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Marktplatzgebühren berechnen: Verkaufserlös und Kosten planen

Marktplatzgebühren, Auszahlung und Deckungsbeitrag

Von deinem Artikelpreis bleibt nach Gebühren, Versand, Verpackung und Produktkosten oft deutlich weniger übrig, als die Käuferzahlung vermuten lässt. Unterscheide deshalb drei Beträge: die Zahlung des Käufers, die Auszahlung und den Deckungsbeitrag nach allen erfassten Kosten.

Das ist besonders wichtig, wenn du über mehrere Kanäle verkaufst, Werbung schaltest, Abos bezahlst, Retouren erwartest oder Auszahlungen später erhältst. Du willst am Ende wissen: Reicht dein Preis für den geplanten Deckungsbeitrag? Wie viel Geld musst du bis zur Auszahlung vorstrecken?

Basisrechnung für einen Verkauf

Die Basisversion berechnet einen einzelnen Verkauf mit genau acht Eingaben:

  1. Artikelpreis
  2. Käufer-Versand
  3. prozentuale Gebühr
  4. feste Marktplatzgebühr
  5. feste Zahlungsgebühr
  6. tatsächliche Versandkosten
  7. Verpackungskosten
  8. Produkt- oder Anschaffungskosten

Die einfache Ansicht berücksichtigt keine Arbeitszeit, Werbung, Abos, Inserate, Retouren, Währungsumrechnung, Fulfilment oder weiteren variablen Kosten. Dafür nutzt du den Expert-Modus.

Die Eingaben

Eingabe Einheit Bedeutung
Artikelpreis P Euro Preis des Artikels ohne Käufer-Versand
Käufer-Versand S Euro Versandbetrag, den der Käufer zahlt
Prozentuale Gebühr r Prozent Zum Beispiel 12,5 für 12,5 Prozent
Feste Marktplatzgebühr F_M Euro Fester Betrag pro Verkauf oder Bestellung
Feste Zahlungsgebühr F_Z Euro Fester Betrag für die Zahlungsabwicklung
Tatsächliche Versandkosten V Euro Dein Porto oder Versandlabel
Verpackungskosten W Euro Karton, Umschlag, Füllmaterial und Ähnliches
Produktkosten A Euro Einkauf, Material oder Anschaffungskosten

Annahme der Basisversion: Die prozentuale Gebühr wird auf die gesamte Käuferzahlung aus Artikelpreis und Käufer-Versand berechnet. Das ist keine allgemeine Aussage über einen bestimmten Anbieter. Gebühren können auch auf einer anderen Grundlage berechnet werden. Mögliche Gebührenformen wie Einstell-, Transaktions-, Zahlungs- und Werbekosten nennt beispielsweise Etsy für Verkäufer.

Grenze: Wenn die Prozentgebühr nur auf den Artikelpreis, nur auf den Versand, auf einen rabattierten Betrag oder auf einen Teilbetrag oberhalb einer Schwelle gilt, ist die Basisversion nicht passend. Handlung: Hinterlege diese Basis im Expert-Modus ausdrücklich.

Käuferzahlung, Gebühren und Auszahlung

Die Käuferzahlung lautet:

B = P + S

Die Prozentzahl wird zuerst durch 100 geteilt:

r_d = \frac{r}{100}

Danach wird die prozentuale Gebühr berechnet und einzeln auf Cent gerundet:

G_P = \operatorname{RundenCent}(B \times r_d)

Genau ein halber Cent wird kaufmännisch aufgerundet. Aus 3,725 € werden also 3,73 €.

Die Gebühren der Basisversion sind:

G = G_P + F_M + F_Z

Die rechnerische Auszahlung lautet:

Z = B - G

Die tatsächliche Zahlung kann davon abweichen. Das passiert, wenn Gebühren zu einem anderen Zeitpunkt abgezogen oder mehrere Auszahlungen gesammelt überwiesen werden. Anbieterinformationen zu Gebühren und Verkaufskosten zeigen, dass Abrechnungen mehrere Kosten- und Gutschriftenpositionen enthalten können.

Der verbleibende Deckungsbeitrag ergibt sich so:

DB = Z - V - W - A

Er zeigt, wie viel nach den erfassten Gebühren, dem tatsächlichen Versand, der Verpackung und den Produktkosten übrig bleibt.

Der Gebührenanteil lautet:

\text{Gebührenanteil} = \frac{G}{B} \times 100

Die Deckungsquote lautet:

\text{Deckungsquote} = \frac{DB}{B} \times 100

Beide Prozentwerte sind nur definiert, wenn die Käuferzahlung größer als 0,00 € ist. Handlung: Prüfe bei einer Käuferzahlung von 0,00 € zuerst Artikelpreis und Käufer-Versand und gib statt einer Prozentzahl nur Eurobeträge aus.

Fiktives Basisbeispiel

Die Werte sind frei erfunden und keine Vorgaben für einen Anbieter:

Eingabe Wert
Artikelpreis 24,90 €
Käufer-Versand 4,90 €
Prozentuale Gebühr 12,5 %
Feste Marktplatzgebühr 0,35 €
Feste Zahlungsgebühr 0,49 €
Tatsächliche Versandkosten 4,35 €
Verpackungskosten 0,55 €
Produktkosten 11,20 €

1. Käuferzahlung

24{,}90 + 4{,}90 = 29{,}80\text{ €}

2. Prozentuale Gebühr

29{,}80 \times 12{,}5\% = 3{,}725\text{ €}

Einzeln gerundet:

G_P = 3{,}73\text{ €}

3. Gebühren gesamt

3{,}73 + 0{,}35 + 0{,}49 = 4{,}57\text{ €}

4. Auszahlung

29{,}80 - 4{,}57 = 25{,}23\text{ €}

5. Deckungsbeitrag

25{,}23 - 4{,}35 - 0{,}55 - 11{,}20 = 9{,}13\text{ €}

6. Kennzahlen

  • Gebührenanteil: 4,57 € ÷ 29,80 € × 100 = 15,34 %
  • Deckungsquote: 9,13 € ÷ 29,80 € × 100 = 30,64 %
Käuferzahlung                    29,80 €  ██████████████████████████████
Gebühren                          4,57 €  █████
Versand                           4,35 €  ████
Verpackung                        0,55 €  █
Produktkosten                    11,20 €  ███████████
Deckungsbeitrag                   9,13 €  █████████

Den niedrigsten Break-even-Preis finden

Der Break-even-Preis ist der niedrigste Artikelpreis, bei dem der Deckungsbeitrag mindestens 0,00 € beträgt.

Wegen der Cent-Rundung prüft der Rechner jeden Preis in Ein-Cent-Schritten:

  1. Start bei 0,00 €
  2. Erhöhung um jeweils 0,01 €
  3. Käuferzahlung, Gebühr, Auszahlung und Deckungsbeitrag neu berechnen
  4. Ausgabe des ersten Preises mit DB ≥ 0,00 €

Im Basisbeispiel ergibt sich:

Artikelpreis Käuferzahlung Prozentgebühr Auszahlung Deckungsbeitrag
14,45 € 19,35 € 2,42 € 16,09 € -0,01 €
14,46 € 19,36 € 2,42 € 16,10 € 0,00 €

Der niedrigste centgenaue Break-even-Preis beträgt daher 14,46 €.

Grenze: Bei unplausiblen Eingaben, falschen Vorzeichen oder einem zu kleinen Suchbereich findet der Rechner möglicherweise keinen Break-even. Handlung: Prüfe zuerst Gebührenbasis, Einheiten, Kosten und Suchbereich, bevor du den Preisbereich vergrößerst.

Die Rechnung „Verkaufspreis minus Einkaufspreis“ reicht für einen groben Vergleich. Sie berücksichtigt aber weder Käufer-Versand und Gebühren noch Verpackung, Arbeitszeit, Retouren oder den Zeitpunkt der Auszahlung.

Expert-Modus vollständig planen

Im Expert-Modus planst du mehrere Kanäle und Szenarien mit eigenen Gebühren- und Kostenregeln. Für jeden Kanal legst du fest, welche Gebühren gelten, worauf sie berechnet werden, wann Geld fließt und welche Annahmen für Retouren oder Arbeitszeit gelten.

Bestell- und Kostendaten

Erfasse für jede Bestellung oder Planung:

  • Kanal und Szenario
  • Bestelldatum sowie Bestellnummer
  • Stückzahl
  • Artikelpreis
  • Käufer-Versand
  • weitere Käuferpositionen
  • Bestellwährung
  • Versand, Verpackung und Fulfilment
  • Produkt- oder Anschaffungskosten
  • weitere variable Kosten
  • Arbeitsminuten und selbst gewählten Stundenwert

So berechnest du die selbst bewerteten Arbeitskosten:

L = \frac{\text{Arbeitsminuten}}{60} \times \text{Stundenwert}

Beispiel:

30 \div 60 \times 12{,}00\text{ €} = 6{,}00\text{ €}

Dieser Betrag gehört in die Rentabilitätsrechnung. Im Cash-Ledger wird er nur als Ausgabe erfasst, wenn tatsächlich eine Zahlung erfolgt.

Für die Kostenplanung hilft es, Kostenarten und Zahlungszeitpunkte zu trennen. Das Existenzgründungsportal zur Kostenartenrechnung beschreibt den methodischen Hintergrund. Die Quelle liefert keine individuellen Werte für deinen Verkauf.

Gebührenbasis und Komponentenreihenfolge

Für jede Gebühr brauchst du eine Bezeichnung, Einheit, Gebührenbasis, Rundungsregel und Reihenfolge. Mögliche Basen sind:

  • nur Artikelpreis
  • nur Käufer-Versand
  • gesamte Käuferzahlung
  • rabattierter Preis
  • Teilbetrag oberhalb einer Schwelle
  • manuell eingetragener Abrechnungsbetrag

Eine Prozentgebühr lautet:

G_j = \operatorname{RundenCent}(B_j \times r_j)

Eine feste Gebühr lautet:

G_j = \operatorname{RundenCent}(n_j \times f_j)

Bei einer gestaffelten Gebühr teilst du die Basis auf, berechnest jede Stufe und addierst anschließend:

G_j = \operatorname{RundenCent}\left(\sum_{k=1}^{m} \text{Stufenbetrag}_k \times r_k\right)

Eine frei eingetragene Mindest- und Höchstgebühr kann so angewendet werden:

G = \min(\text{Maximum}; \max(\text{Minimum}; \text{Rohgebühr}))

Notiere, ob Mindest- und Höchstbeträge vor oder nach der Rundung gelten. Die sinnvolle Reihenfolge ist:

  1. Bestelldaten erfassen
  2. Gebührenbasis bestimmen
  3. Prozentuale oder gestaffelte Rohgebühr berechnen
  4. Mindest- und Höchstbetrag anwenden
  5. Gebühr einzeln auf Cent runden
  6. feste Gebühren addieren
  7. Gebührengutschriften als negative Gebühren eintragen
  8. Rückerstattungen und danach Kosten erfassen

Grenze: Eine Prozentzahl ohne Gebührenbasis ist nicht berechenbar. Handlung: Speichere für jede Komponente Basis, Formel, Satz, Einheit, Reihenfolge und Rundungszeitpunkt.

Zusätzlich können Inserats-, Erneuerungs-, Zahlungs-, Werbe-, Abo- und Währungskomponenten erfasst werden. PayPal-Gebühreninformationen für geschäftliche Zahlungen und Etsy-Gebühreninformationen zeigen mögliche Gebührenformen. Sie sind keine Standardwerte für deine Kalkulation.

Abo-Kosten weist du doppelt aus:

  • vollständige tatsächliche Monatszahlung im Ledger
  • selbst gewählter Plananteil je Verkauf in der Einzelkalkulation

Bei Währungen speicherst du Bestellwährung, Gebührenwährung, Auszahlungswährung, Umrechnungskurs oder tatsächlich abgerechneten Betrag, Umrechnungsdatum und Währungsgebühr.

Rückerstattungen, Gutschriften und Retouren

Erfasse diese Positionen in getrennten Feldern.

Rückerstattung: Datum, Betrag, Bestellbezug, Grund, erstatteter Versand und Status.

Gebührengutschrift: eigene negative Gebührenzeile. Der Rechner leitet sie nicht automatisch aus einer Rückerstattung ab. Informationen zu Gebühren und Gutschriften zeigen, dass Rückerstattungen und Gutschriften unterschiedliche Abrechnungspositionen sein können.

Realisierte Retoure: tatsächliche Rückerstattung, Rückversand, neue Verpackung, Fulfilment-Aufwand, Wertverlust, Ersatzlieferung und tatsächlich gutgeschriebene Gebühren.

Erwartete Retourenreserve:

\text{Reserve je Verkauf}
=
\text{Retourenquote}
\times
\text{Verlust je Retoure}

Bei 8 % erwarteten Retouren und 7,00 € Verlust:

8\% \times 7{,}00\text{ €} = 0{,}56\text{ €}

Die Reserve ist ein Planwert und kein tatsächlicher Geldabgang. Wenn eine Retoure eintritt, darfst du für denselben Auftrag nicht zusätzlich die volle Erwartungsreserve ansetzen.

Handlung bei unbekannter Gutschrift: Setze den Status auf unbekannt und übernimm den Betrag erst aus deiner Abrechnung. Trage unbekannte Kosten nicht stillschweigend als 0,00 € ein.

Kleiner vollständiger Expert-Plan

Die folgenden Zahlen sind frei erfunden. Beide Kanäle verwenden dieselben Erlös- und Kostenannahmen:

Position Wert je Verkauf
Artikelpreis 30,00 €
Käufer-Versand 4,90 €
Käuferzahlung 34,90 €
Versand 4,35 €
Verpackung 0,55 €
Fulfilment 0,60 €
Produktkosten 12,00 €
Weitere variable Kosten 0,30 €
Selbst bewertete Arbeitskosten 6,00 €
Direkte Kosten einschließlich Arbeit 23,80 €

Kanal A

  • 10 % der Käuferzahlung: 3,49 €
  • feste Zahlungsgebühr: 0,45 €
  • Inseratsanteil: 0,20 €
  • Erneuerungsanteil: 0,10 €
  • Werbung: 0,80 €
  • Abo-Anteil: 0,50 €
  • Gebühren gesamt: 5,54 €
34{,}90 - 5{,}54 - 23{,}80 = 5{,}56\text{ €}

Kanal B

  • 8 % auf einen ersten Teilbetrag des Artikelpreises: entsprechend dem berechneten Betrag
  • 4 % auf den verbleibenden Teilbetrag: entsprechend dem berechneten Betrag
  • Rohbetrag: 2,00 €
  • Mindestgebühr: 2,20 €
  • feste Marktplatzgebühr: 0,25 €
  • Zahlungsgebühr: 0,55 €
  • Inseratsanteil: 0,15 €
  • Abo-Anteil: 0,30 €
  • Währungskomponente: 0,40 €
  • Gebühren gesamt: 3,85 €
34{,}90 - 3{,}85 - 23{,}80 = 7{,}25\text{ €}

Bei einer Retourenreserve von 0,56 € je Verkauf ergibt sich:

Kennzahl Kanal A Kanal B
Deckungsbeitrag vor Reserve 5,56 € 7,25 €
Retourenreserve 0,56 € 0,56 €
Geplanter Deckungsbeitrag 5,00 € 6,69 €
Kanal A: Käuferzahlung 34,90 €  ███████████████████████████████████
         Gebühren        5,54 €  ██████
         Direkte Kosten 23,80 €  ████████████████████████
         Reserve         0,56 €  █
         Deckungsbeitrag 5,00 €  █████

Kanal B: Käuferzahlung 34,90 €  ███████████████████████████████████
         Gebühren        3,85 €  ████
         Direkte Kosten 23,80 €  ████████████████████████
         Reserve         0,56 €  █
         Deckungsbeitrag 6,69 €  ███████

Das Beispiel zeigt nicht, welcher Kanal besser zu dir passt. Vergleiche Kanäle nur mit denselben Annahmen zu Artikel, Versand, Produktkosten, Stückzahl und Retouren.

Auszahlung, Monatsledger und drei Preisziele

Die rechnerische Auszahlung lautet:

Z_{\text{rechnerisch}} =
\text{Käuferzahlung}
-
\text{direkt abgezogene Gebühren}

Erfasse die tatsächliche Auszahlung zusätzlich mit Auszahlungsdatum, Betrag, Währung, zugeordneten Bestellungen, Einbehalten und Abrechnungshinweis.

Der vollständige Deckungsbeitrag lautet:

DB_{\text{real}}
=
B-G-R-V-W-F-A-K-L

Dabei stehen R für tatsächliche Rückerstattungen, F für Fulfilment, K für weitere variable Kosten und L für selbst bewertete Arbeitskosten.

Monatsledger und Finanzierungslücke

Ein Monatsledger enthält:

Feld Bedeutung
Datum Tag des Geldflusses
Kanal Zuordnung
Vorgang Bestellung, Auszahlung, Abo, Versand, Rückerstattung oder Gutschrift
Einnahme Tatsächlicher Zufluss
Ausgabe Tatsächlicher Abfluss
Nicht zahlungswirksame Kosten Zum Beispiel selbst bewertete Arbeitskosten
Laufender Cash-Bestand Zwischenstand
Szenario Verwendete Annahme
\text{Cash}_t =
\text{Cash}_{t-1}
+
\text{Einnahmen}_t
-
\text{Ausgaben}_t

Die Finanzierungslücke entspricht dem größten negativen Zwischenstand und beträgt bei einem niedrigsten Cash-Stand von -252,50 € 252,50 €; auch ein positiver Monatsendbestand schließt eine frühere Lücke nicht aus. Handlung: Prüfe tägliche oder wöchentliche Zwischenstände statt nur den Monatsabschluss.

Fiktives Monatsledger

Bei 20 Bestellungen ergeben sich in einem frei erfundenen Plan:

Kennzahl Wert
Käuferzahlungen 698,00 €
Niedrigster Cash-Stand -252,50 €
Finanzierungslücke 252,50 €
Monatsendbestand vor Arbeitskosten 248,10 €
Selbst bewertete Arbeitskosten 120,00 €
Retourenreserve 11,20 €
Geplanter Deckungsbeitrag nach Reserve 116,90 €

Drei centgenaue Preisziele

Der Expert-Modus sucht für jedes Ziel den niedrigsten passenden Artikelpreis:

  1. Break-even:

    DB_{\text{plan}} \geq 0{,}00\text{ €}
    
  2. Euro-Ziel:

    DB_{\text{plan}} \geq \text{selbst gesetzter Zielbetrag}
    
  3. Quoten-Ziel:

    \frac{DB_{\text{plan}}}{B} \times 100
    \geq
    \text{selbst gesetzte Zielquote}
    

Im fiktiven Kanal-A-Szenario lauten die Ergebnisse:

Preisziel Niedrigster Artikelpreis
Geplanter Deckungsbeitrag mindestens 0,00 € 24,44 €
Geplanter Deckungsbeitrag mindestens 5,00 € 30,00 €
Deckungsquote mindestens 20,00 % 32,83 €

Bei 24,43 € beträgt der geplante Deckungsbeitrag -0,01 €, bei 24,44 € genau 0,00 €. Bei 32,82 € liegt die Quote bei 19,99 %, bei 32,83 € bei 20,01 %.

Grenze: Staffelgrenzen, Mindestbeträge, Höchstbeträge und Rundungen können Sprünge erzeugen. Handlung: Prüfe jeden Cent einzeln und vergleiche das Ergebnis immer mit dem nächstniedrigeren Cent.

Kernaussagen zur Marktplatzgebühren-Kalkulation

  • Trenne Käuferzahlung und Auszahlung: Die Käuferzahlung enthält Artikelpreis und Käufer-Versand, während Gebühren den ausgezahlten Betrag senken können.
  • Runde jede Gebühr einzeln: Erst die gerundeten Komponenten werden addiert, damit die Abrechnung mit Centbeträgen nachvollziehbar bleibt.
  • Erfasse jede Gebührenbasis: Eine Prozentzahl ist ohne Angabe, ob sie auf Artikelpreis, Versand oder Käuferzahlung gilt, nicht ausreichend.
  • Halte Retouren getrennt: Rückerstattungen, Gebührengutschriften, realisierte Retourenkosten und erwartete Reserven dürfen nicht vermischt oder doppelt angesetzt werden.
  • Prüfe die Liquidität zeitlich: Berücksichtige, dass ein positiver Monatsendbestand eine vorherige Finanzierungslücke von beispielsweise 252,50 € verdecken kann.

FAQ

Muss ich bei kostenlosem Käufer-Versand trotzdem Versandkosten eingeben?

Ja. Der Käufer-Versand beträgt dann 0,00 €. Deine tatsächlichen Versandkosten können trotzdem anfallen und werden separat erfasst.

Warum ist die Auszahlung kleiner als die Käuferzahlung?

Gebühren, Zahlungsentgelte, Werbekosten oder andere direkt abgezogene Positionen verringern die Auszahlung. Zusätzlich können Bestellung und Auszahlung zeitlich auseinanderfallen.

Warum wird jede Gebühr einzeln gerundet?

Mehrere Gebühren können jeweils eigene Centbeträge erzeugen. Eine Rundung erst nach der Addition kann deshalb ein anderes Ergebnis liefern als die getrennte Abrechnung.

Gehört meine Arbeitszeit in die Basisversion?

Nein. Die Basisversion nutzt ausschließlich die acht festgelegten Eingaben. Im Expert-Modus kannst du Arbeitszeit als selbst bewertete Kosten eintragen.

Kann ich erwartete und tatsächliche Retouren gleichzeitig erfassen?

Ja, aber nicht doppelt für denselben Fall. Eine realisierte Retoure ersetzt für diesen Auftrag die entsprechende Erwartungsreserve.

Was mache ich bei einer unbekannten Gebühr?

Setze sie nicht automatisch auf 0,00 €. Markiere sie als unbekannt und lege ein klar beschriftetes Szenario mit deiner vorläufigen Annahme an.

Warum gibt es keine Standardwerte für Marktplätze oder Zahlungsdienste?

Gebühren hängen zum Beispiel von Angebot, Kategorie, Zahlungsweg, Währung, Vertragsbedingungen und Zeitpunkt ab. Die PayPal-Gebührenübersicht, Etsy-Verkaufsinformationen und eBay-Informationen zu Gebühren und Gutschriften zeigen mögliche Formen, ersetzen aber nicht deine aktuellen Abrechnungsdaten.

Was sagt der Rechner nicht aus?

Er bestimmt weder deinen privaten oder gewerblichen Status noch eine Plattformberechtigung. Steuer-, Umsatzsteuer-, Buchungs-, Abzugs-, Vertrags-, Schutz- und Rechtsfragen müssen separat und fachlich geprüft werden. Für verbrauchernahe Hinweise zum Verkauf gebrauchter Artikel kannst du die Verbraucherzentrale zum Secondhandverkauf heranziehen.

Seitenadresse: https://www.kreditzentrale.com/thema/marktplatzgebuhren-berechnen-verkaufserlos-und-kosten-planen