsätzlich die Zinskosten, erfordert aber eine höhere Rate.
Vergleich der Laufzeit
| Entscheidung | Monatliche Rate | Gesamte Zinskosten | Finanzielle Bindung |
|---|---|---|---|
| Kürzere Laufzeit | höher | grundsätzlich niedriger | kürzer |
| Längere Laufzeit | niedriger | grundsätzlich höher | länger |
Wählen Sie die Laufzeit nicht nur nach der niedrigsten Monatsrate. Die Rate muss dauerhaft in Ihr Budget passen. Auch die Gesamtkosten müssen zum Vorhaben passen.
Welche Sicherheiten bei einem Ratenkredit helfen
Bei einem gewöhnlichen Ratenkredit prüft die Bank zunächst Einkommen, Ausgaben, bestehende Verpflichtungen und die Kreditwürdigkeit. Zusätzliche Sicherheiten können die Entscheidung beeinflussen. Sie ersetzen aber nicht automatisch eine tragfähige Rückzahlung aus laufenden Einnahmen.
Ein Mitantragsteller unterschreibt den Kreditvertrag selbst. Bei einer vereinbarten gesamtschuldnerischen Haftung kann die Bank die Rückzahlung ganz oder teilweise auch von dieser Person verlangen. Ein Bürge schließt dagegen einen eigenen Bürgschaftsvertrag und verpflichtet sich, für die Verbindlichkeit einer anderen Person einzustehen.
Diese Unterschiede haben praktische Folgen:
- Der Mitantragsteller wird selbst Vertragspartner des Kredits.
- Ein Bürge haftet aus dem Bürgschaftsvertrag für die fremde Schuld.
- Beide Modelle können die andere Person finanziell erheblich belasten.
- Die Verpflichtung sollte nicht allein aus familiärer Hilfsbereitschaft übernommen werden.
Bei einem normalen Verbraucherkredit berücksichtigt die Bank eine Immobilie, ein Wertpapierdepot oder anderes Vermögen nicht automatisch auf dieselbe Weise. Die Bewertung hängt vom Kredit und vom Anbieter ab. Klären Sie vorab, ob die Sicherheit berücksichtigt wird, wie sie bewertet wird und welche Kosten für ihre Bestellung oder Verwertung entstehen.
Der immobilienbesicherte Seniorenkredit funktioniert anders
Ein immobilienbesicherter Seniorenkredit ist für Eigentümerinnen und Eigentümer einer Immobilie gedacht. Die Immobilie dient als Sicherheit, meist über eine Grundschuld. Nach Angaben der Verbraucherzentrale zum Seniorenkredit beträgt der Kreditbetrag in der Regel höchstens etwa 40 bis 50 Prozent des Immobilienwertes.
Der konkrete Betrag hängt außerdem vom Immobilienwert und vom Verwendungszweck ab.
Das Zahlungsmodell unterscheidet sich vom klassischen Ratenkredit:
- Während der Laufzeit werden grundsätzlich nur die Zinsen gezahlt.
- Die Darlehenssumme wird nicht laufend getilgt.
- Am Laufzeitende wird die gesamte Darlehenssumme in einer Zahlung fällig.
- Häufig soll die Rückzahlung durch den Verkauf der Immobilie erfolgen.
Die Monatsrate ist also nicht niedriger, weil der Kredit günstiger ist. Die Tilgung wird nur aufgeschoben. Die Schuld bleibt bis zum Ende bestehen. Wer die Immobilie behalten möchte, braucht dann meist eine neue Immobilienfinanzierung zu den dann geltenden Bedingungen. Ob diese Anschlussfinanzierung möglich ist und welche Konditionen gelten, steht vorher nicht sicher fest.
Voraussetzungen und Risiken der Immobilie
Die Immobilie muss für dieses Modell ausreichend werthaltig und rechtlich geeignet sein. Nach Darstellung der Verbraucherzentrale darf sie vor dem Abschluss grundsätzlich keine anderen Restschulden mehr aufweisen. Bestehende Darlehen müssten vorher abgelöst oder umgeschuldet werden.
Prüfen Sie vor einer Entscheidung besonders diese Punkte:
- Passt das Laufzeitende zu dem geplanten Verkaufs- oder Umzugszeitpunkt?
- Wer trägt die Kosten für Bewertung, Grundschuld und Vertragsabwicklung?
- Was geschieht, wenn die Immobilie früher verkauft werden muss?
- Wie verändert sich die monatliche Belastung bei einem variablen Zinssatz?
- Soll die Immobilie vererbt oder dauerhaft behalten werden?
- Wie wird die Schlusszahlung finanziert, falls ein Verkauf nicht rechtzeitig möglich ist?
Ein Verkauf vor dem Ende der vereinbarten Darlehenslaufzeit und Zinsfestschreibungszeit kann eine Vorfälligkeitsentschädigung auslösen. Variable Zinssätze bieten mehr Flexibilität, können aber deutlich steigen. Diese Risiken gehören in die Rechnung, bevor die Immobilie als Sicherheit eingesetzt wird.
Gewöhnlicher Ratenkredit oder Seniorenkredit?
Die passende Kreditart hängt vor allem von der benötigten Summe, der monatlich tragbaren Rate und dem Umgang mit der Immobilie ab.
| Merkmal | Gewöhnlicher Ratenkredit | Immobilienbesicherter Seniorenkredit |
|---|---|---|
| Rückzahlung | Monatliche Raten aus laufenden Einnahmen | Während der Laufzeit meist Zinsen, Schlusszahlung des Darlehens |
| Sicherheit | Häufig keine Immobilie erforderlich | Immobilie dient als Sicherheit |
| Monatliche Belastung | Enthält Zins und Tilgung | Zunächst meist geringer, weil die Tilgung ausbleibt |
| Restschuld | Sinkt mit jeder Rate | Bleibt grundsätzlich bis zum Ende bestehen |
| Typischer Rückzahlungsweg | Laufende Rückzahlung | Häufig Verkauf der Immobilie oder Anschlussfinanzierung |
| Zentrale Gefahr | Zu hohe Rate oder zu lange Laufzeit | Verlust der Immobilie oder unsichere Schlussfinanzierung |
Für einen überschaubaren Betrag mit ausreichendem monatlichem Spielraum ist ein klassischer Ratenkredit meist leichter verständlich und planbarer. Ein Seniorenkredit mit Immobilie passt nur, wenn die Eigentümer die Folgen der Schlusszahlung, eines möglichen Verkaufs und einer Anschlussfinanzierung sicher einplanen können.
So verbessern Sie die Vorbereitung auf den Kreditantrag
Eine gute Vorbereitung erhöht nicht automatisch die Wahrscheinlichkeit einer Zusage. Sie macht Ihre finanzielle Lage aber klarer und erleichtert den Vergleich.
1. Monatsbudget vor dem Antrag aufstellen
Notieren Sie alle regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben. Trennen Sie feste Kosten von schwankenden Ausgaben und rechnen Sie Gesundheits-, Mobilitäts- sowie Reparaturkosten nicht zu knapp. Der Betrag für die Kreditrate sollte erst nach Abzug einer Reserve feststehen.
2. Kreditbetrag auf den tatsächlichen Bedarf begrenzen
Finanzieren Sie nur den Betrag, den das Vorhaben erfordert. Eine niedrigere Kreditsumme verkürzt bei gleicher Rate die Laufzeit oder senkt bei gleicher Laufzeit die monatliche Belastung. Bei Renovierungen oder größeren Anschaffungen sollten Sie außerdem prüfen, ob ein zweckgebundener Kredit günstiger oder passender ist.
3. Laufzeit und letzte Rate prüfen
Lassen Sie sich für mehrere Laufzeiten den effektiven Jahreszins, die Monatsrate und den Gesamtbetrag nennen. Der effektive Jahreszins berücksichtigt neben dem Sollzins weitere verpflichtende Kreditkosten und eignet sich deshalb besser für den Vergleich als der reine Zinssatz.
4. Unterlagen vollständig einreichen
Ein aktueller Rentenbescheid, Nachweise weiterer Einnahmen und eine Übersicht der Verpflichtungen geben der Bank eine belastbare Grundlage. Verschweigen Sie bestehende Kredite nicht. Unvollständige oder widersprüchliche Angaben führen zu Rückfragen und erschweren die Prüfung.
5. Zusatzprodukte separat bewerten
Eine Restschuldversicherung ist kein Bestandteil, den man ungeprüft mit dem Kredit abschließen sollte. Vergleichen Sie Beitrag, versicherte Risiken, Ausschlüsse, Wartezeiten und Leistungsgrenzen getrennt vom Darlehen. Entscheidend ist, ob der Schutz zur eigenen Situation passt und welchen zusätzlichen Gesamtbetrag er verursacht.
Wenn die gewünschte Kreditsumme nicht passt
Lehnt ein Anbieter den Antrag ab oder bietet er nur eine kleinere Summe an, gibt es mehrere Möglichkeiten. Reduzieren Sie zunächst den Kreditbetrag oder erhöhen Sie den Eigenanteil. Wählen Sie eine kürzere oder längere Laufzeit nur, wenn die neue Rate und die Gesamtkosten tragbar bleiben.
Ein Mitantragsteller mit eigenem regelmäßigem Einkommen kann die Haushaltsrechnung verbessern. Als Vertragspartner übernimmt er aber eine eigene Rückzahlungsverpflichtung. Auch eine Bürgschaft ist keine reine Formalität. Der Bürge muss bei Zahlungsausfällen finanziell einstehen.
Bei einer Immobilie kann ein immobilienbesichertes Modell eine andere Finanzierung ermöglichen. Es verlagert das Risiko jedoch auf das Eigentum und erzeugt eine Schlusszahlung. Ein solcher Schritt sollte deshalb besonders sorgfältig mit Verkaufsplan, Erbinteressen und möglicher Anschlussfinanzierung geprüft werden.
Kernaussagen
- Prüfen Sie die Rate aus dem Haushaltsüberschuss: Ziehen Sie von Rente und weiteren Einnahmen alle Lebenshaltungskosten, Verpflichtungen und eine Reserve ab.
- Planen Sie die letzte Rate mit: Das Alter allein ist kein einheitliches Entscheidungskriterium, aber die Laufzeit muss zum eigenen Rückzahlungs- oder Verkaufsplan passen.
- Unterscheiden Sie die Kreditmodelle: Beim klassischen Ratenkredit sinkt die Schuld monatlich, beim immobilienbesicherten Seniorenkredit bleibt sie grundsätzlich bis zum Ende bestehen.
- Bewerten Sie Sicherheiten nicht nur nach ihrem Wert: Eine Immobilie kann die Kredithöhe beeinflussen, setzt aber einen möglichen Verkauf oder eine Anschlussfinanzierung voraus.
- Vergleichen Sie den Gesamtpreis: Achten Sie auf effektiven Jahreszins, Gesamtbetrag, Laufzeit, Sondertilgungen und Kosten zusätzlicher Versicherungen.
FAQ
Bekomme ich als Rentner überhaupt einen Kredit?
Regelmäßige Renten- oder Pensionseinkünfte können als Einkommen für einen Kredit dienen. Die Bank prüft zusätzlich Ausgaben, bestehende Verpflichtungen, Kreditwürdigkeit, Laufzeit und die Tragbarkeit der Rate. Eine bestimmte Kreditsumme folgt daraus nicht automatisch.
Gibt es eine gesetzliche Höchstaltersgrenze für Ratenkredite?
Für Verbraucherdarlehen gibt es keine einheitliche gesetzliche Höchstaltersgrenze, die für alle Anbieter gleichermaßen gilt. Banken können eigene Kriterien festlegen, insbesondere zum Alter bei der letzten Rate. Fragen Sie deshalb konkret nach der maximal möglichen Laufzeit.
Wie hoch darf die Kreditrate bei einer Rente sein?
Eine allgemeingültige Rate lässt sich nicht aus der Rentenhöhe ableiten. Entscheidend ist, welcher Betrag nach Wohnkosten, Lebenshaltung, Gesundheits- und Mobilitätsausgaben, bestehenden Krediten und einer Reserve übrig bleibt.
Wird ein Eigenheim bei der Kreditprüfung berücksichtigt?
Ein Eigenheim kann als Sicherheit für ein spezielles immobilienbesichertes Modell dienen. Bei einem normalen Ratenkredit wird eine Immobilie jedoch nicht automatisch in gleicher Weise berücksichtigt. Klären Sie, ob der Anbieter den Immobilienwert tatsächlich einbezieht und welche Bedingungen dafür gelten.
Was ist der Unterschied zwischen einem Mitantragsteller und einem Bürgen?
Ein Mitantragsteller unterschreibt den Kreditvertrag selbst und kann bei einer gesamtschuldnerischen Haftung für die Rückzahlung herangezogen werden. Ein Bürge haftet aus einem eigenen Bürgschaftsvertrag für die Schuld einer anderen Person.
Wie funktioniert ein Seniorenkredit mit Immobilie?
Bei diesem Modell dient die Immobilie als Sicherheit. Während der Laufzeit werden grundsätzlich nur Zinsen gezahlt, während die Darlehenssumme am Ende meist durch den Verkauf der Immobilie zurückgezahlt wird. Wer das Haus oder die Wohnung behalten möchte, braucht häufig eine Anschlussfinanzierung.
Was passiert, wenn ich die Immobilie behalten möchte?
Dann muss die offene Darlehenssumme am Laufzeitende anders finanziert werden, meist über ein neues Immobiliendarlehen. Ob eine Bank diese Anschlussfinanzierung anbietet und zu welchen Konditionen, hängt von der dann geltenden finanziellen Situation und den Marktbedingungen ab.
Kann ich einen Kredit im Ruhestand vorzeitig zurückzahlen?
Das hängt vom Vertrag und vom Kreditmodell ab. Bei einem immobilienbesicherten Seniorenkredit kann ein Verkauf vor dem Ende der vereinbarten Laufzeit und Zinsfestschreibungszeit eine Vorfälligkeitsentschädigung auslösen. Prüfen Sie deshalb die Regelungen zu Sondertilgungen und vorzeitiger Ablösung vor der Unterschrift.