Bei früher Zahlung sinkt der Rechnungsbetrag durch Skonto. Gleichzeitig wird das Geld früher von deinem Konto abgebucht. Wichtig sind deshalb Rabatt, Zahlungsziel, Finanzierungskosten und Kontostand. (Ihk-aka.de) (Bundesbank.de)
Die Basisrechnung vergleicht zwei Zahlungswege für eine Rechnung. Bei mehreren Zahlungen zeigt sie die einzelnen Termine, den niedrigsten Kassenstand und mögliche Liquiditätslücken trotz des Kostenvorteils durch Skonto.
Basisversion Schritt für Schritt
Die Basisversion beantwortet eine konkrete Frage: Was kostet die frühe Zahlung im eingegebenen Modell, wenn du einen Nachlass erhältst und das Geld früher abfließt?
Alle Beträge, Nachlässe, Termine, Jahressätze und Finanzierungskosten gibst du selbst ein. Der Rechnungsbetrag ist dabei ausschließlich eine mathematische Rechenbasis. Der Rechner prüft nicht, ob der Betrag brutto oder netto ist, Umsatzsteuer oder Vorsteuer enthält, abzugsfähig oder buchhalterisch richtig ist oder gezahlt werden muss und rechtlich fällig ist.
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Eingaben und sichtbare Annahmen
| Eingabe | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
Rechnungsbetrag R |
Ausgangsbetrag der Rechnung | Euro |
Fester Nachlass F |
Absoluter Nachlass | Euro |
Prozentnachlass p |
Prozentualer Nachlass | Prozent |
| Rabattreihenfolge | Erst fest, dann Prozent oder umgekehrt | Auswahl |
| Frühzahlungsdatum | Datum der frühen Zahlung | Datum |
| Reguläres Zahlungsdatum | Datum der Vergleichszahlung | Datum |
Jährliche Finanzierungs- oder Opportunitätskosten r |
Einfacher, von dir eingegebener Jahressatz | Prozent pro Jahr |
Feste Finanzierungskosten K_fix |
Zusätzliche Kosten der frühen Zahlung | Euro |
In der Basisversion gilt der Nachlass nur bei früher Zahlung; die reguläre Zahlung erfolgt zum eingegebenen Rechnungsbetrag R. Das Modell berechnet variable Finanzierungskosten auf den Frühzahlungsbetrag, zeitanteilig mit 365 Kalendertagen, und rechnet feste Finanzierungskosten vollständig dem frühen Zahlungsweg zu.
Wenn weitere Kosten an anderen Tagen anfallen, wechselst du in den Expertenmodus und erfasst sie als eigene Positionen mit Datum. Bei unklarer Nachlassreihenfolge dokumentierst du die Auswahl ausdrücklich als Annahme.
Nachlassreihenfolge und Prozentbasis
Du musst die Reihenfolge wählen, weil sie die Prozentbasis verändert. 2,00 % wird als Dezimalzahl 0,02 eingesetzt.
Variante A: Erst fester Nachlass, dann Prozentnachlass
Prozentbasis B = max(0, R − F)
Prozentnachlass P = B × p
Frühzahlungsbetrag E = max(0, R − F − P)
Gesamtnachlass D = R − E
Variante B: Erst Prozentnachlass, dann fester Nachlass
Prozentbasis B = R
Prozentnachlass P = R × p
Rest A = max(0, R − P)
Wirksamer fester Nachlass F_w = min(F, A)
Frühzahlungsbetrag E = A − F_w
Gesamtnachlass D = R − E
Mit max und min verhindert der Rechner negative Zahlungsbeträge. Der Rechner kann nicht erkennen, welche Reihenfolge außerhalb des Modells vereinbart oder gemeint ist. Wähle sie deshalb nur, wenn du die zugrunde liegende Annahme kennst oder bewusst dokumentierst. Rechenbeispiele zu gestuften Nachlässen finden sich auch in einem IHK-Prüfungsbeispiel. Daraus folgt keine allgemeine Vertragsregel.
Tage früher und Finanzierungskosten
Die Vorziehungszeit besteht aus Kalendertagen:
T = reguläres Zahlungsdatum − Frühzahlungsdatum
Liegt die frühe Zahlung am 6. Mai und die reguläre Zahlung am 30. Mai, beträgt T 24 Tage. Ist T kleiner oder gleich null, berechnet der Rechner weder eine positive Vorziehungszeit noch einen Break-even-Jahressatz.
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Die variablen Finanzierungskosten berechnen sich mit der ausdrücklich sichtbaren 365-Tage-Annahme:
K_var = E × r × T / 365
Der Jahressatz wird als Dezimalzahl eingesetzt, also beispielsweise 12,00 % = 0,12.
K_ges = K_var + K_fix
K_fix wird getrennt von den zeitabhängigen Kosten ausgewiesen; unterschiedliche kaufmännische Rechenbeispiele verwenden teils andere Tagesbasen. Das historische Beispiel dient hier ausschließlich als Rechen- und Prüfungshintergrund und enthält keine aktuelle Aussage zu Recht, Vertrag oder Markt. Die Rechnerlogik verwendet ausdrücklich 365 Kalendertage.
Kostenvergleich und Break-even-Jahressatz
Die modellierten Kosten der beiden Wege lauten:
Kosten frühe Zahlung K_früh = E + K_ges
Kosten reguläre Zahlung K_reg = R
Differenz Δ = K_früh − K_reg
Die Differenz ist vorzeichenbehaftet:
Δ < 0: Im eingegebenen Modell ist die frühe Zahlung rechnerisch günstiger.Δ = 0: Beide Wege sind im Modell gleich teuer.Δ > 0: Die reguläre Zahlung ist im Modell rechnerisch günstiger.
Der Break-even-Jahressatz ist der einfache mathematische Schwellenwert, bei dem beide Wege gleich viel kosten würden:
r_BE = (R − E − K_fix) / E × 365 / T
Als Prozentwert wird r_BE × 100 ausgegeben. Der Wert ist kein effektiver Jahreszins, keine Kreditkondition, kein Marktvergleich und keine Zahlungsempfehlung. Er ist nicht berechenbar, wenn T ≤ 0, E = 0,00 € ist oder Eingaben fehlen.
Der Rechner berechnet Geldbeträge intern genau und zeigt sie auf zwei Nachkommastellen gerundet an. Die Rundungsregel sollte sichtbar sein. So kannst du nachvollziehen, ob eine Differenz aus echten Eingaben oder nur aus Rundung entsteht.
Vollständig nachgerechnetes Basisbeispiel
Die folgenden Werte sind fiktive Testdaten und keine typischen Marktwerte oder Empfehlungen.
| Eingabe | Wert |
|---|---|
Rechnungsbetrag R |
2.400,00 € |
Fester Nachlass F |
60,00 € |
Prozentnachlass p |
2,00 % |
| Reihenfolge | Erst fest, dann Prozent |
| Frühzahlung | 6. Mai |
| Reguläre Zahlung | 30. Mai |
Vorziehungszeit T |
24 Tage |
Jahressatz r |
12,00 % |
Feste Kosten K_fix |
4,80 € |
Prozentbasis B = 2.400,00 € − 60,00 € = 2.340,00 €
Prozentnachlass P = 2.340,00 € × 0,02 = 46,80 €
Gesamtnachlass D = 60,00 € + 46,80 € = 106,80 €
Frühzahlungsbetrag E = 2.400,00 € − 106,80 € = 2.293,20 €
K_var = 2.293,20 € × 0,12 × 24 / 365
= 18,094290... €
= 18,09 €
K_ges = 18,09 € + 4,80 € = 22,89 €
K_früh = 2.293,20 € + 22,89 € = 2.316,09 €
K_reg = 2.400,00 €
Δ = 2.316,09 € − 2.400,00 € = −83,91 €
Der rein rechnerische Break-even-Jahressatz beträgt:
r_BE = (2.400,00 € − 2.293,20 € − 4,80 €)
/ 2.293,20 € × 365 / 24
= rund 67,65 %
Der Rechenpfad sieht damit so aus:
Rechnungsbetrag 2.400,00 €
− fester Nachlass 60,00 €
= Prozentbasis 2.340,00 €
− Prozentnachlass 46,80 €
= Frühzahlungsbetrag 2.293,20 €
+ variable Finanzierungskosten 18,09 €
+ feste Finanzierungskosten 4,80 €
= Kosten frühe Zahlung 2.316,09 €
Kosten reguläre Zahlung 2.400,00 €
Differenz −83,91 €
Vorziehungszeit 24 Tage
Drei Kennzahlen getrennt lesen
Nachlass, Break-even-Jahressatz und Geldfluss beantworten unterschiedliche Fragen.
Nachlass: Er zeigt, um welchen Betrag der Frühzahlungsbetrag gegenüber R sinkt:
Gesamtnachlass = R − E
Break-even-Jahressatz: Er zeigt, bei welchem eingegebenen einfachen Jahressatz die modellierten Kosten beider Wege gleich hoch wären. Er berücksichtigt Nachlass, feste Kosten und Vorziehungszeit, aber nicht deinen tatsächlichen Kontostand.
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Geldfluss: Er zeigt, wann Geld abfließt und wie sich der Kassenstand verändert. Ein niedrigerer Gesamtbetrag kann mit einem früheren und für die Liquidität ungünstigeren Abfluss verbunden sein.
Bei knappem Geldbestand solltest du deshalb nicht nur Δ oder den Break-even-Wert betrachten, sondern alle bekannten Ein- und Auszahlungen datiert erfassen. Eine IHK-Erklärung zur Liquiditätsplanung beschreibt ebenfalls, dass unterschiedliche Zeitpunkte von Ein- und Auszahlungen den Kontostand zwischen zwei Terminen verändern können.
Expertenmodus mit Ledger
Ein Ledger ist eine nach Datum sortierte Liste aller Ein- und Auszahlungen. Der Expertenmodus erweitert den Einzelvergleich zu einem vollständigen Rechnungsplan. Basisweg und Szenario frühe Zahlung werden parallel gerechnet.
Für jede Rechnung erfasst du:
- Rechnungs-ID und Rechnungsdatum
- Rechnungsbetrag
- Datum der Frühzahlung und reguläres Zahlungsdatum
- festen und prozentualen Nachlass
- ausdrücklich gewählte Rabattreihenfolge
- Jahreskostensatz
- feste Finanzierungskosten
- Zahlungszeitpunkt der Finanzierungskosten
- Kommentar, Evidenzklassifikation und Quellenlabel
Außerdem erfasst du Anfangsliquidität, Planbeginn, Planende, Währung, Rundungsregel und die Reihenfolge von Vorgängen am selben Tag.
Evidenz und Quellen sichtbar markieren
Jede Eingabe kann einer Klasse zugeordnet werden:
| Klasse | Bedeutung |
|---|---|
| Belegt | Aus einer von dir geprüften Unterlage übernommen |
| Nutzereingabe | Von dir eingegeben, ohne Prüfung durch den Rechner |
| Schätzung | Erwarteter Wert |
| Annahme | Bewusste Rechenannahme |
| Berechnet | Vom Rechner abgeleitet |
| Unbekannt | Noch nicht geklärt |
Quellenlabels können beispielsweise Rechnung, Zahlungsbedingung, eigene Liquiditätsplanung, interne Kostenannahme oder noch ungeprüft lauten. Ein Quellenlabel prüft keine Unterlage. Es macht eine Eingabe also nicht automatisch richtig. Unklare Werte solltest du als Annahme oder Unbekannt kennzeichnen.
Datiertes Ledger und parallele Szenarien
Im Basisweg wird regulär gezahlt. Im Szenario frühe Zahlung wird der Nachlass berücksichtigt; variable und feste Finanzierungskosten erscheinen an ihren jeweils eingegebenen Zahlungszeitpunkten.
Jede Einzahlung erhält ein positives, jede Auszahlung ein negatives Vorzeichen:
Saldo am Tag n = Saldo am Vortag + Zahlungsstrom am Tag n
Vorgänge am selben Tag bleiben als einzelne Zeilen erhalten. Fehlen Uhrzeiten, muss die Reihenfolge als Annahme dokumentiert werden. Für einen vorsichtigen Rechenblick kannst du Auszahlungen vor Einzahlungen ansetzen, solange diese Annahme sichtbar bleibt.
Der tiefste Kassenstand ist der niedrigste laufende Saldo:
Tiefster Kassenstand = Minimum aller laufenden Salden
Die Finanzierungslücke gegenüber 0,00 € lautet:
Finanzierungslücke = max(0, − tiefster Kassenstand)
Ein negativer Saldo zeigt nur eine rechnerische Unterdeckung. Er sagt nichts über Kreditrahmen, Zahlungsunfähigkeit oder rechtliche Folgen aus.
Cent-Abstimmung
Für eine genaue Abstimmung speichert der Rechner Eingabebeträge in Cent, berechnet Prozentwerte intern genauer und rundet jede Ledger-Zeile auf zwei Nachkommastellen. Der laufende Saldo wird aus den gerundeten Zeilen gebildet.
Zusätzlich erscheint eine Kontrollzeile:
Summe der gerundeten Ledger-Zahlungsströme
− ausgewiesene Szenario-Gesamtauszahlung
= 0,00 €
Eine Abweichung wird als Rundungsdifferenz sichtbar ausgegeben.
Vollständiger fiktiver Expertenplan
| Feld | Wert |
|---|---|
| Rechnungsdatum | 1. Mai |
| Rechnungsbetrag | 2.400,00 € |
| Frühzahlung | 6. Mai |
| Reguläre Zahlung | 30. Mai |
| Anfangsliquidität | 1.500,00 € |
| Nachlassreihenfolge | Erst fest, dann Prozent |
| Jahreskostensatz | 12,00 % |
| Feste Kosten | 4,80 € |
| Zahlungszeitpunkt der Finanzierungskosten | 30. Mai |
Die berechneten Werte entsprechen dem Basisbeispiel: Frühzahlungsbetrag 2.293,20 €, variable Kosten 18,09 €, gesamte Finanzierungskosten 22,89 €.
Basisweg:
| Datum | Vorgang | Zahlungsstrom | Saldo |
|---|---|---|---|
| 1. Mai | Anfangsliquidität | +1.500,00 € | 1.500,00 € |
| 30. Mai | Reguläre Zahlung | −2.400,00 € | −900,00 € |
Tiefster Kassenstand: −900,00 €
Finanzierungslücke: 900,00 €
Gesamtauszahlungen: 2.400,00 €
Szenario frühe Zahlung:
| Datum | Vorgang | Zahlungsstrom | Saldo |
|---|---|---|---|
| 1. Mai | Anfangsliquidität | +1.500,00 € | 1.500,00 € |
| 6. Mai | Frühzahlung mit Nachlass | −2.293,20 € | −793,20 € |
| 30. Mai | Variable Finanzierungskosten | −18,09 € | −811,29 € |
| 30. Mai | Feste Finanzierungskosten | −4,80 € | −816,09 € |
Tiefster Kassenstand: −816,09 €
Finanzierungslücke: 816,09 €
Gesamtauszahlungen: 2.316,09 €
| Kennzahl | Frühe Zahlung | Basisweg | Szenario minus Basis |
|---|---|---|---|
| Gesamtauszahlungen | 2.316,09 € | 2.400,00 € | −83,91 € |
| Tiefster Kassenstand | −816,09 € | −900,00 € | +83,91 € |
| Finanzierungslücke | 816,09 € | 900,00 € | −83,91 € |
| Zahlung am 6. Mai | −2.293,20 € | 0,00 € | −2.293,20 € | | Zahlung am 30. Mai | −22,89 € | −2.400,00 € | +2.377,11 € |
Datum Basisweg Frühe Zahlung
1. Mai 1.500,00 € 1.500,00 €
6. Mai 1.500,00 € −793,20 €
30. Mai −900,00 € −816,09 €
Bei mehreren Rechnungen legst du jede Rechnung separat an und ergänzt alle weiteren bekannten Einzahlungen und Auszahlungen. Erst danach zeigt der vollständige Plan, wie sich die einzelnen Termine gegenseitig beeinflussen.
Als Hintergrund zur Rolle von Zahlungszielen und Handelskrediten kannst du die Informationen der Bundesbank heranziehen. Sie ersetzt keine individuelle Finanzierungs- oder Zahlungsbewertung.
Grenzen und typische Eingabefehler
Der Rechner verarbeitet nur die eingegebenen Beträge, Nachlässe, Termine, Sätze und Kosten. Er liefert keine aktuellen Markt-, Kredit-, Dispo- oder Lieferantensätze.
Er prüft nicht:
- Skontoberechtigung oder Vereinbarung
- Frist, Zugang, Fälligkeit oder Verzug
- Zahlungspflicht oder Durchsetzung
- Brutto- und Nettobasis
- Umsatzsteuer, Vorsteuer, Abzugsfähigkeit oder Buchung
Bei rechtlichen Fragen übernimmst du Bedingungen und Termine aus deinen Unterlagen. Lass sie bei Bedarf fachlich prüfen. Bei Steuer- oder Buchungsfragen klärst du die Betragsbasis mit qualifizierter steuerlicher oder buchhalterischer Unterstützung und gibst sie anschließend einheitlich ein.
Diese typischen Rechenfehler kannst du vermeiden:
2,00 %als0,02statt als2verwenden- Frühzahlungsdatum vor dem regulären Zahlungsdatum prüfen
- Nachlass nicht größer als den verfügbaren Rechnungsbetrag ansetzen
- zusätzliche oder anders datierte Kosten im Expertenmodus erfassen
- negative oder unplausible Zahlungsbeträge mit einer sichtbaren Plausibilitätsmeldung zurückweisen
Ein hoher Break-even-Jahressatz oder eine negative Kostendifferenz zeigt nicht, dass am frühen Zahlungstag genug Liquidität vorhanden ist. Bei knappem Kassenstand zählt der tiefste Kassenstand im vollständigen Ledger stärker als der Nachlass allein.
Kernaussagen
- Wähle die Nachlassreihenfolge ausdrücklich: Sie bestimmt die Prozentbasis und kann den Frühzahlungsbetrag verändern.
- Trenne Kosten und Zeitpunkt: Nachlass und Break-even beschreiben Beträge, der Ledger beschreibt den tatsächlichen modellierten Geldfluss.
- Prüfe den tiefsten Kassenstand: Auch eine rechnerisch niedrigere Gesamtauszahlung kann am Frühzahlungstag eine Finanzierungslücke erzeugen.
- Dokumentiere Annahmen sichtbar: Quellenlabel, Evidenzklasse, Rundungsregel und Zahlungszeitpunkt machen unklare Eingaben nachvollziehbar.
- Wechsle bei mehreren Zahlungsströmen in den Expertenmodus: Erfasse jede Rechnung und jede bekannte Ein- oder Auszahlung mit Datum.
FAQ
Warum muss ich die Rabattreihenfolge auswählen?
Weil sich dadurch die Prozentbasis und damit der Frühzahlungsbetrag verändern. Bei „erst fest, dann Prozent“ wird der Prozentsatz auf den bereits reduzierten Betrag angewendet. Bei der umgekehrten Reihenfolge ist die Basis zunächst der volle Rechnungsbetrag.
Warum verwendet der Rechner den Frühzahlungsbetrag für variable Finanzierungskosten?
Das Basis-Modell unterstellt, dass genau dieser Betrag früher abfließt. Deshalb wird der eingegebene Jahressatz auf den Frühzahlungsbetrag und die Vorziehungszeit angewendet.
Warum ist der Break-even-Jahressatz manchmal nicht verfügbar?
Dafür müssen Zeitraum und Frühzahlungsbetrag positiv sein. Bei T ≤ 0, E = 0,00 € oder fehlenden Eingaben wäre die Formel nicht sinnvoll berechenbar.
Bedeutet eine negative Differenz, dass ich früh zahlen muss?
Nein. Sie zeigt nur einen Kostenvorteil innerhalb der eingegebenen Rechenannahmen. Sie sagt nichts über Liquidität, Vertragsbedingungen, Steuerfragen oder eine tatsächliche Zahlungspflicht aus.
Warum kann trotz Nachlass eine Finanzierungslücke entstehen?
Die Zahlung erfolgt früher und senkt den Kassenstand bereits am Frühzahlungsdatum. Wenn dort nicht genug Geld vorhanden ist, kann der Saldo trotz niedrigerer Gesamtauszahlung unter 0,00 € fallen.
Wie gehe ich mit mehreren Rechnungen um?
Erfasse jede Rechnung als eigene Planzeile mit Betrag, Terminen, Nachlassreihenfolge, Kosten, Evidenzklasse und Quellenlabel. Ergänze alle bekannten übrigen Zahlungsströme und vergleiche die Szenarien im vollständigen Ledger.
Was bedeuten die drei wichtigsten Ergebnisse nebeneinander?
Der Nachlass beantwortet die Betragsfrage. Der Break-even-Jahressatz ist ein annualisierter rechnerischer Schwellenwert. Das Ledger zeigt den tatsächlichen modellierten Geldfluss und den niedrigsten Kassenstand.